{"id":10692,"date":"2011-06-01T00:00:50","date_gmt":"2011-05-31T22:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=10692"},"modified":"2012-09-09T18:46:24","modified_gmt":"2012-09-09T16:46:24","slug":"preisgekront","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2011\/06\/preisgekront\/","title":{"rendered":"Preisgekr\u00f6nt"},"content":{"rendered":"<p><b>Liebe Leserinnen und Leser,<\/b><\/p>\n<p>es ist erstaunlich, wer alles dieses kleine Alternativbl\u00e4ttchen                 liest. So hat z.B. die GWR-Berichterstattung zu den Themen Zensus                 2011 und Volksz\u00e4hlungsboykottbewegung 1987 (vgl. GWR 356 &#038; GWR                 357) dazu gef\u00fchrt, dass in der GWR-Redaktion das Telefon bis heute                 nicht aufh\u00f6rt zu bimmeln. Neben direkt vom Zensus Betroffenen                 meldeten sich bei uns auch RedakteurInnen von <i>FAZ <\/i>((1)),                 <i>Neues Deutschland<\/i> ((2)),                 DA ((3)) und M\u00fcnstersche Zeitung                  ((4)) und f\u00fchrten Interviews.               <\/p>\n<p>Erfreulich ist auch, dass ein Anrufer, der sich als &#8222;vor Fukushima                 noch Atombef\u00fcrworter&#8220; outete, sich von dem im GWR 359-Aktionsblatt                 &#8222;Abschalten Sofort!&#8220; abgedruckten Redebeitrag von Naho Dietrich-Nemoto                 so beeindruckt zeigte, dass er nun eine Hilfsorganisation f\u00fcr                 die Betroffenen in Japan aufbauen m\u00f6chte. Die 30.000 Exemplare                 von &#8222;Abschalten Sofort!&#8220; sind bereits vergriffen. Sie wurden bundesweit                 verteilt und haben vielleicht ein bisschen zur Radikalisierung                 der Anti-Atom-Bewegung beitragen k\u00f6nnen? <\/p>\n<p>Und es gibt noch mehr Grund zur Freude:<\/p>\n<p><b>Kunstkritikerpreis f\u00fcr Jens Kastner<\/b><\/p>\n<p>Jens Kastner geh\u00f6rt seit 19 Jahren zu den flei\u00dfigsten GWR-AutorInnen.                 Nun wurde er mit dem Preis f\u00fcr Kunstkritik 2011 ausgezeichnet,                 der von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV)                 in Kooperation mit der ART COLOGNE verliehen wird. Der Preis wird                 seit 1999 ausgelobt. Die Auszeichnung w\u00fcrdigt das Engagement freier                 Kunstkritikerinnen und -kritiker, die sich in der Fach- und Tagespresse                 oder in anderen Medien mit zeitgen\u00f6ssischer Kunst und ihrem sozialen                 Kontext auseinandersetzen.<\/p>\n<p>&#8222;Der einzige deutsche Preis f\u00fcr Kunstkritik geht an den in \u00d6sterreich                 lebenden Soziologen und Publizisten Jens Kastner. Die Jury w\u00fcrdigt                 die Unabh\u00e4ngigkeit und Unkonventionalit\u00e4t des Wiener Kulturkritikers,                 f\u00fcr den das Schreiben \u00fcber Kunst immer auch eine politische Perspektive                 hat.&#8220; ((5)) <\/p>\n<p>In seiner Laudatio betonte der Z\u00fcricher Philosoph &#038; Kunsttheoretiker                 Gerald Raunig u.a.:<\/p>\n<p>&#8222;Mit Jens Kastner erh\u00e4lt nun einer der Protagonisten dieser neuen                 Species des transversalen Schreibens im deutschsprachigen Raum                 den deutschen Kunstkritikerpreis. Ich m\u00f6chte (&#8230;) die schier                 unglaubliche Vielfalt der Erscheinungsorte seiner Texte hervorheben.                 Von kritischen Kunstmagazinen wie <i>springerin<\/i> und <i>bild.punkt<\/i>                 (jener Zeitschrift, die Jens Kastner in Wien mitbegr\u00fcndet hat                 und koordiniert), \u00fcber die Feuilletons von Tageszeitungen wie                 dem Wiener <i>Standard<\/i> oder der Berliner <i>taz<\/i> bis hin                 zu linken, politischen Magazinen wie <i>jungle world<\/i>, <i>analyse                 + kritik<\/i> oder <i>graswurzelrevolution<\/i>; von Beitr\u00e4gen in                 Sammelb\u00e4nden in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen                 bis zu seinen Monografien und Sammelb\u00e4nden zur Kunsttheorie ebenso                 wie zur politischen Soziologie Pierre Bourdieus, zu lateinamerikanischen                 sozialen Bewegungen oder zum Konnex von Kunst und radikalem Ungehorsam.&#8220;               <\/p>\n<p>Der GWR-HerausgeberInnenkreis freut sich mit Jens Kastner und                 gratuliert ihm ganz herzlich zu diesem mit 3.000 Euro dotierten                 Preis. Lieber Petz, danke auch f\u00fcr die vielen Artikel, mit denen                 Du bisher die GWR bereichert hast und von denen Du hoffentlich                 auch in Zukunft noch viele schreiben wirst.<\/p>\n<p><b>Verleihung des Aachener Friedenspreises 2011 an die Informationsstelle                 Militarisierung (IMI)<\/b><\/p>\n<p>Gratulieren m\u00f6chten wir an dieser Stelle auch den MitarbeiterInnen                 der T\u00fcbinger Informationsstelle Militarisierung (IMI), die seit                 ihrer Gr\u00fcndung 1996 auch viele fundierte Artikel f\u00fcr die GWR geschrieben                 haben. <\/p>\n<p>Anfang Mai wurde bekannt gegeben, dass IMI mit dem diesj\u00e4hrigen                 Aachener Friedenspreis ausgezeichnet wird. Die Preisverleihung                 wird am 1. September stattfinden.<\/p>\n<p>Der Aachener Friedenspreis wurde 1988 als Verein gegr\u00fcndet, um                 Menschen und Gruppen zu w\u00fcrdigen und vorzustellen, die von &#8222;unten                 her&#8220; dazu beigetragen haben, der Verst\u00e4ndigung der V\u00f6lker und                 der Menschen untereinander zu dienen sowie Feindbilder ab- und                 Vertrauen aufzubauen. Heute geh\u00f6ren dem Aachener Friedenspreis                 e.V. ca. 400 Mitglieder an, darunter rund 350 Personen sowie etwa                 50 Organisationen.<\/p>\n<p>&#8222;Der Aachener Friedenspreis ist die sch\u00f6nste Auszeichnung, die                 man sich als Kriegsgegner in Deutschland w\u00fcnschen kann, wir freuen                 uns sehr \u00fcber die Verleihung&#8220;, so J\u00fcrgen Wagner, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender                 IMI-Vorstand. &#8222;Wir sehen die Ehrung auch als eine Best\u00e4tigung                 unserer Arbeit, die es sich zum Schwerpunkt gemacht hat, die Rolle                 Deutschlands und der Europ\u00e4ischen Union in den Mittelpunkt einer                 kritisch-antimilitaristischen friedenspolitischen Arbeit zu stellen.                 Mit der W\u00fcrdigung der Informationsstelle Militarisierung hat der                 Aachener Friedenspreis unterstrichen, dass der Krieg oft genug                 vor der eigenen Haust\u00fcre, hier in Deutschland, vorbereitet wird                 und auch hier bek\u00e4mpft werden kann.&#8220; <\/p>\n<p>IMI versteht sich als ein Mittler zwischen Friedensforschung                 und Friedensbewegung und versucht vor allem durch die Aufarbeitung                 und Bereitstellung kritischer Informationen Widerstand gegen die                 Militarisierung Deutschlands zu motivieren und zu unterst\u00fctzen.                  ((6)) <\/p>\n<p>Weiter so!<\/p>\n<p><b>GWR-Sommerpause im Juli und August<\/b><\/p>\n<p>Die GWR 360 ist mit 24 Seiten (plus 8 Seiten utopia 19) besonders                 dick. Sie bietet reichlich Stoff zum ABSCHALTEN. Zudem erm\u00f6glicht                 sie einen Blick \u00fcber den &#8222;Tellerrand&#8220; und soll helfen, die allj\u00e4hrliche                 GWR-Sommerpause zu \u00fcberstehen. <\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Ausgabe erscheint Ende August. GWR 361-Redaktionsschluss                 ist der 10. August. <\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Lesen und einen sch\u00f6nen Sommer w\u00fcnscht Euch und                 uns<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser, es ist erstaunlich, wer alles dieses kleine Alternativbl\u00e4ttchen liest. So hat z.B. die GWR-Berichterstattung zu den Themen Zensus 2011 und Volksz\u00e4hlungsboykottbewegung 1987 (vgl. GWR 356 &#038; GWR 357) dazu gef\u00fchrt, dass in der GWR-Redaktion das Telefon bis heute nicht aufh\u00f6rt zu bimmeln. 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