{"id":10432,"date":"2011-02-01T00:00:07","date_gmt":"2011-01-31T22:00:07","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=10432"},"modified":"2012-09-01T23:49:45","modified_gmt":"2012-09-01T21:49:45","slug":"nicht-allein-gegen-die-mafia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2011\/02\/nicht-allein-gegen-die-mafia\/","title":{"rendered":"Nicht allein gegen die Mafia"},"content":{"rendered":"<p><b>Liebe Leserinnen und Leser, <\/b><\/p>\n<p>25 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl planen Konzerne                 und ihre PolitikerInnen global den Bau weiterer Atomkraftwerke.                 Aber es regt sich Widerstand gegen diese Politik, die Millionen                 Jahre strahlenden Atomm\u00fcll produziert und zur Profitmaximierung                 das Leben von unz\u00e4hligen Menschen gef\u00e4hrdet. <\/p>\n<p>Die Zeiten der heimlich durchgef\u00fchrten Atomm\u00fclltransporte sind                 vorbei. Das gilt auch f\u00fcr das Ostseest\u00e4dtchen Lubmin, wo im Dezember                 2010 trotz klirrender K\u00e4lte phantasievolle direkte gewaltfreie                 Aktionen gegen einen Castortransport stattfanden (vgl. S. 5).                 Und wenn zwischen dem 15. und 18.2.2011 der n\u00e4chste Castor aus                 der ehemaligen Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe ins Atomm\u00fclllager                 Lubmin rollt, werden weitere Protestaktionen stattfinden. <\/p>\n<p>Andreas Speck (Kick Nuclear London\/Stop Nuclear Power Network)                 berichtet in dieser GWR vom Widerstand gegen die Atomkonzerne,                 die auf der britischen Insel acht neue AKWs bauen wollen (S. 5                 f.). <\/p>\n<p>Horst Blumes Bericht &#8222;Nachrichten-Dienste f\u00fcr die Atomindustrie.                 \u201aDie Firma&#8216; und das Thorium&#8220; liest sich wie ein Krimi und zeigt,                 dass sogar (ehemaliges) BND-Personal f\u00fcr die Interessen der deutschen                 Atomindustrie ungehemmt mitmischt. <\/p>\n<p>Aber, wenn es etwas gibt, das den Atommafiosi das F\u00fcrchten lehrt,                 dann ist das eine kritische Gegen\u00f6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Als die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald am 20.                 Januar 2011 den Beginn einer Kampagne gegen die Beteiligung des                 Energieversorgers RWE am rum\u00e4nischen Atomkraftwerk Cernavoda ank\u00fcndigte,                 gab der Konzern seinen R\u00fcckzug aus dem umstrittenen Projekt bekannt.<\/p>\n<p>&#8222;Wir freuen uns sehr \u00fcber diese Entscheidung&#8220;, sagt Heffa Sch\u00fccking                 von urgewald. Schlie\u00dflich sei Cernavoda eins der weltweit gef\u00e4hrlichsten                 Atomprojekte. &#8222;Der Standort des rum\u00e4nischen AKWs befindet sich                 in einer der heftigsten Erdbebenzonen Europas und der geplante                 Reaktortyp ist weder in USA, Japan oder Westeuropa zugelassen.                 Hinzu kommen schlechte Rahmenbedingungen und eine marode Bausubstanz&#8220;,                 sagt Sch\u00fccking.<\/p>\n<p>In den achtziger Jahren hatte der rum\u00e4nische Despot Ceausescu                 den Bau von vier Atomreaktoren am Standort Cernavoda eingeleitet.                 Nach seinem Sturz konnten nur zwei Reaktoren fertig gestellt werden.                 Im November 2008 haben jedoch RWE und f\u00fcnf weitere Investoren                 gemeinsam mit dem staatlichen rum\u00e4nischen Energieversorger eine                 Projektgesellschaft f\u00fcr die Realisierung von Cernavoda 3 und 4                 gegr\u00fcndet. Bei den anderen Investoren handelte es sich um vier                 ausl\u00e4ndische Energieversorger (ENEL, Iberdrola, CEZ, GDF Suez)                 und die Stahlfirma Arcelor Mittal. Mit RWE zogen sich auch zeitgleich                 Iberdrola und GDF Suez aus dem Projekt zur\u00fcck. Die offizielle                 Begr\u00fcndung lautet, dass es zuviel &#8222;wirtschaftliche und Marktunsicherheiten                 g\u00e4be&#8220;. Der tschechische Energieversorger CEZ hatte seine Beteiligung                 an Cernavoda bereits im September 2010 aufgek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Sch\u00fccking: &#8222;Schon bei der RWE-Aktion\u00e4rsversammlung im April 2010                 hatten wir nicht nur auf die vielen Probleme des Projekts aufmerksam                 gemacht, sondern auch Ausz\u00fcge aus einem offiziellen Inspektionsbericht                 der Anlage verlesen. In diesem weisen Inspekteure auf unhaltbare                 Baum\u00e4ngel hin, die zu einem schweren Atomunfall in Cernavoda f\u00fchren                 k\u00f6nnen. RWE scheint aber immer wieder aus rein ideologischen Gr\u00fcnden                 und ohne ausreichende Sicherheits- und Wirtschaftlichkeitspr\u00fcfungen                 auf fragw\u00fcrdige Atomprojekte zu setzen.&#8220;<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich sei Cernavoda nun nach Belene (die GWR berichtete)                 das zweite AKW-Projekt in Osteuropa, das RWE nach jahrelangem                 Hin und Her von seiner Investitionsliste wieder streichen m\u00fcsse.                 Laut urgewald ist mit dem R\u00fcckzug von nunmehr vier Investoren                 die Wahrscheinlichkeit gro\u00df, dass Cernavoda 3 und 4 nicht mehr                 realisiert werden. Na also! <\/p>\n<p>Atomfeindliche und li(e)bert\u00e4re Gr\u00fc\u00dfe,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser, 25 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl planen Konzerne und ihre PolitikerInnen global den Bau weiterer Atomkraftwerke. 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