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stern / zerbrochenes gewehr
anarchismus 14.6.2003 

Anarchistisches Sommercamp 2003

1. - 10.8.2003, Burg Lutter

auch zum veflixten 7. mal ein treff für anarchistInnen

langsam scheint sich das a-camp auf einen rythmus von zwei jahren einzustellen nachdem das a-camp auch im letzten jahr ausgefallen ist. das camp wird wieder auf den wiesen um die burg lutter stattfinden, wie vor zwei jahren. erstens war das letzte a-camp hier ein erfolg und und zweitens bietet die anarchistische kommune nördlich vom Harz sehr gute möglichkeiten, die uns die organisation sehr vereinfachen. außerdem können wir mit dem a-camp dieses projekt unterstützen, das konsequent versucht, in einer herrschaftsfreien gemeinschaft dauerhaft nach anarchistischen gesichtspunkten zu leben.

herrschaftsfreiheit ausprobieren

auf den bisherigen a-camps hat sich gezeigt, daß es wichtig ist, einen ort zu schaffen, an dem sich jedes jahr menschen treffen und wiedertreffen, um die möglichkeit zu nutzen, anarchistische theorie und praxis miteinander zu verbinden und zusammen einen spaßigen urlaub zu verbringen. uns ist klar, daß ein zeitlich begrenztes camp einem rückzug auf eine insel gleicht. doch schaffen wir uns gerade dadurch einen freiraum jenseits der alltäglichen gesellschaftlichen normalität, der es uns ermöglicht, unsere ideen vom herrschaftsfreien zusammenleben umzusetzen und anhand der praxis weiterzuentwickeln. als grundkonsens setzen wir voraus, daß herrschaftsfreiheit mit sexistischen, rassistischen und patriarchalen verhaltensweisen nicht vereinbar ist. überhaupt sind diskriminierungen aller art nicht zu dulden und leute, die hier anderer meinung sind, haben auf dem camp nichts verloren. aber auch linke sind in dieser gesellschaft sozialisiert. im fall von übergriffen werden täterInnen vom platz fliegen. wir gehen davon aus das alle auf dem camp sich aktiv einmischen, wenn sie solches verhalten wahrnehmen, und das alle zusammen dafür sorgen, daß hier ein soweit möglich herrschaftsfreier raum ensteht. grundsätzlich muß auf dem camp immer zeit sein, sich mit herrschaftsverhältnissen und ihren auswirkungen auseinanderzusetzen. das sollte natürlich nicht nur für das camp gelten, sondern auch und vor allem im alltag.

wir als organisationsgruppe verstehen uns selbst nur als teil des camps und letztendlich hängt von allen teilnehmerInnen ab was funktioniert, spaß macht, wie weit wir unsere utopien umsetzen.

selbstorganisierte vielfalt

wie in den letzten jahren soll es eine reihe von workshops geben. der großteil dieser inhalte wird von den teilnehmerInnen des camps vorbereitet. wir als vorbereitungsgruppe tragen lediglich die angekündigten workshops zusammen und versuchen, einige leute und gruppen anzusprechen. falls ihr ideen habt für etwas, was ihr organisieren wollt, meldet euch bei uns. wir hoffen, das es einführende workshops geben wird, die sich mit den grundlagen des anarchismus beschäftigen, und auch diverse anarchistische strömungen vertreten sein werden und verschiedene ansätze vorstellen und diskutieren werden. außerdem hoffen wir auf weitere workshops zu verschiedenen anderen themen: antimilitarismus, arbeit, leben in einer kommune (gemeinsame ökonomie), pädagogik/antipädagogik ... vielleicht auch auf einige praktische workshops, vom baumklettern, siebdruck, zeitung oder radio machen bis strassentheater. auch die anarchie der geschlechter, also themen wie antisexismus, intersexualität, kritik der rzb (romantischen zweierbeziehung) usw. sollten nicht zu kurz kommen. letztendlich hängt dies aber davon ab, was ihr macht und vorbereitet, also meldet euch zahlreich mit dingen, die ihr machen wollt. die gewohnte vielfalt des a-camps ensteht erst, wenn diejenigen, die zuhause sowieso zu irgendeinem thema praktisch oder theoretisch arbeiten, einen workshop vorbereiten und anbieten. wir als vorbereitungsgruppe werden uns nur wenig darum kümmern können, daß ein reichhaltiges und vielfältiges workshop-programm entsteht.

das gilt in ähnlicher weise für die gemeinsame organisation des camps. wir werden zwar die vorbereitung gemeinsam mit anderen gruppen übernehmen, aber ohne leute, die das camp auf- und abbauen, essen besorgen, kochen usw geht natürlich gar nichts. die vorbereitungsgruppe wird es mit beginn des camps in der form nicht mehr geben.
auf jeden fall soll es ein möglichst reichhaltiges kultur- (oder gegen-kultur-?)-programm geben. wenn ihr musik machen, kabarett- oder theaterstücke aufführen oder das abendprogramm füllen wollt, meldet euch bitte bei uns. auch gute videos könnt ihr gerne mitbringen. auf dem geläde ist auch platz für spiel und tanz, bringt einfach bälle usw. mit.
auch wenn ihr euch zutraut, als sanis kleinere und größere wehwehchen zu behandeln oder ihr irgendeine sanitäts-ausbildung habt - meldet euch bei uns, denn wir brauchen unbedingt noch camp-sanis für notfälle.

auch eine reihe weiterer organisatorischer probleme sind noch zu lösen, genauere infos bekommt ihr unter den unten angegebenen kontackten.

vernetzung mit anderen kämpfen

das a-camp soll möglichkeit bieten, zu überlegen und auszuprobieren, wie wir eigentlich leben wollen. jenseits vom alltäglichen kampf gegen autoritäten, sexistischer oder rechter anmache und anderen in dieser gesellschaft selbstverständlichen widerwärtigkeiten aber auch in der überwindung dieser herrschaftsverhältnisse in unserer eigenen lebenspraxis. um aber auch den widerstand gegen herrschaft und unterdrückung überall in der welt weiterzuführen und mit den inhalten des a-camps zu verknüpfen, sollten wir versuchen, das camp mit konkreten politischen auseinandersetzungen zu vernetzen. deshalb wäre es zum beispiel gut, wenn es leute gibt, die in den antiatomaktionen beteiligt sind und auf dem camp aktuelle entwicklungen und planungen darstellen können. auch wird das thema antimilitarismus und der kampf gegen deutschland im krieg wohl leider bis dahin nicht beendet sein. gut wären auch kontackte zum antirassistischen grenzcamp, usw. ... .aber auch dies liegt an euch.

toll wäre auch, wenn leute aus anderen ländern vorbeikommen würden, falls ihr also da kontackte habt, ...

der turm mit dem schwarzen stern

wie im letzten jahr stellt auch in diesem jahr die burg lutter ihre wiesen für das camp zur verfügung. in der mittelalterlichen burg lebt seit 1980 eine gruppe von menschen, die sich "ohne herrschaftsstrukturen und nach anarchistischen gesichtspunkten mit unterschiedlichen vorraussetzungen, träumen und lebenserfahrungen gegenseitig fördern und unterstützen" wollen. die gemeinsame ökonomie dieser kommune lebt von den arbeitsbereichen: tischlerei, garten & tiere, backstube, tagungshaus, lebensmittelherstellung, textildruckwerkstatt, kochen, infoladen, kunst & kultur und kinderbetreuung.

leider können auf diesem gelände keine hunde rumlaufen! bitte beachtet dies und laßt eure hunde zu hause, nehmt rücksicht auf die hier lebenden und freirumlaufenden tiere, wie hühner und schweine usw.. genaueres über das projekt erfahrt ihr unter www.burg-lutter.de.

jetzt anmelden

auf dem camp-gelände gibt es natürlich nur begrenzten platz. deshalb brauchen wir unbedingt eine anmeldung von euch, wenn ihr teilnehmen wollt. wenn ihr euch angemeldet habt, werden wir euch regelmäßig mit wichtigen informationen versorgen. das camp ist mit öffentlichen verkehrsmitteln erreichbar, vom bahnhof salzgitter-ringelheim aus.

es wird wieder einen kleinen unkostenbeitrag für platzmiete, material, lebensmittel usw. geben. wenn alle teilnehmerInnen 6 bis 10 euro pro tag bezahlen oder mehr, können die kosten für das camp gedeckt werden. normalerweise rechnen wir mit einem beitrag von 8 euro pro tag. außerdem unterstützen wir dann die lutter-kommune und können der vorbereitungsgruppe für das a-camp 2004/5 die vorbereitungskohle weitergeben. da aber einige leute kaum geld bezahlen können, sollten z.b. verdienende menschen nach selbsteinschätzung ruhig solimäßig tiefer in die tasche greifen. wenn ihr absolut gar keine kohle habt, meldet euch bei uns.

bis bald auf dem a-camp...

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Kontakt

a-camp
kunst kultur kommunikation e.v.
Sprembergstr. 4
12047 Berlin

a-camp@gmx.net
www.a-camp.burg-lutter.de

Texte und Infos können gegen Briefmarken auch per Post zugeschickt werden.

Flugblatt zum Download: PDF


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