Bundesweites Aktionsbündnis "Stopp dem Krieg!"
Nach den ersten Wochen langsam in Gang kommender spontaner Demonstrationen und der Ostermärsche fanden sich Gruppen, hauptsächlich aus dem Spektrum der gewaltfreien Aktionsgruppen und dem Spektrum des Komitee für Grundrechte und Demokratie, zusammen, um sich überregional auf direkte gewaltfreie Aktionen gegen den Krieg zu orientieren.
Mittels zweier öffentlich angekündigter Blockaden der Haupteinfahrten bei der US-Airbase Spangdahlem bei Trier am 10.4. (dort starten seit dem 6.4. Tarnkappenbomber und führen direkt ihre Bombenangriffe aus) und der britischen Airbase Elmpt bei Brüggen/Mönchengladbach am 18.4. (dort starten nahezu täglich britische Tornados) wurde darauf hingewiesen, daß der Krieg diesmal direkt von deutschem Boden geführt wird. Ziel dieser direkten Aktionen ist es zunächst, möglichst viele KriegsgegnerInnen für diesen weitergehenden Schritt weg von städtischen Demos und hin zu direkten Aktionen und zu zivilem Ungehorsam zu gewinnen. Sollte dies gelingen, können aus den bisher notgedrungen symbolischen Blockaden reale Behinderungsaktionen für den Kriegsablauf werden. Dann können auch mal alle Zufahrten zu den Basen dicht gemacht werden oder es können weitergehende Aktionen ins Auge gefaßt werden (in Spangdahlem wurde bereits mit Formen des Go- In experimentiert, wobei Vietnam-Veteranen die GI's in englischer Sprache zur Desertion aufforderten). Bei den kommenden Aktionen des Aktionsbündnisses "Stopp dem Krieg" sollen Bundeswehreinrichtungen, die direkt mit der Kriegsführung zu tun haben, im Mittelpunkt stehen.
