{"id":11999,"date":"2003-06-14T00:00:47","date_gmt":"2003-06-13T22:00:47","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=11999"},"modified":"2022-07-26T14:15:12","modified_gmt":"2022-07-26T12:15:12","slug":"anarchistisches-sommercamp-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2003\/06\/anarchistisches-sommercamp-2003\/","title":{"rendered":"Anarchistisches Sommercamp 2003"},"content":{"rendered":"<h3>auch zum veflixten 7. mal ein treff f\u00fcr anarchistInnen<\/h3>\n<p>langsam scheint sich das a-camp auf einen rythmus von zwei jahren einzustellen nachdem das a-camp auch im letzten jahr ausgefallen ist. das camp wird wieder auf den wiesen um die burg lutter stattfinden, wie vor zwei jahren. erstens war das letzte a-camp hier ein erfolg und und zweitens bietet die anarchistische kommune n\u00f6rdlich vom Harz sehr gute m\u00f6glichkeiten, die uns die organisation sehr vereinfachen. au\u00dferdem k\u00f6nnen wir mit dem a-camp dieses projekt unterst\u00fctzen, das konsequent versucht, in einer herrschaftsfreien gemeinschaft dauerhaft nach anarchistischen gesichtspunkten zu leben.<\/p>\n<h3>herrschaftsfreiheit ausprobieren<\/h3>\n<p>auf den bisherigen a-camps hat sich gezeigt, da\u00df es wichtig ist, einen ort zu schaffen, an dem sich jedes jahr menschen treffen und wiedertreffen, um die m\u00f6glichkeit zu nutzen, anarchistische theorie und praxis miteinander zu verbinden und zusammen einen spa\u00dfigen urlaub zu verbringen. uns ist klar, da\u00df ein zeitlich begrenztes camp einem r\u00fcckzug auf eine insel gleicht. doch schaffen wir uns gerade dadurch einen freiraum jenseits der allt\u00e4glichen gesellschaftlichen normalit\u00e4t, der es uns erm\u00f6glicht, unsere ideen vom herrschaftsfreien zusammenleben umzusetzen und anhand der praxis weiterzuentwickeln. als grundkonsens setzen wir voraus, da\u00df herrschaftsfreiheit mit sexistischen, rassistischen und patriarchalen verhaltensweisen nicht vereinbar ist. \u00fcberhaupt sind diskriminierungen aller art nicht zu dulden und leute, die hier anderer meinung sind, haben auf dem camp nichts verloren. aber auch linke sind in dieser gesellschaft sozialisiert. im fall von \u00fcbergriffen werden t\u00e4terInnen vom platz fliegen. wir gehen davon aus das alle auf dem camp sich aktiv einmischen, wenn sie solches verhalten wahrnehmen, und das alle zusammen daf\u00fcr sorgen, da\u00df hier ein soweit m\u00f6glich herrschaftsfreier raum ensteht. grunds\u00e4tzlich mu\u00df auf dem camp immer zeit sein, sich mit herrschaftsverh\u00e4ltnissen und ihren auswirkungen auseinanderzusetzen. das sollte nat\u00fcrlich nicht nur f\u00fcr das camp gelten, sondern auch und vor allem im alltag.<\/p>\n<p>wir als organisationsgruppe verstehen uns selbst nur als teil des camps und letztendlich h\u00e4ngt von allen teilnehmerInnen ab was funktioniert, spa\u00df macht, wie weit wir unsere utopien umsetzen.<\/p>\n<h3>selbstorganisierte vielfalt<\/h3>\n<p>wie in den letzten jahren soll es eine reihe von workshops geben. der gro\u00dfteil dieser inhalte wird von den teilnehmerInnen des camps vorbereitet. wir als vorbereitungsgruppe tragen lediglich die angek\u00fcndigten workshops zusammen und versuchen, einige leute und gruppen anzusprechen. falls ihr ideen habt f\u00fcr etwas, was ihr organisieren wollt, meldet euch bei uns. wir hoffen, das es einf\u00fchrende workshops geben wird, die sich mit den grundlagen des anarchismus besch\u00e4ftigen, und auch diverse anarchistische str\u00f6mungen vertreten sein werden und verschiedene ans\u00e4tze vorstellen und diskutieren werden. au\u00dferdem hoffen wir auf weitere workshops zu verschiedenen anderen themen: antimilitarismus, arbeit, leben in einer kommune (gemeinsame \u00f6konomie), p\u00e4dagogik\/antip\u00e4dagogik &#8230; vielleicht auch auf einige praktische workshops, vom baumklettern, siebdruck, zeitung oder radio machen bis strassentheater. auch die anarchie der geschlechter, also themen wie antisexismus, intersexualit\u00e4t, kritik der rzb (romantischen zweierbeziehung) usw. sollten nicht zu kurz kommen. letztendlich h\u00e4ngt dies aber davon ab, was ihr macht und vorbereitet, also meldet euch zahlreich mit dingen, die ihr machen wollt. die gewohnte vielfalt des a-camps ensteht erst, wenn diejenigen, die zuhause sowieso zu irgendeinem thema praktisch oder theoretisch arbeiten, einen workshop vorbereiten und anbieten. wir als vorbereitungsgruppe werden uns nur wenig darum k\u00fcmmern k\u00f6nnen, da\u00df ein reichhaltiges und vielf\u00e4ltiges workshop-programm entsteht.<\/p>\n<p>das gilt in \u00e4hnlicher weise f\u00fcr die gemeinsame organisation des camps. wir werden zwar die vorbereitung gemeinsam mit anderen gruppen \u00fcbernehmen, aber ohne leute, die das camp auf- und abbauen, essen besorgen, kochen usw geht nat\u00fcrlich gar nichts. die vorbereitungsgruppe wird es mit beginn des camps in der form nicht mehr geben.<br \/>\nauf jeden fall soll es ein m\u00f6glichst reichhaltiges kultur- (oder gegen-kultur-?)-programm geben. wenn ihr musik machen, kabarett- oder theaterst\u00fccke auff\u00fchren oder das abendprogramm f\u00fcllen wollt, meldet euch bitte bei uns. auch gute videos k\u00f6nnt ihr gerne mitbringen. auf dem gel\u00e4de ist auch platz f\u00fcr spiel und tanz, bringt einfach b\u00e4lle usw. mit.<br \/>\nauch wenn ihr euch zutraut, als sanis kleinere und gr\u00f6\u00dfere wehwehchen zu behandeln oder ihr irgendeine sanit\u00e4ts-ausbildung habt &#8211; meldet euch bei uns, denn wir brauchen unbedingt noch camp-sanis f\u00fcr notf\u00e4lle.<\/p>\n<p>auch eine reihe weiterer organisatorischer probleme sind noch zu l\u00f6sen, genauere infos bekommt ihr unter den unten angegebenen kontackten.<\/p>\n<h3>vernetzung mit anderen k\u00e4mpfen<\/h3>\n<p>das a-camp soll m\u00f6glichkeit bieten, zu \u00fcberlegen und auszuprobieren, wie wir eigentlich leben wollen. jenseits vom allt\u00e4glichen kampf gegen autorit\u00e4ten, sexistischer oder rechter anmache und anderen in dieser gesellschaft selbstverst\u00e4ndlichen widerw\u00e4rtigkeiten aber auch in der \u00fcberwindung dieser herrschaftsverh\u00e4ltnisse in unserer eigenen lebenspraxis. um aber auch den widerstand gegen herrschaft und unterdr\u00fcckung \u00fcberall in der welt weiterzuf\u00fchren und mit den inhalten des a-camps zu verkn\u00fcpfen, sollten wir versuchen, das camp mit konkreten politischen auseinandersetzungen zu vernetzen. deshalb w\u00e4re es zum beispiel gut, wenn es leute gibt, die in den antiatomaktionen beteiligt sind und auf dem camp aktuelle entwicklungen und planungen darstellen k\u00f6nnen. auch wird das thema antimilitarismus und der kampf gegen deutschland im krieg wohl leider bis dahin nicht beendet sein. gut w\u00e4ren auch kontackte zum antirassistischen grenzcamp, usw. &#8230; .aber auch dies liegt an euch.<\/p>\n<p>toll w\u00e4re auch, wenn leute aus anderen l\u00e4ndern vorbeikommen w\u00fcrden, falls ihr also da kontackte habt, &#8230;<\/p>\n<h3>der turm mit dem schwarzen stern<\/h3>\n<p>wie im letzten jahr stellt auch in diesem jahr die burg lutter ihre wiesen f\u00fcr das camp zur verf\u00fcgung. in der mittelalterlichen burg lebt seit 1980 eine gruppe von menschen, die sich &#8222;ohne herrschaftsstrukturen und nach anarchistischen gesichtspunkten mit unterschiedlichen vorraussetzungen, tr\u00e4umen und lebenserfahrungen gegenseitig f\u00f6rdern und unterst\u00fctzen&#8220; wollen. die gemeinsame \u00f6konomie dieser kommune lebt von den arbeitsbereichen: tischlerei, garten &amp; tiere, backstube, tagungshaus, lebensmittelherstellung, textildruckwerkstatt, kochen, infoladen, kunst &amp; kultur und kinderbetreuung.<\/p>\n<p>leider k\u00f6nnen auf diesem gel\u00e4nde keine hunde rumlaufen! bitte beachtet dies und la\u00dft eure hunde zu hause, nehmt r\u00fccksicht auf die hier lebenden und freirumlaufenden tiere, wie h\u00fchner und schweine usw.. genaueres \u00fcber das projekt erfahrt ihr unter <a href=\"http:\/\/www.burg-lutter.de\">www.burg-lutter.de<\/a>.<\/p>\n<h3>jetzt anmelden<\/h3>\n<p>auf dem camp-gel\u00e4nde gibt es nat\u00fcrlich nur begrenzten platz. deshalb brauchen wir unbedingt eine anmeldung von euch, wenn ihr teilnehmen wollt. wenn ihr euch angemeldet habt, werden wir euch regelm\u00e4\u00dfig mit wichtigen informationen versorgen. das camp ist mit \u00f6ffentlichen verkehrsmitteln erreichbar, vom bahnhof salzgitter-ringelheim aus.<\/p>\n<p>es wird wieder einen kleinen unkostenbeitrag f\u00fcr platzmiete, material, lebensmittel usw. geben. wenn alle teilnehmerInnen 6 bis 10 euro pro tag bezahlen oder mehr, k\u00f6nnen die kosten f\u00fcr das camp gedeckt werden. normalerweise rechnen wir mit einem beitrag von 8 euro pro tag. au\u00dferdem unterst\u00fctzen wir dann die lutter-kommune und k\u00f6nnen der vorbereitungsgruppe f\u00fcr das a-camp 2004\/5 die vorbereitungskohle weitergeben. da aber einige leute kaum geld bezahlen k\u00f6nnen, sollten z.b. verdienende menschen nach selbsteinsch\u00e4tzung ruhig solim\u00e4\u00dfig tiefer in die tasche greifen. wenn ihr absolut gar keine kohle habt, meldet euch bei uns.<\/p>\n<p>bis bald auf dem a-camp&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>auch zum veflixten 7. mal ein treff f\u00fcr anarchistInnen langsam scheint sich das a-camp auf einen rythmus von zwei jahren einzustellen nachdem das a-camp auch im letzten jahr ausgefallen ist. das camp wird wieder auf den wiesen um die burg lutter stattfinden, wie vor zwei jahren. erstens war das letzte a-camp hier ein erfolg und &hellip; 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