{"id":11997,"date":"2001-06-11T00:00:00","date_gmt":"2001-06-10T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=11997"},"modified":"2022-07-26T14:16:54","modified_gmt":"2022-07-26T12:16:54","slug":"anarchistisches-sommercamp-2001","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2001\/06\/anarchistisches-sommercamp-2001\/","title":{"rendered":"anarchistisches sommercamp 2001"},"content":{"rendered":"<p>nachdem das anarchistische sommercamp im letzten jahr ausgefallen                 ist, wird es in diesem jahr auf jeden fall stattfinden. eigentlich                 hatten wir nach einem platz in der n&auml;he von bremen gesucht,                 aber nun steht fest, da&szlig; das diesj&auml;hrige a-camp auf                 den wiesen um die burg lutter zu hause sein wird. denn erstens                 haben wir in bremen keinen geeigneten platz gefunden und zweitens                 bietet die anarchistische kommune n&ouml;rdlich vom Harz die besten                 m&ouml;glichkeiten. au&szlig;erdem k&ouml;nnen wir mit dem a-camp                 dieses projekt unterst&uuml;tzen, das konsequent versucht, in                 einer herrschaftsfreien gemeinschaft dauerhaft nach anarchistischen                 gesichtspunkten zu leben.<\/p>\n<h3>herrschaftsfreiheit ausprobieren<\/h3>\n<p>auf den bisherigen a-camps hat sich gezeigt, da&szlig; es wichtig                 ist, einen ort zu schaffen, an dem sich jedes jahr menschen treffen                 und wiedertreffen, um die m&ouml;glichkeit zu nutzen, anarchistische                 theorie und praxis miteinander zu verbinden und zusammen einen                 spa&szlig;igen urlaub zu verbringen. uns ist klar, da&szlig; ein                 zeitlich begrenztes camp einem r&uuml;ckzug auf eine insel gleicht.                 doch schaffen wir uns gerade dadurch einen freiraum jenseits der                 allt&auml;glichen gesellschaftlichen normalit&auml;t, der es uns                 erm&ouml;glicht, unsere ideen vom herrschaftsfreien zusammenleben                 umzusetzen und anhand der praxis weiterzuentwickeln. als grundkonsens                 setzen wir voraus, da&szlig; herrschaftsfreiheit mit sexistischen                 und patriarchalen verhaltensweisen nicht vereinbar ist. &uuml;berhaupt                 sind diskriminierungen aller art nicht zu dulden und es mu&szlig;                 auf dem camp immer zeit sein, sich damit auseinanderzusetzen.                 das sollte nat&uuml;rlich nicht nur f&uuml;r das camp gelten,                 sondern auch und vor allem im alltag.<\/p>\n<h3>selbstorganisierte vielfalt<\/h3>\n<p>wie in den letzten jahren soll es eine reihe von workshops geben.                 der gro&szlig;teil dieser inhalte wird von den teilnehmerInnen                 des camps vorbereitet. wir als vorbereitungsgruppe tragen lediglich                 die angek&uuml;ndigten workshops zusammen und versuchen, einige                 leute und gruppen anzusprechen.<\/p>\n<p>bisher gibt es aber schon viele ank&uuml;ndigungen und noch mehr                 ideen.<\/p>\n<p>so wird es vorraussichtlich einf&uuml;hrende workshops geben,                 die sich mit den grundlagen des anarchismus besch&auml;ftigen.                 auch diverse anarchistische str&ouml;mungen werden vertreten sein                 und verschiedene ans&auml;tze vorstellen und diskutieren. au&szlig;erdem                 rechnen wir mit workshops zu verschieden anderen themen: veganismus                 und tierbefreiung, arbeit, leben in einer kommune (gemeinsame                 &ouml;konomie), p&auml;dagogik\/antip&auml;dagogik (jungen- und                 m&auml;dchenarbeit)&#8230;<\/p>\n<p>auch einige praktische workshops stehen bisher fest, vom baumklettern,                 siebdruck, zeitung oder radio machen bis strassentheater.<\/p>\n<p>die gewohnte vielfalt des a-camps ensteht aber erst, wenn diejenigen,                 die zuhause sowieso zu irgendeinem thema praktisch oder theoretisch                 arbeiten, einen workshop vorbereiten und anbieten. wir als vorbereitungsgruppe                 werden uns nur wenig darum k&uuml;mmern k&ouml;nnen, da&szlig;                 ein reichhaltiges und vielf&auml;ltiges workshop-programm entsteht.<\/p>\n<p>das gilt in &auml;hnlicher weise f&uuml;r die gemeinsame organisation                 des camps. wir werden zwar die vorbereitung gemeinsam mit anderen                 gruppen &uuml;bernehmen, aber ohne leute, die das camp auf- und                 abbauen, essen besorgen, kochen usw geht nat&uuml;rlich gar nichts.                 die vorbereitungsgruppe wird es mit beginn des camps in der form                 nicht mehr geben.<\/p>\n<p>auf jeden fall soll es ein m&ouml;glichst reichhaltiges kultur-                 (oder gegen-kultur-?)-programm geben. wenn ihr musik machen, kabarett-                 oder theaterst&uuml;cke auff&uuml;hren oder sonstwie das abendprogramm                 f&uuml;llen wollt, meldet euch bitte bei uns.<\/p>\n<p>auch wenn ihr euch zutraut, als sanis kleinere und gr&ouml;&szlig;ere                 wehwehchen zu behandeln oder ihr irgendeine sanit&auml;ts-ausbildung                 habt &#8211; meldet euch bei uns, denn wir brauchen unbedingt noch camp-sanis                 f&uuml;r notf&auml;lle.<\/p>\n<h3>vernetzung mit anderen k&auml;mpfen<\/h3>\n<p>das a-camp bietet also die seltene m&ouml;glichkeit, zu &uuml;berlegen                 und auszuprobieren, wie wir eigentlich leben wollen. jenseits                 vom allt&auml;glichen kampf gegen autorit&auml;ten, sexistische                 oder rechte anmache und andere in dieser gesellschaft selbstverst&auml;ndliche                 widerw&auml;rtigkeiten. um aber auch den widerstand gegen herrschaft                 und unterdr&uuml;ckung &uuml;berall in der welt weiterzuf&uuml;hren                 und mit den inhalten des a-camps zu verkn&uuml;pfen, sollten wir                 versuchen, das camp mit konkreten politischen auseinandersetzungen                 zu vernetzen. deshalb w&auml;re es zum beispiel gut, wenn es leute                 gibt, die an den aktionen gegen den g8-gipfel in genua teilgenommen                 haben und auf dem camp von ihren erfahrungen berichten und konsequenzen                 diskutieren wollen.<\/p>\n<p>da au&szlig;erdem einige menschen vom a-camp direkt zum antirassistischen                 grenzcamp in frankfurt (29.7-5.8.2001) fahren, wird es die m&ouml;glichkeit                 geben, spezielle inhalte zu diskutieren und gemeinsame aktionen                 vorzubereiten&#8230;.<\/p>\n<p>auch die weltklimakonferenz in bonn die fast gleichzeitig zum                 a-camp stattfindet, verlieren wir nicht aus den augen. immerhin                 wollen sie uns da sogar die luft die wir atmen verkaufen. einen                 mangel an aktionsm&ouml;glichkeiten gibt&#8217;s diesen sommer jedenfalls                 nicht.<\/p>\n<h3>der turm mit dem schwarzen stern<\/h3>\n<p>nachdem das letzte a-camp auf dem gel&auml;nde der ehemals besetzten                 ziegelei zytanien stattfand, stellt in diesem jahr die burg lutter                 ihre wiesen zur verf&uuml;gung. in der mittelalterlichen burg                 lebt seit 1980 eine gruppe von menschen, die sich &#8222;ohne herrschaftsstrukturen                 und nach anarchistischen gesichtspunkten mit unterschiedlichen                 vorraussetzungen, tr&auml;umen und lebenserfahrungen gegenseitig                 f&ouml;rdern und unterst&uuml;tzen&#8220; wollen. die gemeinsame kasse                 dieser kommune lebt von einem infoladen, mehreren kollektivbetrieben                 wie tischlerei, zimmerei, backstube, siebdruckwerkstatt und einem                 tagungshaus.<\/p>\n<p>leider k&ouml;nnen auf diesem gel&auml;nde keine hunde rumlaufen!<\/p>\n<h3>jetzt anmelden<\/h3>\n<p>auf dem camp-gel&auml;nde gibt es nat&uuml;rlich nur begrenzten                 platz. deshalb brauchen wir unbedingt eine anmeldung von euch,                 wenn ihr teilnehmen wollt. wenn ihr euch angemeldet habt, werden                 wir euch regelm&auml;&szlig;ig mit wichtigen informationen versorgen.                 das camp wird mit &ouml;ffentlichen verkehrsmitteln erreichbar                 sein.<\/p>\n<p>es wird wieder einen kleinen unkostenbeitrag f&uuml;r platzmiete,                 material, lebensmittel usw. geben. wenn alle teilnehmerInnen 10                 bis 20 mark pro tag bezahlen, k&ouml;nnen die kosten f&uuml;r                 das camp gedeckt werden. au&szlig;erdem unterst&uuml;tzen wir                 dann die lutter-kommune und k&ouml;nnen der vorbereitungsgruppe                 f&uuml;r das a-camp 2002 die vorbereitungskohle weitergeben. da                 aber einige leute kaum geld bezahlen k&ouml;nnen, sollten z.b.                 verdienende menschen nach selbsteinsch&auml;tzung ruhig solim&auml;&szlig;ig                 tiefer in die tasche greifen. wenn ihr absolut gar keine kohle                 habt, meldet euch bei uns.<\/p>\n<p>bis bald auf dem a-camp&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>nachdem das anarchistische sommercamp im letzten jahr ausgefallen ist, wird es in diesem jahr auf jeden fall stattfinden. eigentlich hatten wir nach einem platz in der n&auml;he von bremen gesucht, aber nun steht fest, da&szlig; 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