{"id":12249,"date":"2002-10-02T00:00:21","date_gmt":"2002-10-01T22:00:21","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=12249"},"modified":"2022-07-26T14:15:15","modified_gmt":"2022-07-26T12:15:15","slug":"gegenbuchmasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2002\/10\/gegenbuchmasse\/","title":{"rendered":"GegenBuchMasse"},"content":{"rendered":"<p>Das folgende Programm gibt es auch als PDF zum Herunterladen: als <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/gbm1.pdf\">\u00dcbersicht<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/gbm2.pdf\">ausf\u00fchrlich<\/a>.<\/p>\n<ol>\n<li><b>Turbulenzen &#8211; Widerstand gegen den Ausbau des Rhein-Main-Flughafens: Geschichten, Fakten, Facetten<\/b><br \/>\nVeranstaltung mit den Autoren Rolf Engelke &amp; Michael Wilk<br \/>\n<b>Mittwoch, 9.10.2002 20 Uhr<\/b><br \/>\nCaf\u00e9 ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstalterInnen: Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;, Trotzdem Verlagsgenossenschaft, Infocaf\u00e9 Antisystema im Exzess<\/p>\n<p>Turbulenzen &#8211; Widerstand gegen den Ausbau des Rhein-Main-Flughafens: Geschichten, Fakten, Facetten<br \/>\nHrsg: Redaktionsgruppe Schwarzspecht<br \/>\nmit Fotos von Klaus Malorny u.a.<br \/>\nTrotzdem Verlagsgenossenschaft &#8211; Grafenau &#8211; 2002 &#8211; 144 Seiten<\/p>\n<p>Seit der ersten Ank\u00fcndigung eines weiteren Ausbaus des Frankfurter Flughafen sorgen die Pl\u00e4ne f\u00fcr Unsicherheit, Diskussionen und Widerstand in der Region. Wie bereits beim Bau der Startbahn West vor fast zwei Jahrzehnten wehren sich Bewohnerinnen und Bewohner gegen die Absichten von Landesregierung und Flughafenbetreiber.<\/p>\n<p>Mit \u00bbTurbulenzen\u00ab pr\u00e4sentiert die Trotzdem Verlagsgenossenschaft das erste Buch zum breitgef\u00e4cherten Widerstand im Rhein-Main-Gebiet. Zusammengestellt und herausgegeben von Ausbaugegnerinnen und -gegnern, enth\u00e4lt es Informationen zu \u00f6kologischen und gesellschaftlichen Aspekten der Diskussion und l\u00e4\u00dft weder lokale, noch regionale oder globale Auswirkungen des Flugverkehrs au\u00dfer Acht. Dar\u00fcber hinaus erz\u00e4hlen Mitglieder aus B\u00fcrgerinitiativen von ihrem Engagement und ihrer Motivation zum Widerstand.<\/p>\n<p>Mit Beitr\u00e4gen zur Geschichte des Ausbaus (M.Wilk), \u00fcber die Funktionen des Waldes und die Gefahr der Waldzerst\u00f6rung (J.D\u00e4hne), \u00fcber B\u00fcrgerinitiativen und das Raum-ordnungsverfahren (R. Treuting), \u00fcber phantasievolle Aktionen gegen Macht und Willk\u00fcr (V. Goll), zum Scheitern des Mediationsverfahrens (M. Wilk), \u00fcber Beeintr\u00e4chtigungen der Gesundheit durch Flugl\u00e4rm (E. Pfister), zu den Arbeitsbedingungen der \u00bbgering Qualifizierten\u00ab auf Rhein-Main (R. Bickert), zum Widerstand gegen die Internierung und Abschiebung von Fl\u00fcchtlingen (AG3F), zum Flugtourismus (W. Faller), zur Belastung des Klimas und den \u00f6kologischen Folgen und \u00fcber Metropolenkonzepte f\u00fcr die Rhein-Main-Region (R. Engelke).<\/p>\n<p>Enthalten sind auch ein Portr\u00e4t von K\u00e4te Raiss (Gitta D\u00fcperthal), Interviews mit Klaus Malorny (Thomas Klein) und Martina Barth (Michael Klein) sowie ein Text des ausbau-kritischen Kabarett-Ensembles \u00bbDie \u00dcberflieger\u00ab.<\/p>\n<p>Eine Chronik des Ausbaus seit 1988 (P. Schmidt) und eine \u00dcbersicht \u00fcber relevante Adressen von B\u00fcrgerinitiativen, Naturschutzverb\u00e4nden, Beh\u00f6rden und Kommunen schlie\u00dfen das Buch ab.<\/li>\n<li><b>Va banque! Bankraub: Theorie Geschichte Praxis<\/b><br \/>\nWer das Buch kennen lernen will und besonders, wer an akuter Geldnot leidet, ist dringend eingeladen zu dieser Veranstaltung! Zwei einschl\u00e4gige Autoren werden sich bem\u00fchen, den Abend mit Video, Preisr\u00e4tsel und Artikelvorstellung unterhaltsam und lehrreich zu gestalten.<br \/>\n<b>Mittwoch, 9.10.2002 20 Uhr<\/b><br \/>\nDritte Welt Haus, Falkstr. 74, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstaltet von: Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;<\/p>\n<p>VA BANQUE! Bankraub &#8211; Theorie, Praxis, Geschichte<br \/>\nHrsg: Klaus Sch\u00f6nberger<br \/>\nVLA+Schwarze Risse+Rote Stra\u00dfe &#8211; Assoziation A &#8211; Berlin\/Hamburg\/G\u00f6ttingen &#8211; 2001<\/p>\n<p>&#8222;Untersuchungen \u00fcber das als urspr\u00fcngliche Lebensform erachtete Nomadenwesen behaupten, dass es sich bei Raub sozusagen um einen &#8217;nat\u00fcrlichen&#8216; Drang handeln w\u00fcrde. Ein Beduinensprichwort besagt: &#8218;\u00dcberf\u00e4lle sind unsere Landwirtschaft.'&#8220; Der Standard, Wien.<\/p>\n<p>&#8222;Hier spricht hundertprozentig der seri\u00f6se West-Linksradikalismus, und er macht einen guten Job. Wer m\u00f6chte schon ein Leben lang arbeiten gehen? Prominente Anw\u00e4lte dieser Sichtweise gibt es zuhauf: Bertolt Brecht, The Clash, der \u00bb2. Juni\u00ab, Ronald Biggs oder auch schlicht und einfach \u00bbJosef der R\u00e4uber\u00ab aus Georgien.&#8220; junge welt, Berlin.<\/p>\n<p>&#8222;&#8218;Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gr\u00fcndung einer Bank.&#8216; Dieses viel zitierte Brecht-Diktum bildet gewisserma\u00dfen die ideologische Plattform dieses Werkes, das interessante kultur- und sozialhistorische Ausfl\u00fcge in die Welt des Bankraubs unternimmt.&#8220; Die Zeit, Hamburg.<\/p>\n<p>PS. Einem Bettler legte Durruti seine Pistole in die Hand und fragte: &#8222;Was willst du mit einer Mark? Da dr\u00fcben ist eine Bank.&#8220;<\/li>\n<li><b>Was bewegt die Kritiker der Globalisierung?<\/b><br \/>\nVeranstaltung mit dem Autor Christophe Aguiton<br \/>\nDanach: Verleihung des Journalistenpreises &#8222;Wider die neue Weltordnung&#8220; durch die Jakob-Moneta-Stiftung<br \/>\n<b>Mittwoch, 9.10.2002, 19 Uhr 30<\/b><br \/>\nCaf\u00e9 KOZ, StudentInnenhaus auf dem Campus der Universit\u00e4t<br \/>\nVeranstaltet von : Neuer ISP-Verlag<\/p>\n<p>Was bewegt die Kritiker der Globalisierung? Von Attac zu Via Campesina<br \/>\nChristophe Aguiton<br \/>\nNeuer ISP-Verlag &#8211; K\u00f6ln &#8211; 2002<\/p>\n<p>Am 30. November 1999 verhinderten Zehntausende von Demonstranten die Abhaltung der Vollversammlung der Welthandelsorganisation(WTO) in Seattle. Mit diesem Schritt war aus einer Mitte der neunziger Jahre in mehreren L\u00e4ndern entstandenen Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung und die neoliberale Theorie und Praxis eine international vernetzte Massenbewegung geworden. Im Juli 2001 hat die Demonstration gegen den G 8-Gipfel in Genua den Umfang und die Bedeutung dieser neuen sozialen Bewegung eindrucksvoll unterstrichen.<\/p>\n<p>Christophe Aguiton, ein Aktivist der ersten Stunde und internationaler Sprecher von Attac Frankreich, analysiert in seinem Buch die Entwicklung seit dem Zusammenbruch des Ostblocks und das Agieren der internationalen Multis und Finanzorganisationen. Im zweiten Teil beschreibt er die verschiedenen Gruppen und Organisationen und deren Entwicklung, die die Bewegung gegen die Globalisierung aufgebaut haben und tragen. Die weltweiten Vernetzungen werden besonders herausgearbeitet.<\/p>\n<p>Christophe Aguiton hat in der unabh\u00e4ngigen Gewerkschaft SUD bei France Telecom mitgearbeitet und war an der Gr\u00fcndung der Arbeitslosenorganisation AC! und der &#8222;Europ\u00e4ischen M\u00e4rsche gegen Arbeitslosigkeit, ungesch\u00fctzte Besch\u00e4ftigung und Ausgrenzung&#8220; beteiligt. Er ist Gr\u00fcndungsmitglied von Attac Frankreich und zur Zeit Verantwortlicher f\u00fcr die internationalen Beziehungen.<\/p>\n<p>Mit der Buchvorstellung wird die Verleihung des Journalistenpreises &#8222;Wider die neue Weltordnung&#8220; durch die Jakob-Moneta-Stiftung verbunden sein, mit dem ein &#8222;journalistisch anspruchsvoller Beitrag des Jahres 2001 aus der deutschsprachigen Tages-, Wochen- oder Monatspresse&#8220; ausgezeichnet wird, &#8222;der sich mit der Bewegung gegen kapitalistische Globalisierung und dem Kampf um alternative Gesellschaftsmodelle besch\u00e4ftigt&#8220;. Einige Mitglieder der Jury werden anwesend sein.<\/li>\n<li>!! Veranstaltung nur f\u00fcr Frauen !!<br \/>\n<b>Braune Schwestern: Rechte Frauen zwischen Propaganda und Identit\u00e4t<\/b><br \/>\nVeranstaltung mit 2 Vertreterinnen des Antifaschistischen Frauennetzwerkes<br \/>\n<b>Donnerstag, 10.10.2002 20 Uhr<\/b><br \/>\nim Rahmen der FrauenLesbenkneipe Caf\u00e9 ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstaltet von: FrauenLesbenkneipe im Exzess, Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;<\/p>\n<p>Braune Schwestern: Rechte Frauen zwischen Propaganda und Identit\u00e4t<br \/>\nHrsg: Antifaschistisches Frauennetzwerk, Forschungsnetzwerk Frauen &amp; Rechtsextremismus<br \/>\nreihe antifaschistischer texte &#8211; UNRAST-Verlag &#8211; Hamburg\/M\u00fcnster &#8211; 2002<\/p>\n<p>Die Autorinnen zeigen, die neuesten Entwicklungen im Bereich &#8222;Frauen im Rechtsextremismus&#8220; auf: Aktivit\u00e4ten von rechtsextremen M\u00e4dchen und Frauen, Organisationsstrukturen, Kontinuit\u00e4ten, Strategien und die Palette rechter Frauen(selbst-)bilder. Ziel ist es, verschiedene Aspekte einflie\u00dfen zu lassen und m\u00f6gliche Handlungsspielr\u00e4ume gegen rechte Ideologien aufzuzeigen, unter anderem in der kritischen Beleuchtung bisheriger feministischer und antifaschistischer Debatten.<\/li>\n<li><b>22 Jahre Knast &#8211; Autobiographie eines Lebensl\u00e4nglichen<\/b><br \/>\nVeranstaltung mit dem Autor Dimitri Todorov<br \/>\n<b>Donnerstag 10.10.2002 20 Uhr<\/b><br \/>\nDritte Welt Haus, Falkstr. 74, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstaltet von: Initiative Libertad!<\/p>\n<p>22 Jahre Knast &#8211; Autobiographie eines Lebensl\u00e4nglichen<br \/>\nDimitri Todorov<br \/>\nKnaur Verlag &#8211; M\u00fcnchen &#8211; 2002<\/p>\n<p>Todorov war der erste Geiselgangster Deutschlands. Ein h\u00f6chst umstrittener Richterspruch verurteilte ihn zu lebensl\u00e4nglich. Zur Tatzeit (1971) war er 24 Jahre alt, als er entlassen wurde, war er 46. Dies ist seine Geschichte, erz\u00e4hlt in einer eindringlichen Sprache, mit leisen Bildern und harten Worten.<\/p>\n<p>&#8222;22 Jahre Knast. Autobiographie eines Lebensl\u00e4nglichen&#8220; ist eine sympathisch-naive Szenensammlung, authentisch im Ton, trotzig in der Sache. Vor allem aber dokumentiert diese Geschichte den Wandel der Bundesrepublik: Als Todorov nach \u00fcber zwei Jahrzehnten entlassen wurde, hatte sich das Land noch st\u00e4rker ver\u00e4ndert als er selbst.&#8220; DER SPIEGEL, 28.01.02<\/p>\n<p>&#8222;Ein Ruhmesblatt f\u00fcr die bayerische Justiz war der Fall Todorov nicht. Es f\u00e4llt schwer, nicht von einem Skandal zu sprechen.&#8220; S\u00dcDDEUTSCHE ZEITUNG<\/p>\n<p>&#8222;Kriminalit\u00e4t war f\u00fcr uns Jugendliche eine Weltanschauung. W\u00e4hrend die Studenten auf die Stra\u00dfe gingen, dr\u00fcckte sich bei uns der Widerstand in kriminellen Formen aus. Es fehlte einfach der differenzierte Bildungshintergrund, der das verhindert h\u00e4tte. Den Rest haben uns die Gef\u00e4ngnisse gegeben. Sie machen den H\u00e4ftling auch geistig zu einem Gefangenen. Das Gewaltsystem der Gef\u00e4ngnisse dringt in ihn gleich einem Virus ein und h\u00e4lt sich selbst am Leben. Nat\u00fcrlich erlebt sich der Gefangene als Handelnder, aber eigentlich ist es das Gef\u00e4ngnis, das sich reproduziert. Die Gewalt bringt wieder Gewalt hervor.&#8220; Dimitri Todorov<\/li>\n<li><b>Tatort Stadion &#8211; Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus im Fu\u00dfball<\/b><br \/>\nVeranstaltung mit: Gerd Dembowski (Hrsg.), AntjeHagel (FanprojektOffenbach) zum Thema: DasStadion &#8211; ein Raum f\u00fcr Frauen?<br \/>\n<b>Donnerstag 10.10.2001 20 Uhr<\/b><br \/>\nIn der Au 14-16, Frankfurt\/M.-R\u00f6delheim<br \/>\nVeranstaltet von: Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;, Frankfurter Fanprojekt<\/p>\n<p>Tatort Stadion &#8211; Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus im Fu\u00dfball<br \/>\nVorwort von Michael Preetz<br \/>\nHrsg: Gerd Dembowski &amp; J\u00fcrgen Scheidle<br \/>\nPapyRossa Verlag &#8211; K\u00f6ln &#8211; 2002<\/p>\n<p>Das Buch bietet einen Einblick in die Auspr\u00e4gungen, die Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus im Fu\u00dfballmilieu annehmen. Es begleitet die gleichnamige Wanderausstellung des B\u00fcndnisses Aktiver Fu\u00dfballfans (BAFF). Die AutorInnen, allesamt gute KennerInnen der vielf\u00e4ltigen Fu\u00dfballscenen, verbinden Detailkenntnisse und eigene Erfahrungen mit analytischen und erkl\u00e4renden \u00dcberlegungen. Sie bieten somit ein Gegenst\u00fcck zum salonf\u00e4higen Fu\u00dfballbild der Kommerzindustrie. Themen: Die Rolle gro\u00dfer Fu\u00dfballvereine im NS &#8211; Beispiel Borussia Dortmund; Institutioneller und medialer Rassismus als Beschleuniger; Die rechte Fanscene in Italien; &#8222;Ausl\u00e4nder &#8218;raus&#8220; f\u00fcr deutsche Nachwuchsf\u00f6rderung?; Ausl\u00e4nderfeindlichkeit in deutschen Stadien; Rassismus &amp; Fremdenfeindlichkeit im Amateurfu\u00dfball; Von der Keimzelle St. Pauli zum &#8222;B\u00fcndnis Aktiver Fu\u00dfballfans&#8220;; Schalker Faninitiative gegen Rassismus. Das Vorwort hat Michael Preetz (Hertha BSC) beigesteuert.<\/li>\n<li><b>Das Bush-Imperium und die Opposition gegen die Neue Welt [Kriegs] Ordnung<\/b><br \/>\nVortrag und Perspektiven-Diskussion mit J\u00fcrgen Heiser vom Atlantik Verlag Bremen<br \/>\n<b>Freitag 11.10.2001 20 Uhr<\/b><br \/>\nCaf\u00e9 ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstalterInnen: P.A.C.K., Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;<\/p>\n<p>Das Bush-Imperium &#8211; Wie George W. Bush zum Pr\u00e4sidenten gemacht wurde<br \/>\nJames H. Hatfield<br \/>\nMit einem Vorwort von Jean Ziegler<br \/>\n\u00dcbersetzt von Michael Schiffmann<br \/>\nAtlantik Verlag &#8211; Bremen &#8211; 2002<\/p>\n<p>Der Journalist James H. Hatfield, der sich wegen der pers\u00f6nlichen Folgen der heftigen Widerst\u00e4nde gegen die Ver\u00f6ffentlichung seines Buches in den USA das Leben nahm, weist in seinem Buch nach, da\u00df Bush durch die Macht der \u00d6lkonzerne, die Seilschaften in den Gro\u00dfkonzernen, in der US-Armee und in der CIA und durch die Netzwerke seiner Familie zum US-Pr\u00e4sidenten \u00bbgemacht\u00ab wurde. Wer sich mit Korruption und Bilanzschwindel in der globalisierten Wirtschaft und der zunehmenden Militarisierung nationaler und internationaler Konflikte befa\u00dft, kann hier die Fakten finden, die belegen, warum kein anderer als George W. Bush zum \u00bbF\u00fchrer der freien Welt\u00ab aufsteigen mu\u00dfte.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Heiser vom Bremer Atlantik Verlag stellt das Buch in seinen aktuellen Zusammenhang von Kriegf\u00fchrung der USA nach innen und au\u00dfen seit dem 11. September 2001.<\/li>\n<li><b>Papiere f\u00fcr alle &#8211; Die Bewegung der Sans Papiers in Frankreich<\/b><br \/>\nVeranstaltung mit Madjigu\u00e8ne Ciss\u00e9 \u00fcber Selbstorganisierung der Sans Papier und Refdaf (Frauennetzwerk f\u00fcr nachhaltige Entwicklung in Afrika)<br \/>\n<b>Freitag 11.10.2002 20 Uhr<\/b><br \/>\nKatharinenkirche Frankfurt\/.M.-Hauptwache<br \/>\nVeranstaltet von: Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;<\/p>\n<p>Papiere f\u00fcr alle &#8211; Die Bewegung der Sans Papiers in Frankreich<br \/>\nMadjigu\u00e8ne Ciss\u00e9<br \/>\nAssoziation A &#8211; Berlin\/Hamburg\/G\u00f6ttingen &#8211; 2002<\/p>\n<p>1996 wurde in Paris die erste Kirche besetzt und die Bewegung der Sans Papiers breitete sich in k\u00fcrzester Zeit in ganz Frankreich aus. Madjigu\u00e8ne Ciss\u00e9 wurde schnell zu einer bekannten Wortf\u00fchrerin der Bewegung. Deren Kampf beschreibt sie als Teil ihrer eigenen Biographie. Madjigu\u00e8ne Ciss\u00e9 erhielt 1998 die Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga f\u00fcr Menschenrechte.<\/li>\n<li><b>Krieg gegen Terror? El Qaeda, Afghanistan und der \u00bbKreuzzug\u00ab der USA <\/b><br \/>\nVeranstaltung mit dem Autor Karl Grobe-Hagel<br \/>\n<b>Freitag, 11.10.2002, 19 Uhr 30<\/b><br \/>\nDritte-Welt-Haus, Falkstr. 74, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstaltet von: Neuer ISP-Verlag<\/p>\n<p>Krieg gegen Terror? El Qaeda, Afghanistan und der \u00bbKreuzzug\u00ab der USA<br \/>\nKarl Grobe-Hagel<br \/>\nNeuer ISP-Verlag &#8211; K\u00f6ln &#8211; 2002<\/p>\n<p>Karl Grobe-Hagel hat eine umfassende Bilanz des Afghanistan-Kriegs und dessen Ausweitung durch die USA vorgelegt. Sie besagt: Die Kriegsziele der USA haben sich seit dem September 2001 rasch und dramatisch ver\u00e4ndert. Nichts davon ist unmittelbar durch das V\u00f6lkerrecht, durch Resolutionen des UN-Sicherheitsrates oder der UN-Vollversammlung gedeckt, auch nicht durch die entsprechende Nato-Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>In der ersten Phase stand die Ausschaltung der vermuteten terroristischen Drahtzieher im Vordergrund. Die von den USA eingeforderte Solidarit\u00e4t im &#8222;weltweiten Kampf gegen den Terror&#8220;, den mehrere Mitglieder der US-Regierung als lang andauernd und m\u00f6glicherweise &#8222;nicht zu unseren Lebzeiten beendet&#8220; (Cheney) bezeichnet hatten, war ein Blankoscheck weit \u00fcber den Anlass hinaus.<\/p>\n<p>Die Ausrufung des B\u00fcndnisfalles durch die Nato lie\u00df ebenfalls eine weitere Fassung der Kriegsziele zu. Dies geschah durch die Absicht, das afghanische Taliban-Regime zu vernichten, weil es Terroristen &#8222;beherbergt&#8220; habe. Mitte Dezember 2001 deuteten die daf\u00fcr zust\u00e4ndigen US-Politiker und dann auch der Pr\u00e4sident eine weitere Ver\u00e4nderung im &#8222;Krieg gegen den Terror&#8220; an: es wurden Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte in Zentral- und S\u00fcdasien eingerichtet, die \u00fcber den Kampf gegen al-Qaeda und die Taliban hinaus die Sicherung von US-Interessen auf lange Zeit gew\u00e4hrleisten sollten. Der n\u00e4chste Schritt hatte mit dem Krieg gegen Afghanistan \/ die Taliban und der Aktion gegen al-Qaeda gar nichts mehr zu tun. In seiner Rede am 29. 1. 2002 erkl\u00e4rte Pr\u00e4sident Bush, in weiterer Ver\u00e4nderung der Ziele, drei Staaten (Nordkorea, Iran und Irak) zu einer &#8222;Achse des B\u00f6sen&#8220;, die milit\u00e4rische Strafma\u00dfnahmen &#8211; also Kriegshandlungen &#8211; durch die USA zu gew\u00e4rtigen h\u00e4tten. Unterdessen, und zwar vor der erw\u00e4hnten Bush-Rede, erarbeitete das Verteidigungsministerium der USA im Auftrag des Pr\u00e4sidenten eine neue, offensive Atomstrategie, die Nuclear Posture Review (NPR). Das Ergebnis wurde der F\u00fchrung des US-Kongresses als Top-Secret-Dokument am 8. Januar zugeleitet.<\/p>\n<p>Karl Grobe-Hagel ist seit 1963 Journalist bei der Frankfurter Rundschau und dort im au\u00dfenpolitischen Ressort t\u00e4tig. Er hat verschiedene B\u00fccher unter anderem \u00fcber China ver\u00f6ffentlicht, zuletzt Tschetschenien &#8211; Russlands langer Krieg.<\/li>\n<li><b>DEUTSCH GUTT SONST GELD ZUR\u00dcCK- DER PIZZA-STUDIE IMMER EIN SHRITT VORAUS<\/b><br \/>\nVeranstaltung mit dem Autor Z\u00e9 do Rock<br \/>\nALLES WAS DU NICH \u00dcBER Z\u00c9 DO ROCK WUSSTEST, ABER AUCH NI SO RICHTIG DI LUST HATTEST, ZU ERFAREN<br \/>\n<b>Samstag, 12.10.2002 18 Uhr<\/b><br \/>\nCaf\u00e9 ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstaltet von: Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;<\/p>\n<p>DEUTSCH GUTT SONST GELD ZUR\u00dcCK- A SiEgfRieDische und kauDeRDEUtshe leR- UND textBuk von z\u00e9 DO Rock Z\u00e9 do Rock<br \/>\nKunstmann Verlag &#8211; M\u00fcnchen &#8211; 2002<\/p>\n<p>Z\u00e9 do Rock is der brasilianishe autor der di deutshe ortografi richtig reformirte. Es gibt shon 8 leute di so shreiben. Jetz hat er es re-reformirt. Er liest und spilt aus seinen unwerken fom winde ferfeelt, UFO in der k\u00fcche, und DEUTSCH GUTT SONST GELD ZURUCK, den lustigsten bychan sait &#8222;Tod in Venedig&#8220; fon Tohmer\u00df Man. Shaut auf dise namen, dise titteln: wer solche buches shraib, hat si nich alle.<\/p>\n<p>Der Bursche spricht Schlitzaugpreussich (japanisch), ultradoitsh (ein fonetisches deutsch), wunschdeutsch (ein basis-demokratisches deutsch), Siegfriedisch (ein rrrreingermanisches Deutsch, das alle Ausl\u00e4nder (Fremdw\u00f6rter) sofort in ihre Heimat zur\u00fcckf\u00fchrt!) und kauderdeutsh (ein pidgin-deutsh under alle sow), und er show es auch. Besides tell er storis, de ma sonst no hear&#8230; GO MA DORT!<\/p>\n<p>PRESSESTIMMEN ZUR LESUNG:<\/p>\n<p>&#8222;&#8220;Kommt alle, lasst ihn nich alein reden&#8220;, bittet sein verlag, und nachdem di lesungen Z\u00e9 do Rocks in der regel zu h\u00f6chst komischen perform\u00e4nsses geraten, wird er sicher nich alein bleiben.&#8220; &#8211; S\u00fcddeutshe Zeitung<\/p>\n<p>&#8222;Und di zushaua kr\u00fcmmten sich vor lachen.&#8220; M\u00fcnchna Merkur<\/p>\n<p>Z\u00e9 do Rock is vor verdammt langer zeit in Brasilien geboren, hat nix studiert aber 14630 tage geleebt, 1357 litter alkohol gesoffen, 940 stunden fl\u00f6te und 648 stunden fussbal gespilt, 200.000 km in 1457 autos, flugzeugen, schiffen, z\u00fcgen, oxenkarren und traktoren getr\u00e4mpt, 111 l\u00e4nder und 16 gef\u00e4ngnisse besucht, sich 8 mal verlibt, 2 b\u00fccha geshriben, ein film gedreet, eine kunstsprache erfunden, ein vereinfachtes deutsh kreirt und er lebt noch heut, meist in M\u00fcnchen.<\/li>\n<li><b>\u00c4sthetische Mobilmachung &#8211; Dark-Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien <\/b><br \/>\nVeranstaltung mit den Autoren Christian Dornbusch und Jan Raabe<br \/>\n<b>Samstag, 12.10.2002 20 Uhr<\/b><br \/>\nCaf\u00e9 Exzess, Leipziger Str. 91, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstaltet von P.A.C.K., Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;<br \/>\nAnschlie\u00dfend Dark-Wave Kneipenabend mit Musik, Getr\u00e4nken, \u00dcberraschungen&#8230;<\/p>\n<p>\u00c4sthetische Mobilmachung &#8211; Dark-Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien<br \/>\nHrsg: Andreas Speit<br \/>\nreihe antifaschistischer texte &#8211; UNRAST-Verlag &#8211; Hamburg\/M\u00fcnster &#8211; 2002<\/p>\n<p>Jenseits der Neonazi-Skinhead-Musik festigt sich innerhalb von Dark-Wave und Industrial eine rechte Musikscene, die sich zwischen Mythos und \u00c4sthetik bewegt; Doch die Mythen sind nicht ohne Tradition und die \u00c4sthetik ist nicht ohne Ideologie. Rhythmus, Lyrik und Performance transportieren antidemokratische und antiemanzipatorische Motive, die von einer boomenden unkritischen Scene nicht nur toleriert, sondern auch akzeptiert werden.<\/li>\n<li><b>Die Rechtsanw\u00e4lte der Roten Hilfe &#8211; Politische Strafverteidiger in der Weimarer Republik <\/b><br \/>\n<b>Sonntag, 13.10.2002, 15 Uhr<\/b><br \/>\nCaf\u00e9 ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstaltet von: Pahl Rugenstein Verlag, Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;<\/p>\n<p>Die Rechtsanw\u00e4lte der Roten Hilfe &#8211; Politische Strafverteidiger in der Weimarer Republik &#8211; Geschichte und Biografien<br \/>\nHeinz-J\u00fcrgen Schneider, Erika Schwarz, Josef Schwarz<br \/>\nVorw. Heinrich Hannover<br \/>\n360 Seiten, zahlreiche Abb. und Faksimiles<br \/>\nPahl-Rugenstein &#8211; Bonn &#8211; 2002<\/p>\n<p>Inhalt: Zur Geschichte der Roten Hilfe Deutschlands; Der Feind steht links &#8211; Politische Justiz 1919-1933; Justizkrieg &#8211; Die Arbeit der Anw\u00e4lte der Roten Hilfe Deutschlands; Strategien f\u00fcr den Kampf im Gerichtssaal; Prozesse, Aktionen, Kampagnen, Untersuchungsaussch\u00fcsse; Wie verteidigt sich der Proletarier vor Gericht; F\u00fcr eine fortschrittliche Rechtspolitik; Die Internationale Juristische Vereinigung; Der Alltag eines Rote-Hilfe-Anwalts; Das Ende. Zu Unrecht (fast) vergessen: 340 Biographien der f\u00fcr die Rote Hilfe t\u00e4tigen Rechtsanw\u00e4lte; Literatur- und Quellenverzeichnis; Alphabetische \u00dcbersicht \u00fcber die regionale Verteilung der f\u00fcr die Rote Hilfe t\u00e4tigen Rechtsanw\u00e4lte in Deutschland bis 1933.<\/p>\n<p>&#8222;Die Autoren sind auf historische Spurensuche gegangen. Sie haben Namen und Lebensdaten von Rechtsanw\u00e4lten aufgesp\u00fcrt, die in den 14 Jahren der Weimarer Republik, in denen sich das Hitler-Reich ank\u00fcndigte, im Auftrage der Roten Hilfe Menschen vor Gerichten verteidigt haben. Es ist traurig, da\u00df diese Anw\u00e4lte und die Menschen, die damals angeklagt wurden, in Vergessenheit geraten konnten, denn sie waren es, die gegen die faschistischen Terroristen und ihre Wegbereiter im Staatsapparat und in der Justiz schon zu einer Zeit gek\u00e4mpft haben, als deren \u00bbMachtergreifung\u00ab noch zu verhindern gewesen w\u00e4re. An diese von republikfeindlichen, deutsch-national oder faschistisch gesinnten Richtern verurteilten Angeklagten und deren Verteidiger h\u00e4tte das kollektive Geschichtsbewu\u00dftsein der Deutschen nach dem Zusammenbruch des Nazi-Staates ankn\u00fcpfen k\u00f6nnen. Sie waren die Repr\u00e4sentanten des anderen Deutschland, an das die kollektivschuldige Mehrheit sich h\u00e4tte erinnern sollen, als sie sich ihrer eigenen Geschichte sch\u00e4mte oder h\u00e4tte sch\u00e4men m\u00fcssen. Aber da gab es Gr\u00fcnde, sich dieser Menschen nicht zu erinnern, denn gerade an ihnen war man schuldig geworden, und sie waren noch immer oder schon wieder Gegenstand des Hasses und der Diskriminierung. Da\u00df die Angeklagten der politischen Justiz von 1918 bis 1933 ganz \u00fcberwiegend Kommunisten waren, sicherte ihnen zwar in der DDR ein ehrendes Andenken, nicht aber in der alten Bundesrepublik, in der historische Verdienste von Kommunisten einfach nicht wahr sein durften und weiterhin der Zensur durch Verschweigen verfielen. Sich ihrer zu erinnern h\u00e4tte der neuen Kommunistenverfolgung, die bis in unsere Tage anh\u00e4lt, im Wege gestanden. Mit den Verteidigern hatten beide deutsche Nachkriegsstaaten ihre Schwierigkeiten. Nicht nur, weil sie ganz \u00fcberwiegend Juden oder j\u00fcdischer Abstammung waren und antisemitische Geisteshaltungen hier wie dort fortwirkten oder wiederkamen. Auch soweit sie Kommunisten waren, erinnerte man sich ihrer sowohl im Westen wie im Osten nicht gerne, weil man nicht \u00fcber sie reden kann, ohne auch der schw\u00e4rzesten Abschnitte deutscher und sowjetischer Geschichte zu gedenken. Denn die Lebensl\u00e4ufe vieler Angeklagten und ihrer Verteidiger endeten in Gef\u00e4ngnissen und Todeslagern. Und zwar, was f\u00fcr alle freiheitlich gesinnten Sozialisten besonders emp\u00f6rend ist, nicht nur in denen Hitlers, sondern auch in denen Stalins. Und auch dieses Buch ist eine Sammlung ersch\u00fctternder Lebensschicksale in Kurzfassung. Immer wieder finden wir Schlu\u00dfs\u00e4tze wie \u00bb&#8230; nach Auschwitz deportiert und dort ermordet\u00ab, \u00bbmindestens 13 Dortmunder Anw\u00e4lte j\u00fcdischer Herkunft kamen zu Tode, indem sie umgebracht wurden, sich das Leben nahmen oder unter nicht mehr aufkl\u00e4rbaren Umst\u00e4nden starben\u00ab, \u00bber nahm sich im Exil das Leben\u00ab, \u00bb&#8230; geriet in die sogenannten Stalinschen S\u00e4uberungen &#8230; und nach einj\u00e4hriger Haft zum Tode verurteilt und erschossen.\u00ab Dieses Buch kann von vielen Rechtsanw\u00e4lten, die in jener mit antikommunistischer Feindseligkeit und Mordbereitschaft aufgeladenen Zeit zwischen 1918 und 1933 den Mut hatten, Kommunisten, Sozialdemokraten und andere Linke vor Gericht zu verteidigen, nur d\u00fcrre Daten und Fakten mitteilen, die von den Autoren mit viel M\u00fche ermittelt worden sind. Aber f\u00fcr jeden, dem die barbarischen staatlichen Gro\u00dfverbrechen des 20. Jahrhunderts nicht unbekannt sind, werden aus vielen Stichworten menschliche Katastrophen lebendig, die sich zu einem dramatischen historischen Gesamtbild zusammensetzen.&#8220; Aus dem Vorwort von Heinrich Hannover<\/li>\n<li><b>Als w\u00fcrdet ihr Leben<\/b><br \/>\nVeranstaltung mit dem Autor Peter O. Chotjewitz<br \/>\n<b>Sonntag, 13.10.2002, 18 Uhr<\/b><br \/>\nCaf\u00e9 ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstaltet von: Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;<\/p>\n<p>Als w\u00fcrdet ihr Leben<br \/>\nPeter O. Chotjewitz<br \/>\nRotbuch Verlag &#8211; Hamburg &#8211; 2002<\/p>\n<p>Leonie, ein achtzehnj\u00e4hriges Wunderkind, hat beschlossen, erst wieder richtig zu essen, wenn sie eine gute Tat ver\u00fcbt hat. Onkel Ali, den die Familie ausgesto\u00dfen hat, besorgt ihr die Waffe, und ein gro\u00dfes Familienfest scheint der richtige Rahmen f\u00fcr die gute Tat zu sein. So viele sympathische Menschen in einem Garten: Da sollte ein geeignetes Opfer dabei sein.<\/p>\n<p>Bevor es jedoch zum Showdown in der elterlichen Wohnk\u00fcche kommt, muss Leonie einige geistige H\u00fcrden \u00fcberwinden. Sie muss nachdenken \u00fcber das Wesen des edlen M\u00f6rders, sich in ihrer weitverzweigten Verwandtschaft ein geeignetes Opfer aussuchen und die richtigen Worte zurechtlegen, die sie sprechen wird, wenn sie ihr Gel\u00fcbde erf\u00fcllt hat. Zwei Tage irrt sie leicht verwirrt durch Omas Geburtstagsfeier. Zwei Tage des Nachdenkens \u00fcber ihr seltsam verqueres Weltbild und ihr Verh\u00e4ltnis zu den Menschen vergehen allerdings ohne den finalen Rettungsschuss. Zeitweise scheint sie das gro\u00dfe Ziel aus den Augen zu verlieren. Erst das Gespr\u00e4ch mit einer Pfarrerin zeigt ihr, auf wen sie schie\u00dfen muss.<\/li>\n<li><b>Islam &amp; Islamismus aus friedenspolitischer Perspektive <\/b><br \/>\nVortrag und Diskussion mit Gernot Lennert &amp; Gunnar Schedel<br \/>\n<b>Sonntag, 13.10.2002 20 Uhr<\/b><br \/>\nCafe ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstalterInnen: P.A.C.K., Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;, Alibri Verlag<\/p>\n<p>Islam &amp; Islamismus aus friedenspolitischer Perspektive<br \/>\nHrsg: Clara und Paul Reinsdorf<br \/>\nAlibri Verlag &#8211; Aschaffenburg &#8211; 2002<\/p>\n<p>Nach den Terroranschl\u00e4gen vom 11. September und angesichts der unz\u00e4hligen Selbstmordattentate in Israel stellen sich viele Menschen die Frage: welches Verh\u00e4ltnis zur Gewalt hat eine Religion, auf die sich T\u00e4ter berufen, die tausende von Menschen mit in den Tod nehmen? Ist im Islam eine Rechtfertigung von Gewalt angelegt, die \u00fcber den \u00fcblichen religi\u00f6sen Fanatismus ( der auch aus dem Christentum bekannt ist) hinausgeht? Die Referenten suchen nach differenzierten Antworten auf diese Fragen.<\/li>\n<li><b>Gewalt in der Neuen Weltordnung <\/b><br \/>\nEs soll sich um eine offene Diskussion handeln, bei der nicht fertige Positionen gegen\u00fcbergestellt werden. Zu Beginn werden kurze \u00dcberlegungen angestellt von Anja Schuhmann (Uni M\u00fcnchen) (angefragt), Rudolf Walther (Publizist), Thomas Gebauer (medico international), Joachim Hirsch (Uni Frankfurt)<br \/>\n<b>Sonntag, 13. Oktober um 20 Uhr<\/b><br \/>\nDritte-Welt-Haus Falkstra\u00dfe 74, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstalterInnen: www.links-netz.de<\/p>\n<p>Unmittelbar nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde in den 90er Jahren deutlich, dass offene milit\u00e4rische Gewalt st\u00e4rker als in der Nachkriegszeit zu einem Instrument internationaler Politik werden w\u00fcrde. Der Zweite Golfkrieg, die milit\u00e4rischen Interventionen in Jugoslawien, Somalia und Afghanistan sind Paradebeispiele daf\u00fcr. Scheinbar geht es nur noch um die Legitimit\u00e4t der Gewaltanwendung: Wer &#8222;darf&#8220; wann Gewalt anwenden? Ausgeblendet bleibt damit die Gewaltf\u00f6rmigkeit der sozialen Verh\u00e4ltnisse selbst, die in ihnen angestaute Gewalt.<\/p>\n<p>Wir wollen daher einen Schritt zur\u00fcck treten und tiefer liegende Dimensionen von Gewalt in der Neuen Weltordnung thematisieren: innergesellschaftliche und strukturelle Ursachen. Zudem soll eine historische Perspektive eingenommen werden, um aktuelle Gewaltformen einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><b>Gefangen zwischen Terror und Krieg? Israel\/Pal\u00e4stina: Stimmen f\u00fcr Frieden und Verst\u00e4ndigung. Geschichten-Analysen-Positionen <\/b><br \/>\nVeranstaltung mit Rudi Friedrich von Connection e.V &#8211; Offenbach<br \/>\n<b>Mittwoch, 16.10.2002 20 Uhr<\/b><br \/>\nCaf\u00e9 ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstalterInnen: Initiativkreis&#8220;GEGEN BUCH MASSE&#8220;, Trotzdem Verlagsgenossenschaft, Infocaf\u00e9 Antisystema im Exzess<\/p>\n<p>Gefangen zwischen Terror und Krieg? Israel\/Pal\u00e4stina: Stimmen f\u00fcr Frieden und Verst\u00e4ndigung. Geschichten &#8211; Analysen &#8211; Positionen<br \/>\nHrsg: Rudi Friedrich, Connection e.V.<br \/>\nTrotzdem Verlagsgenossenschaft &#8211; Grafenau &#8211; 2002<br \/>\nMit Beitr\u00e4gen von Uri Avnery, Rafik Schami, Mosche Zuckermann, Reuven Kaminer, Subhi al Zobaidi, Endy Hagen, Uta Klein, einer Chronik des Pal\u00e4stina-Konflikts<\/p>\n<p>In dem Sammelband \u00bbGefangen zwischen Terror und Krieg?\u00ab befassen sich die Autorinnen und Autoren mit den sozialen und politischen Hintergr\u00fcnden eines Konfliktes, der sich in der Besatzungspolitik und milit\u00e4rischen Aktionen Israels, sowie Selbstmordanschl\u00e4gen der pal\u00e4stinensischen Seite ausdr\u00fcckt. Einig sind sie sich in der Auffassung, dass auf der Regierungsebene, also der pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde und der israelischen Regierung, kaum Anzeichen f\u00fcr eine L\u00f6sung durch Verhandlungen zu finden sind. Im Mittelpunkt der Analysen und Einsch\u00e4tzungen steht deshalb die Frage, welche M\u00f6glichkeiten und Chancen es f\u00fcr einen Frieden aus den Gesellschaften heraus gibt.<\/p>\n<p>Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Gruppen und Organisationen in Israel selbst, die sich f\u00fcr ein Ende der Besatzung und f\u00fcr eine friedliche L\u00f6sung einsetzen, sei es durch gemeinsame Aktionen von Israelis und Pal\u00e4stinenserInnen oder sei es durch die eigene individuelle Entscheidung, sich dem Dienst in der israelischen Armee zu verweigern. Auf pal\u00e4stinensischer Seite kommt eine zentrale Bedeutung der Forderung zu, die Selbstmordanschl\u00e4ge zu beenden und demokratische Reformen einzuleiten.<\/p>\n<p>Der Herausgeber Rudi Friedrich, geboren 1963, ist Maurer und Soziologe. Er ist seit 1993 als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer f\u00fcr Connection e.V. in Offenbach t\u00e4tig. Der Verein unterst\u00fctzt Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Kriegsgebieten. Connection e.V. erhielt 1996 den Aachener Friedenspreis und 2001 den Siegmund-Schultze-F\u00f6rderpreis.<\/li>\n<li><b>Krieg ist Frieden &#8211; \u00dcber Bagdad, Srebrenica, Genua nach Kabul&#8230;. <\/b><br \/>\nVeranstaltung mit dem Autor Wolf Wetzel<br \/>\n<b>Freitag, 18.10.2002 20 Uhr <\/b><br \/>\nCaf\u00e9 ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt\/M.-Bockenheim<br \/>\nVeranstalterInnen: Initiativkreis&#8220;GEGEN BUCH MASSE&#8220;<\/p>\n<p>Krieg ist Frieden &#8211; \u00dcber Bagdad, Srebrenica, Genua nach Kabul<br \/>\nWolf Wetzel<br \/>\nUnrast Verlag &#8211; M\u00fcnster &#8211; 2002<\/p>\n<p>Nach dem Buch &#8222;Die Hunde bellen&#8230;Von A bis (R)Z. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten K\u00e4mpfe der 70er bis 90er Jahre&#8220; setzt Wolf Wetzel die Zeitreise durch die deutsche Geschichte und radikale Linke der letzten zehn Jahre fort.<\/p>\n<p>Weder die terroristische Logik, noch die Zahl ziviler Opfer unterscheiden die Anschl\u00e4gen auf das World Trade Center und das Pentagon vom 11. September 2001 von anderen kriegerischen Akten. Das Besondere an ihnen ist die Tatsache, dass sie auf dem Territorium der USA stattfanden. Nicht die friedliebende und Freiheit spendende Verfasstheit der USA wurden dabei ersch\u00fcttert, sondern der feste Glaube an die eigene milit\u00e4rische Unverwundbarkeit. Der als Antwort auf die Anschl\u00e4ge vom 11.9.2001 ausgerufene Weltkrieg hat nicht das geringste mit einem \u00bbKampf gegen den Terror\u00ab zu tun. Weder die USA noch die Alliierten haben in den letzten 50 Jahren Krieg gef\u00fchrt, um Terror und Gewalt zu bek\u00e4mpfen, sondern das Monopol darauf zu behaupten. Ein Monopol auf Terror und Zerst\u00f6rung, das Voraussetzung daf\u00fcr ist, imperiale und kapitalistische Interessen auch ganz &#8222;friedlich&#8220; durchzusetzen.<\/p>\n<p>Aus dem Inhalt:<\/p>\n<ul type=\"disc\">\n<li>der US-alliierte Krieg gegen den Irak 1991 \/ deutsche BellizistInnen machen mobil<\/li>\n<li>der US-alliierte Krieg gegen Jugoslawien 1999 \/ der Verweis auf die deutsche Geschichte als Kriegserkl\u00e4rung<\/li>\n<li>die Business-Class des Krieges &#8211; die Bodentruppen in Zivil<\/li>\n<li>&#8222;V\u00f6lkermord&#8220; in Jugoslawien? &#8211; Eine Auseinandersetzung mit linken Geschichtsrelativierungen<\/li>\n<li>Was hat das Patriarchat im Krieg (gegen Jugoslawien) zu suchen?<\/li>\n<li>Genua &#8211; im Windschatten des Krieges<\/li>\n<li>Der World-Trade-Krieg 2001ff<\/li>\n<li>&#8222;Anthrax&#8220;-Sporen und Desinformationskrieg &#8211; Bioterrorismus made in USA<\/li>\n<li>Antideutsche Kriegsf\u00fchrung &#8211; Ein Lehrgang f\u00fcr Anf\u00e4ngerInnen und Fortgeschrittene<\/li>\n<li>&#8222;Eine andere Welt ist m\u00f6glich&#8220;- Wenn es mehr als ein Pfeifen im Wald ist, m\u00fcssen wir den Weg dorthin sichtbar machen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Wegbeschreibungen von der Messe<\/h3>\n<ul>\n<li>Caf\u00e9 ExZess: zu Fu\u00df ca. 15 Minuten &#8211; Senckenberganlage bis Bockenheimer Warte\/ Uni-Campus &#8211; Leipziger Stra\u00dfe bis Hausnummer 91<\/li>\n<li>Dritte Welt Haus: zu Fu\u00df ca. 15 Minuten &#8211; Senckenberganlage bis Bockenheimer Warte\/ Uni-Campus &#8211; Leipziger Stra\u00dfe bis Markgrafenstra\u00dfe &#8211; rechts bis Falkstra\u00dfe &#8211; links bis Hausnummer 74<\/li>\n<li>In der Au 14-16: S-Bahn Station Messe S3, S4, S5, bis R\u00f6delheim (2 Stationen) Westerbachstra\u00dfe zu Fu\u00df 5 Minuten bis zur Stra\u00dfe &#8222;In der Au&#8220; &#8211; dort 2. Haus rechts<\/li>\n<li>Katharinenkirche: S-Bahn Station Messe S3, S4, S5, S6 bis Hauptwache<\/li>\n<li>Caf\u00e9 KOZ: zu Fu\u00df ca. 5 Minuten vom Haupteingang Messe entfernt &#8211; Senckenberganlage bis Uni-Campus<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das folgende Programm gibt es auch als PDF zum Herunterladen: als \u00dcbersicht und ausf\u00fchrlich. Turbulenzen &#8211; Widerstand gegen den Ausbau des Rhein-Main-Flughafens: Geschichten, Fakten, Facetten Veranstaltung mit den Autoren Rolf Engelke &amp; Michael Wilk Mittwoch, 9.10.2002 20 Uhr Caf\u00e9 ExZess, Leipziger Str. 91, Frankfurt\/M.-Bockenheim VeranstalterInnen: Initiativkreis &#8222;GEGEN BUCH MASSE&#8220;, Trotzdem Verlagsgenossenschaft, Infocaf\u00e9 Antisystema im Exzess &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2002\/10\/gegenbuchmasse\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"GegenBuchMasse - graswurzelrevolution","description":"Das folgende Programm gibt es auch als PDF zum Herunterladen: als \u00dcbersicht und ausf\u00fchrlich . 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