Im Mai 2014 erschien "Agonistik", das neueste Werk von Chantal Mouffe, der wohl wichtigsten Vertreterin des sogenannten Postmarxismus. Mit dem Slogan der "radikalen Demokratie" hat der Postmarxismus starken Einfluss auf die intellektuelle Linke. Sogar einige Anarchist_innen behaupten, dass radikale Demokratie eigentlich dasselbe sei wie Anarchie. Das soll Anlass genug sein, sich mit der Frage zu beschäftigen, was "Demokratie" eigentlich für eine emanzipatorische Politik bedeutet. Sollten Anarchist_innen angesichts der kleiner werdenden Gruppe der Stimm-Abgeber_innen den Verfall der Demokratie bedauern? Kann Demokratie als anarchistischer Bezugspunkt gelten? Oder ist "radikale Demokratie" ein Widerspruch in sich, in etwa so wie "Anarchokapitalismus", oder "militärische Lösung"? Weiterlesen