{"id":10796,"date":"2011-09-01T00:00:24","date_gmt":"2011-08-31T22:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=10796"},"modified":"2022-07-26T13:31:10","modified_gmt":"2022-07-26T11:31:10","slug":"etikettenschwindel-sparvorgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2011\/09\/etikettenschwindel-sparvorgabe\/","title":{"rendered":"Etikettenschwindel Sparvorgabe"},"content":{"rendered":"<p>Doch inzwischen will man davon immer weniger wissen, was angesichts                 der \u00dcberlegungen von Verteidigungsminister Thomas de Maizi\u00e8re,                 welche Aufgaben der Truppe k\u00fcnftig zukommen sollen, auch nicht                 weiter verwunderlich ist.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens mit den am 18. Mai zeitgleich ver\u00f6ffentlichten &#8222;Verteidigungspolitischen                 Richtlinien&#8220; (VPR) und den &#8222;Eckpunkten f\u00fcr die Neuausrichtung                 der Bundeswehr&#8220; ist klar, dass die Sparvorgabe nicht eingehalten                 werden kann. <\/p>\n<p>Schlie\u00dflich zielt der gesamte Umbau der Bundeswehr vorrangig                 darauf ab, die Truppe effizienter und nicht notgedrungen billiger                 zu machen. Aus diesem Grund haben sich Thomas de Maizi\u00e8re und                 Finanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble mittlerweile auf zahlreiche Tricks                 verst\u00e4ndigt, die zusammengenommen darauf hinauslaufen, dass der                 R\u00fcstungsetat im Jahr 2015 sogar noch \u00fcber dem heutigen Niveau                 liegen d\u00fcrfte.<\/p>\n<h3>Krieg (nicht nur) f\u00fcr Interessen<\/h3>\n<p>Vor dem Hintergrund des gegenw\u00e4rtig auf den Weg gebrachten Umbaus                 der Bundeswehr ist es geradezu atemberaubend, wie sich die Debatte,                 zu welchen Zwecken die Truppe in Auslandseins\u00e4tze geschickt werden                 m\u00fcsse bzw. d\u00fcrfe, in j\u00fcngster Zeit verschoben hat. Noch Ende Mai                 2010 hatte der damalige Bundespr\u00e4sident Horst K\u00f6hler seinen Hut                 nehmen m\u00fcssen, weil er die Auffassung vertrat, dass ein &#8222;milit\u00e4rischer                 Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel                 freie Handelswege&#8220;. <\/p>\n<p>Wenige Monate sp\u00e4ter, im November 2010, fragte sich der seinerzeitige                 Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, &#8222;was so verwegen                 an dieser Aussage war&#8220;, und forderte, &#8222;offen und ohne Verklemmung&#8220;                 \u00fcber Milit\u00e4reins\u00e4tze zugunsten wirtschaftlicher Interessen zu                 diskutieren. Der zu erwartende Aufschrei der Entr\u00fcstung blieb                 jedoch aus, bekanntlich musste zu Guttenberg aus anderen Gr\u00fcnden                 abtreten. <\/p>\n<p>Sein Nachfolger, Thomas de Maizi\u00e8re, leitete nun eine nochmalige                 Versch\u00e4rfung ein. <\/p>\n<p>In den von ihm am 18. Mai 2011 erlassenen &#8222;Verteidigungspolitischen                 Richtlinien&#8220; wird wie selbstverst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt: &#8222;Freie Handelswege                 und eine gesicherte Rohstoffversorgung sind f\u00fcr die Zukunft Deutschlands                 und Europas von vitaler Bedeutung. Die Erschlie\u00dfung, Sicherung                 von und der Zugang zu Bodensch\u00e4tzen, Vertriebswegen und M\u00e4rkten                 werden weltweit neu geordnet. Verknappungen von Energietr\u00e4gern                 und anderer f\u00fcr Hochtechnologie ben\u00f6tigter Rohstoffe bleiben nicht                 ohne Auswirkungen auf die Staatenwelt. Zugangsbeschr\u00e4nkungen k\u00f6nnen                 konfliktausl\u00f6send wirken. St\u00f6rungen der Transportwege und der                 Rohstoff- und Warenstr\u00f6me, z.B. durch Piraterie und Sabotage des                 Luftverkehrs, stellen eine Gef\u00e4hrdung f\u00fcr Sicherheit und Wohlstand                 dar. Deshalb werden Transport- und Energiesicherheit und damit                 verbundene Fragen k\u00fcnftig auch f\u00fcr unsere Sicherheit eine wachsende                 Rolle spielen.&#8220; (S. 4f.)<\/p>\n<p>Schon im Wei\u00dfbuch der Bundeswehr aus dem Jahr 2006 (und auch                 in fr\u00fcheren Dokumenten) fanden sich \u00e4hnliche Passagen, allerdings                 doch in deutlich verklausulierterer Form. Genau deshalb wurden                 diese Formulierungen auf Zeit Online (18. Mai 2011) in einem Kommentar                 von J\u00f6rg Lau mit folgenden Worten explizit begr\u00fc\u00dft: &#8222;Das ist eine                 deutliche Akzentverschiebung. [\u2026] Das ist kurz und knapp genau                 das, was K\u00f6hler angedeutet hat. De Maizi\u00e8re in seiner besonnen,                 ruhigen Art, nimmt man ab, was einen K\u00f6hler den Kopf kostet.&#8220;<\/p>\n<h3>Damit aber nicht genug<\/h3>\n<p>In seiner ebenfalls am 18. Mai gehaltenen Rede zur Neuausrichtung                 der Bundeswehr betonte de Maizi\u00e8re, Deutschland solle Kriege nicht                 <i>nur<\/i> f\u00fcr allzu eng verstandene Interessen f\u00fchren. Der &#8222;Einsatz                 von Soldaten&#8220; k\u00f6nne auch dann erforderlich sein, &#8222;wenn keine unmittelbaren                 Interessen Deutschlands erkennbar sind. F\u00fcr andere demokratische                 Nationen ist so etwas l\u00e4ngst als Teil internationaler Verantwortung                 selbstverst\u00e4ndlich. <i>Wohlstand erfordert Verantwortung.<\/i>&#8222;<\/p>\n<p>Diese Passage ist als klare Ansage an diejenigen, vor allem an                 Au\u00dfenminister Guido Westerwelle, zu verstehen, die eine deutsche                 Beteiligung am Krieg gegen Libyen abgelehnt hatten: &#8222;De Maizi\u00e8re                 sagt kein einziges Wort zu der Libyen-Entscheidung, aber die Richtlinien                 und seine Rede sind nach meinem Eindruck eine scharfe Kurskorrektur                 &#8211; oder sagen wir: der Versuch deutlich zu machen, dass Deutschland                 sich nicht dauerhaft auf den Kurs des Raushaltens um jeden Preis                 festlegt, f\u00fcr den der Au\u00dfenminister steht&#8220;, so der Kommentar von                 J\u00f6rg Lau. <\/p>\n<p>Doch das Spiderman-Motto &#8222;Aus gro\u00dfer Macht erw\u00e4chst gro\u00dfe Verantwortung&#8220;                 ist, was Bundeswehr-Eins\u00e4tze anbelangt, keineswegs so altruistisch,                 wie man gerne glauben machen will. So schreibt etwa Gunther Hellmann                 in einem Beitrag f\u00fcr die Internationale Politik, nach eigenem                 Bekunden &#8222;Deutschlands f\u00fchrende au\u00dfenpolitische Zeitschrift&#8220;,                 \u00fcber die machtpolitischen Hintergr\u00fcnde dieser Verantwortungsrhetorik:                 &#8222;Deutschland, so hei\u00dft es, hat \u201aF\u00fchrungsverantwortung&#8216; zu \u00fcbernehmen.                 Eine \u201aKultur der Zur\u00fcckhaltung&#8216;, wie sie in Bonner Zeiten verstanden                 wurde, ist mit einer derart gewachsenen au\u00dfenpolitischen \u201aVerantwortung&#8216;                 nicht mehr vereinbar, sei es im Kontext der EU oder in Afghanistan.                 [\u2026] Berlin sagt \u201aVerantwortung \u00fcbernehmen&#8216;, meint aber \u201aMacht                 aus\u00fcben&#8216;.&#8220;<\/p>\n<p>Ganz in diesem Sinne verdeutlichte CDU-Vordenker Karl Lamers                 schon Anfang der 1990er: &#8222;[Die] Teilnahme an internationalen Milit\u00e4raktionen                 [ist] eine notwendige Voraussetzung f\u00fcr deutschen Einfluss in                 der Weltpolitik.&#8220; Die Sichtweise, dass milit\u00e4rische Macht und                 die Bereitschaft, sie auch einzusetzen, eine Art internationaler                 Leitw\u00e4hrung darstellen, die gegen Einfluss in s\u00e4mtlichen anderen                 wichtigen Bereichen der Weltpolitik eingetauscht werden kann,                 hat sich in die K\u00f6pfe deutscher Entscheidungstr\u00e4gerInnen tief                 eingefressen.<\/p>\n<p>Um nur ein weiteres Beispiel f\u00fcr diese Position zu nennen, antwortete                 etwa der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold auf die Frage,                 weshalb die Bundeswehr in Afghanistan k\u00e4mpfe, folgenderma\u00dfen:                 &#8222;Wir wollen in den internationalen Gremien mitreden und das bringt                 Verpflichtungen mit sich. Friedenssicherung, Stabilit\u00e4t und Wahrung                 von Menschenrechten geh\u00f6rt in unseren Verantwortungsbereich.&#8220;               <\/p>\n<p>B\u00fcndig zusammengefasst: Wer nicht mitk\u00e4mpft, hat auf der Weltb\u00fchne                 auch nichts mitzureden! <\/p>\n<h3>Brandbrief aus dem BMVg<\/h3>\n<p>Einsparungen sollten gem\u00e4\u00df den offiziell angestellten \u00dcberlegungen                 vor allem \u00fcber die Reduzierung des Bundeswehr-Personals von gegenw\u00e4rtig                 252.000 SoldatInnen erreicht werden. Hierf\u00fcr kursierten zwischenzeitlich                 zahlreiche Modelle, die Endgr\u00f6\u00dfen zwischen 145.000 und 185.000                 vorsahen. Vor diesem Hintergrund wurde im April 2010 eine interne                 Bundeswehr-Studie der Bildzeitung zugespielt, in der mit drastischen                 Worten gewarnt wurde, die Sparvorgabe erlaube lediglich eine Truppengr\u00f6\u00dfe                 von 158.000 SoldatInnen. Dadurch gehe aber die &#8222;B\u00fcndnis- und Einsatzf\u00e4higkeit                 absehbar verloren&#8220;. <\/p>\n<p>Die K\u00fcrzungen w\u00fcrden die Bundeswehr fundamental gef\u00e4hrden, so                 das BMVg-Papier: &#8222;Die ins Auge gefassten Einschnitte werden die                 F\u00e4higkeiten Deutschlands, mit milit\u00e4rischen Mitteln zur nationalen                 und internationalen Sicherheitsvorsorge beizutragen, erheblich                 einschr\u00e4nken. Der deutsche Milit\u00e4rbeitrag wird weder der Rolle                 Deutschlands im B\u00fcndnis entsprechen noch den nationalen Sicherheitsinteressen                 gen\u00fcgen. Diese Einschr\u00e4nkungen werden auf mittlere Sicht nicht                 reversibel sein.&#8220; <\/p>\n<p>Im Ergebnis k\u00f6nne unter diesen Umst\u00e4nden die Kernaufgabe der                 Bundeswehr, an mehreren Orten Krieg f\u00fcr deutsche Interessen f\u00fchren                 zu k\u00f6nnen, nicht mehr gew\u00e4hrleistet werden: &#8222;Bei den vorgesehenen                 Eingriffen ins F\u00e4higkeitsprofil [\u2026] wird die Unterst\u00fctzung nur                 noch in einem Einsatzgebiet durchhaltef\u00e4hig m\u00f6glich sein.&#8220; <\/p>\n<p>Da die Bundeswehr erkl\u00e4rter weise aber &#8222;Verantwortung&#8220; in zahlreichen                 Kriegen \u00fcbernehmen soll, ist sp\u00e4testens seit Ver\u00f6ffentlichung                 dieser internen Studie von drastischen Einsparungen bei der Bundeswehr                 keine Rede mehr. <\/p>\n<p>Stattdessen wird in den &#8222;Verteidigungspolitischen Richtlinien&#8220;                 betont: &#8222;Die Bundeswehr muss die notwendigen finanziellen Mittel                 erhalten, um einsatzbereite und b\u00fcndnisf\u00e4hige Streitkr\u00e4fte zu                 erhalten, die dem Stellenwert Deutschlands entsprechen.&#8220; (S. 10)<\/p>\n<h3>Realsatire Sparzwang<\/h3>\n<p>In den &#8222;Eckpunkten f\u00fcr die Neuausrichtung der Bundeswehr&#8220; vom                 18. Mai 2001 werden keine K\u00fcrzungen im investitiven Bereich angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Auch k\u00fcnftig sollen j\u00e4hrlich etwa 5 Milliarden Euro f\u00fcr neue                 R\u00fcstungsg\u00fcter ausgegeben werden. Doch auch bei der Reduzierung                 des Bundeswehr-Umfangs bewegen sich die Planungen nunmehr am obersten                 Ende der bislang diskutierten Vorschl\u00e4ge. Laut den &#8222;Eckpunkten&#8220;                 wird &#8222;der zuk\u00fcnftige Bundeswehrumfang aus bis zu 185.000 Soldatinnen                 und Soldaten und 55.000 zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern                 bestehen&#8220;. <\/p>\n<p>Gleichzeitig will man die Zahl von gegenw\u00e4rtig 7.000 gleichzeitig                 im Ausland einsetzbaren Soldaten erh\u00f6hen, worin wohl das wesentliche                 Ziel der gegenw\u00e4rtigen Umbaupl\u00e4ne besteht, durch die Hindernisse                 hierf\u00fcr beseitigt werden sollen: &#8222;Es werden rund 10.000 Soldatinnen                 und Soldaten zeitgleich durchhaltef\u00e4hig f\u00fcr Eins\u00e4tze verf\u00fcgbar                 sein.&#8220; <\/p>\n<p>Bedenkt man nun, dass allein schon durch die Aussetzung der Wehrpflicht                 30.000 Soldaten wegfallen, sind die Reduzierungspl\u00e4ne alles andere                 als ambitioniert. Mehr noch: Sie sind absolut unvereinbar mit                 den Sparvorgaben, da das oben zitierte interne BMVg-Papier ja                 angibt, hierf\u00fcr m\u00fcsste der Truppenumfang auf 158.000 SoldatInnen                 reduziert werden. Dies ist selbstverst\u00e4ndlich auch allen Verantwortlichen                 wohl bewusst, weshalb sich de Maizi\u00e8re und Sch\u00e4uble bereits auf                 diverse Buchungstricks verst\u00e4ndigt haben, wie der Tagesspiegel                 am 6. Juli 2011 berichtete.<\/p>\n<p>Zur Erinnerung: Zu den 81,6 Milliarden Euro, die die Bundesregierung                 bis 2014 einsparen will, sollte die Bundeswehr laut Beschluss                 vom Juni 2010 eigentlich 8,3 Milliarden beitragen. Ein erstes                 Pr\u00e4sent wurde der Truppe noch unter Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor                 zu Guttenberg \u00fcberreicht, indem ihr eine &#8222;Fristverl\u00e4ngerung&#8220; bis                 2015 genehmigt wurde. &#8222;Das klingt nach wenig, f\u00fchrt aber dazu,                 dass der Verteidigungshaushalt von heute nominal 31,5 Milliarden                 Euro bis 2015 nur auf 30,4 Milliarden sinkt &#8211; die alte Zielmarke                 2014 h\u00e4tte zu nominal 27,6 Milliarden Euro gef\u00fchrt&#8220;, so der Tagesspiegel.                 Allein damit wird der Etat jedoch um 2,6 Milliarden \u00fcber dem Haushalt                 von 2006 liegen. Hier von drastischen Einsparungen zu reden, ist,                 vorsichtig formuliert, gewagt. <\/p>\n<p>Doch es kommt noch besser! Da die Bundeswehr ja durchaus etwas                 schrumpfen soll, man diese Mitarbeiter aber nicht einfach feuern                 kann, entstehen hier weitere Kosten. Sie sollen aber nun nicht                 dem Milit\u00e4rbudget, sondern dem Bundeshaushalt angelastet werden,                 wie der Tagesspiegel weiter berichtet: &#8222;[Sch\u00e4uble] \u00fcberweist de                 Maizi\u00e8re bis 2015 j\u00e4hrlich eine Milliarde. Die Summe schrumpft                 mit jedem Zivilen, der einen Job im \u00f6ffentlichen Dienst au\u00dferhalb                 der Bundeswehr findet.<\/p>\n<p>Sch\u00e4uble hat deshalb im Kabinett eine Regelung durchgesetzt,                 nach der jedes Bundesressort, das eine neue Stelle schafft, erst                 einmal im Bundeswehr-\u201a\u00dcberhang&#8216; nach einem geeigneten Kandidaten                 suchen muss.&#8220;<\/p>\n<p>Wer sich jetzt noch nicht vom Spareifer der Bundeswehr ver\u00e4ppelt                 f\u00fchlt, f\u00fcr den gibt es abschlie\u00dfend noch ein besonderes Schmankerl.                 Die &#8222;Eckpunkte&#8220; legen, wie erw\u00e4hnt, eine Bundeswehr-Zielgr\u00f6\u00dfe                 von bis zu 185.000 SoldatInnen fest. Diese Zahl setzt sich aus                 170.000 Zeit- und Berufssoldaten plus &#8211; je nach Erfolg der Rekrutierungsanstrengungen                 &#8211; 5.000 bis 15.000 Freiwilligen zusammen. <\/p>\n<p>Nach Angaben des Tagesspiegels soll der Bundeshaushalt augenscheinlich                 k\u00fcnftig sogar f\u00fcr die Geh\u00e4lter aller angeworbenen Freiwilligen                 aufkommen, die \u00fcber der Untergrenze liegen: &#8222;Diesen \u00dcberfluss                 zahlt ebenfalls Sch\u00e4uble aus dem allgemeinen Haushalt &#8211; rund 2500                 Euro im Monat pro Mann oder Frau.&#8220; Eine kurze Nebenrechnung (10.000*2.500*12)                 ergibt f\u00fcr dieses Geschenk j\u00e4hrliche Kosten von noch einmal 300                 Mio. Euro, sollte es der Bundeswehr gelingen, die Maximalzahl                 an Freiwilligen zu werben. Je erfolgreicher die Bundeswehr demzufolge                 rekrutiert und dabei gr\u00f6\u00dfer wird, desto st\u00e4rker entlastet sie                 ihren Haushalt, absurder geht es wohl kaum mehr.<\/p>\n<h3>Abschlie\u00dfend das Spardrama in Zahlen<\/h3>\n<p>Der Etat der Bundeswehr, der angeblich ein finanzieller Kahlschlag                 ungeahnten Ausma\u00dfes verordnet wurde, wird sich im Jahr 2015 im                 Extremfall real auf 31,7 Milliarden Euro belaufen, mehr als heute                 und fast vier Milliarden \u00fcber dem Haushalt des Jahres 2006!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Doch inzwischen will man davon immer weniger wissen, was angesichts der \u00dcberlegungen von Verteidigungsminister Thomas de Maizi\u00e8re, welche Aufgaben der Truppe k\u00fcnftig zukommen sollen, auch nicht weiter verwunderlich ist. Sp\u00e4testens mit den am 18. Mai zeitgleich ver\u00f6ffentlichten &#8222;Verteidigungspolitischen Richtlinien&#8220; (VPR) und den &#8222;Eckpunkten f\u00fcr die Neuausrichtung der Bundeswehr&#8220; ist klar, dass die Sparvorgabe nicht eingehalten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2011\/09\/etikettenschwindel-sparvorgabe\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Etikettenschwindel Sparvorgabe - graswurzelrevolution","description":"Doch inzwischen will man davon immer weniger wissen, was angesichts der \u00dcberlegungen von Verteidigungsminister Thomas de Maizi\u00e8re, welche Aufgaben der Truppe k\u00fc"},"footnotes":""},"categories":[603,1025],"tags":[],"class_list":["post-10796","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-361-september-2011","category-die-waffen-nieder"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10796"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10796\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}