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stern / zerbrochenes gewehr
transnationales / antimilitarismus 19.12.2009 

Gefangene für den Frieden 2009

Alljährlich zum 1. Dezember, dem Internationalen Tag der Gefangenen für den Frieden, veröffentlicht die War Resisters' International (WRI, Internationale der KriegsdienstgegnerInnen) die Ehrenliste der Gefangenen für den Frieden. Die Liste enthält die Namen von Menschen, die weltweit wegen ihrer Kriegsdienstverweigerung oder ihres Engagements für Frieden inhaftiert sind. Die WRI ruft dazu auf, den Gefangenen Kartengrüße als Zeichen der Solidarität und der Ermutigung zu schicken. Selbst wenn die Karten die Adressaten und Adressatinnen nicht erreichen sollten, machen sie deutlich, dass die Gefangenen nicht vergessen sind, was sich auf die Haftbedingungen günstig auswirken kann.

Die Ehrenliste der Gefangenen für den Frieden ist keineswegs vollständig. Sie enthält in diesem Jahr die Adressen von 105 Gefangenen, von denen bekannt ist, dass sie um den 1. Dezember in Haft sind, stellvertretend für viele, die unbekannt sind oder diese Art der Publizität nicht wünschen.

Die diesjährige Liste nennt inhaftierte Kriegsdienstverweigerer und Kriegsdienstverweigerinnen in Armenien, Aserbaidschan, Eritrea, Finnland, Großbritannien, Israel, Südkorea, Turkmenistan und in den USA. Zeugen Jehovas sind in Armenien, Eritrea und Turkmenistan im Gefängnis. Die Repressivität des Ersatzdienstes in Finnland trägt dazu bei, dass dort die Zahl der totalen Kriegsdienstverweigerer seit Jahren außergewöhnlich hoch ist. Bei den britischen und US-amerikanischen Verweigerern handelt es sich um Berufssoldaten, die sich unter dem Eindruck der Kriege im Irak und in Afghanistan zur Verweigerung oder zum Verlassen des Militärdienstes entschlossen haben. In Israel werden Kriegsdienstverweigerer und Kriegsdienstverweigerinnen immer wieder zu kurz aufeinander folgenden Militärgefängnisstrafen verurteilt.

In Großbritannien und in den USA sind Menschen wegen ihrer Friedensaktivitäten in Haft: wegen Antikriegsprotesten, wegen direkter Abrüstungsaktionen, wegen einer Rede bei einer Antikriegsdemonstration und wegen humanitärer Hilfe für Menschen im Irak unter Verletzung der US-Sanktionen. Eine Haftstrafe von 15 Jahren verbüßt in Russland der militärkritische Journalist Igor Sutjagin wegen Auswertung öffentlich zugänglicher Informationen.

Die vollständige und aktualisierte Liste der Gefangenen für den Frieden ist zu finden unter www.wri-irg.org/node/4718.

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