{"id":11059,"date":"2012-01-01T00:00:23","date_gmt":"2011-12-31T22:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=11059"},"modified":"2022-07-26T13:31:08","modified_gmt":"2022-07-26T11:31:08","slug":"der-bundeswehr-einen-platz-in-der-mitte-der-gesellschaft-zu-gewahrleisten-und-zu-sichern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2012\/01\/der-bundeswehr-einen-platz-in-der-mitte-der-gesellschaft-zu-gewahrleisten-und-zu-sichern\/","title":{"rendered":"&#8222;&#8230; der Bundeswehr einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu gew\u00e4hrleisten und zu sichern.&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Stinknormal also befindet sich die BRD gegenw\u00e4rtig auch im Krieg                 &#8211; in und gegen Afghanistan, sollte sich jemand verwundert die                 Sinne reiben -, der Land und Leute nur wenig zu tangieren scheint,                 von den ermordeten und traumatisiert \u00fcberlebenden, antiterrorstrategisch                 im Schwanz der Amerikaner missbrauchten Soldaten wohl zu reden.                 Denn dass Soldaten f\u00fcr angeblich nationale Interessen kriegsgeopfert                 werden, wird v\u00f6lker-, = staatenrechtlich abgesegnet. Die &#8222;universell&#8220;                 hochgeschw\u00e4tzten Menschenrechte werden nicht allein, aber da endg\u00fcltig                 im kriegerischen Unstand bis zur Unkenntlichkeit verd\u00fcnnt.<\/p>\n<h3>Das Kriegsministerinterview<\/h3>\n<p>Die &#8222;neualte Normalit\u00e4t&#8220; von Wehr, Waffen und weltweit t\u00f6dlicher                 Gewalt, im westlichen Werteverbund mit legitimatorischem Koppel                 versehen, treibt mich sozusagen strukturell erregt um, seitdem                 ich des kriegsministeriellen Novemberinterviews inne wurde. Ich                 bin seit dem Antiatomr\u00fcstungskampf Ende der f\u00fcnfziger Jahre, sp\u00e4ter                 aufgrund historisch-politischer Einsichten kompromisslos wider                 alle kollektive Gewalt, die nur die Fortsetzung von Unterdr\u00fcckung                 und Massenmord bewirkt. Selbst Leute wie ich sind in Gefahr, sich                 von der t\u00e4glichen Banalit\u00e4t des Ungeheuerlichen im Sinne einer                 Als-Ob-Normalit\u00e4t einlullen zu lassen. So wir dies wollend nicht                 wollen angesichts der vielen Ungeheuerlichkeiten tun, die uns                 t\u00e4glich \u00fcberfluten, als w\u00e4ren wir g\u00e4nzlich hilflos.<\/p>\n<p>Von der jugendliche Lebenschancen strangulierenden Bildungspolitik,                 der Ungleichheit vertiefenden Sozial- und Wirtschaftspolitik,                 so das Wort &#8222;Politik&#8220; unwirklich gebraucht werden kann, usw. usf.,                 werden innenpolitisch, au\u00dfenpolitisch, globalpolitisch im Verbund                 in einem Fort Kriegsursachen aufgeh\u00e4uft. Bis sie dann &#8218;unvermeidlich&#8216;                 Menschenopfer fordern, unerh\u00f6rt. <\/p>\n<p>Als w\u00e4re die Opfer einstimmenden Melodien nicht jahrelang zuvor                 im Potpourri herrschender Demokratievermeidung samt der vers\u00e4umten                 sozialen Bedingungen konkurrierender L\u00e4nder \u00fcbergreifender Menschenrechte                 erzeugt worden.<\/p>\n<p>Die eben verstorbene Christa Wolf wusste mit ihrem Kassandramund                 nicht nur: Wer sich die schier unendliche Kette nicht zu unterbrechen                 traut, wer nur von mager-, sprich herrschaftsinteressierter Verantwortung                 fa\u00dfleer dr\u00f6hnt, der hat die Botschaften nicht begriffen, von denen                 nicht nur, aber an erster Stelle die deutsche Geschichte trieft.                 Kriegszeiten folgen Nachkriegszeiten. Und diese reichen den n\u00e4chsten                 Vorkriegszeiten die aufr\u00fcstenden H\u00e4nde. Als sei es ein \u00fcbergeordnetes                 Schicksal der verstockten &#8222;Menschheit&#8220;.<\/p>\n<h3>Aspekte der m\u00f6rderischen Normalit\u00e4t<\/h3>\n<p>Nur wenige Aspekte der neualten m\u00f6rderischen Normalit\u00e4t seien                 anl\u00e4sslich des braven, so gar nicht in Marschstiefeln daherkommenden,                 wie unterk\u00fchlt bramarbasierenden de-Maizi\u00e8re-Interview angepickt.<\/p>\n<p>Vielleicht f\u00f6rdern sie das Nachdenken und Vorhandeln, jetzt schon                 dringlich, bevor es erneut, human noch kostenreicher, zu sp\u00e4t                 ist. Schuld ist dann niemand. Wir haben doch alle &#8222;nur&#8220; unsere                 Arbeit getan. Haben wir. Peter Weiss&#8216; &#8222;Ermittlung&#8220;, 1965, gilt                 nachhaltig vor und nach allen heute nicht mehr blutundbodenbraunen                 Kontexten.<\/p>\n<p>1. Am neulichen Beginn zeitgem\u00e4\u00df verschobener Kriegsmotive steht                 die von miesen Akademikern aufgetischte Lehre von den angeblich                 &#8222;Neuen Kriegen&#8220;. Sie tut nicht nur so, als seien die &#8222;alten Staaten-Kriege&#8220;                 ein Muster ordentlichen Schlachtens gewesen. <\/p>\n<p>Sie unterschl\u00e4gt die brutale &#8222;Asymmetrie&#8220; der &#8218;den&#8216; Westen, sein                 Wachstum und seine &#8222;Zivilisation&#8220; begr\u00fcndenden und stimulierenden                 Kolonialkriege samt ihrer genozidalen Elemente. <\/p>\n<p>Sie tr\u00e4gt nicht dazu bei, die &#8222;postmodernen&#8220; Kriege der Staaten                 und die darunter und dahinter gelagerten ethnischen Ausrottungskonflikte                 zu begreifen. Sie ist nahezu exklusiv dazu geeignet, westw\u00e4rts                 gef\u00fchrte Interessenkriege im Sinne der systemischen T\u00e4uschung                 als &#8222;humanit\u00e4re Interventionen&#8220; mit menschenrechtlich demokratischer                 Tarnkappe zu versehen. <\/p>\n<p>In den Worten de Maizi\u00e8res: <i>&#8222;Eine unmittelbare territoriale                 Bedrohung Deutschlands mit konventionellen milit\u00e4rischen Mitteln                 halte ich zumindest f\u00fcr die \u00fcberschaubare Zukunft f\u00fcr \u00e4u\u00dferst                 unwahrscheinlich. Stattdessen m\u00fcssen wir uns bereits seit Jahren                 mit neuen, asymmetrischen und in steigendem Ma\u00dfe auch mit nichtstaatlichen                 Herausforderungen auseinandersetzen. Dazu z\u00e4hlen die Destabilisierung                 ganzer Regionen, internationaler Terrorismus, Proliferation und                 die Gef\u00e4hrdung unserer Rohstoffversorgung oder sogenannter kritischer                 Infrastrukturen wie der Informationstechnik.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>2. Die Konsequenz dieses kurz gefassten Bedrohungskn\u00e4uels ist                 eindeutig im Uneindeutigen. Eine ausgefranste und beliebig ausfransende                 bundesdeutsch &#8217;national&#8216; bornierte oder westlicher Wertephalanx                 geltende Sicherheitspauschalformel. <\/p>\n<p>Im unter 1. zitierten Satz f\u00e4hrt der in seiner Gediegenheit umso                 brutalere de Maizi\u00e8re fort: <i>&#8222;Die k\u00fcnftigen F\u00e4higkeiten der                 Bundeswehr m\u00fcssen deshalb ein breites Aufgabenspektrum abdecken.                 Landesverteidigung als B\u00fcndnisverteidigung, internationale Konfliktverh\u00fctung                 und Krisenbew\u00e4ltigung, einschlie\u00dflich des Kampfes gegen den Terrorismus,                 Beteiligung an milit\u00e4rischen Aktionen im Rahmen der EU, Beitr\u00e4ge                 zum Heimatschutz, Rettung und Evakuierung sowie Geiselbefreiung                 im Ausland, multinationale Kooperation und humanit\u00e4re Hilfe im                 Ausland. Breite vor Tiefe ist deshalb auch das leitende Prinzip                 bei der Neuausrichtung der Bundeswehr.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>Nach kurzer Denkpause schlie\u00dft de Maizi\u00e8re diese Aussagensequenz                 in vollmundig unbegrenztem Sicherheitsverlangen: &#8222;Deutschland&#8220;                 &#8211; also alle EinwohnerInnen des Landes mit dem unbelasteten Namen                 &#8222;Deutschland&#8220; nach Ma\u00dfgabe der staat\u00fcblichen Zwangsidentifikation                 seiner &#8222;Staatsb\u00fcrger&#8220; mit den staatsmonopolistisch gesch\u00fctzten                 Staatsinteressen innen und au\u00dfen &#8211; <i>&#8222;Deutschland&#8220;<\/i> &#8211; sagt                 Herr de Maizi\u00e8re &#8211; <i>&#8222;begreift seine Sicherheit umfassend. Und                 ebenso umfassend muss das Instrumentarium sein.&#8220;<\/i> <\/p>\n<p>In der \u00fcbern\u00e4chsten Antwort wird das nationalstaatliche &#8222;i&#8220; auf                 dem &#8211; umfassenden, also grenzenlosen Sicherheitsverst\u00e4ndnis &#8211;                 zus\u00e4tzlich pointiert.<\/p>\n<p><i>&#8222;Zun\u00e4chst einmal sind Streitkr\u00e4fte Ausdruck des Selbstbehauptungswillens                 jeder Nation. Sie sind das R\u00fcckgrat f\u00fcr die Sicherheit unseres                 Landes und sie dienen dem Schutz unserer B\u00fcrger. &#8230;&#8220;<\/i> <i>&#8222;Diese                 Sicherheit&#8220;<\/i>, so wenig sp\u00e4ter, <i>&#8222;ist wohl die erste, aber                 ganz bestimmt nicht die einzige Staatsaufgabe.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>3. Im Sinne eines nicht gerade textlich oder musikalisch einnehmenden                 Schlagers der 50er Jahre m\u00fcsste man formulieren: Vorbei sind die                 (Nachkriegs-)Stunden, die l\u00e4ngst schon entschwunden, dass selbst                 noch nach 1955 erfolgter Remilitarisierung &#8211; vgl. Ulrich Albrechts                 sp\u00e4tere Studie &#8211; einschlie\u00dflich der NATO strikte gebietsbezogene                 Verteidigung allenfalls erlaubt war, ausgewiesen durch entsprechende                 grundgesetzliche Normen. <\/p>\n<p>Der konstitutive Sinn der 1945 gegr\u00fcndeten Vereinten Nationen                 bestand denn in Kriegsvermeidung und dem Bestreben, national gef\u00fchrte                 Kriege zu delegitimieren.<\/p>\n<p>Freilich bundesdeutsche Milit\u00e4reins\u00e4tze, b\u00fcndnispolitisch nur                 dem sch\u00f6nen Schein nach gez\u00e4hmt &#8211; vielmehr siehe 1999 und mehr                 noch 2001 vorw\u00e4rts gedehnt &#8211; wurden verfassungsgerichtlich schon                 1994 &#8222;out of area&#8220;, sprich out of limits sanktioniert. <\/p>\n<p>Georg Paul Hefty wusste es in der allemal armierten FAZ g\u00fcltiggenau                 (26.11.2011): <i>&#8222;Es gab noch nie Zweifel daran, dass jeder Staat                 sein ganzes Instrumentarium aussch\u00f6pft, um sich zu verteidigen.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>4. Immer schon war es eine gewiss sch\u00f6ne, aber flachsinnige Illusion,                 sich Kriege vorzustellen, &#8222;und niemand ginge hin&#8220;. &#8222;Nie wieder                 Krieg!&#8220;, K\u00e4the Kollwitz&#8216; Zeichnungsfanal der Katastrophe am Beginn                 des 20. Jahrhunderts, des 1. Weltkriegs, bereitete trotz der alle                 Vorstellbarkeiten \u00fcbertreffenden Totenzahlen den Zweiten Weltkrieg,                 nazistisch begonnen, eher vor, als dass sie ihn verhindert h\u00e4tte.               <\/p>\n<p>Was half es und hilft es, dass die deutsche Bev\u00f6lkerung vor den                 &#8222;Blitzkriegen&#8220; und dann nach Stalingrad 1942\/43 alles andere als                 goebbelsmobilisiert enthusiastisch war. Kriege, selbst wenn sie                 sich hyperkonkret in einer F\u00fclle blutiger Gemetzel ereignen, wie                 die oft kaum verst\u00e4ndlichen ethnischen Ausrottungen in kolonialen                 und postkolonialen Zusammenh\u00e4ngen, bleiben den Vielen, die in                 ihnen und in sie gefangen sind, quantitativ und qualitativ abstrakt,                 das hei\u00dft au\u00dfer eines personal fassbaren Interesses. Und diese                 abgehobene Qualit\u00e4t, die die modernen Staatenkriege mit ihrer                 abstrakten, symbolisch und t\u00f6dlich angeeigneten nationalen Ideologie                 eignet &#8211; sie hat im Zuge der technologischen Entwicklungen und                 der versch\u00e4rften globalisierten Konkurrenz betr\u00e4chtlich zugenommen.               <\/p>\n<p>Diese abstrakte, aber konkret bis in den Schulunterricht und                 die Inszenierungen von Zapfenstreichen und dergleichen reichenden                 symbolischen Vermittlungen &#8211; was f\u00fcr ein schlechter Witz die Flaggentreue                 -, sind allenfalls Anzeichen neuer Kriegsformen. Sie sind darauf                 ausgerichtet, die national und\/oder regional hochgesteckten Sicherheits-,                 R\u00fcstungs- und Kriegsziele legitimatorisch zu vert\u00e4uen. <\/p>\n<p>Mit Hilfe der schon beobachteten Identifikation nationaler und\/oder                 regionaler Sicherheitsinteressen bis hin zu Rohstoffen, Energievorkommen,                 Ressourcen allgemein, sollen sie als ob evident in jeden Haushalt                 existentiell heimgeleuchtet werden. <\/p>\n<p>5. In diesem Kontext erhalten de Maizi\u00e8res Worte ihre Bedeutung.                 Ihr Bezug wechselt zwischen abstrakt \u00e0 la Sicherheitsinteressen                 und au\u00dferallt\u00e4glichen Streitkr\u00e4ften und konkret \u00e0 la Kampfeshandlungen                 und b\u00fcrgerlicher Sorge um die eigenen wohlst\u00e4ndischen Interessen                 fl\u00fcssig hin und her. <\/p>\n<p><i>&#8222;Die Bundeswehr wird zwar kleiner, sie wird aber auch konsequent                 einsatz- und funktionsorientiert ausgerichtet &#8211; f\u00fcr das gesamte                 Aufgaben- und F\u00e4higkeitsspektrum. &#8230; Die Bundeswehr braucht heute                 ein breites Aufgabenspektrum, das sie f\u00fcr stabilisierende Eins\u00e4tze                 wie auf dem Balkan, Eins\u00e4tzen in bewaffneten Konflikten wie in                 Afghanistan oder im Extremfall auch f\u00fcr Kampfeseins\u00e4tze h\u00f6chster                 Intensit\u00e4t bef\u00e4higt.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt selbstverst\u00e4ndlich ein weiterer Aspekt der Normalit\u00e4t:                 <i>&#8222;Streitkr\u00e4fte sind nur einer von vielen Akteuren, aber ab einem                 gewissen potenziellen und realen Gewaltniveau ein unverzichtbarer.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>Und noch zugespitzt eindeutiger, als fehlte es an der Eindeutigkeit                 von Gewalt: <i>&#8222;Milit\u00e4rische Mittel sind ein &#8218;\u00e4u\u00dferstes&#8216;, nicht                 erst &#8218;letztes&#8216; Mittel. Es ist also immer auch zu pr\u00fcfen, ob ein                 fr\u00fchzeitiger, dosierter Einsatz von Streitkr\u00e4ften und seine Androhung                 eine Eskalation verhindern k\u00f6nnten.&#8220;<\/i> <i>&#8222;Die konkrete Bestimmung                 eines legitimen milit\u00e4rischen Ziels und in welcher Weise vorgegangen                 werden kann, l\u00e4sst sich dabei aber nur im Einzelfall vornehmen.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>6. Das ist entgrenzte Kasuistik zu nennen oder auch entgrenzter                 Opportunismus qua unbegrenzter Sicherheitsinteressen. Ob solcher                 Entgrenzungen verbiegen sich nicht nur Verfassungs- und sonst                 so hochgehaltene Rechtsgrenzen. Differenzen zwischen &#8222;Innen&#8220; und                 &#8222;Au\u00dfen&#8220;, &#8222;Milit\u00e4r&#8220; und &#8222;Polizei&#8220; werden nicht irrelevant. <\/p>\n<p>Sie werden jedoch bis zu ihrer Aufl\u00f6sung flexibel. <\/p>\n<p>Fast harmlos und gew\u00f6hnlich ausgedr\u00fcckt, sind solche pauschalen                 und entgrenzten Sicherheitsvorstellungen und ihre verwirklichende                 Umsetzung nicht anderes als eine Art permanenter Ausnahmezustand,                 einmal mehr, einmal weniger &#8218;ausgenommen&#8216;. Ein solcher wird l\u00e4ngst                 in den USA qua &#8222;Krieg gegen Terrorismus&#8220; und heimatsch\u00fctzerischen                 innenpolitischen Konsequenzen ge\u00fcbt. Das am meisten Gef\u00e4hrliche                 daran sind nicht anhaltende b\u00fcrger- und menschenrechtliche Verletzungen,                 dauernd zu bek\u00e4mpfen, wie sie sind. <\/p>\n<p>Das Gef\u00e4hrlichste ist, dass eine Politik angemessener weltweiter                 Ressourcenverteilung und darum gruppierter begrenzter friedlicher                 Konflikte angesichts der nicht infrage gestellten national oder                 regional bornierten &#8222;Basis&#8220; nicht einmal versucht und ansatzweise                 organisiert wird. Kollektive Gewalt, welcher Formen auch immer,                 hat deshalb eine schier unermessliche Zukunft. &#8218;Der&#8216; angeblich                 hoch zivilisierte &#8218;Westen&#8216; und die radikal vergessliche Bundesrepublik                 aber marschieren, milit\u00e4risch ger\u00fcstet, an der Spitze solcher                 Gewalt. Deutschland und der Westen \u00fcber alles. <\/p>\n<h3>Eine rhetorische, menschenrechtlich angemessen radikale Frage               <\/h3>\n<p>Wenn junge Menschen als SoldatInnen m\u00f6rderisch verdingt werden                 und Morde anderer Menschen kollateralsch\u00e4dlich oder feindgezielt                 billigend in Kauf genommen werden, wie sind dann die Funktion\u00e4re                 und Institutionen zu qualifizieren, die diese mehrfache Verdingung                 von Menschen aktiv im Sinne von &#8222;politischen&#8220; Zielen betreiben?                 Etwa Kriegsminister de Maizi\u00e9re und die Merkel-gef\u00fchrte Bundesregierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stinknormal also befindet sich die BRD gegenw\u00e4rtig auch im Krieg &#8211; in und gegen Afghanistan, sollte sich jemand verwundert die Sinne reiben -, der Land und Leute nur wenig zu tangieren scheint, von den ermordeten und traumatisiert \u00fcberlebenden, antiterrorstrategisch im Schwanz der Amerikaner missbrauchten Soldaten wohl zu reden. Denn dass Soldaten f\u00fcr angeblich nationale Interessen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2012\/01\/der-bundeswehr-einen-platz-in-der-mitte-der-gesellschaft-zu-gewahrleisten-und-zu-sichern\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"\"... der Bundeswehr einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu gew\u00e4hrleisten und zu sichern.\" - graswurzelrevolution","description":"Stinknormal also befindet sich die BRD gegenw\u00e4rtig auch im Krieg - in und gegen Afghanistan, sollte sich jemand verwundert die Sinne reiben -, der Land und Leut"},"footnotes":""},"categories":[618,1025],"tags":[],"class_list":["post-11059","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-365-januar-2012","category-die-waffen-nieder"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11059"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11059\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}