Wer sind...
... die nächsten Opfer?
"Selbst wenn der Staat das Gute befiehlt, beschmutzt er es, weil
er befiehlt, weil jeder Befehl die Empörung der Freiheit herausfordert,
weil das Gute, wenn es befohlen wird, das Übel wird."
Michail Bakunin, 1814-1876
"Ist es nicht paradox, dass die westliche Politik heute die Menschenrechte
als Waffe gegen das Andersartige benutzt, nach dem Motto: Entweder
ihr teilt unsere Werte oder...? Die Demokratie wird mit Drohung
und Erpressung durchgesetzt. Damit sabotiert sie sich selbst.
Sie stellt keine autonome Entscheidung für die Freiheit mehr dar,
sondern wird zum globalen Imperativ."
Jean Baudrillard, 14. Januar 2002
Liebe Leserinnen und Leser,
anstatt finanzielle Mittel zur Bekämpfung des Hungers bereit
zu stellen, will US-Präsident George W. Bush den Militärhaushalt
der USA um 48 Milliarden Dollar auf 379 Milliarden Dollar erhöhen.
Begründet wird das mit dem noch jahrelang zu führenden weltweiten
"Krieg gegen den Terror". Die Aussichten auf eine friedlichere
Welt dürften damit weiter schwinden. Wer sind die nächsten Feinde?
Die Iraker? Die Somali? ... Die Liste der möglichen Kriegsziele
ist lang.
Wer gesehen hat, wie die USA ihre Kriegsgefangenen behandeln
(s. Foto auf S. 3), kann nur entsetzt reagieren. Hier werden die
Menschenrechte, um die es der "Anti-Terror-Allianz" von Bush,
Blair, Schröder und Co. angeblich geht, mit Füßen getreten.
Doch es gibt Hoffnung. Im Jahr 2001 haben in der BRD 182.420
Wehrpflichtige einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt.
Dies ist eine Steigerung von mehr als 8.000 KDV-Anträgen gegenüber
dem letzten Rekordjahr 1999 und über 10.000 Anträge mehr als im
Vorjahr. Immer mehr Wehrpflichtige entscheiden sich gegen den
Kriegsdienst und lehnen die neuen Aufgaben der Bundeswehr ab.
Die Zeit ist reif für eine weltweite soziale Bewegung gegen Krieg
und Staatsterror, für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft.
Mit antimilitaristischen Grüßen, Euer
Bernd Drücke (GWR-Koordinationsredakteur)