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Das andere Indien

Rezensionen

Solidarische Welt
Der Pazifist
Radio Dreyeckland

"Das andere Indien"

Beim Stichwort Indien hat man hier zu Lande oft gängige Bilder vom Land der Armut, der spirituellen Erfahrungen oder der Softwarespezialisten im Kopf. Das von der (gewaltfrei-anarchistischen Zeitung) Graswurzelrevolution herausgegebene Buch "Das andere Indien" will eine andere Seite dieses vielfältigen und widersprüchlichen Landes aufzeigen. In theoretischen Essays zum Thema Herrschaft und in Gesprächen mit Aktivistinnen aus sozialen Bewegungen werden Gegentendenzen zu den dominierenden autoritären Traditionen aufgezeigt. Ausgangspunkt ist dabei der libertäre Ansatz, der der Frage nachgeht, wie ein Leben ohne Hierarchie, Gewalt und Herrschaft organisiert werden kann.

"Das andere Indien" will den vielfältigen indischen sozialen Bewegungen mit libertären Tendenzen im deutschsprachigen Raum eine Stimme geben. Interessant dabei ist, daß AktivistInnen der indischen Anti-Atom-, Frauen- oder Friedensbewegung in Interviews selbst zu Wort kommen. Die theoretischen Beiträge zeigen in einer klaren Sprache die Hintergründe und Strukturen auf, in denen die libertären sozialen Bewegungen sich organisieren. Insofern ist "Das andere Indien" ein gelungener Versuch, abseits der eingefahrenen Pfade ein Stück unbekanntes Indien zu erforschen und darzustellen - wenn auch natürlich erneut nur bestimmte Seiten beleuchtet werden. Das Buch widmet sich ausführlich den Nischen der indischen Gesellschaft und entwirft ein genaues, plastisches Bild der Kultur sozialer Bewegungen.

erschienen in: Solidarische Welt 174, Juni 2001

Das andere Indien: Anarchismus, Frauenbewegung, Gewaltfreiheit

"Indien: SoftwarespezialistInnen und Armut, spirituelle Versuchung und Atommacht. Die gängigen Klischees -sie könnten kaum gegensätzlicher sein - verstellen den Blick auf die komplexe indische Realität im Zeitalter der Globalisierung." Diesen Blick will der vorliegende Sammelband mit seinem sehr ambitionierten Titel durch die "gewaltfrei-anarchistische" Sicht der Graswurzelrevolution aufbrechen.

Das Buch enthält neben einer Einleitung von Lou Marin (Redaktion Graswurzelrevolution), eigentlich eine Art wissenschaftlicher Artikel mit zahlreichen Literaturverweisen, zwei Aufsätze "über Abgründe der Herrschaft und die Alternativen gegenseitiger Hilfe" eine Reihe von Interviews mit Aktivisten aus "sozialen Bewegungen" (dem "Widerstand" in dem Sinn, in dem dieser Terminus summarisch im Buch verwandt wird): Vertreter der kleinen, aber aktiven indischen Anti-Atomkraft-Bewegung, der Adivasis, der Frauen- und der Anti-Staudamm-Bewegung. Interessant dürfte für viele Leser vor allem der Einblick in die indische Anti-Atomkraft-Bewegung sein, die in Europa kaum bekannt ist.

Das Buch wird von einem Aufsatz der "Calcutta-Freundschaftsgruppe" über den "Herrschaftsvirus" dominiert, d er mit 123 Seiten mehr als die Hälfte des Buches beansprucht. Dieser Beitrag, eine Art Rechenschaftsbericht auf hohem Reflexionsniveau, ist ein in vielfacher Hinsicht ergreifender Rechenschaftsbericht einer hochintellektuellen Gruppe aus Calcutta (jetzt offiziell: Kolkata). Sein Ziel ist, "ein Problem der sozialen Bewegungen" offenzulegen. Der Herrschaftsvirus ist nämlich der Erreger einer "tödlichen Epidemie…, die sich in das Herz des Widerstandes frißt". Damit ist eine etwas diffus diagnostizierte Eigendynamik der Führerschaft gemeint, die durch ein korruptes Arrangement mit der Macht zu einer Unterhöhlung des eigentlichen Anliegens führt. "Sogar der kleine nicht-autoritäre Sektor ist durchsetzt mit Ego- und Besitzmechanismen …" (S. 149)

Das Autorenkollektiv begreift sich als "die gescheiterten, aber noch nicht gänzlich resignierten Radikalen, die eine holistische Revolution im Geiste der sechziger und der darauffolgenden Jahre anstreben" (S. 28). Die Selbstkritik geht bis zur Selbstzerfleischung: "Wir allerdings waren nicht fähig, unseren Träumen Gestalt zu verleihen und Alternativen zu schaffen. Dies führte zu schrecklichem Chaos, Zerfall, Erschöpfung und bald darauf zum völligen Eingeständnis der Niederlage." (S. 30) Die kursorisch dargestellte Geschichte der indischen sozialen Bewegung aus einer west-bengalischen Perspektive führt zu einem post-marxistischen Katzenjammer von seltener Eindringlichkeit. Die Analyse bleibt allerdings weitgehend an der Oberfläche stecken. Sie verwendet unreflektiert etwas angestaubtes Vokabular des Szene-Jargons ("Vertikalismus", "Widerstand", "Herrschaft" etc.) und läßt sich nicht auf eine Kritik marxistischer Deutungsansätze an sich ein. Das Problem liegt demnach auf dem Gebiet der menschlichen Unzulänglichkeit, nicht des theoretischen Ansatzes. Der Schlußsatz bezeugt daher zugleich ergreifende Aufrichtigkeit wie auch ein von aller Selbstkritik unberührtes Selbstbewußtsein, das darauf beruht, auch in der größten Not noch auf dem Pfad der Aufrechten zu wandeln: "In solch düsteren Zeiten würde es unsere Hilflosigkeit mindern, wenn wir 50 oder 100 FreundInnen fänden, die unsere Verzweiflung mit uns teilen wollen." (S. 149)

Diese nahezu masochistische Zurschaustellung von "Verzweiflung" steht in einem interessanten Kontrast zu der Mentalität des anti-hierarchischen Aufbruchs, die in den Interviews durchweg zum Ausdruck kommt und die eher als der lange Artikel einen Blick auf ein wenig bekanntes Indien erlauben. Das eine oder andere Indien steht noch immer für eine Kultur des Widerstands gegen soziales und ökologischen Unrecht, für den Aufbruch der Entrechteten, für den Gandhianismus als unterschwelliges kritisches Korrektiv des indischen Wegs ins 21. Jahrhundert.

erschienen in: Der Pazifist. Hefte für Völkerrecht und Arbeit für den Frieden, Nr. 5/161, Mai 2001

Das andere Indien

Im Zusammenhang mit den Protesten gegen Gentechnik in der Landwirtschaft haben wir bereits einige Male über Indien berichtet. Dort sind Saatgutkonzerne wie Monsanto immer wieder Ziel von Aktionen, an denen sich Tausende Bauern und Bäuerinnen beteiligen. Eine Bewegung, die sich Cremate Monsanto nennt, richtete vor zwei Jahren eine deutliche Warnung an Monsanto:

" Wir senden heute eine eindeutige Botschaft an alle, die ihr Geld in Monsanto Indien oder anderen Ländern investiert haben: nehmt euer Geld wieder heraus, bevor wir es in Asche verwandeln."

Die Warnung war ernst gemeint. Gemäß ihrem Motto Cremate Monsanto - also: äschert Monsanto ein - wurden Felder mit genmanipulierten Pflanzen des Konzerns abgebrannt. Die Proteste zogen so weite Kreise, daß schließlich sogar im Auftrag der Regierung des Bundesstaates Karnataka Baumwolle von Monsanto verbrannt wurde.

Nun ist ein Buch erschienen, daß sich ausführlich mit den sozialen Bewegungen in Indien auseinandersetzt:

Das andere Indien. Anarchismus, Frauenbewegung, Gewaltfreiheit und Ökologie.

In den Medien dominieren vor allem drei Bilder von Indien:

  • Inder und Inderinnen sind Software-Spezialisten,
  • sie sind sehr spirituell,
  • und zudem gibt es die nationalistischen Hindus, die lieber Geld für Atomwaffen ausgeben, statt die hungernde Bevölkerung mit Essen zu versorgen.

Aber wie die Proteste gegen Monsanto zeigen, gibt es auch eine soziale Bewegung, die für ganz andere Dinge kämpft - eben das andere Indien, wie der Titel des Buches lautet. Dieses andere Indien ist so vielschichtig, daß es kaum in einem Buch beschrieben werden kann. Deshalb bemühen sich die Herausgeber, anhand einiger Interviews mit indischen Aktivistinnen und Aktivisten wenigstens einen Einblick zu geben, was sich dort in basisdemokratischen Gruppen entwickelt. So informiert ein Beitrag über die Anti-Atom­Bewegung und räumt schnell mit einigen Vorurteilen auf. Es gibt sie zwar, die indischen Nationalisten, die eine atomare Aufrüstung für den Kampf gegen das Nachbarland Pakistan bejubeln, doch beschränkt sich diese Begeisterung hauptsächlich auf die Städte. Der Großteil der indischen Bevölkerung lebt allerdings in ländlichen Gebieten, und dort stößt der militärische Größenwahn überwiegend auf Ablehnung.

Ein weiterer Interviewpartner schildert die Situation der Adivasis, der indigenen Bevölkerung Indiens. Die Adivasis lebten und leben in Gebieten mit enormen Rohstoffvorkommen. Schon zu Zeiten der britischen Kolonialherren wurden die Adivasis Opfer der industriellen Ausbeutung dieser Mineralschätze. Die Kolonisierung wurde von anderen indischen Konzernen weitergeführt, die Folge war sowohl eine Versklavung der Indigenen als Arbeitskräfte als auch eine millionenfache Vertreibung vom angestammten Land in die Großstädte. Zu den sozialen Folgen kam eine starke Umweltzerstörung hinzu. Der rücksichtslose Abbau von Aluminium, Uran und vielen weiteren Rohstoffen führt zu Umweltverschmutzung und enormen Gesundheitsschäden der dort lebenden Menschen. Diese Hintergründe schildert ein Adivasi, der mit vielen anderen gegen den Uranabbau in seiner Gegend kämpft.

Weitere Interviews setzen sich mit der Situation der Frauen in Indien auseinander. Vor allem die Frauen in ländlichen Regionen leiden oft unter einer zweifachen Unterdrückung: sie werden als Frauen mißachtet und sind zusätzlichen Diskriminierungen ausgesetzt, wenn sie einer niedrigen Kaste angehören. Ihr enormer Anteil an der Sicherung der Ernährung wird kaum gewürdigt, statt dessen geraten sie bei den angeblichen Befreiungskämpfen zwischen die Fronten der rivalisierenden Guerillagruppen. Die Berichte schildern die Bemühungen von Frauen, sich zu solidarisieren und bspw. innerhalb ihrer Dorfgemeinschaften gegenseitig zu unterstützen. Dabei treten allerdings auch viele Probleme auf, die zum Teil durch das hierarchische System der Kasten zustande kommen. Aufgrund schlechter persönlicher Erfahrungen weigern sich viele Frauen, besonders aus der Kaste der Unberührbaren, mit Frauen aus höheren Kasten zusammen zu arbeiten. Diese werden als Bestandteil des Unterdrückungssystems angesehen und dementsprechend abgelehnt. Obwohl die Gewalt von den Männern ausgeht, egal zu welcher Kaste sie gehören, und die Frauen immer zu den Opfern gehören, ist der Haß gegen die Unterdrückung durch andere Gesellschaftsgruppen nur sehr schwer zu überwinden. Dennoch wird in den Interviews deutlich, daß eine Solidarisierung über die Kastenschranken hinweg auch in der Realität funktionieren kann.

Diese sehr aufschlußreichen Interviews füllen leider nur das letzte Drittel des Buches. Den größten Teil nimmt ein Text der Calcutta-Freundschaftgruppe ein. Wer immer diese Gruppe auch sein mag - dazu finden sich keine Angaben - der Text ist nicht sonderlich gut lesbar. Vielleicht liegt es an der stellenweise holprigen Übersetzung, vielleicht auch an der Fülle von Informationen, die ohne Vorkenntnisse der indischen Geschichte immer wieder vom Hauptstrang ablenken.

Der Beitrag der Calcutta-Freundschaftsgruppe befaßt sich mit einem Phänomen, das als Herrschaftsvirus bezeichnet wird. Es geht um eine grundlegende Frage: wie kann eine soziale Bewegung das herrschende Gesellschaftssystem bekämpfen, ohne sich irgendwann von den Mechanismen dieses Systems einverleiben zu lassen? Die Utopie ist klar benannt, es geht um eine Gesellschaft, die frei von Unterdrückung und Ausbeutung ist. Aber wie soll diese Utopie verwirklicht werden? Der Text setzt sich intensiv mit den politischen Kämpfen im Indien der letzten 100 Jahre auseinander. Diese Geschichte ist geprägt von militanten Kämpfen, in denen sich revolutionäre Gruppen zwar eine friedliche Zukunft auf die Fahnen schreiben, aber in vielen Fällen wesentlich grausamer sind als das System, das sie bekämpfen. Immer wieder haben sich solche Gruppen am Regierungssystem beteiligt, wie z.B. die Kommunistische Partei Indiens, die im Bundesstaat Bengalen an der Macht ist. Heute gibt es in Indien etwa 30 verschiedene Guerilla-Gruppen und nationale Befreiungsbewegungen, die alle eine autoritäre Struktur haben und oft einen Personenkult betreiben. Ein idealer Boden für den Herrschaftsvirus. Viele Menschen - so auch die Autorinnen und Autoren des Beitrags im Buch - waren jahrelang in diesen Bewegungen aktiv in der Überzeugung, für eine menschliche Gesellschaft zu kämpfen. Oft genug wurde die Hoffnung durch die Realität der autoritären Gruppen zerstört. Enttäuscht durch diese Erfahrung berichten die Autorinnen und Autoren, was sie bewog, diesen Strukturen den Rücken zu kehren und sich in gewaltfreien, basisdemokratischen Bewegungen zu engagieren. Mit Gandhi hat die Gewaltfreiheit in Indien ja ein berühmtes Vorbild.

Der gewaltlose Kampf von Mahatma Gandhi gegen die britischen Kolonialherren ist in die Geschichtsbücher eingegangen. Als Indien schließlich unabhängig wurde, stand das nächste große Problem an: die Landverteilung. Die Kolonialherren waren weg, doch viele Gebiete Indiens standen immer noch unter dem Joch von Fürsten und Großgrundbesitzern, denen eine Unmenge landloser Bauern hilflos ausgeliefert war. Vor diesem Hintergrund kam es in den 50er Jahren zu den ersten Bauernaufständen. In den 60er Jahren entstand in Bengalen die so genannte "Naxaliten-Bewegung", die nach dem Dorf Naxalbari benannt ist, in dem die Aufstände ihren Anfang nahmen. Als dann in Bengalen die Kommunistische Partei Indiens/Marxisten die Regierung übernahm, schlug sie den Aufstand nieder.

Das ist ein erstes Beispiel für den Herrschaftsvirus, also was passiert, wenn eine revolutionäre Gruppe die Regierungsmacht übernimmt. Als Reaktion darauf spaltete sich 1972 aus der Kommunistischen Partei Indiens/Marxisten die Kommunistische Partei Indiens/Marxisten­Leninisten ab. Sie hatte eine klare Strategie: Ermordung von Landbesitzern und Vergeltungsschläge für staatliche Unterdrückung. Aus den Racheaktionen der Marxisten­Leninisten für die Verfolgung durch die Marxisten entwickelte sich ein Teufelskreis der Militanz. Es entbrannten Konkurrenzkämpfe zwischen den revolutionären Fraktionen, die in einem brutalen Morden mündeten. Die ursprünglichen Ziele der politischen Arbeit gerieten immer mehr in Vergessenheit, es ging nur noch um Macht. Die Bauern und Bäuerinnen, die eigentlich befreit werden sollten, wurden statt dessen vor die Frage gestellt: entweder du wirst Mitglied in unserer Partei, oder wir erschießen dich.

Doch gerade unter den Menschen, denen mit dieser Art von Revolution geholfen werden sollte, wandten sich immer mehr wieder den Traditionen der Gandhi-Bewegung und dem Ziel sozialer Gerechtigkeit zu. Zu Beginn der 70er Jahre bildete sich eine Massenbewegung der Landlosen, die gemeinsam fremde Felder aberntete und für eine Verteilung von Getreide sorgten, das von Großgrundbesitzern gehortet worden war. Diese Bewegung stand unter der Führung von Narayan, eines pazifistischen Sozialisten. Als wichtige politische Ziele hatte er die Autonomie der Dörfer und die Abschaffung des Parteiensystems benannt. Zur selben Zeit hatte Indira Gandhi zunehmend die demokratischen Strukturen im Staat ausgehebelt. Die politische Macht konzentrierte sich in ihrem Familienclan, Korruption war an der Tagesordnung. Als Indira Gandhi schließlich eine Notstandsregierung einsetzte, drohte Indien endgültig von einer Diktatur beherrscht zu werden. Narayan ging einen Kompromiß mit dem parlamentarischen System ein und konnte durch seine Beteiligung an einer Allparteienkoalition die indische Demokratie retten. Als Narayan 1982 starb, waren seine gesellschaftlichen Ziele noch nicht durchgesetzt. Die breite Volksbewegung, die er maßgeblich mitbestimmt hatte, geriet durch den Verlust ihres charismatischen Führers in eine tiefe Krise.

Diese Krise bot allerdings auch die Chance für einen Aufbau basisdemokratischer Strukturen, die eben nicht von der Energie einer einzelnen Leitperson bestimmt sind. Mit diesen Strukturen beschäftigt sich das Buch ausführlich. Es geht um eine Aufarbeitung der historischen Erfahrungen, eine Auseinandersetzung mit den Rivalitätskämpfen der verschiedenen maoistischen und marxisitisch-leninistischen Gruppen - und es geht um eine Perspektive, wie eine Bewegung aufgebaut sein muß, die diese Fehler nicht wiederholen will und statt dessen wirklich die Interessen der Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Wie bereits gesagt, sind die eher theoretischen Auseinandersetzungen leider nicht sehr gut lesbar. Eine kurze Einführung zur Geschichte Indiens in den letzten 60 Jahren verschafft zumindest einen gewissen Überblick. Ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen und einer kurzen Erläuterung der unterschiedlichen politischen Strömungen wäre von großem Nutzen, ebenso eine Karte, mit der man oder frau die vielen erwähnten Bundesstaaten und ihre Beziehungen besser einordnen könnte.

Trotz aller Kritik: die Interviews, die direkt einen Einblick in die Arbeit von unterschiedlichen sozialen Bewegungen geben, sind sehr lesenswert. Sie vermitteln eine Sicht auf ein anderes Indien, von dem sonst kaum etwas zu erfahren ist.

gesendet von: Radio Dreyeckland Freiburg, Umweltmagazin GLOBAL 3000, Mai 2001

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