{"id":13035,"date":"2013-10-01T00:00:56","date_gmt":"2013-09-30T22:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=13035"},"modified":"2022-07-26T14:22:22","modified_gmt":"2022-07-26T12:22:22","slug":"experimentelle-destabilisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2013\/10\/experimentelle-destabilisierung\/","title":{"rendered":"Experimentelle Destabilisierung"},"content":{"rendered":"<p>Der Pr\u00e4sident, dessen R\u00fccktritt etwa die Bundesregierung bereits                 im Mai 2011 gefordert hatte &#8211; w\u00e4hrend ihre Verb\u00fcndeten mit einer                 \u00e4hnlichen Begr\u00fcndung Libyen mit dem Ziel eines Regime Change bombardierten                 &#8211; beantragte den Beitritt Syriens zur Chemiewaffenkonvention,                 der von den Vertretern Russlands, den ma\u00dfgeblichen NATO-Staaten                 und dem UN-Generalsekret\u00e4rs begr\u00fc\u00dft wurde. <\/p>\n<p>Gut zwei Jahre zuvor hatte u.a. die Bundesregierung die diplomatischen                 Kontakte zur syrischen Regierung fast vollst\u00e4ndig eingefroren,                 sp\u00e4ter gemeinsam mit der EU und den &#8222;Freunden Syriens&#8220;, die Nationale                 Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskr\u00e4fte als                 &#8222;legitime Vertreter der Bestrebungen des syrischen Volkes&#8220; anerkannt.               <\/p>\n<p>Zwei Jahre lang hatte die Bundesregierung nichts dagegen einzuwenden,                 dass ihre Partnerstaaten Waffen an die Opposition lieferten und                 hat sie auch selbst ihre Hilfslieferungen lieber (streng genommen)                 illegal und humanit\u00e4re Prinzipien verletzend \u00fcber von den Rebellen                 besetzte Grenzposten in die von Rebellen gehaltenen Gebiete geliefert,                 als mit der syrischen Regierung zusammenarbeiten bzw. ihre Hoheit                 \u00fcber das syrische Territorium anzuerkennen. Im Rahmen der EU hat                 sie noch im Mai 2013 mitgetragen, dass das EU-Waffenembargo gegen                 Syrien nicht verl\u00e4ngert wird, weil u.a. Frankreich und Gro\u00dfbritannien                 die Rebellen auch offen und mit schwererem milit\u00e4rischen Ger\u00e4t                 unterst\u00fctzen wollten. <\/p>\n<p>Am 10. September 2013 hingegen, knapp drei Wochen nach dem mutma\u00dflichen                 Giftgasangriff, begr\u00fc\u00dfte die EU-Au\u00dfenbeauftragte Catherine Ashton                 die Vorschl\u00e4ge, die syrischen Chemiewaffenbest\u00e4nde unter internationale                 Kontrolle zu stellen, und bot hierbei die Hilfe der EU an. Weiter                 hei\u00dft es in der entsprechenden Pressemitteilung: &#8222;Wir erwarten                 von den syrischen Autorit\u00e4ten, volle Verantwortung daf\u00fcr zu \u00fcbernehmen,                 dass ihre chemischen Waffen bis zu ihrer von unabh\u00e4ngiger Seite                 best\u00e4tigten Zerst\u00f6rung sicher aufbewahrt werden und nicht in die                 H\u00e4nde anderer staatlicher oder nicht-staatlicher Akteure geraten&#8220;.               <\/p>\n<p>Das kann geradezu als Aufforderung verstanden werden, unter dem                 Vorwand, Chemiewaffen zu sichern, noch offensiver gegen die bewaffnete                 Opposition vorzugehen und die vollst\u00e4ndige Herrschaft \u00fcber das                 syrische Territorium wieder herzustellen. <\/p>\n<p>Die Medien zogen schnell nach: Assad lie\u00df nicht mehr &#8222;sein Volk                 bombardieren&#8220; oder setzte die &#8222;Luftwaffe gegen die eigene Bev\u00f6lkerung&#8220;                 ein sondern f\u00fchrte nur noch die &#8222;Luftschl\u00e4ge gegen bewaffnete                 Milizen&#8220; fort, er war nun nicht mehr &#8222;Machthaber&#8220;, sondern wieder                 &#8222;Pr\u00e4sident&#8220;.<\/p>\n<h3>Was passiert war, ist bekannt<\/h3>\n<p>Am Morgen des 21. August 2013 wurden mehrere Vororte von Damaskus                 mit Granaten beschossen. Kurz darauf machten schreckliche Videos                 mit dutzenden Leichen ohne sichtbare Verletzungen und von Sterbenden                 mit Vergiftungserscheinungen die Runde. <\/p>\n<p>Sie sollten aus Orten stammen, die nur wenige Kilometer von dem                 Hotel entfernt liegen, in dem UN-Inspektoren untergebracht waren,                 die drei fr\u00fchere mutma\u00dfliche Eins\u00e4tze von Giftgas untersuchen                 sollten. <\/p>\n<p>Die USA, Gro\u00dfbritannien, Frankreich und Israel zeigten sich davon                 \u00fcberzeugt, dass Assad oder zumindest sein Regime hinter dem Einsatz                 standen, behaupteten zun\u00e4chst auch \u00fcber Beweise, sp\u00e4ter nur noch                 \u00fcber starke Hinweise hierf\u00fcr zu verf\u00fcgen. <\/p>\n<p>Obama lie\u00df \u00f6ffentlich milit\u00e4rische Optionen ausarbeiten und verlegte                 zus\u00e4tzliche Truppen, insbesondere Kriegsschiffe, in die Region,                 Frankreich und Gro\u00dfbritannien sowie mehrere Golfmonarchien k\u00fcndigten                 ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr Milit\u00e4rschl\u00e4ge an. Sowohl innenpolitisch                 wie in der internationalen \u00d6ffentlichkeit wuchs der Druck, die                 von Obama gezogenen &#8222;Roten Linien&#8220; durchzusetzen und milit\u00e4risch                 zu intervenieren, zugleich zeigten jedoch Umfragen in den beteiligten                 NATO-Staaten eine deutliche Mehrheit gegen Milit\u00e4rschl\u00e4ge an.                 Vor allem aber machten China und Russland klar, dass sie einem                 Mandat hierf\u00fcr nicht zustimmen w\u00fcrden. Aus den Reihen wichtiger                 Verb\u00fcndeter &#8211; in diesem Falle auch der im Wahlkampf befindlichen                 deutschen Bundesregierung &#8211; kamen Signale, dass man sich zwar                 peripher an einem solchen Krieg beteiligen, ihn aber nicht voller                 Inbrunst guthei\u00dfen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das erste Zur\u00fcckrudern mit der Behauptung, man wolle milit\u00e4risch                 nicht den Sturz des Assad-Regimes durchsetzen, sondern dieses                 nur durch Luftschl\u00e4ge &#8222;bestrafen&#8220;, best\u00e4rkte international Zweifel                 an Sinn und Zweck der Intervention.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen entschiedeneren R\u00fcckzug von der vorherigen Festlegung                 auf Milit\u00e4rschl\u00e4ge nutzte zun\u00e4chst der britische Premierminister                 Cameron, sp\u00e4ter auch Obama die Parlamente: Indem sie diese befragten                 (was beide nicht h\u00e4tten tun m\u00fcssen) schufen sie sich eine M\u00f6glichkeit,                 den bevorstehenden neuen Krieg erst einmal aufzuschieben, ohne                 vollst\u00e4ndig das Gesicht zu verlieren.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr Gr\u00fcnde hatte dieses Vorgehen, die wachsende Skepsis auch                 innerhalb der strategischen Gemeinschaft und unter den Kriegsbef\u00fcrwortern?<\/p>\n<p>Der wichtigste Grund d\u00fcrfte darin bestehen, dass nach den Debakeln                 in Afghanistan und dem Irak eine langfristige Besatzung mit Bodentruppen                 vermieden werden soll und es unter den bewaffneten syrischen Kr\u00e4ften                 keine &#8222;nat\u00fcrlichen Verb\u00fcndeten des Westens&#8220; (S\u00fcddeutsche Zeitung)                 gab, denen man die flankierenden Offensiven am Boden h\u00e4tte \u00fcberlassen                 k\u00f6nnen. Hinzu kommt ein offensichtlich immenser Respekt vor der                 syrischen Luftverteidigung, die mit russischer Hilfe noch w\u00e4hrend                 des B\u00fcrgerkrieges massiv ausgebaut wurde. Die gro\u00dfz\u00fcgig an die                 interessierte \u00d6ffentlichkeit lancierten vermeintlichen Angriffspl\u00e4ne                 schienen sich allesamt daran die Z\u00e4hne auszubei\u00dfen, wie mit Cruise                 Missiles und Drohnen alleine die hinter dicht bebauten K\u00fcsten                 verteilte Luftverteidigung ausgeschaltet werden k\u00f6nnte, bevor                 bemannte Kampfflugzeuge mit schwereren Gesch\u00fctzen die eigentlichen                 Ziele ins Visier nehmen k\u00f6nnten. Zunehmend wurde in der Debatte                 au\u00dferdem das immense Eskalationspotential anerkannt, wenn sich                 etwa m\u00f6gliche Gegenschl\u00e4ge &#8211; vielleicht gar nicht unter Kontrolle                 oder Zustimmung des Assad-Regimes &#8211; gegen Israel gerichtet und                 damit wom\u00f6glich den Krieg gegen den Iran ausgel\u00f6st (oder besser:                 offen eskalieren lassen) h\u00e4tten. An dieser Stelle kam dann sicherlich                 auch der Aspekt der innenpolitischen und Internationalen Legitimit\u00e4t                 ins Spiel: Nicht dass die NATO-Staaten grunds\u00e4tzlich Hemmungen                 h\u00e4tten, einen v\u00f6lkerrechtswidrigen Krieg auch gegen den Willen                 einer Mehrheit ihrer Bev\u00f6lkerung zu f\u00fchren, aber dazu braucht                 es dann doch klare strategische Ziele (wie bei der Zerschlagung                 Jugoslawiens im Kontext der NATO-Osterweiterung) und ein gewisses                 Ma\u00df an Geschlossenheit. Alleine mit den Golfmonarchien ohne klares                 Ziel einen v\u00f6lkerrechtswidrigen Krieg zu f\u00fchren, der Gefahr l\u00e4uft,                 in eine Art Dritten Weltkrieg auszuarten, das wollten sich auch                 die USA unter dem Friedensnobelpreistr\u00e4ger Obama nicht mehr wirklich                 leisten.<\/p>\n<p>An dieser Stelle kamen dann die vermeintlich flapsige Aussage                 des US-Au\u00dfenministers in London, man k\u00f6nne auf die Luftschl\u00e4ge                 verzichten, wenn Syrien seine Chemiewaffen abgibt, und die daraufhin                 von Russland ins Spiel gebrachte Verhandlungsl\u00f6sung gerade recht.                 Sie gibt allen Beteiligten Zeit, ihre Ausgangslage zu verbessern.                 Assad kann die vielleicht nur kurze Phase internationaler Anerkennung                 nutzen, um gegen\u00fcber den Rebellen milit\u00e4risch weiter Boden zu                 gewinnen. Die USA nutzen die Zeit offenbar, um in Syrien und den                 Nachbarstaaten jene Milizen auf- und auszubauen, die sie f\u00fcr den                 Fall tats\u00e4chlicher Luftschl\u00e4ge am Boden brauchen und vermutlich                 auch an der Konstruktion neuer Legitimationsfiguren hierf\u00fcr. <\/p>\n<p>Und die Bundesregierung braucht sich nicht mitten im Wahlkampf                 hinter einen Krieg zu stellen, den sie zumindest zu diesem Zeitpunkt                 und unter den gegebenen Umst\u00e4nden gar nicht will. Deshalb hat                 sie sich vermutlich auch so schnell und entschieden hinter die                 Verhandlungsl\u00f6sung in Sachen Chemiewaffen gestellt. Am feinsten                 heraus scheint gegenw\u00e4rtig die russische Diplomatie, nachdem sie                 \u00fcber zwei Jahre der Kumpanei mit Assad und einer Blockade im Sicherheitsrat                 bezichtigt wurde und nun als Vermittler auftritt.<\/p>\n<p>Mit Syrien und der Lage der Menschen dort hat das alles so wenig                 zu tun, wie die internationale Politik bez\u00fcglich Syriens von Anfang                 an mit Demokratie und Menschenrechten zu tun hatte. Es waren lange                 die unterschiedlichen Projektionen auf das verworrene Konglomerat                 der syrischen Oppositionsgruppen als &#8222;Revolution\u00e4re&#8220;, &#8222;Menschenrechtsaktivisten&#8220;,                 &#8222;Befreiungsk\u00e4mpfer&#8220;, &#8222;Milizen&#8220;, &#8222;S\u00f6ldner&#8220;, &#8222;Djihadisten&#8220; und &#8222;Terroristen&#8220;,                 in denen sich die politischen und internationalen Auseinandersetzungen                 ausgedr\u00fcckt, w\u00e4hrend sie in Syrien selbst die Militarisierung,                 die Barbarisierung und das Blutvergie\u00dfen vorangetrieben haben.               <\/p>\n<p>Es sollte au\u00dfer Frage stehen, dass etwa im Falle Deutschlands                 die R\u00fccktrittsforderungen an Assad, die Anerkennung der Opposition,                 die F\u00f6rderung von Gespr\u00e4chskreisen zum &#8222;Day After&#8220; und die Gr\u00fcndung                 einer Arbeitsgruppe &#8222;Wirtschaftlicher Aufbau und Entwicklung&#8220;                 mit Vertretern der Opposition (noch vor der Eskalation zum B\u00fcrgerkrieg),                 die Diskussionen um eine milit\u00e4rische Intervention zugunsten der                 Rebellen bei ausbleibender Verurteilung terroristischer Akte und                 Massaker gegen die Regierung und ihre &#8222;Anh\u00e4nger&#8220;, die Duldung                 der Aufr\u00fcstung und die geheimdienstliche Unterst\u00fctzung des militarisierten                 Aufstandes usw. vor dem Hintergrund des Regime Change in Libyen                 zumindest dazu beigetragen haben, dass die Opposition nicht nur                 zu den Waffen gegriffen hat, sondern in der Hoffnung, zuk\u00fcnftig                 selbst die Macht im Staate zu \u00fcbernehmen, auch in Gebiete vorgesto\u00dfen                 ist, deren Bev\u00f6lkerung mehrheitlich hinter Assad standen oder                 zumindest mit dem Aufstand nicht sympathisierten. Die unterschiedlichen                 Projektionen auf den &#8222;Widerstand&#8220; sind nun vor\u00fcbergehend nicht                 minder irref\u00fchrende aber dennoch ehrlicheren Personalisierungen                 gewichen: Obamas &#8222;Glaubw\u00fcrdigkeit&#8220; steht auf dem Spiel, er d\u00fcrfe                 &#8222;keine Schw\u00e4che zeigen&#8220;, Cameron sei vom Parlament &#8222;gedem\u00fctigt&#8220;                 worden und Merkel habe sich &#8222;blamiert&#8220;, als sie beim G20-Treffen                 in St. Petersburg nicht sofort eine Erkl\u00e4rung unterzeichnet hat,                 mit der sie sich und damit (im Verbund mit Frankreich, Gro\u00dfbritannien                 und Italien) gleich die ganze EU hinter eine US-Milit\u00e4rintervention                 gestellt hat.<\/p>\n<p>Das Gerede vom &#8222;starken Mann&#8220; verschleiert ebenso wie die Projektionen                 auf die &#8222;Revolution\u00e4ren&#8220; die zugrundeliegenden Dynamiken internationaler                 Politik. Die Politik der NATO-Staaten hat sich im Kontext von                 Ideologien der &#8222;humanit\u00e4ren Intervention&#8220; und der &#8222;Schutzverantwortung&#8220;                 zunehmend auf die experimentelle Destabilisierung von politischen                 Gef\u00fcgen ausgerichtet, die sich in ihrer Wirtschafts- oder ihrer                 B\u00fcndnispolitik als unzuverl\u00e4ssig erweisen. <\/p>\n<p>In Syrien, das als enger Partner des Iran gilt, wurden die aufkeimenden                 Proteste im Zuge der Ereignisse 2011 in Tunesien und \u00c4gypten entsprechend                 als M\u00f6glichkeit wahrgenommen, ein unliebsames Regime zu destabilisieren                 und zu ersetzen &#8211; ganz anders als die Proteste etwa in Bahrain,                 die von einer schiitischen Bev\u00f6lkerungsmehrheit getragen waren                 und damit im Verdacht standen, iranischen Interessen Vorschub                 zu leisten. <\/p>\n<p>Aus keinem NATO-Staat kam hier die Aufforderung nach einem R\u00fccktritt                 des K\u00f6nigs, Deutschland hielt an seinen umstrittenen Waffenlieferungen                 an die Staaten des Golf-Kooperationsrates fest. Es ist bemerkenswert                 und bedenklich, dass sich zivilgesellschaftliche Netzwerke wie                 &#8222;adopt a revolution&#8220; und sogar linksradikale Strukturen aus dem                 IL-Spektrum diesen doppelten Standards anpassen (vgl. dazu GWR                 369).<\/p>\n<p>Zugleich (und vielleicht deshalb) gibt es jedoch auch entgegengesetzte                 Tendenzen innerhalb der Linken, die dazu tendieren, Assad zu glorifizieren                 und die russische Au\u00dfenpolitik zu feiern. Es hat einen wahren                 Kern, dass die russische Diplomatie gegenw\u00e4rtig und in Bezug auf                 Syrien den Vorrang der Diplomatie vor der Kriegf\u00fchrung, das V\u00f6lkerrecht                 und das Souver\u00e4nit\u00e4tsprinzip verteidigt. <\/p>\n<p>Auch das allerdings geschieht vor dem Hintergrund geopolitischer                 Interessen, ungekl\u00e4rter Territorialkonflikte und hat nichts mit                 den Interessen der syrischen Bev\u00f6lkerung zu tun. Im Gegenteil:                 Russland bietet sich damit als Partner &#8211; vor allem in Sachen Luftverteidigung                 und Propaganda &#8211; gerade besonders repressiven Regimen an, um sie                 vor einem von au\u00dfen gef\u00f6rderten &#8222;Regime Change&#8220; zu bewahren. <\/p>\n<p>Es ergibt sich somit eine Konstellation zwischen experimenteller                 Destabilisierung unerw\u00fcnschter Regime durch die NATO-Staaten und                 der Verteidigung autorit\u00e4rer Systeme durch China und Russland.<\/p>\n<p>Jede Revolte droht, dazwischen erstickt und zerrieben zu werden                 und muss neue Wege suchen &#8211; die Zapatistas in Mexiko haben wom\u00f6glich                 Antworten, die syrische Exil-Opposition und andere &#8222;Befreiungsbewegungen&#8220;,                 die sich auf Luftunterst\u00fctzung der NATO verlassen, scheinen keine                 zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Pr\u00e4sident, dessen R\u00fccktritt etwa die Bundesregierung bereits im Mai 2011 gefordert hatte &#8211; w\u00e4hrend ihre Verb\u00fcndeten mit einer \u00e4hnlichen Begr\u00fcndung Libyen mit dem Ziel eines Regime Change bombardierten &#8211; beantragte den Beitritt Syriens zur Chemiewaffenkonvention, der von den Vertretern Russlands, den ma\u00dfgeblichen NATO-Staaten und dem UN-Generalsekret\u00e4rs begr\u00fc\u00dft wurde. Gut zwei Jahre zuvor hatte u.a. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2013\/10\/experimentelle-destabilisierung\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Experimentelle Destabilisierung - graswurzelrevolution","description":"Der Pr\u00e4sident, dessen R\u00fccktritt etwa die Bundesregierung bereits im Mai 2011 gefordert hatte - w\u00e4hrend ihre Verb\u00fcndeten mit einer \u00e4hnlichen Begr\u00fcndung Libyen mi"},"footnotes":""},"categories":[720,1025,1027],"tags":[],"class_list":["post-13035","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-382-oktober-2013","category-die-waffen-nieder","category-wir-sind-nicht-alleine"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13035"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13035\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}