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222 oktober 1997
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Auf zum Anarchistischen Herbst 1997

Fünfundzwanzig Jahre Graswurzelrevolution - 10.-12. Oktober 1997, Alte Feuerwache, Köln

Bis zum "Anarchistischen Herbst" sind es nur noch drei Wochen! Meldet Euch möglichst bald an, auf daß dieser Herbst doch noch ein "Anarchistischer Herbst" wird! (Red.)

Programmüberblick:

Freitag, 10.10.

    Ab 18 Uhr Begrüßung, Übernachtungsorganisation, Sektempfang der TeilnehmerInnen

    20 Uhr Eröffnung und Einleitungsreferat: Redaktion GWR: Herausforderungen an den gewaltfreien Anarchismus am Ende des 20. Jahrhunderts.

Samstag, 11.10.

    Ab 8.30 Uhr Frühstück

    9.30 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr Arbeitsgruppen

    Anarchismus und Soziale Frage
    Globalisierung, Sozialabbau, zunehmende Gewalt, Perspektivlosigkeit und Resignation, Kapitalismus- /Industrialismuskritik und Stellenwert von Anarchosyndikalismus heute, Perspektiven des Widerstands.

    Ein feministisch-anarchistischer Blick auf Sozialabbau, Neue Armut und soziale Sicherung
    Gerechtigkeit, Autonomie, Solidarität und soziale Verantwortung heute, Was bedeutet "globale Gerechtigkeitsperspektive" für unseren Kontext? (nur für Frauen)

    Feminismus und Staat
    Patriarchaler Backlash, Staatsblindheit des Feminismus, Gender-Debatte.

    Anarchismus und Popkultur/Kunst
    Popkultur als Flucht vor der Realität oder als latenter Protest?, Mainstream der Minderheiten, Subkulturen, welchen Stellenwert hat die Kunst im Anarchismus?, Bezüge zwischen Kunst und Anarchismus.

    Herausforderung Neue Technologien
    Die Technikkritik des neuen Anarchismus wurde an der Atom-, in Ansätzenn an der Gentechnologie entwickelt - was aber ist mit der Verkehr/Auto, Kommunikations- und Computertechnologie? Brauchen wir eine Revision anarchistischer Technikkritik?

    Anarchismus und individuelle Verantwortung
    Anarchistisches Menschenbild und Gegenseitige Hilfe. Ist der Gegensatz Staat-Gesellschaft noch haltbar? Was heißt individuelle Verantwortung bei Goldhagen, Bauman und Camus?

    Herausforderung Neuer Nationalismus/Weltmacht Deutschland
    Libertäre Nationalismuskritik, Militarisierung und Aufgabenerweiterung der Bundeswehr, Out-of-Area, Widerstand gegen Abschiebung am Beispiel Deserteure.

    Kommunalismus/Transnationalismus oder Agenda 21?
    Kritik an Sustainable Development und gängiger Ökologiepolitik, Kommunalismus und Transnationalismus bei Bookchin, Young u.a.

    Libertäre und Macht der Medien
    Chomskys Medienkritik, Chancen alternativer Medien/ Gegenöffentlichkeit. Bürgerliche Medien nutzen/boykottieren?

    Mittagessen 12.30-14.30 Uhr/ Abendessen 18.00-20.00 Uhr.

    Die Arbeitsgruppen können bei Bedarf aufgeteilt und bei Interesse am Samstagabend oder Sonntag fortgesetzt werden. Alle Arbeits-gruppen werden von RedakteurInnen, HerausgeberInnen, der FöGA- Frauen-AG, AutorInnen oder FreundInnen der Zeitung Graswurzelrevolution vorbereitet. (Den Reader mit Thesenpapieren gibt es ab dem 29.9/einen Auswertungsreader mit AG-Protokollen im November.)

    Außerdem: Workshops: Geschichte der Graswurzelbewegung, Zapatismus, Organisationsfragen im Anarchismus, u.a.

Internationale Gäste

Sonntag, 12.10.

    Ab 8.30 Uhr Frühstück

    Ab 9.30 Uhr Statements internationale libertärer Gäste (jeweils maximal 30 Minuten) zum Thema: "Herausforderungen und Antworten gewaltfreier und anarchistischer Bewegungen in anderen Sprachräumen"mit:

    Marianne Enckell, Lausanne.
    Sie arbeitet im "Internationalen anarchistischen Dokumentationszentrum" (CIRA) in Lausanne, ist seit Jahrzehnten in der internationalen anarchistischen Bewegung aktiv, war in den 60er Jahren an der gewaltfrei-anarchistischen Zeitung "Anarchisme et Nonviolence" beteiligt.

    Claire Auzias, Paris.
    Sie war in den 60er Jahren in der französischen anarchistischen Bewegung in der Region Lyon aktiv, lebt heute in Paris und arbeitet als Historikerin, unter anderem zur Geschichte des Anarchismus.

    Rudolf de Jong, Amsterdam.
    Er ist seit langer Zeit in der internationalen anarchistischen Bewegung aktiv und durch zahlreiche Veröffentlichungen bekannt geworden. Seit vielen Jahren arbeitet er im "Internationalen Institut für Sozialgeschichte" in Amsterdam. Mitherausgeber der anarchistischen Zeitschrift de As.

    Michael Randle, West Yorks.
    Er war an der Diskussion um Gewaltfreie Revolution innerhalb der War Resisters’ International in den 70er Jahren beteiligt und erstellte einen der Entwürfe für die Diskussion. Heute ist er Koordinator des Nonviolent Action Research Project in Bradford.

    Ca. 12-13.30 Uhr Mittagessen

    13.30-16 Uhr Diskussion im Plenum und/oder Arbeitsgruppen über internationale anarchistische Bewegung

Kultur

Während der Tagung gibt es durchgehend Büchertische libertärer Verlage & Buchvertriebe.
Samstag und Sonntag organisieren wir tagsüber ein Kinderprogramm/Kinderbetreuung.

Freitag, 10.10., nach dem Einleitungsreferat:
Musiktheater "Hin und Weg"

Samstag, 11.10., abends:
Petz & Halfbrodt (Libertäre Lyrik)
Uli Klan: Freiheit ist mühsam (U.A.) (Anarchistische Lieder)
Anarchistische Filmnacht ("Die lange Hoffnung", "Sacco & Vancetti", ...)

Anmeldung

Kosten (Vollverpflegung) je nach sozialen Verhältnissen 70,-/100,-/130,- DM.

Übernachtung entweder privat (Schlafplatzbörse, den Wunsch nach einem Bett bitte frühzeitig angeben) oder in einer Gemeinschaftsunterkunft (Schlafsack bitte mitbringen).

Anmeldung möglichst sofort, (wegen Readerverschickung und Organisation aufgrund voraussichtlicher TeilnehmerInnenzahl) bitte unbedingt an:

GWR-Redaktion, Kaiserstraße 24, 26122 Oldenburg, Tel.: 0441/2489663, Fax: 2489661

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Kultur am Samstag Abend

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