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321 september 2007
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>> 321 september 2007

Atommüll verhindern bevor er entsteht

Einladung zur Internationalen Uran-Konferenz am 22.09.2007 in Dortmund, 10 - 19 Uhr, Evangelische Bildungsstätte Reinoldinum, Schwanenwall 34 (Nähe Hauptbahnhof)

In vielen Ländern wird Uran abgebaut und sind Uranfabriken in Betrieb. Sie verursachen zahllose Urantransporte, die das Ganze verknüpfen.

Der multinationale Urenco-Konzern z.B. ist einer der weltweiten Uran-Akteure und betreibt Urananreicherungsanlagen (UAA) in Capenhurst (GB),Almelo (NL) und in Gronau (D).

Gleichzeitig hat Urenco die Finger Richtung USA, Frankreich und Russland ausgestreckt.

Und das Zentrifugenverfahren, mit dem in den Urenco-Anlagen Uran für Atomkraftwerke vorbereitet wird, beschäftigt weltweit Regierungen und Militärs, da es inzwischen z. B. auch in Pakistan und im Iran vorhanden ist.

Urananreicherungsanlagen strahlen und produzieren Atommüll, abgereichertes Uran kam und kommt in Uranwaffen zum Einsatz.

Anfang 2005 wurde trotz Protesten der Ausbau der UAA Gronau genehmigt - plus Neubau eines "Zwischen"lagers für rund 60.000 Tonnen Uranoxid. In den Niederlanden läuft ein Genehmigungsverfahren zum Ausbau der UAA Almelo.

Zunehmend gerieten in den letzten Jahren Uranhexafluoridtransporte von Gronau nach Russland, und von Frankreich nach Gronau in den Mittelpunkt der Widerstandsaktivitäten.

Urananreicherungsanlagen stilllegen - Urantransporte stoppen!

Uran wird ständig für die Produktion von Brennelementen für Atomkraftwerke (auch für Atomwaffen) benötigt.

Urantransporte finden hierfür regelmäßig statt. Nach bereits erfolgten Aktionen gegen diese Transporte wollen wir sie noch mehr in den Blickpunkt rücken und den Widerstand ausbauen wie bei Castor-Atommüll-Transporten. Dafür soll auch die inter-nationale Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden. Im Focus sind besonders die Uranhexafluoridtranporte von Pierrelatte (Frankreich) zur UAA Gronau und die Transporte mit abgereichertem Uran von Gronau und Almelo nach Russland. D

er Widerstand muss am Anfang der atomaren Brennstoffspirale beginnen: Uranabbau, Uranverarbeitung, Urantransporte.

Widerstand vernetzen und ausbauen

Mit welchen Gefahren sind Urananreicherungsanlagen und Urantransporte verbunden?

Wie kann der Widerstand verstärkt werden? Wie können wir die (internationalen) Informationsnetze gegen Urenco und Urananreicherung verbessern? Wie kann der Widerstand gegen Urantransporte verstärkt werden...?

Mit diesen und anderen Fragen wollen wir uns mit möglichst vielen interessierten Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegnern befassen.

Wir wollen Informationen über strahlende Uranfabriken, Uranwaffen und Uranabbau zusammentragen, Fragen stellen - Antworten finden.

Und wir wollen Zusammenhänge mit anderen Themen diskutieren, z.B. Atomstrom contra Klimaschutz und die Verknüpfung von Atomenergie und Atom und Uranwaffen.

Eingeladen zur Konferenz sind alle, die mit uns der Uran- und Atomindustrie das Handwerk legen wollen: Anti-Atomkraft-Initiativen, Umweltverbände, sozial engagierte Gruppen, AtomkraftgegnerInnen aus Gewerkschaften und Parteien, Friedens- und Eine-Welt-Initiativen, autonome Gruppen, ÄrztInnen, Studierende, …

Stopp aller Urantransporte, Urananreicherungsanlagen und Uranmachenschaften weltweit!

Das Uran muss in der Erde bleiben - Atommüll verhindern, bevor er entsteht!

Konferenzprogramm

10.00 Uhr, Eintreffen der TeilnehmerInnen und Möglichkeit des Kennenlernens

10.45 Uhr, Begrüßung

Block 1: Vorträge mit Diskussion

11.00 Uhr, Wolfgang Neumann, Dipl.-Physiker, Gruppe Ökologie Hannover (Institut für ökologische Forschung u. Bildung e.V.) Gefahren der Urananreicherung und Risiken beim Transport von Uranhexafluorid

11.30 Uhr, Peter Diehl, Koordinator des WISE Uranium Project: Anlagen der Uranverarbeitung und der Verbleib des Uranmülls

12.30 Uhr, (N.N.): Urananreicherungsanlagen als Bombenschmieden

13.00 Uhr, Mittagspause

14.00 Uhr, Block 2: Beispiele Internationalen Uranprotestes in Europa, Berichte aus Russland, Frankreich, Niederlande, Finnland, Schweden, Deutschland

15.00 Uhr, Block 3: Arbeitsgruppen

  1. Abgereichertes Uranhexafluorid: Kein Wertstoff sondern Atommüll
  2. Gefahren und gesundheitliche Auswirkungen von Uranfabriken und Urantransporten
  3. Internationaler Widerstand gegen die Uranindustrie und Vernetzung
  4. Kommunale Aktivitäten gegen Urantransporte
  5. Weiterverbreitung von Atomwaffentechnologien am Beispiel der Urananreicherung
  6. Internationale Verflechtungen und Vorhaben der Uranindustrie

Ergänzend gibt es Filmbeiträge rund um das Uran-Thema.

16.30 Uhr, Pause

17.00, Uhr Auswertung im Plenum

19.00 Uhr Abschluss / Absprachen / Beschlüsse

Abendessen und Verabschiedung

Gäste aus dem Ausland u. a: Henk van den Keur (Laka Amsterdam), Ulla Kloetzer (Frauen gegen Atomkraft, Finnland),Vladimir Slivyak (Ecodefense Russland), Eia Liljegren (FMKK, Schweden), Grigorij Pasko (Journalist und Schriftsteller, Russland) Greenpeace Niederlande / International. Weitere Gäste werden erwartet.

Zur Teilnahme an der Konferenz laden ein: Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Anti-Atom Gruppe Bonn Anti-Atom-Gruppe Heidelberg, Antifa Datteln, AntifaWaltrop, Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, Arbeitskreis gegen Atomanlagen Frankfurt, Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Attac Gruppe Essen, Bürgerinitiative (BI) "Kein Atommüll in Ahaus", BI Umweltschutz Hamm e.V., BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e. V. (BBU), Ecodefense Russland, Folkkampanjen mot kärnkraft-kärnvapen (Swedish Anti-Nuclear Movement), Frauen Friedens Initiative Dortmund,Friedensforum Dortmund, IPPNW Dortmund - Ärzte gegen atomare Bedrohung, Informationsstelle Militarisierung (IMI) Tübingen, Kölner Gegenstrom gegen Atomanlagen, Laka foundation - documentation and research centre on nuclear energy, Amsterdam / Netherlands, Menschen gegen Atomanlagen (MEGA) Waltrop, Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG e.V.), Nederlands Euregionaal Nucleair Overleg (NENO), Naturfreunde Hamm, Netzwerk Friedenskooperative, Ökologiereferat des ASTA der Fachhochschule Düsseldorf, Redaktion anti-atom-aktuell, Redaktion Graswurzelrevolution, SOFA Münster (Sofortiger Atomausstieg Münster), Stop Bure Gruppe Trier, "Urangruppe Nirgendwo".

UnterstützerInnen der Konferenz: Bündnis 90/Die Grünen/GAL Münster, "Die Linke" Dortmund, GAL-Fraktion im Rat der Stadt Gronau, Grüne Jugend NRW, Ökologische Plattform in der Linken NRW, Tobias Pflüger (Mitglied des Europaparlaments, parteilos).

Organisatorisches: Hauptkonferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Zur Erleichterung der Konferenzvorbereitungen bitten wir um Anmeldungen (man darf aber auch spontan kommen!). Die Teilnahme ist kostenlos. (Spenden sind erforderlich). Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Schlafplätze sind vorhanden - bitte aber frühzeitig den Bedarf anmelden!

Wegbeschreibung: http://www.reinoldinum.de/index.php?site=anfahrt.

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Weitere Informationen

www.urantransport.de

Spendenkonto

"Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen"
Kontonummer: 357730701
BLZ 40144618
Volksbank Wettringen
Stichwort: Urankonferenz

Kontakt

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
E-Mail: atomstopp@citykom.net
Mobil: 0151/12702596

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Prinz-Albert Str. 73
53113 Bonn
Tel.: 0228-214032
Fax: 0228-312033


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