{"id":12709,"date":"2006-08-25T00:00:57","date_gmt":"2006-08-24T22:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=12709"},"modified":"2022-07-26T14:24:23","modified_gmt":"2022-07-26T12:24:23","slug":"das-alltaegliche-sterben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2006\/08\/das-alltaegliche-sterben\/","title":{"rendered":"Das allt\u00e4gliche Sterben"},"content":{"rendered":"<p>35.000 Mensch sterben t&auml;glich an &quot;vernachl&auml;ssigten                 Krankheiten&quot;. W&auml;hrend die durchschnittliche Lebenserwartung                 in Deutschland 78 Jahre betr&auml;gt, liegt sie in Afrika s&uuml;dlich                 der Sahara bei 46 Jahren. Auch werden in der &quot;3. Welt&quot;                 elf mal so viele gesunde Lebensjahre &quot;verloren&quot; wie                 in den Industriel&auml;ndern.<\/p>\n<p>Da sich die Pharma-Industrie im Kapitalismus lieber an den Gewinnaussichten                 orientiert als an den Bed&uuml;rfnissen der Menschen, kommt es                 dazu, dass lebenswichtige Medikamente f&uuml;r tausende Menschen                 unbezahlbar bleiben und\/oder erst gar nicht entwickelt werden.<\/p>\n<h3>Forschung f&uuml;r wen?<\/h3>\n<p>Weniger als 1% der entwickelten Medikamente bek&auml;mpfen Tropenkrankheiten                 wie Malaria oder die Schlafkrankheit. Dahingegen werden 90% der                 Forschungsmittel f&uuml;r Lifestyle-Produkte und Medikamente ausgegeben,                 die zusammen 10% der globalen Krankheitslast ausmachen (Anteil                 an allen verlorenen gesunden Lebensjahren). Viele &quot;Entwicklungen&quot;                 sind aber Schein-Innovationen, das hei&szlig;t nur ca. jedes vierte                 Medikament bringt einen therapeutischen Fortschritt. Wenn das                 bei den anderen nicht der Fall ist, kann es nicht verwundern,                 dass f&uuml;r die Werbung doppelt so viel Geld ausgegeben wird,                 wie f&uuml;r die Forschung.<\/p>\n<p> Die Forschung wird aber nicht von der Pharma-Industrie alleine                 betrieben, weltweit flie&szlig;en in die Forschung mehr &ouml;ffentliche                 Gelder und Gelder von gemeinn&uuml;tzigen, privaten Organisationen                 als von der Industrie. Vor allem die Grundlagenforschung wird                 vorwiegend &ouml;ffentlich finanziert. Wenn es dann um das konkrete                 Medikament geht, ist die Pharma-Industrie auch schnell dabei und                 meldet ein Patent an.<\/p>\n<h3>Sinn und Unsinn von Patenten<\/h3>\n<p>Oft werden Patente mit den hohen Entwicklungskosten von Medikamenten                 begr&uuml;ndet. Abgesehen davon, dass h&auml;ufig zu hohe Zahlen                 genannt werden, w&auml;re die Entwicklung neuer Medikamente sicher                 auch kosteng&uuml;nstiger, wenn die WissenschaftlerInnen kooperieren                 k&ouml;nnten und nicht durch Konkurrenz in Geheimniskr&auml;merei                 verfallen. Dass nur 4% aller Ver&ouml;ffentlichungen von Forschungsergebnissen                 von der Pharma-Industrie stammen, ist der beste Beleg f&uuml;r                 diese Geheimniskr&auml;merei. <\/p>\n<p> Au&szlig;erdem ist es falsch zu glauben, Medikamentenforschung                 w&uuml;rde nur mit Patenten stattfinden. Es gibt genug ForscherInnen,                 die aus Interesse forschen &#8211; und dies auch ohne gro&szlig;en finanziellen                 Anreiz tun w&uuml;rden. Patente auf Medikamente gibt es in Deutschland                 auch erst seit 1968. <\/p>\n<p> Mit der Abschaffung von Patenten muss nat&uuml;rlich eine verst&auml;rkte                 &ouml;ffentliche Forschung einhergehen, die sich auch st&auml;rker                 mit den vernachl&auml;ssigten Krankheiten befasst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>35.000 Mensch sterben t&auml;glich an &quot;vernachl&auml;ssigten Krankheiten&quot;. W&auml;hrend die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland 78 Jahre betr&auml;gt, liegt sie in Afrika s&uuml;dlich der Sahara bei 46 Jahren. Auch werden in der &quot;3. Welt&quot; elf mal so viele gesunde Lebensjahre &quot;verloren&quot; wie in den Industriel&auml;ndern. 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