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stern / zerbrochenes gewehr
antimilitarismus 23.5.2004 

DemonstrantInnen fordern "Asyl für Deserteure"

Protestaktion zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

Zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung forderten am 15. Mai, Friedens-, Menschenrechts- und Flüchtlingshilfsorganisationen "Asyl für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure". PRO ASYL, DFG-VK, Connection e.V., Graswurzelrevolution, die Initiative kurdisch-türkischer KriegsgegnerInnen, ESG u.a. hatten zu einer Demonstration in Münster/W. aufgerufen.

Volker Maria Hügel von Pro Asyl betonte auf der Kundgebung: "Krieg ist der größte Produzent von Flüchtlingen". Wer aber aus Kriegen fliehe, "müsse damit rechnen, dass der Asylantrag als ‚offensichtlich unbegründet' eingestuft und abgelehnt wird. Dies trifft natürlich in besonderem Maße Kriegsdienstverweigerer und Deserteure."

Der Kriegsdienstverweigerer Zeynettin Er wies auf die prekäre Situation in seinem Herkunftsland Türkei hin. "Weiter werden die Menschenrechte in der Türkei missachtet. Alltäglich wird gefoltert. Auch Kriegsgegner sind davon betroffen. So wurden im Jahre 2003 insgesamt 70 Strafverfahren allein wegen 'Beleidigung des Militärs' eröffnet, auch gegen mich selbst." Er wurde lautstark von etwa 40 weiteren Verweigerern aus der Türkei unterstützt, die dazu aufriefen, "nicht zum Militär zu gehen".

"Es gibt Tausende, die sich in den verschiedenen Kriegen der Zwangsrekrutierung widersetzen". Darauf machte Rudi Friedrich von Connection e.V. aufmerksam. Ihre Handlung erfordere oft höchsten Mut, "angesichts der drohenden Repressionen, die von Haft über Folter bis zum Tod reichen." Kriegsdienstverweigerer, so Friedrich, "brauchen Unterstützung". Er forderte die "längst überfällige weltweite Durchsetzung des Menschenrechts auf Kriegsdienstverweigerung" ein.

Bernd Drücke von der Zeitschrift Graswurzelrevolution sah in Soldaten "potentielle Deserteure". Er verwies vor den über 100 DemonstrantInnen auf zahlreiche weitere Aktionen und Demonstrationen weltweit. "Während wir hier demonstrieren, gehen gleichzeitig Kriegsgegnerinnen in vielen anderen Ländern der Welt auf die Straße, um für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung, gegen Krieg und Militarismus zu demonstrieren."

Rudi Friedrich
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