{"id":12214,"date":"2002-10-09T00:00:48","date_gmt":"2002-10-08T22:00:48","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=12214"},"modified":"2022-07-26T14:15:14","modified_gmt":"2022-07-26T12:15:14","slug":"veranstaltungen-zur-buchmesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2002\/10\/veranstaltungen-zur-buchmesse\/","title":{"rendered":"Veranstaltungen zur Buchmesse"},"content":{"rendered":"<h3>Buchvorstellung und Diskussion<\/h3>\n<h4>Lou Marin: Der 11. September und die neuen Kriege<\/h4>\n<p>Von der Bewegung gegen neoliberale Globalisierung zu einer weltweiten Antikriegsbewegung?<\/p>\n<p>Nach dem 11. September 2001, so hei\u00dft es im Jargon der herrschenden Medien, werde nichts mehr so sein wie es vorher war. Ein Jahr sp\u00e4ter zeigt sich alles gelogen, der Kapitalismus macht weiter wie bisher, die Weltm\u00e4chte auch und die Antwort auf die Attentate war eine ganz altbekannte: Krieg, nur auf eine neue, alle Optionen offen lassende Weise. Der Autor dieser Schrift, die die Ideologien, die sich um den 11.9. ranken, unter die Lupe nimmt, hat aus gewaltfrei-anarchistischer Perspektive die Verwundbarkeit westlich-kapitalistischer Industriegesellschaften thematisiert, eine Kritik der Ideologie der Vergeltung formuliert, den Begriff des Terrors genauer analysiert und die Triebkr\u00e4fte des Afghanistan-Krieges dargestellt. Schlie\u00dflich werden die neuen Sicherheitsgesetze und die neue Funktion der Bundeswehr aus libert\u00e4rer Sicht kritisiert. Als Gegentendenz wird angedeutet, dass sich die Bewegung f\u00fcr eine andere Globalisierung derzeit weltweit zu einer Antikriegsbewegung weiter entwickelt.<\/p>\n<p>Neuerscheinung: Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg 2002<\/p>\n<h4>Magnus Engenhorst: Kriege nach Rezept<\/h4>\n<p>Geheimdienste und die NATO in aller Welt<\/p>\n<p>US- Pr\u00e4sident George W. Bush hat 2002 zum Jahr der Kriege erkl\u00e4rt. W\u00e4hrend die Propagandamaschinen neue Bedrohungsszenarien beschw\u00f6ren, entsenden die westlichen Staaten ihre Truppen in alle Welt. Kein Staat kann sich vor dem &#8222;Kreuzzug&#8220; gegen den &#8222;islamischen&#8220; Terrorismus sicher f\u00fchlen. Geheimdienste spielten bei dem Aufstieg der Taliban in Afghanistan die entscheidende Rolle. Blutige Konflikte und selbst Kriege gehen auf das Konto der Geheimdienste. Die unterschiedlichen Machtinteressen zwischen den Vereinigten Staaten und der EU treten dabei immer mehr zu Tage. Diese neue Qualit\u00e4t im Kampf um Macht k\u00fcndigte sich bereits bei den Konflikten auf dem Balkan und im Kaukasus an. Bereits zu seinem Beginn scheint somit klar: Das 21. Jahrhundert wird ein neues Jahrhundert der Kriege.<\/p>\n<p>Neuerscheinung: Verlag Edition AV, Frankfurt 2002<\/p>\n<p><b>Wo?<\/b> Im roten AStA-Haus \/ Lesecaf\u00e9 \/ 2. Stock \/ Kleiststr. 5 \/ 60318 Frankfurt a.M.<\/p>\n<p><b>Wann?<\/b> Donnerstag 10. Oktober 2002 \/ 20.00 Uhr<\/p>\n<p>Eintritt frei \/ Veranstalter: FAU\/Frankfurt, GWR-Verlag, Verlag Edition AV<\/p>\n<h3>Lesung und Verlagsparty<\/h3>\n<h4>Ralf Burnicki: Anarchismus und Konsens<\/h4>\n<p>Gegen Repr\u00e4sentation und Mehrheitsprinzip: Strukturen einer nichthierarchischen Demokratie<\/p>\n<p>Der libert\u00e4re Autor Ralf Burnicki legt hier eine weiterf\u00fchrende Arbeit vor. Sein neues Buch bietet eine Einf\u00fchrung in den Anarchismus vor dem Hintergrund libert\u00e4rer Entscheidungsprozesse. Anstelle von Mehrheitsprinzipien und repr\u00e4sentativer Demokratie setzt der Anarchismus auf basisbestimmte Konsens-Politik, die denjenigen, die von Entscheidungen betroffen sind, ein Mitspracherecht garantiert, Minderheiten in Entscheidungsprozesse einschlie\u00dft und Benachteiligten die M\u00f6glichkeit eines Vetos einr\u00e4umt. Wie diese alternativdemokratische Konzeption auf gesellschaftlicher Ebene funktionieren k\u00f6nnte, welche Voraussetzungen hierf\u00fcr geschaffen und welche Verh\u00e4ltnisse \u00fcberwunden werden m\u00fcssten, dies ist Thema dieses Bandes, der zugleich die kritische Analyse des anarchistisch-libert\u00e4ren Konsensprinzips liefert.<\/p>\n<h4>Michael Halfbrodt: Entscheiden &amp; Tun<\/h4>\n<p>Zwei Texte ohne Substantive: Geht das? Und wenn ja, wozu soll das gut sein? Eine Demonstration sprachlicher Virtuosit\u00e4t jedenfalls ist nicht das Ziel. Andererseits hei\u00dft es abschied nehmen von der Darstellung einer &#8218;realen Welt&#8216; in ihren besonderen Umst\u00e4nden und Ausformungen. Der konkrete Einzelfall scheidet aus. Was bleibt also zu zeigen \u00fcbrig mit solch beschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten? Zum Beispiel das gesamte Universum gesellschaftlichen Handelns in seiner abstrakten Allgemeinheit. Nicht das Individuelle ist Thema, sondern das, was sich tagt\u00e4glich wiederholt, unabh\u00e4ngig von Zeit, Raum und handelnden Personen. Zwei Bereiche werden exemplarisch herausgegriffen: die Mechanismen der Integration in modernen b\u00fcrokratischen Gesellschaften und die Widerspr\u00fcche im kapitalistischen Produktionsprozess. Beide gepr\u00e4gt von Abl\u00e4ufen, die sich Willen und Bewusstsein entziehen, was allerdings nicht hei\u00dft, dass sie nicht durch handelnde Subjekte ver\u00e4nderbar w\u00e4ren.<\/p>\n<p><b>Wo?<\/b> FAU-Frankfurt M\u00fchlgasse 13 \/ 60486 Frankfurt a.M.<\/p>\n<p><b>Wann?<\/b> Freitag 11. Oktober 2002 \/ 20.00 Uhr<\/p>\n<p>Eintritt frei \/ Veranstalter: FAU\/Frankfurt, Verlag Edition AV<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchvorstellung und Diskussion Lou Marin: Der 11. September und die neuen Kriege Von der Bewegung gegen neoliberale Globalisierung zu einer weltweiten Antikriegsbewegung? Nach dem 11. September 2001, so hei\u00dft es im Jargon der herrschenden Medien, werde nichts mehr so sein wie es vorher war. 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