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stern / zerbrochenes gewehr
anti-atom 25.6.2007 

Stopp Urantransporte

Atommüll verhindern, bevor er entsteht

Regelmäßig finden Urantransporte quer durch Europa statt. Sie werden benötigt für die Produktion von Brennelementen der Atomkraftwerke (genauso wie für Atomwaffen). Nach einigen erfolgreichen Aktionen gegen diese Transporte wollen wir sie mehr in den Blickpunkt rücken und ähnliches machen wie bei Castor-Transporten. Dafür soll auch die internationale Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden. Im Focus sind die Uranhexafluoridtranporte von Pierrelatte (Frankreich) zur Urananreicherungsanlage nach Gronau/Westfalen (Deutschland) und die Transporte mit abgereichertem Uran von Gronau nach Russland. Gerade diese Transporte sind durch nichts zu rechtfertigen, da es einer illegale Atommüllentsorgung gleichkommt.

Wozu Urananreicherung?

Der Anteil an Uran-235 im Uranerz beträgt im besten Fall 0,7%. Die übrigen 99,3% macht fast vollständig Isotop Uran-238 aus. Für Atomreaktoren werden aber in der Regel 3-5% Uran-235 benötigt, für Atomwaffen sogar mehr, "optimaler" Weise 90%. Folglich muss der Anteil an Uran-235 erhöht werden, das heißt, die beiden Isotope werden teilweise voneinander getrennt. Das Ergebnis des Vorgangs ist einerseits das erwünschte angereicherte Uran und andererseits als Abfallprodukt das abgereicherte Uran.

Wo kommt das Material zur Urananreicherung her?

Meist noch vor Ort, in den uranabbauenden Ländern, wird das Uranerz gemahlen und in oxidischer Form (U308) zu einem gelben Pulver ("Yellow Cake") verarbeitet. Dieses wird weiter transportiert und in Konversionsanlagen in das sehr giftige Uranhexafluorid (UF6) verwandelt. Von der Konversionsanlage wird das UF6 zur Urananreicherungsanlage (UAA) transportiert. Eine dieser Anlagen, durch welche die UAA Gronau beliefert wird, liegt im französischen Pierrelatte.

Was passiert mit dem abgereicherten Uran?

Das abgereicherte Uranhexaflorid wird überwiegend, sofern es nicht an der UAA in Fässern gelagert wird, nach Russland zur "Wiederanreicherung" verschickt. So wird aus Müll angeblich Rohstoff. Die Transporte erfolgen von Gronau nach Rotterdam mit Sonderzügen, und dann per Schiff nach Russland. Was in Russland mit dem Müll tatsächlich passiert, ist bisher unbekannt. Sicher ist allerdings, dass die Wiederanreicherung nicht oder nur in sehr geringen Maße stattfindet, da das Verfahren teuer und unrentabel ist.

Beteiligt euch an den Protesten gegen die Urantransporte!

Das nächste internationale Treffen findet statt am 22./23.9.07 in Gronau/Westfalen. Weitere Infos bei der Kontaktadresse und den angegebenen Infoseiten.

Flyer im PDF-Format: deutsch / englisch

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(u.a. mit Hintergrundinformationen, Karte der Transportstrecke,
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www.aktionsbuendnis-muensterland.de
www10.antenna.nl/wise/uranium.html
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