{"id":12569,"date":"2012-10-15T00:00:38","date_gmt":"2012-10-14T22:00:38","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=12569"},"modified":"2022-07-26T14:22:28","modified_gmt":"2022-07-26T12:22:28","slug":"us-kriegsgegnerin-nach-abschiebung-inhaftiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2012\/10\/us-kriegsgegnerin-nach-abschiebung-inhaftiert\/","title":{"rendered":"US-Kriegsgegnerin nach Abschiebung inhaftiert"},"content":{"rendered":"<p>Connection e.V. forderte die US-Regierung auf, Kimberly Rivera                 unverz&uuml;glich freizulassen. &quot;Aufgrund ihrer Erlebnisse                 als Soldatin im Irak hat Kimberly Rivera die einzig m&ouml;gliche                 Entscheidung getroffen&quot;, so Rudi Friedrich f&uuml;r das Kriegsdienstverweigerungsnetzwerk,                 &quot;um einen erneuten Einsatz zu verhindern. Auch bei einem                 Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerin w&auml;re sie                 unverz&uuml;glich wieder ins Kriegsgebiet &uuml;berstellt und                 damit einem schweren Gewissenskonflikt ausgesetzt worden. Connection                 e.V. fordert daher die bedingungslose Freilassung von Kimberly                 Rivera.&quot;<\/p>\n<p>Connection e.V. bittet zugleich um Unterst&uuml;tzung von Kimberly                 Rivera. &Uuml;ber die Aktionsseite <a href=\"http:\/\/www.Connection-eV.org\/kimberly-form\">www.Connection-eV.org\/kimberly-form<\/a>                 k&ouml;nnen Protest-eMails an den US-Pr&auml;sidenten Barack Obama                 gesendet werden. &Uuml;ber das Formular k&ouml;nnen auch Solidarit&auml;tspostkarten                 an Kimberly Rivera geschickt werden.<\/p>\n<h3> Hintergrund<\/h3>\n<p>Die US-Soldatin Kimberly Rivera war im Oktober 2006 mit ihrer                 Reserveeinheit in den Irak versetzt worden. &quot;Ich hatte das                 Gef&uuml;hl&quot;, so schilderte sie es 2007 gegen&uuml;ber Courage                 to Resist (USA), &quot;dass ich meinen Verstand verliere. Ich                 stand so oft dem Tod gegen&uuml;ber, dass es mich immer noch erschreckt.                 In der Zeit im Irak war der Tod von Soldaten und Zivilpersonen                 allt&auml;glich. Ich war als Wache am Tor eingesetzt. Wir durchsuchten                 Autos, Zivilpersonen und Milit&auml;rkonvois, die st&auml;ndig                 rein und rausfuhren. Mir wurde schlagartig klar, was Krieg wirklich                 bedeutet: Menschen verlieren ihr Leben aufgrund der Machtgier                 eines Staates, Soldaten kommen zur&uuml;ck mit v&ouml;llig neuen                 Problemen wie Albtr&auml;umen, Angstzust&auml;nden, Depressionen,                 Angst, Alkoholmissbrauch, fehlenden Gliedma&szlig;en oder Narben                 durch Verbrennungen. Einige kommen nie mehr zur&uuml;ck.&quot;<\/p>\n<p>W&auml;hrend eines zweiw&ouml;chigen Heimaturlaubs im Januar                 2007 beschloss Kimberly Rivera, dass sie aus moralischen Gr&uuml;nden                 nicht l&auml;nger am Krieg im Irak oder einem anderen Konflikt                 teilnehmen k&ouml;nne. Ihr wurde klar, dass ihr nur das unerlaubte                 Entfernen von der Truppe blieb. Sie nahm aufgrund des schwierigen                 Verfahrens und der Ablehnung anderer Kriegsdienstverweigerer an,                 keine Anerkennung erreichen zu k&ouml;nnen. Zudem bef&uuml;rchtete                 sie, w&auml;hrend des Verfahrens in den Irak zur&uuml;ckkehren                 zu m&uuml;ssen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren Kindern                 ging sie nach Kanada und beantragte dort Asyl.<\/p>\n<p>Kimberly Rivera wurde eine Abschiebungsverf&uuml;gung f&uuml;r                 den 20. September 2012 &uuml;bergeben. Die Abschiebung wurde von                 den kanadischen Beh&ouml;rden angeordnet, obwohl eine Entscheidung                 zu Riveras Antrag, ihr aus humanit&auml;ren und H&auml;rtefallgr&uuml;nden                 im Interesse ihrer vier Kinder einen Aufschub zu gew&auml;hren,                 ausstand.<\/p>\n<p> Nach Informationen der War Resisters Support Campaign (Kanada)                 stellte sich Kimberly Rivera am Morgen des 20. September an der                 Grenze den US-Milit&auml;rbeh&ouml;rden. Sie wurde unverz&uuml;glich                 verhaftet und wenige Tage sp&auml;ter nach Fort Carson, Colorado,                 &uuml;berstellt. Dort droht ihr ein Strafverfahren wegen Unerlaubter                 Abwesenheit und Desertion und damit eine Haftstrafe von bis zu                 f&uuml;nf Jahren.<\/p>\n<p>Die Familie von Kimberly Rivera kehrte ebenfalls in die USA zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>Kimberly Rivera wird von verschiedenen Organisationen unterst&uuml;tzt,                 so Courage to Resist (USA), War Resisters Support Campaign (Kanada)                 und Amnesty International, die Kimberly Rivera als gewaltlose                 politische Gefangene ansehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Connection e.V. forderte die US-Regierung auf, Kimberly Rivera unverz&uuml;glich freizulassen. &quot;Aufgrund ihrer Erlebnisse als Soldatin im Irak hat Kimberly Rivera die einzig m&ouml;gliche Entscheidung getroffen&quot;, so Rudi Friedrich f&uuml;r das Kriegsdienstverweigerungsnetzwerk, &quot;um einen erneuten Einsatz zu verhindern. 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