{"id":10093,"date":"2010-09-01T00:00:36","date_gmt":"2010-08-31T22:00:36","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=10093"},"modified":"2022-07-26T14:24:06","modified_gmt":"2022-07-26T12:24:06","slug":"italien-im-jahre-null","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2010\/09\/italien-im-jahre-null\/","title":{"rendered":"Italien im Jahre Null"},"content":{"rendered":"<p>Das Panorama, welches uns die politische B\u00fchne bietet, wird jeden                 Tag d\u00fcsterer. Es scheint, als g\u00e4be es kein Ende f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten                 des Verfalls des \u00f6ffentlichen Lebens und der staatsb\u00fcrgerlichen                 Sitten dieses Italiens 2010. Wir befinden uns in einem Land, in                 dem der Traum verschiedener M\u00fctter der ist, ihrer Tochter f\u00fcr                 eine Nacht dem Reichen und M\u00e4chtigen anzubieten, um nicht nur                 einen Gewinn, sondern gleichsam Ruhm daraus zu ziehen.<\/p>\n<p>Wir sind eine Nation, in der Wahlkampf darin besteht, Seife zu                 verteilen, die uns gegen den Kontakt mit Armen und MigrantInnen                 desinfizieren soll.<\/p>\n<p>Wir leben dar\u00fcber hinaus in einem Land, in dem auf Bestellung                 Gesetzte zum Schutz der Interessen einer einzigen Person erlassen                 werden. In dem die Anw\u00e4lte gleichzeitig Gesetzgeber sind und sich                 damit r\u00fchmen, das Gesetz zu \u00e4ndern, sobald es dieser Person in                 einem Prozess zum Nachteil gereicht. In dem das Recht nur f\u00fcr                 die Schwachen gilt, denn die Starken entziehen sich ihm mit &#8222;Schmiergeld&#8220;                 und dank der guten Dienste des Parlamentes. Es ist erneut das                 Italien der <i>Promessi Sposi<\/i> ((1))                 und der <i>Certosa di Parma<\/i> ((2)),                 in der Staatsb\u00fcrgertum nur Untert\u00e4nigkeit ist und die Politik                 das Gesch\u00e4ft von Junkern, von &#8222;Anst\u00e4ndigen&#8220; und von Pr\u00e4laten.                 Fabrizio del Dongo ((3)) w\u00fcrde                 sich hier wiederfinden; ebenso Renzo Tramaglino. ((4))                 Mit dem Unterschied jedoch, dass Lucia diesmal verr\u00fcckt danach                 sein w\u00fcrde, zu Don Rodrigo zu gehen, Padre Cristoforo ((5))                 w\u00fcrde den Alkoven des Junkers segnen und der Verliebte w\u00fcrde keine                 Reue zeigen.<\/p>\n<h3>Doch wie konnte das geschehen? Von woher hat uns dieses Ungl\u00fcck                 ereilt, das wir mit Hunger (ja, Hunger) und Schande bezahlen,                 die zwischen den Falten dieser unserer zerlumpten Gesellschaft                 wieder erscheinen?<\/h3>\n<p>Die Antwort ist einfach und schwer zugleich. Die einfache Antwort                 ist die, die an ein einziges Wort und einen einzigen Namen verweist:                 Berlusconi.<\/p>\n<p>Und es ist nicht falsch, sie trocken zu geben. In ihrer nicht                 artikulierten Einfachheit trifft sie ins Schwarze.<\/p>\n<p>Aber es gibt auch die schwierige Antwort, die schwierig zu ermitteln                 ist. Jedoch erleuchtet uns so zu sagen der Schlamm der so genannten                 Zweiten Republik ((6)) die B\u00fchne                 der Ersten und pr\u00e4sentiert sie uns unter ganz anderem Licht. Wenn                 man das Heute in all seiner nackten Widerw\u00e4rtigkeit (zum Beispiel                 der, der Erektion von Topalek, dem Tschechischen Premier in der                 Villa Certosa ((7))) sieht, wird                 es uns vielleicht besser gelingen, das Gestern zu verstehen und                 so k\u00f6nnen wir vielleicht dazu zur\u00fcckkehren, uns die &#8222;Essenz&#8220; der                 Gegenwart zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Nun m\u00fcssten wir hier von der &#8222;Heimat der Schatten&#8220; (um aus <i>Der                 Antichrist<\/i> von Joseph Roth zu zitieren) sprechen, welches                 von der &#8222;Gesellschaft des Spektakels&#8220; dargestellt wird, dem Reich                 der Medien in dem alle gebadet und eingetaucht werden. Die Realit\u00e4t                 wird fast nur noch durch ikonographische Darstellung auf einem                 Bildschirm, in einem Video, wahrgenommen. So dass die Realit\u00e4t                 verschwimmt und mit ihr der Sinn f\u00fcr das Gute und das Gerechte,                 die sich von der Realit\u00e4t ern\u00e4hren. Wenn hinter den Schatten,                 die \u00fcber den Bildschirm ziehen, noch andere Schatten sind, &#8222;ausgebesserte&#8220;                 Realit\u00e4ten, &#8222;in Prosa&#8220;, geeignet Schatten werden und auf einem                 Bildschirm flimmern zu k\u00f6nnen, wenn hinter dem Video oder der                 Ikone ein Modell wie eine Puppe steckt, die an den F\u00e4den gehalten                 wird von einem Puppenspieler f\u00e4hig und mit viel Geld, was bleibt                 uns an Realem? <\/p>\n<p>Und dann f\u00e4llt das \u00f6ffentliche Leben, das, was uns gemeinsam                 ist, weil <i>objektiv<\/i>, in die &#8222;Farce&#8220; und in einen induzierten                 Traum. Aber im Schlaf und im Traum wird einem keine Politik und                 nicht einmal Recht gegeben, denn beide brauchen die M\u00f6glichkeit                 zum Widerruf und zur Begrenzung. <\/p>\n<p>Der Schlaf und der Traum m\u00fcssen wie die Politik und das Recht                 mit der Realit\u00e4t kollidieren k\u00f6nnen. Aus dem Schlaf und dem Traum                 muss man aufwachen k\u00f6nnen. Und die Politik und das Recht m\u00fcssen                 uns die Grenzen aufzeigen, jenseits deren sich das Unpolitische                 und das Unrechte befinden.<\/p>\n<p>Wenn es keine Realit\u00e4t jenseits der &#8222;induzierten&#8220; und dargestellten                 gibt, gibt es nicht wirklich etwas, gegen das das menschliche                 Benehmen sto\u00dfen k\u00f6nnte und einen &#8222;Tatbestand&#8220;, und dann eine wahre                 Tatsache, f\u00fcr die Norm liefern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Aber nicht davon (auch wenn es m\u00f6glicherweise der zentrale Punkt                 ist, um ein Bild des heutigen Italiens zu geben) m\u00f6chte ich reden,                 sondern von etwas anderem. Ich m\u00f6chte versuchen, einen Diskurs                 \u00fcber die &#8222;Parteien&#8220; zu zimmern. Wie ist es m\u00f6glich, dass die m\u00e4chtige                 und wichtigste Kommunistische Partei des Westens sich in einer                 Gelatine, ein &#8222;Wesen&#8220; ohne Knochen und R\u00fcckgrat, aufl\u00f6sen konnte?                 Wie ist es m\u00f6glich, dass die Liberale Partei, die Republikanische                 Partei und die Sozialistische Partei (aus Patriotismus werde ich                 die PSDI ((8)) \u00fcberspringen)                 faktisch in dem Partei-Unternehmen des Cavaliere ((9))                 aufgehen konnten? Warum hat sich eine Mitte-Links-W\u00e4hlerschaft                 wie durch Zauberei in eine ordin\u00e4re Rechte verwandelt? Warum dieses                 Desaster der konstitutionellen Parteien (DC ((10))                 eingeschlossen), welches das Feld der Politik so hinterlassen                 hat, dass es drei au\u00dferkonstitutionellen Formationen, wie der                 von Bossi ((11)), und den anderen                 von Fini ((12)) und vor allem                 Berlusconi ((13)), die keine                 Verbindung &#8211; weder historisch noch ideologisch &#8211; zur republikanischen                 Verfassung haben, nutzen konnte? Indem dies geschah, ist es die                 materielle Verfassung der Republik, die sich schlagartig ver\u00e4ndert                 hat. Denn diese, die materielle Verfassung &#8211; wie Costantino Mortati                  ((14)) selbst unterstrich                 -, wird von einem bestimmten Netz aus Parteien getragen. Heute                 ist das Netz von Parteien, auf das sich die Verfassung von &#8217;48                 st\u00fctzte, weggefegt und eine andere Textur an ihre Stelle getreten,                 die komplett aus Subjekten besteht, die misstrauisch oder gar                 feindlich zur republikanischen Verfassung stehen.<\/p>\n<h3>Aber war das m\u00f6glich? <\/h3>\n<p>Die traurige Wahrheit ist, dass von Beginn der fr\u00fchen 70er Jahre                 an die Parteien (alle, au\u00dfer vielleicht der neofaschistischen                 MSI ((15))) sich ihres origin\u00e4ren                 und sie begr\u00fcndenden Sinnes entleert hatten. Die sozialistische                 Partei, die Republikanische Partei und die Liberalen wurden, angesteckt                 vom &#8222;Wei\u00dfen Wal&#8220; (der DC), langsam zu einfachen Wahlmaschinen                 und Machtzentren des Klientelismus. Ihre ideellen Referenzen waren,                 jenseits von Verweisen und Ritualen, so abgeschw\u00e4cht, dass sie                 de facto ausgel\u00f6scht waren. <\/p>\n<p>Sie hielten den ideologischen Diskurs aufrecht, um die Fassade                 abzudecken, aber auch aus Wiederholungszwang; d.h. gezwungen von                 der Macht der Gewohnheit und der Tradition, von einer Geschichte,                 die durchaus nobel war. Aber ihre W\u00e4hlerschaft war nicht wesentlich                 anders, als die der Christdemokraten und es waren die Wechselw\u00e4hlerInnen,                 die sie am Leben hielten. Ihre F\u00fchrungskader waren beinahe austauschbar                 geworden, politische Kader, die sich beinahe sofort in lokale                 Gr\u00f6\u00dfen verwandelt haben. Ihre aktiven Mitglieder waren nicht viel                 mehr als eine wimmelnde Masse von Gesch\u00e4ftemachern und R\u00e4nkeschmieden.               <\/p>\n<p>Die ideologische Identit\u00e4t dieses Kreises von &#8222;Kadern&#8220; war letztlich                 nur die, des geschickten und f\u00e4higen Verwalters der Anliegen seiner                 &#8222;Klienten&#8220;; eine Dienstleistung in der Bank oder bei der Post,                 ein guter Auftrag, eine gewonnene Ausschreibung, eine &#8222;Ung\u00fcltigkeitserkl\u00e4rung&#8220;.<\/p>\n<h3>Und die Kommunistische Partei? <\/h3>\n<p>Das gro\u00dfe Desaster verbirgt sich in ihr. Vielleicht von Beginn                 an (von der &#8222;Wende&#8220; von Salerno &#8217;43 ((16))),                 aber mit Sicherheit ab dem gravierenden Wahlverlust am 18. April                 1948 ist sich die PCI bewusst, dass man es in Italien nicht wie                 in Russland und ebenso wenig wie in der Tschechoslowakei oder                 Griechenland machen k\u00f6nne. <\/p>\n<p>Der &#8222;Kommunismus&#8220; wurde so zu einem weit entfernten Horizont,                 mythisch, einer &#8222;Utopie&#8220; im Wesentlichen. Auf der anderen Seite                 wollte die PCI nicht nach dem Ma\u00df einer Sozialdemokratischen Partei                 handeln und agieren. &#8222;Sozialdemokratisch&#8220; ist in einem kommunistischen                 Verst\u00e4ndnis beinahe eine Beleidigung; ebenso wie &#8222;reformistisch&#8220;.                 Ein Schub des republikanischen Staates in Richtung Reformismus                 und Sozialdemokratie passte also nicht in ihre Projekte. Es herrscht                 immer noch vielmehr die leninistische Idee der Eroberung des Winterpalastes,                 d.h. die Prospektive, sich die Nervenknoten der Macht zu erobern.                 Unter dem herrschenden christdemokratischen Regime hie\u00df das, das                 eigene politische Gewicht dort geltend zu machen, wo die Spitzen                 der politischen Macht beschlie\u00dfen und verhandeln: in den verschiedenen                 Sitzen der Institutionen, in den Gemeinden, in den Regionen. Kurzum,                 es hei\u00dft nicht von der Verteilung des Kuchens der <i>Res Publica<\/i>                 ausgeschlossen zu sein.<\/p>\n<p>Das Wichtige ist, an so vielen Schalthebeln wie m\u00f6glich zu sitzen,                 nicht Reformen zu machen (wof\u00fcr auch, wenn der &#8222;Kommunismus&#8220; in                 so weite Ferne ger\u00fcckt ist?). <\/p>\n<p>Eine ernsthafte Reform zum Ausbau des Sozialstaates interessiert                 nicht. Es ist sehr viel wichtiger sich hinzusetzen und mit dem                 zu paktieren, der entscheidet, dort wo man entscheidet, was entschieden                 wird. Es ist z. B. wichtiger, dass die kommunistische Gewerkschaft                 bei der Industriepolitik eines Unternehmens oder generell der                 Regierung mitredet, als irgendein Gesetz zur Arbeitslosenversicherung                 zu beschlie\u00dfen (was tats\u00e4chlich nie geschaffen wird).<\/p>\n<h3>Es ist das gro\u00dfe politische Spiel, nicht die sozialen Reformen,                 welches die Leidenschaft von Botteghe Oscure ((17))                 weckt.<\/h3>\n<p>Und ihr Triumph ist &#8222;die Regierung der Enthaltung&#8220;, die Regierung                 Andreotti ((18)) &#8217;77, einer                 unechten Regierung die von Mitgliedern der P2 ((19))                 strotzt; aber die PCI hat die Illusion der Mitbestimmung, auch                 selbst zu entscheiden und zu z\u00e4hlen, ah endlich. Paradoxerweise                 ist Andreotti ihr Referenzpunkt, nicht Moro oder Daonat Cattin                  ((20)). All dies, dieses gro\u00dfe                 Spiel, Dreik\u00f6nigsfest des Togliattismus ((21)),                 entleert die Partei von Projekten und ideologischem Inhalt. Was                 bleibt, ist eine Art Leninismus mit So\u00dfe (der Togliattismus eben)                 der nach dem Zusammenbruch der Partei in die pseudo-machiavellistischen                 Listigkeiten des mutma\u00dflichen Klassenersten, D&#8217;Alema, st\u00fcrzen                 sollte.<\/p>\n<p>In den 1980er Jahren, nachdem sie von Craxi ((22))                 in die Opposition gedr\u00e4ngt wurde, ist die PCI also eine Partei,                 deren h\u00f6chste Ambition es ist, so viele Dinge wie m\u00f6glich im Apparat                 zu kontrollieren, sich in so viele Sessel wie m\u00f6glich zu setzen.               <\/p>\n<p>Das ist, was alle anderen auch wollen. Die Differenz verblasst                 zu diesem Zeitpunkt; der Idealismus d\u00fcnnt sich zu sehr aus. Das                 Maximum an Idealismus und Eifer des kommunistischen Kaders ist                 es, ein guter Verwalter zu sein (&#8222;Sozialismus&#8220; ist schon ein Wort                 geworden, das ihn bel\u00e4stigt und was so wenig wie m\u00f6glich ausgesprochen                 wird). Und so findet er auch die Idee des &#8222;Unternehmens&#8220; nicht                 mehr feindselig: im Gegenteil, sie verf\u00fchrt ihn. Der Slogan Craxis                 vom &#8222;Unternehmen Italien&#8220; wird im &#8222;Emilianischen Labor&#8220;, d.h.                 im Palazzo Accursio, dem Rathaus Bolognas, welches den &#8222;real existierenden                 Sozialismus Italiens&#8220; darstellt und dementsprechend gefeiert wird,                 mit Enthusiasmus aufgenommen.<\/p>\n<p>Die alte Beziehung zum &#8222;Kommunismus&#8220; wird durch die privilegierte                 Beziehung zur Sowjetunion und ihrer Nomenklatur aufrecht erhalten.                 Sodass die wahre &#8222;kommunistische&#8220; Politik sich darauf begrenzt,                 die Mittel und den Einfluss bereit zu stellen, damit der Italienische                 Staat sich nicht allzu feindselig dem Ostblock gegen\u00fcber verh\u00e4lt.                 Das ist z. B alles, was man von der Regierung Andreotti verlangt.<\/p>\n<p>Aber 1989 f\u00e4llt die Mauer und die gro\u00dfe L\u00fcge zeigt sich in ihrer                 Rohheit allen. Und vor allem erlischt 1991 die Sowjetunion: die                 rote Fahne am Kreml wird eingeholt. Die Geschichte ist nicht mehr                 Tr\u00e4ger des Sozialismus, sondern &#8211; wie es ihnen scheint &#8211; des Kapitalismus.                 Und da ihr einziger Wert, der ihnen blieb, ein gewisser Kult der                 Geschichte war, konnten sie nicht mehr in ihren fr\u00fcheren Sicherheiten                 gefestigt bleiben, die eben solche waren, da sie glaubten, die                 Geschichte g\u00e4be ihnen Recht. Sie waren KommunistInnen, nicht etwa                 weil der Kommunismus etwas gerechtes w\u00e4re (eine Position, die                 als &#8222;moralistisch&#8220; abgetan wurde), sondern weil der Kommunismus                 Motor und Ziel der Geschichte war. Nicht weil sie die Gerechtigkeit                 auf ihrer Seite hatten, sondern die Macht (die st\u00e4rkste Macht,                 die es gibt, die des Faktischen), die sie unterst\u00fctzte. <\/p>\n<p>Der historische Materialismus sagte nun aber, dass die Richtung                 der Geschichte eine andere ist. Sie geht in Richtung des Marktes,                 der Privatisierungen, des Kapitals. Und so, wie sie sich zuvor                 von einem Karren mitnehmen lie\u00dfen, der in Zwangsetappen in die                 eine Richtung ging, leiten sie nun keinen Widerstand dem entgegengesetzten                 Karren zu folgen, vorausgesetzt die Richtung wird ihnen von der                 Geschichte aufgedr\u00fcckt.<\/p>\n<h3>Die PCI wechselt die Haut<\/h3>\n<p>Unter Verschwendung eines ganzen Erbes an Opfern und Werten,                 von so vielen Menschen, die darin den Hebel zum zivilen Aufstand                 des neuen Italien gesehen hatten, gelingt es der F\u00fchrungsriege                 nicht einmal mehr sich &#8222;sozialistisch&#8220; oder &#8222;sozialdemokratisch&#8220;                 zu nennen, wie sie es h\u00e4tten tun k\u00f6nnen und somit unter anderem                 das Scheitern des leninistischen Projekts h\u00e4tten anerkennen k\u00f6nnen.                 Sie nennen nichts anderes als &#8222;Linksdemokraten&#8220; und letztlich                 nur &#8222;Demokraten&#8220;. Aber welche Gesellschaft und welchen Staat sie                 wollen, k\u00f6nnen sie nicht sagen. &#8222;Ihr Modell&#8220;, schreibt Veltroni                  ((23)), &#8222;ist&#8230; Kennedy. Ihre                 Kandidaten f\u00fcr die Wahlen sind Personen wie Vittorio Cecchi Gori                  ((24)) 1996 in Florenz. Der                 Schiffbruch ist vollzogen: Cecchi Gori ist nur eine schlechte                 Kopie Berlusconis&#8220;. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Panorama, welches uns die politische B\u00fchne bietet, wird jeden Tag d\u00fcsterer. Es scheint, als g\u00e4be es kein Ende f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten des Verfalls des \u00f6ffentlichen Lebens und der staatsb\u00fcrgerlichen Sitten dieses Italiens 2010. Wir befinden uns in einem Land, in dem der Traum verschiedener M\u00fctter der ist, ihrer Tochter f\u00fcr eine Nacht dem Reichen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2010\/09\/italien-im-jahre-null\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Italien im Jahre Null - graswurzelrevolution","description":"Das Panorama, welches uns die politische B\u00fchne bietet, wird jeden Tag d\u00fcsterer. 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