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stern / zerbrochenes gewehr
anarchismus 11.6.2001 

anarchistisches sommercamp 2001

zum 6. mal anarchistische oase

nachdem das anarchistische sommercamp im letzten jahr ausgefallen ist, wird es in diesem jahr auf jeden fall stattfinden. eigentlich hatten wir nach einem platz in der nähe von bremen gesucht, aber nun steht fest, daß das diesjährige a-camp auf den wiesen um die burg lutter zu hause sein wird. denn erstens haben wir in bremen keinen geeigneten platz gefunden und zweitens bietet die anarchistische kommune nördlich vom Harz die besten möglichkeiten. außerdem können wir mit dem a-camp dieses projekt unterstützen, das konsequent versucht, in einer herrschaftsfreien gemeinschaft dauerhaft nach anarchistischen gesichtspunkten zu leben.

herrschaftsfreiheit ausprobieren

auf den bisherigen a-camps hat sich gezeigt, daß es wichtig ist, einen ort zu schaffen, an dem sich jedes jahr menschen treffen und wiedertreffen, um die möglichkeit zu nutzen, anarchistische theorie und praxis miteinander zu verbinden und zusammen einen spaßigen urlaub zu verbringen. uns ist klar, daß ein zeitlich begrenztes camp einem rückzug auf eine insel gleicht. doch schaffen wir uns gerade dadurch einen freiraum jenseits der alltäglichen gesellschaftlichen normalität, der es uns ermöglicht, unsere ideen vom herrschaftsfreien zusammenleben umzusetzen und anhand der praxis weiterzuentwickeln. als grundkonsens setzen wir voraus, daß herrschaftsfreiheit mit sexistischen und patriarchalen verhaltensweisen nicht vereinbar ist. überhaupt sind diskriminierungen aller art nicht zu dulden und es muß auf dem camp immer zeit sein, sich damit auseinanderzusetzen. das sollte natürlich nicht nur für das camp gelten, sondern auch und vor allem im alltag.

selbstorganisierte vielfalt

wie in den letzten jahren soll es eine reihe von workshops geben. der großteil dieser inhalte wird von den teilnehmerInnen des camps vorbereitet. wir als vorbereitungsgruppe tragen lediglich die angekündigten workshops zusammen und versuchen, einige leute und gruppen anzusprechen.

bisher gibt es aber schon viele ankündigungen und noch mehr ideen.

so wird es vorraussichtlich einführende workshops geben, die sich mit den grundlagen des anarchismus beschäftigen. auch diverse anarchistische strömungen werden vertreten sein und verschiedene ansätze vorstellen und diskutieren. außerdem rechnen wir mit workshops zu verschieden anderen themen: veganismus und tierbefreiung, arbeit, leben in einer kommune (gemeinsame ökonomie), pädagogik/antipädagogik (jungen- und mädchenarbeit)...

auch einige praktische workshops stehen bisher fest, vom baumklettern, siebdruck, zeitung oder radio machen bis strassentheater.

die gewohnte vielfalt des a-camps ensteht aber erst, wenn diejenigen, die zuhause sowieso zu irgendeinem thema praktisch oder theoretisch arbeiten, einen workshop vorbereiten und anbieten. wir als vorbereitungsgruppe werden uns nur wenig darum kümmern können, daß ein reichhaltiges und vielfältiges workshop-programm entsteht.

das gilt in ähnlicher weise für die gemeinsame organisation des camps. wir werden zwar die vorbereitung gemeinsam mit anderen gruppen übernehmen, aber ohne leute, die das camp auf- und abbauen, essen besorgen, kochen usw geht natürlich gar nichts. die vorbereitungsgruppe wird es mit beginn des camps in der form nicht mehr geben.

auf jeden fall soll es ein möglichst reichhaltiges kultur- (oder gegen-kultur-?)-programm geben. wenn ihr musik machen, kabarett- oder theaterstücke aufführen oder sonstwie das abendprogramm füllen wollt, meldet euch bitte bei uns.

auch wenn ihr euch zutraut, als sanis kleinere und größere wehwehchen zu behandeln oder ihr irgendeine sanitäts-ausbildung habt - meldet euch bei uns, denn wir brauchen unbedingt noch camp-sanis für notfälle.

vernetzung mit anderen kämpfen

das a-camp bietet also die seltene möglichkeit, zu überlegen und auszuprobieren, wie wir eigentlich leben wollen. jenseits vom alltäglichen kampf gegen autoritäten, sexistische oder rechte anmache und andere in dieser gesellschaft selbstverständliche widerwärtigkeiten. um aber auch den widerstand gegen herrschaft und unterdrückung überall in der welt weiterzuführen und mit den inhalten des a-camps zu verknüpfen, sollten wir versuchen, das camp mit konkreten politischen auseinandersetzungen zu vernetzen. deshalb wäre es zum beispiel gut, wenn es leute gibt, die an den aktionen gegen den g8-gipfel in genua teilgenommen haben und auf dem camp von ihren erfahrungen berichten und konsequenzen diskutieren wollen.

da außerdem einige menschen vom a-camp direkt zum antirassistischen grenzcamp in frankfurt (29.7-5.8.2001) fahren, wird es die möglichkeit geben, spezielle inhalte zu diskutieren und gemeinsame aktionen vorzubereiten....

auch die weltklimakonferenz in bonn die fast gleichzeitig zum a-camp stattfindet, verlieren wir nicht aus den augen. immerhin wollen sie uns da sogar die luft die wir atmen verkaufen. einen mangel an aktionsmöglichkeiten gibt's diesen sommer jedenfalls nicht.

der turm mit dem schwarzen stern

nachdem das letzte a-camp auf dem gelände der ehemals besetzten ziegelei zytanien stattfand, stellt in diesem jahr die burg lutter ihre wiesen zur verfügung. in der mittelalterlichen burg lebt seit 1980 eine gruppe von menschen, die sich "ohne herrschaftsstrukturen und nach anarchistischen gesichtspunkten mit unterschiedlichen vorraussetzungen, träumen und lebenserfahrungen gegenseitig fördern und unterstützen" wollen. die gemeinsame kasse dieser kommune lebt von einem infoladen, mehreren kollektivbetrieben wie tischlerei, zimmerei, backstube, siebdruckwerkstatt und einem tagungshaus.

leider können auf diesem gelände keine hunde rumlaufen!

jetzt anmelden

auf dem camp-gelände gibt es natürlich nur begrenzten platz. deshalb brauchen wir unbedingt eine anmeldung von euch, wenn ihr teilnehmen wollt. wenn ihr euch angemeldet habt, werden wir euch regelmäßig mit wichtigen informationen versorgen. das camp wird mit öffentlichen verkehrsmitteln erreichbar sein.

es wird wieder einen kleinen unkostenbeitrag für platzmiete, material, lebensmittel usw. geben. wenn alle teilnehmerInnen 10 bis 20 mark pro tag bezahlen, können die kosten für das camp gedeckt werden. außerdem unterstützen wir dann die lutter-kommune und können der vorbereitungsgruppe für das a-camp 2002 die vorbereitungskohle weitergeben. da aber einige leute kaum geld bezahlen können, sollten z.b. verdienende menschen nach selbsteinschätzung ruhig solimäßig tiefer in die tasche greifen. wenn ihr absolut gar keine kohle habt, meldet euch bei uns.

bis bald auf dem a-camp...

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a-camp
c/o infoladen
st. pauli str. 10-12
28203 bremen
a-camp@gmx.net
www.a-camp.de

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