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Einladung

zu einer gemeinsamen Aktion mit der Kölner Klagemauerinitiative zum Abschluß des Kongresses "25 Jahre Graswurzelrevolution"

Nach Abschluß des Plenums am Sonntag (ca. 16 Uhr) wollen einzelne Graswurzelgruppen gemeinsam mit der Kölner Klagemauerinitiative auf der Kölner Domplatte ein Stück Klagemauer realisieren, um - im Sinne des Kongresses - Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Zwei Tage später jährt sich die Räumung der großen Kölner Klagemauer. Da ist es angebracht, den Herren von Domkirche und Stadt zu signalisieren, daß die Klagemauer lebt, allen Pressionen zum Trotz.

Die Klagemauer ist konzipiert als eine Form der freien Kommunikation und Artikulation über das, was ist. Weil sie Öffentlichkeit von unten schafft und vor allem auch diejenigen zu Wort kommen läßt, die unter den herrschenden gesellschaftlichen Verhältnissen ausgegrenzt und entrechtet werden, ist sie den kirchlichen wie städtischen Obrigkeiten ein Dorn im Auge. Sie sehen sie vor allem als Störfaktor bei der Umsetzung der Vision der "saubern & attraktiven City". Die Klagemauerinitiative hat sich ja auch immer eingemischt, wenn das "Cityteam" des Ordnungsamts unerwünschte Besucher der Domplatte wie Obdachlose, Punks, Junkies aussortierte und ihnen, obwohl sie sich total friedlich verhielten, Platzverweise erteilten...

In den Innenstädten läuft gegenwärtig eine Auseinandersetzung um den öffentlichen Raum, der in seiner Öffentlichkeit bzw. Verfügbarkeit für alle immer stärker eingeschränkt und Zug um Zug privat angeeignet und vermarktet wird. Damit einher geht die Demontage elementarer Freiheitsrechte wie das Recht der Freizügigkeit oder das Recht der freien friedlichen Versammlung und Demonstration. Gegen diese Entwicklung stellt sich die Klagemauer und organisiert Widerstand. So erklären sich die mitunter sehr heftigen Polizeieinsätze gegen die friedlichen Klagemaueraktionen.

Die Nacht- & Nebelräumung von 15. Oktober 96 hat die Kölner Klagemauer überlebt, und zwar als tyische Graswurzelaktion. Trotz der ständigen Schikanen und Übergriffe von Ordnungsamt & Polizei existiert die Klagemauer in den Köpfen der Menschen weiter und tritt in immer neuen Formen real in Erscheinung: Zunächst wurde das um den Bereich der alten Klagemauer gezogenen Sperrgitter als Medium genutzt, danach erschien sie als mobiles Klagepferd auf der Domplatte, nach dessen Verbot (!) schlug sie wieder Wurzeln im Rahmen der sonntäglichen Klagemaueraktionen. Das Verhalten der Staatsmacht wird immer absurder. Das bringt die Leute auf unsere Seite und uns ein Stück näher zu unserem Ziel der Wiedererrichtung der großen Klagemauer.

Also: Sonntag, den 12. Oktober, nach dem Plenum - Graswurzel-Revolution auf der Domplatte!!

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