Liebe Leser*innen,
die mit 28 Seiten besonders dicke Graswurzelrevolution Nr. 510 ist die letzte Ausgabe vor der Sommerpause. Im Juli und August erscheint keine GWR. Wir hoffen, dass Ihr den Sommer genießen könnt und Zeit findet für politische Aktivitäten, damit die Zustände nicht so bleiben, wie sie sind.
Vor zwei Jahren haben wir mit einem Flyer in der Sommer-GWR 490 darauf hingewiesen, dass wir 200 Neuabos und 10.000 Euro Spenden brauchen. Die Resonanz darauf war überwältigend. Viele GWR-Leser*innen haben in der Redaktion angerufen und erzählt, wie wichtig ihnen ihre Monatszeitschrift ist und wie sehr sie sich Monat für Monat auf die neue Ausgabe freuen. Noch mehr von Euch haben großzügig gespendet und dazu beigetragen, dass wir die GWR in den letzten beiden Jahren herausbringen konnten, ohne den Preis zu erhöhen oder die Insolvenz zu fürchten. Ihr habt uns gerettet und ermutigt! Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei Euch bedanken!
Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, denken wir mit Unbehagen daran, dass uns in der Sommerpause 2025 die Postbank ohne Begründung die beiden Konten von Zeitschrift und Buchverlag Graswurzelrevolution gekündigt hatte und wir uns mit viel Stress auf die Suche nach einer anderen Bank machen mussten. Die Kontokündigungen sind im Zusammenhang mit dem Debanking (die GWR berichtete) zu sehen: Gekündigt wurden auch Konten der Roten Hilfe, der DKP, des Anarchist Black Cross, mehrerer Ortsgruppen der VVN-BdA und anderer antifaschistischen Organisationen. Die rechtsextreme Trump-Regierung hat den Antifaschismus zum Terrorismus erklärt und übt weltweit Druck auf Banken aus, damit diese die Konten antifaschistischer Organisationen kündigen.
Die Konten von Buchverlag und GWR liegen seit Herbst 2025 bei der genossenschaftlichen GLS-Bank. Wir hoffen, dass wir dort bleiben können, nachdem die GLS ihre zunächst ausgesprochenen Kontenkündigungen gegen die Rote Hilfe aufgrund zahlreicher Proteste zurückgenommen hat. Das Postbank-Konto des gemeinnützigen Fördervereins für Freiheit und Gewaltlosigkeit (siehe unten) ist vom Debanking übrigens nicht betroffen.
Die Situation auf dem Zeitungsmarkt ist nicht einfach. Wir müssen immer wieder Hebel in Bewegung setzen, damit alles rund läuft. Das ist ehrenamtlich allein nicht zu schaffen. Wir haben eine weitere kleine Stelle eingerichtet, die für die Bewältigung der umfangreichen „bürokratischen“ Aufgaben zuständig ist. Die Kosten hierfür fallen zusammen mit den gestiegenen Ausgaben für Druck und Vertrieb, den hauptamtlichen Koordinationsredakteur, die Honorare u.a. für unseren Layouter, die Genoss*innen im Vertrieb und in der Online-Redaktion. Die Monatsmieten für das Redaktionsbüro in Münster und das Büro von GWR Abo & Vertrieb in Freiburg sowie Kosten für Telefon und Energie fallen auch dann an, wenn in der Sommerpause gerade keine GWR erscheint, also kaum laufende Einnahmen zu verzeichnen sind.
Kurzum: Die alljährliche GWR-Sommerpause sorgt in unserer Zeitungskasse für ein großes Sommerloch. Damit es sich nicht zu einer Finanzkrise ausweitet, bitten wir unsere Leser*innen um Spenden. Wir möchten mit Schwung und ohne finanzielle Probleme die nächsten Ausgaben im Herbst produzieren können. Denn eine deutlich vernehmbare anarchistische, gewaltfreie und antimilitaristische Stimme fehlt in der Medienlandschaft gerade jetzt, wo sich die Situation in vielen Bereichen zuspitzt. Wir brauchen wieder 10.000 Euro und 200 Neuabos, um über die Sommerpause zu kommen. Deshalb bitten wir um Eure Unterstützung. Das können Spenden sein, Neuabos, die Umwandlung von Abos in Soliabos, Geschenkabos, Freiabos für Gefangene usw. Gemeinsam mit Euch werden wir es schaffen, die Graswurzelrevolution weiterzuentwickeln! Danke für Eure Solidarität!
Spenden bitte an:
Förderverein für Freiheit und Gewaltlosigkeit e.V.,
Postbank Karlsruhe, IBAN: DE66 6601 0075 0031 7617 59,
BIC: PBNKDEFFXXX,
Spende StNr 2.2 VerzNr 615 FA HD.
Spenden auf das Konto des Vereins für Freiheit und Gewaltlosigkeit e.V. sind steuerlich absetzbar.
Bitte schreibt auf den Überweisungsträger deutlich Eure Anschrift, da Spenden über 300 Euro extra von und für das Finanzamt bescheinigt werden müssen. Bei Spenden unter 300 Euro reicht die Buchungsbestätigung des Kreditinstitutes, wenn unter Verwendungszweck „Spende StNr 2.2 VerzNr. 615 FA HD“ angegeben wurde. Ihr könnt uns für die Spendenbescheinigung aber auch Eure Adresse mitteilen (Höhe und Datum der Zahlung bitte nicht vergessen).
Zuwendungsbescheinigungen werden automatisch zu Anfang des Jahres verschickt.