{"id":11990,"date":"2012-08-29T00:00:08","date_gmt":"2012-08-28T22:00:08","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=11990"},"modified":"2022-07-26T14:12:19","modified_gmt":"2022-07-26T12:12:19","slug":"40-jahre-graswurzelrevolution-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2012\/08\/40-jahre-graswurzelrevolution-3\/","title":{"rendered":"40 Jahre Graswurzelrevolution"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_11994\" aria-describedby=\"caption-attachment-11994\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/40jahre.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-11994\" alt=\"Plakat: 40 Jahre GWR\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/40jahre-214x300.jpg\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/40jahre-214x300.jpg 214w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/40jahre-300x419.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/40jahre-142x199.jpg 142w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/40jahre-22x31.jpg 22w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/40jahre-27x38.jpg 27w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/40jahre-153x215.jpg 153w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/40jahre-143x200.jpg 143w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/40jahre.jpg 573w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11994\" class=\"wp-caption-text\">Plakat: 40 Jahre GWR<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Das aktualisierte Programm<\/h3>\n<h3>Findus, Andi Wolff, Daniel Daemgen und Robert Krieg: Comicausstellung ab dem 5. September 2012<\/h3>\n<p>40 Jahre Graswurzelrevolution hei\u00dft auch 40 Jahre politische Karikatur mit libert\u00e4rem Anstrich. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wird die Graswurzelrevolution nicht zuletzt auch durch die beiden Comiczeichner <b>Andi Wolff<\/b> und <b>Findus<\/b> zeichnerisch gepr\u00e4gt. Im Rahmen der Festlichkeiten zum 40j\u00e4hrigen Bestehen der GWR sind Zeichnungen und Comics der beiden in einer Sonderausstellung zu sehen. Die Ausstellung wird schon ab dem 5. September im ESG-Foyer und im Caf\u00e9 Die Weltb\u00fchne zu sehen sein.<\/p>\n<p>Infos:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.andi-wolff.de\">www.andi-wolff.de<\/a><br \/>\n<a href=\"\/verlag\/findus.shtml\">www.graswurzel.net\/verlag\/findus.shtml<\/a><\/p>\n<h4><b>&#8230; und \u00fcber uns kein Himmel<br \/>\n<\/b>Graphic Novel von Daniel Daemgen und Robert Krieg<\/h4>\n<p>In der Ausstellung zu sehen sind auch Bilder aus der Graphic Novel <b>&#8230; und \u00fcber uns kein Himmel<\/b>. Dieses Werk von <b>Daniel Daemgen<\/b> und <b>Robert Krieg<\/b> erscheint im Oktober im Verlag Graswurzelrevolution. Die Graphic Novel basiert auf einem authentischen, exemplarischen Fall. Sie erz\u00e4hlt die Odyssee von Fritz Blume (Name ge\u00e4ndert) durch Heime der \u00d6ffentlichen F\u00fcrsorge von 1936 bis 1953. F\u00fcr das NS-Regime waren Kinder, die in Waisenh\u00e4usern aufwuchsen, &#8222;nutzlose Esser&#8220;, die von der Gesellschaft durchgef\u00fcttert werden mussten. Sie galten als &#8222;sozial minderwertig&#8220;. Wenn ein Psychiater einen F\u00fcrsorgez\u00f6gling beurteilte und in einem Gutachten f\u00fcr geisteskrank erkl\u00e4rte, konnte das einem Todesurteil gleichkommen. Wie durch ein Wunder \u00fcberlebte Fritz Blume die Anstalten &#8211; im Gegensatz zu den rund 200.000 Menschen, die bis 1945 der &#8222;Rassenhygiene&#8220; und der &#8222;Vernichtung unwerten Lebens&#8220; zum Opfer fielen. Kriegsende und Zusammenbruch des Nazi-Regimes \u00e4nderten kaum etwas an den Zust\u00e4nden in den Heimen und Anstalten. Die der Zwangspsychiatrisierung Ausgelieferten hatten jenseits der Mauern keine \u00f6ffentlichen F\u00fcrsprecherInnen. Fritz Blume geh\u00f6rt zu den wenigen, die sich nicht scheuten, das begangene Unrecht selbst \u00f6ffentlich zu machen und Entsch\u00e4digung zu fordern. Er verschaffte sich Geh\u00f6r in einer Nachkriegsgesellschaft, die bis 1975 die Misshandlung &#8222;sozial Minderwertiger&#8220; stillschweigend duldete.<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<h3>Freitag, 7. September<\/h3>\n<p>ab 16 Uhr: Ankommen\/Begr\u00fc\u00dfung\/Gespr\u00e4che\/Schlafplatzb\u00f6rse<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>18.00 Uhr (Aula): Er\u00f6ffnung der GWR-Konferenz<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>Ab 19.00 Uhr (Aula): Konzerte<\/p>\n<p><b>Duo Contraviento<\/b><\/p>\n<p>Das Duo <i>Contraviento<\/i> (<b>Isabel Lipthay<\/b>\/Chile und <b>Martin Firgau<\/b>\/BRD) besteht seit 1986. Das Repertoire umfasst St\u00fccke verschiedener lateinamerikanischer AutorInnen, erg\u00e4nzt durch eigene Kompositionen. Sie verwenden Gitarre, Stimme, lateinamerikanische und afrikanische Instrumente. Oft arbeiten sie thematisch in Verbindung mit Musik, Texten von Isabel und Projektionen zu Themen wie Krieg &amp; Frieden, Diktatur &amp; Menschenrechte, Spanischer B\u00fcrgerkrieg, \u2026<\/p>\n<p>Infos: <a href=\"http:\/\/www.contraviento.de\">www.contraviento.de<\/a><\/p>\n<p><b>Klaus der Geiger &amp; die Shanti-Brothers<\/b><\/p>\n<p>Deutschlands bekanntester Stra\u00dfenmusiker fidelt und singt zusammen mit den Shanti-Brothers.<\/p>\n<p>&#8222;Nein, nein, wir wollen nicht eure Welt, wir wollen nicht eure Macht und wir wollen nicht euer Geld, wir wollen nichts von eurem ganzen Schwindel h\u00f6ren, wir wollen euren Schwindel zerst\u00f6ren!&#8220; Deutschlands bekanntester Stra\u00dfenmusiker (geb. 1940) fidelt und singt seine Lieder von Widerstand, von der &#8222;Lust auf Leben, Lust auf Liebe, Lust auf Lust, und auch auf die Anarchie&#8220;. Bei den Feiern zum 30. GWR-Geburtstag 2002 in M\u00fcnster und bei der 35 Jahre GWR-Konferenz 2007 in K\u00f6nnern geh\u00f6rten die Auftritte des libert\u00e4ren Liedermachers aus K\u00f6ln zu den H\u00f6hepunkten.<\/p>\n<p>Infos:<a href=\"http:\/\/www.klausdergeiger.de\">www.klausdergeiger.de<\/a><\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<h3>Samstag, 8. September<\/h3>\n<p>10.00 &#8211; 17.00 Uhr, 3 Gruppen \u00e0 5 Personen f\u00fcr je 2 Stunden<br \/>\n<b>Schnupperklettern <\/b><\/p>\n<p>Immer wieder gelingen spektakul\u00e4re Aktionen gegen Atomkraft, Flughaufenausbau oder Braunkohleabbau durchs Erklettern oder Abseilen von B\u00e4umen oder Geb\u00e4uden. Um mal auszuprobieren, wie sich das anf\u00fchlt und ob das eine Aktionsform f\u00fcr euch ist, k\u00f6nnt ihr beim Schnupperklettern vorbei kommen.<\/p>\n<p>Mit<b> Eichh\u00f6rnchen, Irene <\/b>u.a.<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>10.00 &#8211; 11.30 Uhr (Aula): <b><br \/>\nAlbert Camus und seine Vorstellung von gewaltfreier Revolte (Vortrag &amp; Diskussion) <\/b><\/p>\n<p>Albert Camus ist eine von vielen Referenzpersonen f\u00fcr die Strategie der gewaltfreien Revolution. Er hat seine eigene Position von kritischer Gewaltbef\u00fcrwortung w\u00e4hrend der franz\u00f6sischen R\u00e9sistance zu einem gewaltfreien Revolte-Konzept in den F\u00fcnfzigerjahren weiterentwickelt. Im Vortrag werden Camus&#8216; Positionsentwicklung, seine Vorstellung von Revolte, der Zusammenhang von Revolte und Revolution sowie sein Konzept des mittelmeerischen Denkens &#8211; einer Anwendung freiheitlicher Kulturvermischung \u00e4hnlich dem Konzept von Rudolf Rocker in &#8222;Nationalismus und Kultur&#8220; &#8211; dargestellt. Im Anschluss wird anhand seiner Unterst\u00fctzung der historisch unterlegenen antikolonialen Unabh\u00e4ngigkeitsstr\u00f6mung des Messalismus in Algerien sein L\u00f6sungsversuch einer algerischen F\u00f6deration vorgestellt und es werden aktuelle Parallelen zur maghrebinischen Frauenbewegung und zu den arabischen Aufst\u00e4nden gezogen, die dann diskutiert werden sollen.<\/p>\n<p>Referent: <b>Lou Marin<\/b> (Marseille).<\/p>\n<p>Buch: Lou Marin: Ursprung der Revolte. Albert Camus und der Anarchismus, Verlag Graswurzelrevolution<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>10.00 &#8211; 11.30 Uhr (Clubraum 1): <b><br \/>\nAnarchismus und Christentum<br \/>\n<\/b>Vortrag &amp; Diskussion mit GWR-Mitherausgeber <b>Sebastian Kalicha<\/b><\/p>\n<p>&#8222;Biblisches Gedankengut f\u00fchrt direkt zum Anarchismus&#8220; hatte der Philosoph und christliche Anarchist Jacques Ellul einmal gesagt. Der Vortrag geht der Frage nach, worauf sich derartige Aussagen gr\u00fcnden und wie libert\u00e4res Christentum aussehen kann.<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>10.00 &#8211; 11.30 Uhr (Clubraum 2): <b><br \/>\n&#8222;Queer&#8220; radikal anders denken &amp; leben &#8211; Gegen das Ein-Sortieren und die Diskriminierung von Anderssein.<\/b><\/p>\n<p>Kann der Ansatz Queer auch auf die \u00dcberwindung ausschlie\u00dfender Normen in andere Bereiche (Healthism\/Lookism\/Klassismus\/&#8230;) ausgeweitet werden? Kann dies alles zusammengedacht werden? Was w\u00fcrde das f\u00fcr eine anarchistische Praxis und Utopie bedeuten? Workshop mit <b>J\u00f6rg Djuren<\/b><\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>11.45 &#8211; 13.15 Uhr (Aula): <b><br \/>\nOccupy Anarchy! &#8211; Libert\u00e4re Interventionen in eine neue Bewegung<\/b><\/p>\n<p>Die <b>Infogruppe Bankrott<\/b> hat Stellungnahmen US-amerikanischer Anarchist_innen gesammelt und jetzt unter obigem Titel im Verlag Edition Assamblage herausgegeben. Buchvorstellung mit \u00dcbersetzer_innen und Herausgeber_innen.<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>11.45 &#8211; 13.15 Uhr (Clubraum 1): <b><br \/>\nGerechter Krieg?<\/b><\/p>\n<p>Der Workshop dient zur Auseinandersetzung mit der Ideologie des gerechten Krieges, mit der Kriegsf\u00fchrung und Milit\u00e4rinterventionen der NATO-Staaten seit dem Ende des Ost-West Konflikts und den Balkankriegen in den westlichen Gesellschaften etabliert wurden. Auf der UN-Ebene wird von der &#8222;Responsibility to Protect&#8220; (Schutzverantwortung) als Grundlage f\u00fcr milit\u00e4risches Eingreifen in innerstaatliche Konflikte gesprochen. Diskutiert werden sollen u.a. der Zweite Weltkrieg als Paradigma des gerechten Krieges und antimilitaristische Strategien gegen kommende &#8222;humanit\u00e4re Interventionen&#8220;. Wie verhalten wir uns gegen\u00fcber B\u00fcrgerkriegen oder &#8222;V\u00f6lkermord&#8220; in anderen L\u00e4ndern? Referenten: <b>Daniel Korth \/ Harmut Linne<\/b><\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>11.45 &#8211; 13.15 Uhr (Clubraum 2): <b><br \/>\nWas ist eigentlich Pazifismus? Was ist Antimilitarismus?<\/b><\/p>\n<p>In der Buchreihe <i>theorie.org<\/i> vom Schmetterling Verlag wird zum GWR-Kongress das Buch &#8222;Pazifismus u. Antimilitarismus &#8211; eine Einf\u00fchrung in die Ideengeschichte&#8220; vorliegen. Der Autor Wolfram Beyer, Mitglied der Internationale der Kriegsdienstgegner\/innen (IDK), wird sein Buch vorstellen, dabei wird er den Schwerpunkt auf die gewaltfreie Aktion legen.<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>13.15 &#8211; 14.15 Uhr: Mittagspause<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>14.15 &#8211; 16.00 Uhr (Aula): <b><br \/>\nLeben und Werk Clara Wichmanns; Gewaltlose Anarchistin und Antimilitaristin. Referentin: Renate Brucker<\/b><\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>14.15 &#8211; 16.00 Uhr (Clubraum 1): <b><br \/>\n40 Jahre Graswurzelrevolution, 150 Jahre Anarchismus und libert\u00e4re Presse<\/b><\/p>\n<p>Von der <i>Freiheit<\/i> zur <i>graswurzelrevolution<\/i>. GWR-Koordinationsredakteur <b>Bernd Dr\u00fccke<\/b> beleuchtet die Geschichte libert\u00e4rer Medien und stellt graswurzelrevolution\u00e4re Perspektiven zur Diskussion.<\/p>\n<p>B\u00fccher: Bernd Dr\u00fccke: Zwischen Schreibtisch und Stra\u00dfenschlacht? Anarchismus und libert\u00e4re Presse in Ost- und Westdeutschland, K&amp;O, Ulm; ja! Anarchismus. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert, Karin Kramer Verlag, Berlin<\/p>\n<p>Film: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7sYLU8Hznl4\">www.youtube.com\/watch?v=7sYLU8Hznl4<\/a><\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>14.15 &#8211; 16.00 Uhr (Clubraum 2): <b><br \/>\nAnti-Staatlichkeit heute<\/b><\/p>\n<p>In diesem Workshop soll es um 2 Fragekomplexe gehen:<\/p>\n<p><i>1. Wie hat sich das Verh\u00e4ltnis von Sozialen Bewegungen und Staat ver\u00e4ndert?<\/i> Sind die Sozialen Bewegungen heute weniger anarchistisch und nicht grunds\u00e4tzlich gegen den Staat? Wird noch daran &#8222;geglaubt&#8220;, dass sich Staatlichkeit \u00fcberwinden l\u00e4sst? Wie hat sich das politische Verst\u00e4ndnis der Sozialen Bewegungen selbst ver\u00e4ndert? Sind heutige Soziale Bewegungen st\u00e4rker auf den Staat bezogen, Stichwort NGOisierung? Werden alle Energien daf\u00fcr gebraucht, Abwehrk\u00e4mpfe zu f\u00fchren statt Schritte \u00fcber die bestehenden Verh\u00e4ltnisse hinaus machen zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><i>2. Ist die repressive Komponente zur\u00fcckgetreten gegen\u00fcber manipulativen Techniken?<\/i> Im politischen Bereich haben sich manipulative Techniken der Steuerung der \u00f6ffentlichen Meinung und des Managements von politischen Konflikten entwickelt. Sind diese Formen des Umgangs mit Protestbewegungen &#8222;gef\u00e4hrlicher&#8220; weil effektiver als repressive Ma\u00dfnahmen? Welche Mechanismen sind dort am Werk und wie und wor\u00fcber wirken sie? These: Stuttgart 21 war die Feuerprobe eines neuen Modells. Sie ist im Sinne der herrschenden Eliten ausgesprochen erfolgreich verlaufen. Gibt es Gegenmittel gegen diese Strategie? Was hat der Staat gelernt, wie m\u00fcssen die Soziale Bewegungen darauf reagieren?<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>16.15 &#8211; 17.45 Uhr (Aula): <b><br \/>\nEU-Fl\u00fcchtlingspolitik, Frauenrechte und Homophobie in Iran <\/b><\/p>\n<p>Die Autorin <b>Shaghayegh Zafari<\/b> lebte bis vor zwei Jahren in Iran. Sie engagierte sich f\u00fcr die Rechte von Frauen und Homosexuellen in ihrem Land. Nachdem sie selbst ins Visier des iranischen Regimes geriet und im Gef\u00e4ngnis sa\u00df, fl\u00fcchtete sie nach Deutschland. Siehe: Interview in GWR 369<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>16.15 &#8211; 17.45 Uhr (Clubraum 1): <b><br \/>\nPaul Wulf (1921 &#8211; 1999) &#8211; NS-Opfer, Antifaschist, Anarchist. <\/b><\/p>\n<p><b>Bernd Dr\u00fccke<\/b> (Freundeskreis Paul Wulf) erz\u00e4hlt die Geschichte seines Freundes, der 1938 von den Nazis als &#8222;Lebensunwerter&#8220; zwangssterilisiert und nach dem Zweiten Weltkrieg antifaschistischer Bewegungsaktivist und zur Stimme der 350.000 zwangssterilisierten NS-Opfer wurde. Thematisiert werden zudem das Projekt &#8222;M\u00fcnsters Geschichte von unten&#8220; und die erfolgreichen K\u00e4mpfe f\u00fcr den Erhalt der Paul Wulf-Skulptur und die Umbenennung des nach einem Naziarzt benannten J\u00f6ttenwegs in Paul Wulf-Weg.<\/p>\n<p>Exkursion zur Paul-Wulf-Skulptur (am Servatiiplatz\/Promenade): Sonntag, 15.30 Uhr.<\/p>\n<p>Buch: Freundeskreis Paul Wulf (Hg.): Lebensunwert? Paul Wulf und Paul Brune. NS-Psychiatrie, Zwangssterilisierung und Widerstand, Verlag Graswurzelrevolution 2007.<\/p>\n<p>Infos: <a href=\"http:\/\/www.uwz-archiv.de\">www.uwz-archiv.de<\/a><br \/>\nFilm: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zz4S5PslkLA\">www.youtube.com\/watch?v=zz4S5PslkLA<\/a><\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>16.15 &#8211; 17.45 Uhr (Clubraum 2): <b><br \/>\nGewaltfreie Aktionen, gewaltfreie Aufst\u00e4nde, gewaltlose Revolution. Konzeptionen und Strategien der Graswurzelrevolution<\/b><\/p>\n<p>Als die Graswurzelrevolution Anfang der 70er Jahre \u00fcber gemeinsame Ziele und Mittel diskutierte, war der Entwurf eines Manifests f\u00fcr gewaltlose Revolution, der in der War Resisters&#8216; International (WRI) entstanden war, eine wichtige Anregung unserer Programmatik, die uns von traditionellen PazifistInnen unterschied &#8211; ebenso wie von den neoleninistischen Gruppen, die aus der antiautorit\u00e4ren Bewegung hervorgegangen waren. Diese Konzepte waren auch Ergebnisse der Lernprozesse von PazifistInnen in den Bewegungen seit dem 2. Weltkrieg und besonders w\u00e4hrend des Vietnamkrieges. \u00c4hnlich waren schon in der Entstehungszeit der WRI nach dem Ersten Weltkrieg die Erfahrungen zusammengefasst worden: Es gen\u00fcgt nicht die milit\u00e4rische Gewalt, den Krieg isoliert zu bek\u00e4mpfen, seine gesellschaftlichen Wurzeln m\u00fcssen beseitigt werden, deshalb: Revolution.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich entdeckten wir schnell nicht nur in vielen Bewegungen der 60er Jahre gewaltlos-revolution\u00e4re Elemente, sondern wesentlich fr\u00fcher: Bei den anarchistischen und anarchosyndikalistischen TheoretikerInnen und Massenbewegungen, bei den von Tolstoi inspirierten Gruppen, aber sogar schon bei Etienne de la Boetie, bei den &#8222;Wiedert\u00e4ufern&#8220;, den englischen Diggers, den &#8222;b\u00f6hmischen Br\u00fcdern&#8220;, &#8230; &#8211; der unterdr\u00fcckte Strom der Zur\u00fcckweisung von Gewalt als Struktur wie als Handlung. Und es kamen neue Kritiken der Gewalt hinzu (Sexismus), alte wurden wieder wichtiger (Rassismus), wir lernten mit den sozialen Bewegungen. Aber diese Bewegungen sind immer voller Widerspr\u00fcche, oft reproduzieren sie auch unterdr\u00fcckerische und scheinbar &#8222;effektive&#8220; Praktiken, etablieren sich und bleiben Teil der urspr\u00fcnglich abgelehnten Strukturen.<\/p>\n<p>Deshalb propagieren wir seitdem Formen des Widerstands und der Revolte, die das Ziel der Herrschaftslosigkeit schon in den Mitteln vorwegnehmen, die den B\u00fcrgerkrieg und milit\u00e4risch-hierarchische Formen vermeiden, eine solidarisch-befreiende Praxis entwickeln wollen &#8211; auf Massenebene. Dabei spielt immer die Neutralisierung und Schw\u00e4chung und Ent-Legitimierung der herrschenden Gewalt und ihrer Organe die entscheidende Rolle, also der Antimilitarismus. Erfahrungen mit gewaltlosen Massenbewegungen und Aufst\u00e4nden hat es nach den international beachteten Durchbr\u00fcchen der Machtentfaltung ohne Gewalt in Indiens Kampf gegen den britischen Kolonialismus (Gandhi, nicht allein!) und der amerikanischen B\u00fcrgerrechtsbewegung noch sehr viele gegeben. Das Arsenal der zivilen Widerstandsformen und der Erfahrungen mit zivilem Ungehorsam ist seitdem in vielen neuen sozialen Bewegungen und K\u00e4mpfen gegen Diktaturen enorm erweitert worden. Und doch sind unsere Hoffnungen auf das, was wir f\u00fcr den Kern halten: Dass nicht nur die Regierungen ausgewechselt und die Formen von Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung &#8222;verbessert&#8220; werden, sondern eine neue Gesellschaft entsteht, oft entt\u00e4uscht worden. Es ist Zeit f\u00fcr einen kritischen Blick zur\u00fcck und die Frage: Wo stehen wir jetzt? Wie haben sich gesellschaftliche Strukturen und Ausgangsbedingungen der Protest- und Widerstandsbewegungen ver\u00e4ndert? Welche Krisen und Zuspitzungen von Konflikten sind in der n\u00e4chsten Zukunft zu erwarten? Was k\u00f6nnen und m\u00fcssen wir tun?<\/p>\n<p>Buch: Johan Bauer: Ein weltweiter Aufbruch!, Verlag Graswurzelrevolution 2010<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>18.00 &#8211; 19.30 Uhr (Aula): <b><br \/>\nKontroversen in der Friedensbewegung<\/b><\/p>\n<p>Die Friedensbewegung ist gegen den Krieg &#8211; dar\u00fcber ist sie sich einig! Was dem Frieden jedoch schadet bzw. n\u00fctzt, dar\u00fcber gehen die Vorstellungen teils extrem auseinander. Vor diesem Hintergrund scheinen in j\u00fcngster Zeit Anzahl und Sch\u00e4rfe der Konflikte innerhalb der Friedensbewegung zugenommen zu haben (vgl. GWR 369). Der Vortrag soll deshalb einen \u00dcberblick \u00fcber einige der wesentlichen Debatten und die in diesem Zusammenhang von der T\u00fcbinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) vertretenen Positionen geben. Referent: J\u00fcrgen Wagner (IMI).<\/p>\n<p>Infos: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\">www.imi-online.de<\/a><\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>18.00 &#8211; 19.30 Uhr (Clubraum 1): <b><br \/>\n\u00c4gyptischer Fr\u00fchling. Zwischen Revolution und Milit\u00e4rherrschaft. Veranstaltung mit dem ersten \u00e4gyptischen Kriegsdienstverweigerer Maikel Nabil Sanad<\/b><\/p>\n<p>Durch weitgehend gewaltfreie Massenproteste wurde 2011 der \u00e4gyptische Pr\u00e4sident Mubarak entmachtet. Es ist offen, wie das neue \u00c4gypten aussehen wird. Um eine Einsch\u00e4tzung dar\u00fcber zu erhalten, haben wir Maikel Sanad eingeladen. Er wird mit seinen kritischen Positionen zum Milit\u00e4r, den Aktivit\u00e4ten in der Demokratiebewegung und seiner Arbeit zu KDV und Menschenrechten ein differenziertes Bild \u00fcber die Lage in \u00c4gypten liefern. Maikel kritisierte als KDVer die Rolle des \u00e4gyptischen Milit\u00e4rs w\u00e4hrend und nach der Revolution und berichtete auf seinem Blog \u00fcber vom Milit\u00e4r ver\u00fcbte Menschenrechtsverletzungen. Er wurde daraufhin zu zwei Jahren Haft verurteilt. Nach einer internationalen Kampagne wurde er 2012 vorzeitig begnadigt. Tr\u00e4ger der Veranstaltung: GWR, DFG-VK M\u00fcnster, BSV, Connection e.V.<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>19.30 &#8211; 20.30 Uhr (Clubraum 2) <b><br \/>\nDer Buchverlag Graswurzelrevolution stellt sich vor<\/b><\/p>\n<p>Seit 1998 machen wir als Arbeitsgruppe innerhalb des GWR-HerausgeberInnenkreises auch B\u00fccher, B\u00fcchertische bzw. Verlagsst\u00e4nde auf Buchmessen. Wir organisieren Rundreisen mit Buchvorstellungen unserer AutorInnen. In einer lockeren Arbeitsgruppe wollen wir uns mit euch austauschen.<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>Abendessen<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>Ab 20.45 Uhr (Aula): <b><br \/>\nKonzert<\/b> mit <b>Pit Budde<\/b> (Ex-Cochise und Songwriter)<\/p>\n<p>Die Folkrockformation <b>Cochise<\/b> war bis zu ihrer Aufl\u00f6sung Ende der 1980er Jahre eine herausragende Band der Alternativ-Bewegung.<\/p>\n<p>Infos: <a title=\"\u201cWirklich filmreif, die Geschichte\u201d\" href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2003\/04\/wirklich-filmreif-die-geschichte\/\">&#8222;Wirklich filmreif, die Geschichte&#8220; (GWR 278)<\/a><\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<h3>Sonntag, 9. September<\/h3>\n<p>10.00 &#8211; 12.00 Uhr (Aula): <b><br \/>\nWolf-Dieter Narr<\/b>: &#8222;<b>&#8218;Anarchie ist machbar, Frau Nachbar!&#8216; <\/b><\/p>\n<p>Veranstaltung mit Wolf-Dieter Narr,<\/p>\n<p>&#8222;Zum laborierenden Laboratorium anarchischer Umgangs- und Organisationsformen inmitten negativer Herrschaftsdialektik heute&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Anarchie ist machbar, Frau Nachbar!&#8220; war ein oft zu lesender Leitspruch der &#8222;Instandbesetzerbewegung&#8220; der 70er Jahre, Anfang der 80er Jahre in West-Berlin. Sie gab es und gibt es auch in anderen St\u00e4dten und L\u00e4ndern. Sie d\u00fcmpelt punktuell in Form besetzter H\u00e4uer und meist bald wieder polizeilich zerst\u00f6rten &#8222;Wagenburgen&#8220; dahin. Auch Occupy, eher globallokal, seit 2011 ff. bildet Muster davon nach, angefangen vom Namen selbst. Ich will an diese immer wieder erscheinende, meist weithin eher untergr\u00fcndige Bewegung erinnern. Meine Assoziation soll auf folgende Aspekte aufmerksam machen. Zum einen: soll auf anarchische Motive und sich spontan bildende Knoten aufmerksam gemacht werden. Anarchie ist potentiell und aktuell immer da. Zum anderen soll erkenntlich werden, wie randst\u00e4ndig nicht die Motive, jedoch die Aktivit\u00e4ten bleiben. Sie kommen und verschwinden und kommen wieder.<\/p>\n<p>Die Schl\u00fcsselfrage lautet nicht prim\u00e4r: wie lassen sich gegebene herrschaftliche Formen unterwandern, lockern, Nischen finden, anarchische Flechten bilden u. \u00e4. m.? Das auch. Sie lautet: sind anarchische Formen denkbar, und zwar hier und heute und im vorhersehbaren Morgen, an der sich potentiell alle Menschen orientieren k\u00f6nnen? Unterstellt wird im Sinne einer anthropologischen Pr\u00e4misse, dass die radikale Erf\u00fcllung der Menschenrechte nur unter Bedingungen der Herrschaftsfreiheit m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p>Siehe <a title=\"\u201cMenschenrechtliche Arbeit, die nicht in der Luft schwebt\u201d\" href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2012\/09\/menschenrechtliche-arbeit-die-nicht-in-der-luft-schwebt\/\">Interview mit WD Narr in dieser GWR<\/a><\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>10.00 &#8211; 12.00 Uhr (Clubraum 1): <b><br \/>\nPerspektiven und neue Aufgaben der Anti-Atom- und \u00d6kologiebewegung. Die Aktualit\u00e4t von Wachstums- und Produktivit\u00e4tskritik anhand von Michael Seidmans Thesen in: &#8222;Gegen die Arbeit&#8220;<\/b><\/p>\n<p>Die Anti-Atom-Bewegung hat ma\u00dfgeblich den Beschluss zur sog. &#8222;Atomwende&#8220; erzwungen. Bestimmte Atomanlagen sowie der Technologieexport wurden jedoch von vorneherein ausgeklammert und die tats\u00e4chliche Durchf\u00fchrung einer &#8222;Energiewende&#8220; wird bewusst verschleppt. Versuchsballons zum Kippen bzw. zur erneuten Verl\u00e4ngerung der Laufzeiten werden von Seiten der Industrie bereits gestartet. V\u00f6llig unhinterfragt bleibt bei allem jedoch das Niveau industrieller Produktivit\u00e4t, auf dem diese Energiewende stattfinden soll &#8211; symbolisiert durch die Pl\u00e4ne, 4000 km Hochspannungstrassen von der Nordsee bis nach S\u00fcddeutschland zu bauen. Die kapitalstisch-industrielle Wachstumspropaganda bleibt ungebrochen. Die Anti-Atom-Bewegung muss perspektivisch ein Bewusstsein daf\u00fcr aufbauen, dass Negativwachstum und Produktionsr\u00fcckgang nicht Katastrophenszenarien, sondern erstrebenswerte Utopien in den Metropolen im Rahmen einer \u00f6kosozialistischen Utopie sind.<\/p>\n<p>Michael Seidman hat mit seinem Buch &#8222;Gegen die Arbeit&#8220; eine antiproduktivistische Geschichtsschreibung begonnen. Der Widerstand der ArbeiterInnen Frankreichs und Spaniens in sozialrevolution\u00e4ren Umbruchsphasen 1936-38 wird von ihm als historisch erste \u00d6kologiebewegung interpretiert. Die Formen des Widerstands bilden das, was gewaltfreie AnarchistInnen &#8222;materialistische Gewaltlosigkeit&#8220; genannt haben; was dann in den Siebzigerjahren die Grundlage der Technologiekritik der Anti-Atom-Bewegung gewesen ist (mit Theoretikern wie Mumford, Illich, Jungk) oder von Betriebsexperimenten wie Lucas Aerospace und LIP &#8211; und was heute in Theorien der Antiglobalisierungsbewegung diskutiert wird wie etwa in John Holloways &#8222;Die Welt ver\u00e4ndern, ohne die Macht zu \u00fcbernehmen&#8220;.<\/p>\n<p>Referent: <b>Lou Marin<\/b>.<\/p>\n<p>Buch: Michael Seidman: Gegen die Arbeit, Verlag Graswurzelrevolution 2011<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>10.00 &#8211; 11.30 Uhr (Clubraum 2): <b><br \/>\nLebensunwert. Paul Brune. NS-Psychiatrie und ihre Folgen<\/b><\/p>\n<p>Der Dokumentarfilm von <b>Monika Nolte<\/b> und <b>Robert Krieg<\/b> zeichnet an einem biographischen Beispiel in ersch\u00fctternder Eindringlichkeit die Geschichte der NS-Psychiatrie nach, aber auch deren dunkle Kontinuit\u00e4ten bis in die Gegenwart hinein. Filmpr\u00e4sentation und Diskussion mit den FilmemacherInnen Robert Krieg und Monika Nolte aus K\u00f6ln.<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>10.00 &#8211; 12.00 Uhr (Clubraum 3): <b><br \/>\nDie Jugendzeitung utopia &#8211; Vergangenheit und Zukunft<\/b><\/p>\n<p>112 Seiten im Berliner-Zeitungsformat, 21 Ausgaben, vier Jahre Jugendzeitung utopia von 2007 bis Ende 2011. Dann wurde das Projekt vorl\u00e4ufig eingestellt &#8211; nicht weil es keinen Erfolg hatte, sondern weil die Redaktion schlicht zu klein war und zu wenig Zeit f\u00fcr die ehrenamtliche utopia-Produktion hatte. Gen\u00fcgend engagierte Leute zu finden war aber nicht das einzige Problem der utopia &#8211; es gab viele H\u00f6hen und Tiefen. Im Vortrag wird die Geschichte der gewaltfrei-anarchistischen Jugendzeitung utopia aus erster Hand nachgezeichnet &#8211; von der Gr\u00fcndung \u00fcber die Arbeitsweise der Redaktion bis zum vorl\u00e4ufigen Ende der Zeitung. Anschlie\u00dfend kann \u00fcber das Zeitungsprojekt diskutiert werden. Wenn sich gen\u00fcgend Interessierte finden soll auch \u00fcber einen Neustart der Jugendzeitung nachgedacht werden &#8211; utopia\u00b2, vielleicht wird es das schon kurz nach dem Graswurzelfest geben!<\/p>\n<p><b>Michael Schulze von Gla\u00dfer<\/b> (*1986) war von der ersten bis zur vorl\u00e4ufig letzten utopia-Ausgabe in der Redaktion aktiv und ist als freier Journalist und Fotograf unterwegs.<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>Mittagspause<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>14.00 Uhr: <b><br \/>\nVon Chefteddys und Anarchie: Anarcho-Poetry von und mit Ralf Burnicki<\/b><\/p>\n<p>Dass Poesie und Politik sich nicht ausschlie\u00dfen, sondern zwei Seiten eines wachen Bewusstseins sind, dies hat der Anarcho-Poet Ralf Burnicki bundesweit auf zahlreichen B\u00fchnen aufgezeigt. Seit nunmehr 20 Jahren bereichert seine Poetry den anarchistischen Medienwald (siehe auch SYNDIKAL 2012 und Direkte Aktion Nr. 211). Das Motto lautet: Hoch lebe sie &#8211; die Anarchie! Und so ist es ihm eine besondere Freude, das 40. Jubil\u00e4um der Graswurzelrevolution mit einigen poetischen Highlights mitzufeiern. Ralf Burnicki liest &#8222;Anarchie braucht keine Hosentr\u00e4ger&#8220; (Hymne auf die Anarchie), &#8222;Countdown&#8220; und &#8222;Der Chefteddy&#8220;. Die Zuh\u00f6rerInnen erwartet eine literarische Mischung, die keine Langeweile aufkommen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><i>Textauszug aus &#8222;Der Chefteddy&#8220;: <\/i><\/p>\n<p>&#8222;In Ermangelung von Zuneigung verliebte er sich in sein Spiegelbild und kratzte sich versehentlich einige Erinnerungen auf, was ihn zwar kleiner, jedoch nicht bescheidener werden lie\u00df. Prompt gr\u00fcndete er einen Club der Besserwisser, nur blieben Mitglieder aus, da er alles am besten zu wissen glaubte. Weil die Zeit reif war und die Pubert\u00e4t neue Temperaturschwankungen anlieferte, befahl der Teddy eines Tages s\u00e4mtlichen Baukl\u00f6tzen sich zum Papsttum zu bekennen und ihm stets zu gehorchen&#8220;<i> (Das ging nicht gut&#8230;)<\/i>.<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>14.30 Uhr (Aula): Abschlussplenum, Aufr\u00e4umen<\/p>\n<div style=\"border-top: dotted 1px #000000; font-size: 1px; height: 3px;\"><\/div>\n<p>Im Anschluss, f\u00fcr alle, die noch Lust haben:<\/p>\n<p>15.00 Uhr: <b><br \/>\nExkursion zur Paul-Wulf-Skulptur<\/b> (am Servatiiplatz\/Promenade).<\/p>\n<p>Vortrag von <b>Bernd Dr\u00fccke<\/b>, der als Mitglied des UWZ-Archiv e.V. mit der K\u00fcnstlerin Silke Wagner f\u00fcr die <i>skulptur projekte m\u00fcnster 07 <\/i>das Projekt <i>M\u00fcnsters Geschichte von unten<\/i> (www.uwz-archiv.de) entwickelt hat. Anschlie\u00dfend: <b>&#8222;Pizza, Pasta, Kunst&#8220;<\/b>-Aktion des <b>K\u00fcnstlerduos Jaepas<\/b> gegen die von Reaktion\u00e4ren betriebene R\u00fcckumbenennung des M\u00fcnsteraner &#8222;Schlossplatzes&#8220; in &#8222;Hindenburgplatz&#8220;. Infos: www.jaepas.de<\/p>\n<h3>Allgemeines zur GWR-Konferenz<\/h3>\n<p>Eintrittspreise: 15 Euro (sozial), 25 Euro (normal), 30 Euro (Soli-Jubil\u00e4umspreis) oder mehr, Einzelveranstaltung: je 3 Euro, Konzert: je 5 Euro.<\/p>\n<p>Es gibt eine Schlafplatzb\u00f6rse, eine Kinderbetreuung (in der hausinternen Kita) und veganes Essen. Damit wir absch\u00e4tzen k\u00f6nnen, wie viele Leute zum Fest kommen, meldet Euch bitte an bei: GWR-Redaktion, Breul 43, 48143 M\u00fcnster. Tel.: 0251\/48290-57, Fax: -32, redaktion@graswurzel.net<\/p>\n<p>GWR-Kongress-Plakate k\u00f6nnt Ihr bestellen bei: GWR-Vertrieb, Birkenhecker Str. 11, 53947 Nettersheim, <a href=\"mailto:abo@graswurzel.net\">abo@graswurzel.net<\/a><\/p>\n<p>Der Kongress wird gef\u00f6rdert durch die Bertha von Suttner Stiftung. Herzlichen Dank.<\/p>\n<p>Mehr Infos: <a href=\"\/\">www.graswurzel.net<\/a> und GWR 370<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das aktualisierte Programm Findus, Andi Wolff, Daniel Daemgen und Robert Krieg: Comicausstellung ab dem 5. September 2012 40 Jahre Graswurzelrevolution hei\u00dft auch 40 Jahre politische Karikatur mit libert\u00e4rem Anstrich. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wird die Graswurzelrevolution nicht zuletzt auch durch die beiden Comiczeichner Andi Wolff und Findus zeichnerisch gepr\u00e4gt. 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