{"id":11577,"date":"2012-10-01T00:00:04","date_gmt":"2012-09-30T22:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=11577"},"modified":"2022-07-26T14:12:18","modified_gmt":"2022-07-26T12:12:18","slug":"tripper-bandwurm-anarchie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2012\/10\/tripper-bandwurm-anarchie\/","title":{"rendered":"Tripper, Bandwurm, Anarchie"},"content":{"rendered":"<p>Juli 2012, zwei Wochen Kreta, zwei Wochen offline. Genug Zeit,                 um sich bei rund 35\u00b0 Grad im Schatten der Lekt\u00fcre der pr\u00e4chtig                 aufgemachten Tageb\u00fccher Erich M\u00fchsams zu widmen. <\/p>\n<h3>Erich M\u00fchsam <\/h3>\n<p>Erich M\u00fchsam (1878-1934) war neben Gustav Landauer, Rudolf Rocker                 und Ernst Friedrich einer der bekanntesten und einflussreichsten                 Anarchisten in Deutschland. <\/p>\n<p>Seine schr\u00e4gen und oft genialen Gedichte finden sich heute in                 unterschiedlichen, auch musikalischen Interpretationen, beispielsweise                 von Konstantin Wecker, Harry Rowohlt, Christoph Holzh\u00f6fer und                 Slime, wobei mir Dieter S\u00fcverkr\u00fcps Schallplatte &#8222;Erich M\u00fchsam:                 Ich lade euch zum Requiem&#8220; als besonders gelungene Auslegung von                 M\u00fchsam-Texten erscheint. <\/p>\n<p>M\u00fchsam publizierte unz\u00e4hlige Gedichtb\u00e4nde, B\u00fchnendramen, Sachb\u00fccher                 und politische Aufs\u00e4tze. Als Schriftsteller ber\u00fchmt wurde er vor                 allem durch seine satirischen Artikel und Gedichte. &#8222;Sich f\u00fcgen                 hei\u00dft l\u00fcgen&#8220; und &#8222;Der Lampenputzer&#8220; geh\u00f6ren bis heute nicht nur                 zum libert\u00e4ren Liedgut.<\/p>\n<p>Als anarchistischer Agitator war M\u00fchsam 1919 ma\u00dfgeblich an der                 Ausrufung der M\u00fcnchner R\u00e4terepublik beteiligt. Daf\u00fcr sa\u00df er f\u00fcnf                 Jahre in Festungshaft. 1933 wurde er verhaftet und schlie\u00dflich                 am 10. Juli 1934 auf bestialische Weise im KZ Oranienburg von                 SS-Schergen ermordet. Er wurde nur 56 Jahre alt.<\/p>\n<h3>Zenzl und die Odyssee der B\u00fccher<\/h3>\n<p>Wenige Tage nach der Ermordung ihres Mannes gelang es M\u00fchsams                 Witwe Zenzl, seinen schriftlichen Nachlass nach Prag zu schmuggeln.                 Nach drei Jahren im tschechischen Exil folgte sie 1936 einer Einladung                 in die Sowjetunion. Man hatte ihr versprochen, Erichs Werke &#8222;in                 vielen Sprachen&#8220; zu ver\u00f6ffentlichen. So gelangten die Tageb\u00fccher                 und Briefe nach Moskau. <\/p>\n<p>Dort wurden sie &#8222;ausgewertet&#8220;, und es ist anzunehmen, dass sie                 vom sowjetischen Geheimdienst als Belastungsmaterial gegen deutsche                 ExilantInnen missbraucht wurden. Einige Tageb\u00fccher und viele Briefe,                 die dabei abhanden kamen, bleiben wohl f\u00fcr immer verschwunden.                 Wenig sp\u00e4ter, auf dem H\u00f6hepunkt der stalinistischen &#8222;S\u00e4uberungen&#8220;,                 wurde Zenzl als &#8222;Trotzkistin&#8220; verhaftet. Bezichtigt hatte sie                 Herbert Wehner, der 1926 als junger Anarchosyndikalist Sekret\u00e4r                 im Hause M\u00fchsam war und ab 1927 ein eifernder KPD-Funktion\u00e4r wurde,                 bevor er nach dem Zweiten Weltkrieg Karriere in der SPD machte.               <\/p>\n<p>Zenzl wurde in der Haft misshandelt. Sie \u00fcberlebte achtzehn Jahre                 Gef\u00e4ngnis, Straflager und Verbannung, bevor sie 1955 in die DDR                 ziehen durfte. ((1)) <\/p>\n<p>Dort lie\u00df sie Mikrofilmkopien vom Nachlass anfertigen, der im                 Moskauer Gorkij-Institut lagert, und bem\u00fchte sich um die Ver\u00f6ffentlichung                 der M\u00fchsam-Schriften.<\/p>\n<p>Doch die Mikrofilme gelangten nicht in ihre H\u00e4nde. Das ZK der                 SED \u00fcbergab sie der Ostberliner Akademie der K\u00fcnste. Zenzl k\u00e4mpfte                 bis zu ihrem Tod am 10. M\u00e4rz 1962 gegen diese Beschlagnahme und                 setzte durch, dass 1958 eine Auswahl von M\u00fchsams Gedichten und                 die &#8222;Unpolitischen Erinnerungen&#8220; in der DDR erscheinen durften.<\/p>\n<h3>Der Bandwurm zieht sich durch das Buch<\/h3>\n<p>&#8222;Erich M\u00fchsam, Dichter, Anarchist, Antifaschist und vieles andere                 &#8211; oft wurde er f\u00fcr antiquiert erkl\u00e4rt, und genauso oft hat er                 neue Anh\u00e4nger und Verehrer gefunden. Das Geheimnis seiner Strahlkraft                 und seiner fortw\u00e4hrenden Aktualit\u00e4t ist nicht einfach zu erkl\u00e4ren.                 Wir finden auch, es soll ein offenes Geheimnis bleiben, eins,                 das weiter neugierig macht und immer neue Fragen provoziert. Antworten                 jedenfalls gibt es in H\u00fclle und F\u00fclle &#8211; in M\u00fchsams Tageb\u00fcchern&#8220;,                 so die konservative FAZ, die sich in ihrem Feuilleton gelegentlich                 libert\u00e4re Tendenzen erlaubt.<\/p>\n<p>100 Jahre nachdem M\u00fchsam den ersten Band der Tageb\u00fccher zu Papier                 gebracht hatte, haben Chris Hirte und Conrad Piens 2011 den ersten                 (und 2012 den zweiten) von 15 B\u00e4nden herausgegeben.<\/p>\n<p>Unter anderem auf den Feuilletonseiten von <i>FAZ<\/i>, <i>Spiegel<\/i>,                 <i>SZ<\/i>, <i>ND<\/i> und <i>taz<\/i> wurde das Buchprojekt bejubelt.                 Der erste Band wurde daraufhin ein Bestseller und die Herausgeber                 m\u00fcssen sich heute keine Sorgen mehr um die Finanzierung der bis                 2018 geplanten, fast 7.000 Seiten umfassenden Folgeb\u00e4nde machen.<\/p>\n<h3>Eine Fundgrube<\/h3>\n<p>Erich M\u00fchsam hat in seinen Tageb\u00fcchern alles beschrieben, was                 er erlebt, gedacht und gef\u00fchlt hat. Das ist ehrlich, manchmal                 genial, manchmal haarstr\u00e4ubend oder nervig banal.<\/p>\n<p>Sein Liebesleben und seine begeisterte Triebhaftigkeit beschreibt                 er bisweilen im Stil eines fr\u00fchen Charles Bukowski. Sein Bandwurm                 kriecht m\u00fchsam von Kapitel zu Kapitel und der Tripper, den er                 monatelang mit sich herumschleppt, h\u00fcpft fr\u00f6hlich von Tagebuchseite                 zu Tagebuchseite und \u00fcber auf eine Geliebte, mit der er vor lauter                 Geilheit schl\u00e4ft, obwohl er um seine Krankheit wei\u00df. <\/p>\n<p>Tagebucheintrag vom 27. Mai 1911: &#8222;Von vorgestern ist einiges                 zu notieren, vor allem eine arge S\u00fcnde. Emmy verf\u00fchrte mich zum                 Koitus. Ich warnte sie, ich str\u00e4ubte mich, ich k\u00e4mpfte gegen mich,                 aber ich war schwach. Nun werde ich sie wohl angesteckt haben,                 und K\u00e4tchens Tripper wird die Runde durch M\u00fcnchen machen.&#8220; (S.                 131) <\/p>\n<p>Was heute mit dem englischen Modebegriff &#8222;Polyamory&#8220; bezeichnet                 wird, wurde vor 100 Jahren von Erich M\u00fchsam als &#8222;Freie Liebe&#8220;                 propagiert: &#8222;Ich habe diese Tage viel an diese Liebe und an die                 Frieda gedacht. Wie ungeheuer t\u00f6richt sind die Menschen, die da                 meinen, ein Herz k\u00f6nne nicht gleichzeitig nach mehreren Seiten                 gezogen werden. Meine Liebe zu Frieda leidet gar nicht durch diese                 Aufwallung. Denke ich Friedels, dann f\u00fcllt sich alles Herz mit                 Sehnsucht und Z\u00e4rtlichkeit, und doch zweifle ich nicht einen Moment                 an der Richtigkeit und dem Wert des Gef\u00fchls, das mich dem Puma                 verb\u00fcndet.&#8220; (S. 207, Bd. 1)<\/p>\n<p>Es geht in M\u00fchsams Tageb\u00fcchern nicht nur um Sex und Liebe. Befremdlich                 wirkte auf mich seine immer wieder geschilderte Hassliebe zum                 Vater, der Erich als Kind brutal misshandelt hatte und auf dessen                 Tod der erwachsene M\u00fchsam nicht zuletzt wegen des zu erwartenden                 Erbes hoffte. <\/p>\n<h3>Anarchismus und Antimilitarismus<\/h3>\n<p>Auch sein wechselhaftes Verh\u00e4ltnis zu seinem Mentor Gustav Landauer                 wird von M\u00fchsam immer wieder angesprochen.<\/p>\n<p> Als Redakteur der <i>Graswurzelrevolution<\/i> kann ich viele                 Parallelen zur heutigen GWR-Zeitungsarbeit entdecken, wenn es                 z.B. um die Auseinandersetzungen des <i>Sozialist<\/i>-Autors M\u00fchsam                 mit dem <i>Sozialist<\/i>-Redakteur Landauer geht. Vor 100 Jahren                 spielte die vom libert\u00e4ren &#8222;Sozialistischen Bund&#8220; mit einer durchschnittlichen                 Auflage von 2.000 herausgegebene und von Landauer redaktionell                 verantwortete Zeitschrift <i>Der Sozialist<\/i> eine \u00e4hnliche Rolle                 bei der Verbreitung und Diskussion anarchistischer und antimilitaristischer                 Ideen wie heute die <i>Graswurzelrevolution<\/i>. Von den b\u00fcrgerlichen                 Medien wurde <i>Der Sozialist<\/i> &#8211; \u00e4hnlich wie die heute existierenden                 anarchistischen Zeitschriften &#8211; weitgehend ignoriert, was M\u00fchsam                 zu Recht beklagte: &#8222;Der \u201aSozialist&#8216;, das bestgeschriebene und                 bestgeleitete Blatt, das zur Zeit in Deutschland erscheint, wird                 nie und nirgends erw\u00e4hnt. Alles trottet im alten Stumpfsinn weiter.                 Und die Sozialdemokratie h\u00fctet ihre L\u00e4mmer am bravsten, auf da\u00df                 sie nicht etwa auf die Idee kommen m\u00f6gen, es g\u00e4be au\u00dfer dem allgemeinen                 Wahlrecht in Preu\u00dfen noch Dinge, die eines Kampfes wert sind.&#8220;                 (S. 12)<\/p>\n<p>M\u00fchsams antimilitaristische Grundhaltung kommt in den Tageb\u00fcchern                 immer wieder zum Vorschein: &#8222;Ich las dieser Tage die in den Verlag                 des \u201aSozialistischen Bundes&#8216; \u00fcbergegangene Brosch\u00fcre des Dr. Hermann                 Wetzel \u201aDie Verweigerung des Heerdienstes und die Verurteilung                 des Krieges und der Wehrpflicht in der Geschichte der Menschheit&#8216;.                 Eine \u00fcberaus wertvolle erfreuliche Schrift, die in gro\u00dfen Z\u00fcgen                 brevierhaft den Gedanken des Weltfriedens und der Gewaltlosigkeit                 als Erkenntnis der Gro\u00dfen aller Zeiten nachweist.&#8220; (S. 91) <\/p>\n<p>Von einer Begegnung mit dem Militarismus in Bern berichtete er                 am 21. Juni 1911: &#8222;Etwas, was ich neulich auf der Stra\u00dfe sah und                 was mich abscheulich bewegte, will ich notieren. (\u2026) In der L\u00e4nggasse                 kam mir mit Musik und Getrommel eine Abteilung Soldaten entgegen.                 Als sie n\u00e4her kamen, sah ich, da\u00df in den Uniformen lauter Knaben                 steckten, ein langer Zug, Gewehre \u00fcber den Schultern. Ich war                 tief emp\u00f6rt und angewidert von dieser \u201aJugendwehr&#8216;. Kinder mit                 Mordwaffen umgehn zu lehren, sie zu Massenm\u00f6rderei zu erziehen,                 ehe sie noch ausgewachsen sind. Pfui Teufel! Aber echt schweizerisch-demokratisch!&#8220;                 (S. 158)<\/p>\n<h3>Kriegstreiberei? Pfui Deibel!<\/h3>\n<p>W\u00fcrde M\u00fchsam in der heutigen Zeit leben, h\u00e4tte ihn die Propaganda,                 die die antideutsche Rumsfeld-Linke ab 2001 z.B. in der Wochenzeitung                 <i>Jungle World<\/i> f\u00fcr die NATO-Kriege gegen den Irak und gegen                 Afghanistan betrieben hat, sicher \u00e4hnlich angewidert wie seinerzeit                 die milit\u00e4rischen und propagandistischen Vorbereitungen zum Ersten                 Weltkrieg. ((2)) <\/p>\n<p>Im Grabe umgedreht h\u00e4tte er sich vermutlich, wenn er mitbekommen                 h\u00e4tte, in welchem Verlag seine Tageb\u00fccher jetzt erscheinen. Der                 &#8222;Verbrecher Verlag&#8220; steht der <i>Jungle World<\/i> nahe. Er publiziert                 zwar auch Lesenswertes, zum Beispiel zu B. Traven, vor allem aber                 B\u00fccher, in denen antideutsche Bellizisten wie Thomas von der Osten-Sacken                 und Tjark Kunstreich NATO-Kriege gegen den Irak, Afghanistan und                 den Iran propagieren. <\/p>\n<p>Am 8.\/9. September 2012 hat das <i>Neue Deutschland<\/i> ein Interview                 mit dem &#8222;Verbrecher&#8220;-Verleger J\u00f6rg Sundermeier abgedruckt. Das                 ND fragte u.a.: &#8222;Ihr Verlag zeichnet sich nicht gerade durch ein                 anarchistisches Verlagsprogramm aus. Warum geben ausgerechnet                 Sie die Tageb\u00fccher heraus?&#8220;<\/p>\n<p>Darauf Sundermeier: &#8222;Niemand anderes wollte es zu den Bedingungen                 der Herausgeber tun. Die meisten Verlage wollten entweder entsetzlich                 viel Geld oder das Projekt nicht in dem Umfang anfassen. Wir waren                 dann die Verr\u00fcckten, die zu diesem verr\u00fcckten Projekt am besten                 passten.&#8220;<\/p>\n<p>Erich M\u00fchsams Tageb\u00fccher neben &#8222;Wenn man dich nicht fragt, sag                 nein. Deutsche, Pazifisten und Antiimperialisten im Krieg gegen                 den Krieg gegen den Terror&#8220;, dem Buch von <i>Jungle World<\/i>-Redakteur                 Joachim Rohloff? Nein, das passt nicht!<\/p>\n<p>Niemand wollte die B\u00fccher zu den Bedingungen der Herausgeber                 verlegen? Unsinn. Unter anderem der Verlag Graswurzelrevolution                 wurde von Chris Hirte und Conrad Piens nicht angesprochen. <\/p>\n<p>Warum also ausgerechnet ein zum &#8222;linken&#8220; Bellizismus neigender                 Verlag?!<\/p>\n<p>Das h\u00e4tte mensch dem Antimilitaristen und Anarchisten Erich M\u00fchsam                 nicht antun m\u00fcssen.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Erich M\u00fchsams Tageb\u00fccher erreichen nicht die hohe Qualit\u00e4t seiner                 schon zu Lebzeiten ver\u00f6ffentlichten Schriften. Gr\u00fcndliches Redigieren                 und das Herausk\u00fcrzen vieler Banalit\u00e4ten und D\u00f6nekes (aus der M\u00fcnchner                 Boh\u00e8me) h\u00e4tte dem Projekt gut getan. <\/p>\n<p>Im Vergleich etwa mit Emma Goldmans gro\u00dfartigem &#8222;Gelebtes Leben&#8220;                 (Edition Nautilus, Hamburg 2010) sind M\u00fchsams Tageb\u00fccher zwar                 unterhaltsam, aber \u00fcber weite Strecken zu eitel, bis hin zur Belanglosigkeit.<\/p>\n<p>Jeder Besuch von Museum, Theater, Kneipe und Oper wird minuti\u00f6s                 protokolliert, jede Krankheit bis ins kleinste Detail beschrieben                 und jede Aff\u00e4re s\u00fcffisant ausgebreitet. <\/p>\n<p>Trotzdem kann diese Strandlekt\u00fcre nicht nur Boh\u00e8me- und AnarchismusforscherInnen                 w\u00e4rmstens empfohlen werden. Sie macht Spa\u00df und bietet eine einmalige                 Sicht ins seelische Innenleben, in die Irrungen und Wirrungen                 unseres Genossen Erich M\u00fchsam.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Juli 2012, zwei Wochen Kreta, zwei Wochen offline. Genug Zeit, um sich bei rund 35\u00b0 Grad im Schatten der Lekt\u00fcre der pr\u00e4chtig aufgemachten Tageb\u00fccher Erich M\u00fchsams zu widmen. Erich M\u00fchsam Erich M\u00fchsam (1878-1934) war neben Gustav Landauer, Rudolf Rocker und Ernst Friedrich einer der bekanntesten und einflussreichsten Anarchisten in Deutschland. 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