{"id":12876,"date":"2006-03-12T00:00:07","date_gmt":"2006-03-11T22:00:07","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=12876"},"modified":"2022-07-26T13:11:45","modified_gmt":"2022-07-26T11:11:45","slug":"fuer-eine-grundlegende-wende-in-der-energiepolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2006\/03\/fuer-eine-grundlegende-wende-in-der-energiepolitik\/","title":{"rendered":"F\u00fcr eine grundlegende Wende in der Energiepolitik"},"content":{"rendered":"<p>Die atomare Katastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 wurde                 zum Symbol f&uuml;r eine verfehlte Energiepolitik, deren Gefahrenpotential                 untragbar ist. Die Folgen des Super-GAUs von Tschernobyl wurden                 vertuscht, verharmlost, bagatellisiert, verdr&auml;ngt. Dabei                 ist der Atomunfall von Tschernobyl f&uuml;r viele Millionen Menschen                 immer noch hochaktuell: in der Ukraine, Wei&szlig;russland, Russland,                 Polen, aber auch in West- und Nordeuropa. Sie leiden bis heute                 unter den Folgen der Katastrophe.<\/p>\n<h3>Der Atomtod bedroht uns alle: durch Atomkraftwerke und Atomwaffen<br \/>                 Deshalb fordern wir: Atomkraftwerke abschalten!<\/h3>\n<p>Tschernobyl 1986 zeigt, dass der Betrieb von Atomkraftwerken                 ein &quot;Restrisiko&quot; von ungeheurem Ausma&szlig; birgt.                 Selbst bei den h&ouml;chsten Sicherheitsstandards besteht das                 Risiko eines Kernschmelzunfalls, eines GAUs. Doch schon der st&ouml;rungsfreie                 Normalbetrieb von AKWs bringt erhebliche Gefahren. So geben AKW,                 Atomm&uuml;ll-Zwischenlager sowie Atomm&uuml;lltransporte stetig                 radioaktive Strahlen und Partikel ab, die insbesondere Krebs verursachen                 und das Erbgut sch&auml;digen k&ouml;nnen. Zudem w&auml;chst mit                 jeder Stunde fortlaufenden Betriebs die Menge an radioaktivem                 Atomm&uuml;ll, f&uuml;r den es bisher noch auf der gesamten Erde                 kein geeignetes Endlager gibt. Ein solches muss daf&uuml;r dienen,                 den hochgiftigen Atomm&uuml;ll f&uuml;r mehrere hunderttausend                 Jahre sicher von der Umwelt abgeschottet zu verwahren. Eine weitere                 ernsthafte Bedrohung besteht in gezielten Terrorattacken auf AKWs.<\/p>\n<p>Die Nutzung der Atomenergie l&auml;sst sich weder moralisch noch                 politisch rechtfertigen. Tschernobyl &#8211; das h&auml;tte der Anfang                 vom Ende der Atomenergie sein k&ouml;nnen. Aber 20 Jahre danach                 ist der Ausstieg aus der Atomkraft national und international                 in Frage gestellt. Die Atomlobby f&uuml;hrt Klimawandel sowie                 Verteuerung von &Ouml;l und Gas als Argumente an, um der Atomkraft                 eine Renaissance zu bereiten. Doch die ohnehin schon viel zu langen                 Restlaufzeiten f&uuml;r deutsche Atomkraftwerke d&uuml;rfen nicht                 verl&auml;ngert werden. Jeder Tag Atomkraft k&ouml;nnte einer                 zuviel sein. Deshalb setzen wir uns ein f&uuml;r einen Atomausstieg,                 der diesen Namen auch verdient.<\/p>\n<h3>Atomwaffen abschaffen!<\/h3>\n<p>Heute bedrohen uns rund 28.000 Atomwaffen im Besitz von acht                 oder neun Atomwaffenstaaten. Mit dieser geballten Ladung an Vernichtungskraft                 kann unsere Welt gleich mehrere Male zerst&ouml;rt werden. Zunehmend                 bedrohlich wird die Situation noch dadurch, dass in den kommenden                 Jahren eine Reihe weiterer L&auml;nder in den Besitz von Atomwaffen                 gelangen k&ouml;nnten. Warum sollten sie darauf verzichten, wenn                 die jetzigen Atomwaffenstaaten keine Abr&uuml;stung betreiben?                 Schon bald k&ouml;nnte deshalb die Zahl der Atomm&auml;chte auf                 20 bis 30 angewachsen sein. Zivile und milit&auml;rische Nutzung                 der Atomtechnologie lassen sich nicht sauber von einander trennen.                 Dies ist einer der Gr&uuml;nde f&uuml;r den aktuellen Atomkonflikt                 mit dem Iran. L&auml;nder die nach Atomwaffen streben, werden                 dies stets &uuml;ber die Br&uuml;cke der Atomkraft versuchen.                 Der Ausbau der Atomkraft tr&auml;gt zwangsl&auml;ufig zur Verbreitung                 von Atomwaffen bei.<\/p>\n<p>Das Gedenken am 20. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl                 mahnt unerbittlich, dass die Welt frei werden muss von Atomkraftwerken                 und Atomwaffen! Alternativen m&uuml;ssen dringend weiterentwickelt                 und vor allem konsequent umgesetzt werden. Atomare Abr&uuml;stung                 hei&szlig;t f&uuml;r Deutschland zuallererst: die noch immer in                 den US-St&uuml;tzpunkten B&uuml;chel und Ramstein stationierten                 amerikanischen Atomwaffen m&uuml;ssen umgehend abgezogen werden.<\/p>\n<h3>Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch&ouml;pfung durch                 die Sonne<\/h3>\n<p>Wir setzen uns daf&uuml;r ein, die fossil-atomare Energiewirtschaft                 vollst&auml;ndig abzul&ouml;sen durch konsequente Energie-Einsparung,                 durch Erh&ouml;hung der Energie-Effizienz und vor allem durch                 die Nutzung eines umfassenden Energiemix aus Erneuerbaren Energien.                 Der in Deutschland und in anderen L&auml;ndern eingeleitete Strukturwandel                 zu Erneuerbaren Energien muss konsequent fortgesetzt werden.<\/p>\n<p>Eine solche Energiepolitik verhindert die Gefahren, die durch                 die Atomkraft heraufbeschworen werden. Sie tr&auml;gt nicht zur                 Klimakatastrophe und Gesundheitsgef&auml;hrdung durch die Vergiftung                 der Umwelt bei. Wer von dezentral erzeugten Erneuerbaren Energien                 lebt, muss nicht rund um die Welt Kriege f&uuml;hren um knappe                 Rohstoffe wie &Ouml;l, Kohle, Gas und Uran; er liefert kein Futter                 f&uuml;r den Bau von Atombomben. Der weltweite Wechsel zu dezentral                 erzeugten Erneuerbaren Energien kann verhindern helfen, dass die                 Armut durch die Verteuerung des &Ouml;ls noch mehr steigt. Der                 weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien bringt t&auml;glich neue                 Arbeitspl&auml;tze. <\/p>\n<p>Die Nutzung der Erneuerbaren Energien f&ouml;rdert also Frieden                 und Gerechtigkeit und tr&auml;gt zur Erhaltung der nat&uuml;rlichen                 Lebensgrundlagen bei. Es gibt einen Fluchtweg aus dem Treibhaus.                 Der Krieg gegen die Natur und die Kriege zwischen Staaten k&ouml;nnen                 &uuml;berwunden werden. Kein Kind auf dieser Welt muss in Zukunft                 verhungern. Eine andere Welt ist m&ouml;glich!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die atomare Katastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 wurde zum Symbol f&uuml;r eine verfehlte Energiepolitik, deren Gefahrenpotential untragbar ist. Die Folgen des Super-GAUs von Tschernobyl wurden vertuscht, verharmlost, bagatellisiert, verdr&auml;ngt. 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