{"id":10220,"date":"2010-10-01T00:00:24","date_gmt":"2010-09-30T22:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=10220"},"modified":"2022-07-26T14:14:34","modified_gmt":"2022-07-26T12:14:34","slug":"a-woche-in-rostock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2010\/10\/a-woche-in-rostock\/","title":{"rendered":"A-Woche in Rostock"},"content":{"rendered":"<h3>Programm<\/h3>\n<h4>Mittwoch, 6.10.<\/h4>\n<p>10:00-17:00 <b>Das Forumtheater<\/b> ist die Methode im Theater                 der Unterdr\u00fcckten, entwickelt von Augusto Boal. Es stellt dem                 Publikum eine Szene vor, die schlecht und unbefriedigend endet.                 Nun wird das Publikum ermutigt, diese Szenen im Dialog zu einem                 besseren Ende zu bringen. Im Forumtheater werden durch zugespitzte                 &#8222;Modellszenen&#8220; Fragen aufgeworfen. Die Modelle werden meist in                 offenen Workshops aus den generativen Themen der Teilnehmenden                 entwickelt.<\/p>\n<p>18:00-21:00 <b>Critical Whiteness<\/b> reflektiert kritisch die                 Wei\u00dfe Dominanzkultur, insbesondere das Wei\u00dfe Subjekt. <\/p>\n<h4>Donnerstag 7.10.<\/h4>\n<p>10:00-18:00 <b>Zirkusp\u00e4dagogik<\/b><\/p>\n<p>13:00-17:00 <b>Emma und ich<\/b>. Liebe emma, seit 70 jahren bist                 du nun tot &#8211; und trotzdem noch immer eine so wertvolle gespr\u00e4chspartnerin,                 wenn es um die verh\u00e4ltnisse zwischen den menschen &#8211; in bezug auf                 macht und ohnmacht, selbstbestimmung und solidarit\u00e4t &#8211; geht. seit                 deinen tagen scheint sich wenig gewandelt zu haben an der notwendigkeit                 radikaler ver\u00e4nderungen. ich lade dich ein deine ansichten aus                 deiner zeit mit in eine runde neugieriger zu nehmen, die genauso                 gern wie du \u00fcber gro\u00dfe und kleine fragen der allt\u00e4glichen revolution                 diskutieren und ihren pers\u00f6nlichen beitrag immer wieder kritisch                 reflektieren. austausch, diskussion und co. anhand kurzer textausschnitte                 aus der autobiographie von emma goldman. die biographie ist im                 september 2010 neu erschienen bei edition nautilus.<\/p>\n<p>18:00-20:00 <b>Cryptoworkshop<\/b>. Seit der Entstehung des liberalen                 Rechtsstaates ist die Balance zwischen individueller Freiheit                 und staatlich garantierter Sicherheit Gegenstand gesellschaftlicher                 Aushandlungsprozesse. Die Beschw\u00f6rung eines weltweiten Terrorismus                 seit 2001 f\u00fchrte zu einem offensichtlichen Ungleichgewicht. Heute                 sp\u00fcren vor allem jene die Konsequenzen, die politisch aktiv und                 unbequem sind. Wir zeigen die Entwicklung auf und schauen wohin                 sie f\u00fchren kann. Wir erkl\u00e4ren die Funktionsweise des Internets,                 des E-Mail-Verkehrs und zeigen Schutzm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<h4>Freitag 8.10.<\/h4>\n<p>13:00-17:00 <b>Kritische Reflexionen \u00fcber M\u00e4nnlichkeit(en)<\/b>.                 Referent Mart Busche\/ Dissens e.V. Berlin. Gerahmt von Beispielen                 aus Popkultur und theoretischen Gedanken aus der kritischen M\u00e4nnlichkeitenforschung                 sollen in diesem Workshop Bedeutungen und Konstruktionsweisen                 von M\u00e4nnlichkeiten besprochen werden, die politisch und\/oder pers\u00f6nlich                 eine Rolle spielen. <\/p>\n<p>14:00-16:00 <b>Konsumkritischer Stadtrundgang<\/b><\/p>\n<p>15:00-18:00 <b>Studieren und Jobben<\/b><\/p>\n<p>18:00-20:00 <b>Anarchismus und Libert\u00e4re Presse in Deutschland                 1844 bis 1945<\/b> (Teil 1) Referent: Bernd Dr\u00fccke. Die Vielfalt                 des Anarchismus l\u00e4sst sich gut anhand seiner Presse aufzeigen.                 In den letzten 150 Jahren sind unz\u00e4hlige schwarz-rote Sternschnuppen,                 aber auch langlebige und einflussreiche libert\u00e4re Zeitschriften                 entstanden. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte die anarchosyndikalistische                 Freie Arbeiter Union Deutschlands (FAUD) zeitweise bis zu 150.000                 Mitglieder. Ihr Organ <i>Der Syndikalist<\/i> erreichte eine w\u00f6chentliche                 Auflage von bis zu 120.000 Exemplaren, es gab anarchistische Jugendzeitungen                 wie die Wochenzeitung <i>Schwarze Fahne<\/i> und anarchistische                 Frauenzeitschriften wie <i>Die Schaffende Frau<\/i> aus Dresden,                 und im Ruhrgebiet erschien sogar eine anarchistische Tageszeitung:                 <i>Die Sch\u00f6pfung<\/i>. W\u00e4hrend der Nazizeit wurde der Anarchismus                 in Deutschland zerschlagen. Trotzdem existierten bis 1937 anarchistische                 Untergrundbl\u00e4tter, die von der b\u00fcrgerlichen Geschichtsschreibung                 bis heute ignoriert werden. Seit 1968 gibt es in der Bundesrepublik                 einen &#8222;neuen Anarchismus&#8220;. Und ohne die kleine libert\u00e4re Bewegung                 in der DDR w\u00fcrde es diesen autorit\u00e4r-&#8222;sozialistischen&#8220; Staat vielleicht                 noch geben.<\/p>\n<p>Anhand von Anschauungsmaterial wird in die Geschichte des Anarchismus                 eingef\u00fchrt, m\u00f6gliche Perspektiven werden zur Diskussion gestellt.                 Der Referent hat zum Thema anarchistische Presse promoviert, arbeitet                 als Redakteur der Graswurzelrevolution und ist Autor u.a. von                 &#8222;ja! Anarchismus. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert&#8220; <\/p>\n<p>18:00-20:00 <b>Blanco y Negro, Schwarz und Wei\u00df.<\/b> 15 Migrantinnen                 erz\u00e4hlen \u00fcber ihr Leben in Mecklenburg-Vorpommern &#8211; warum sie                 hier sind, warum sie geblieben sind, was anders ist. Geschichten                 von Frauen f\u00fcr Frauen. Projektvorstellung und Buchpr\u00e4sentation                 von und mit Genoveva Wackernah &#038; Angela Torres<\/p>\n<h4>Samstag 9.10.<\/h4>\n<p>10:00-12:00 <b>Anarchismus und Libert\u00e4re Presse in Ost- und Westdeutschland                 1945 bis 2010<\/b> (Teil 2). Referent: Bernd Dr\u00fccke<\/p>\n<p>13:00-17:00 <b>Anarchistische Kommunikation<\/b>. Referent: Ulf                 Gausmann. In einer herrschafts- und gewaltfreien Gesellschaft                 regeln alle Menschen ihre Beziehungen untereinander selbst, ohne                 R\u00fcckgriff auf Staat, Polizei, Autorit\u00e4ten und andere Gewalten.                 Wir sind frei unser Leben und unsere Beziehungen zu gestalten                 und verantwortlich daf\u00fcr. Diese Freiheit und Verantwortung zu                 leben, haben wir jedoch leider kaum gelernt (denn das sollten                 wir ja auch nicht lernen). Lasst uns damit beginnen :)<\/p>\n<p>Was bedeutet gewaltfreie und herrschaftslose Beziehungsregelung?                 Welche Haltung uns selbst und anderen gegen\u00fcber k\u00f6nnen wir dazu                 einnehmen? Wie k\u00f6nnen wir gleichberechtigt miteinander leben?                 Welche Verhaltensweisen und Muster stehen uns im Weg? Wie k\u00f6nnen                 wir uns weiter entwickeln? Mit diesen Fragen m\u00f6chten wir uns in                 der Veranstaltung besch\u00e4ftigen. Dazu wird es kurze Anregungen                 aus psychologischen und kommunikationspraktischen Theorien und                 \u00dcberlegungen geben. <\/p>\n<p>13:30-15:00 <b>Frauengeschichtlicher Stadtrundgang<\/b><\/p>\n<p>14:30-18:00 <b>Wie wohnen in Rostock? Workshop und Fahrrad-Exkursion                 zu Wohnprojekten<\/b><\/p>\n<p>18:00-20:00 <b>Finanzmarktkrise<\/b>, Bankenkrise oder Krise des                 Kapitalismus?<\/p>\n<p><b>Sonntag 10.10.<\/b><\/p>\n<p>14:00-16:00 <b>Rundgang zu Rostocker Gedenkst\u00e4tten<\/b> f\u00fcr die                 Opfer des Faschismus<\/p>\n<p>13:00-17:00 <b>Kritische Theorie und Bildungsarbeit<\/b> &#8211; Adorno                 Leseworkshop<\/p>\n<p>18:00-20:00 <b>Antifaschist Attitude<\/b><\/p>\n<p><b>Rahmenprogramm<\/b><\/p>\n<p>Ausstellung zum Thema fairer Handel, selbstorganisierte Volxk\u00fcche,                 OpenSpace, B\u00fcchertische, Stencilcorner und dicke Party am Samstag<\/p>\n<p>Weitere Infos: <a href=\"http:\/\/www.soziale-bildung.org\/a-woche\">www.soziale-bildung.org\/a-woche<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Programm Mittwoch, 6.10. 10:00-17:00 Das Forumtheater ist die Methode im Theater der Unterdr\u00fcckten, entwickelt von Augusto Boal. 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