{"id":12180,"date":"2012-02-12T00:00:38","date_gmt":"2012-02-11T22:00:38","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=12180"},"modified":"2022-07-26T13:56:40","modified_gmt":"2022-07-26T11:56:40","slug":"aller-guten-dinge-sind-drei-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2012\/02\/aller-guten-dinge-sind-drei-2\/","title":{"rendered":"Aller guten Dinge sind drei!"},"content":{"rendered":"<p>In den vergangen zwei Jahren ist uns etwas gelungen, das viele                 f&uuml;r unm&ouml;glich gehalten hatten: Wir haben den Naziaufmarsch                 in Dresden erfolgreich blockiert. Tausende Nazis konnten ihr eigentliches                 Ziel, mit einer Gro&szlig;demonstration ihre menschenverachtende                 Ideologie zur Schau zu stellen, nicht erreichen.<\/p>\n<p> Mit dem Aufmarsch im Februar versuchten sie in den vergangenen                 Jahren, an das Gedenken an die Bombardierungen Dresdens im Februar                 1945 und den damit einher gehenden Mythos der &quot;unschuldigen                 Stadt Dresden&quot; anzukn&uuml;pfen. Auch durch Ignorieren und                 Wegschauen seitens der Stadtverwaltung und eine mangelnde Entschlossenheit                 gro&szlig;er Teile der Dresdner Zivilgesellschaft konnte dieser                 Termin zu Europas gr&ouml;&szlig;tem Naziaufmarsch mit bis zu                 7000 Teilnehmenden werden. Doch die Dynamik der Aufm&auml;rsche                 ist gebrochen. Zu verdanken ist dies insbesondere dem entschlossenen                 Handeln von zw&ouml;lftausend (2010) und zwanzigtausend Menschen                 (2011), die mit Massenblockaden den Marsch der Nazis verhinderten.<\/p>\n<p> Wir wenden uns gegen jede Form von Geschichtsrevisionismus.                 Alten und neuen Nazis darf keine Gelegenheit gegeben werden, die                 deutsche Geschichte zu verkl&auml;ren und die NS-Verbrechen zu                 verherrlichen. Daher werden wir am 13. Februar 2012 den &quot;T&auml;terspuren&quot;-Mahngang                 durchf&uuml;hren, um an die NS-Geschichte in Dresden zu erinnern.<br \/>                 &quot;Sagen, was man tut, und tun, was man sagt&quot; &#8211; durch                 dieses Motto war unser Handeln der letzten Jahre gepr&auml;gt.                 Dabei bleibt es! Uns eint das Ziel, den Naziaufmarsch durch Massenblockaden                 zu verhindern. Unser Ziel ist dabei nicht die Auseinandersetzung                 mit der Polizei. Wir sind entschlossen, den Naziaufmarsch zu blockieren                 &#8211; von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch                 mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.<\/p>\n<p> &quot;Unsere Vielfalt ist unsere St&auml;rke&quot; &#8211; das war                 unser Credo der letzten Jahre. Dabei bleibt es! Mit einem breiten                 B&uuml;ndnis aus Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen,                 Gewerkschaften, Parteien und Jugendverb&auml;nden, religi&ouml;sen                 Gruppen sowie zahlreichen weiteren Organisationen und Einzelpersonen                 haben wir deutlich gemacht: Blockaden sind legitim, und Dresden                 geht uns alle an!<\/p>\n<p> AntifaschistInnen wurden in den letzten Monaten vermehrt mit                 staatlichen Repressionen &uuml;berzogen. Rechtswidrige Funkzellenabfragen,                 politisch motivierte Strafverfahren, selbst Immunit&auml;tsaufhebungen                 werden uns nicht einsch&uuml;chtern. Versuchen von au&szlig;en,                 uns mittels der Extremismustheorie zu spalten, setzen wir unsere                 Solidarit&auml;t entgegen. Wir lassen uns nicht spalten. Ziviler                 Ungehorsam ist unser Recht, unsere Blockaden sind legitim!<\/p>\n<p> Lassen wir uns nicht einsch&uuml;chtern! Wir protestieren im                 Februar in Dresden auch gegen die staatliche Aush&ouml;hlung des                 Versammlungsrechts und einen Schn&uuml;ffel-Staat. In Dresden                 soll bewusst das Rechtsordnungsprinzip der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit                 verschoben werden, um einen &quot;gl&auml;sernen Demonstranten&quot;                 zu schaffen. Wir treten dem entschieden entgegen. Dabei stehen                 wir zusammen gegen alle Versuche der Einsch&uuml;chterung und                 der Beschneidung unserer B&uuml;rgerrechte.<\/p>\n<p> Auch 2012 werden wir den Naziaufmarsch in Dresden blockieren.                 Die Mordserie der in Sachsen untergetauchten Nazis zeigt einmal                 mehr, wie wichtig entschlossenes antifaschistisches Handeln ist.                 Antifaschistisches Engagement darf nicht kriminalisiert, sondern                 muss unterst&uuml;tzt werden. Jahrelang sind Anschl&auml;ge, Nazigewalt                 und Waffenfunde in der Naziszene bagatellisiert worden. Schluss                 damit!<\/p>\n<p> Wir geben den Nazis keinen Meter Stra&szlig;e preis. Wir blockieren                 sie in Dresden: bunt und lautstark, kreativ und entschlossen!<\/p>\n<p> Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangen zwei Jahren ist uns etwas gelungen, das viele f&uuml;r unm&ouml;glich gehalten hatten: Wir haben den Naziaufmarsch in Dresden erfolgreich blockiert. Tausende Nazis konnten ihr eigentliches Ziel, mit einer Gro&szlig;demonstration ihre menschenverachtende Ideologie zur Schau zu stellen, nicht erreichen. 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