{"id":13204,"date":"2014-01-01T00:00:34","date_gmt":"2013-12-31T22:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=13204"},"modified":"2022-07-26T14:12:09","modified_gmt":"2022-07-26T12:12:09","slug":"wir-waren-verrueckte-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2014\/01\/wir-waren-verrueckte-2\/","title":{"rendered":"&#8222;Wir waren Verr\u00fcckte&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><b>Graswurzelrevolution (GWR): Was ist heute zu machen? Meinst                 Du, man kann heute noch einmal einen Projekt-A-Neustart probieren?<\/b><\/p>\n<p><b>Oder w\u00fcrdest Du eher sagen, das Projekt A ist Geschichte und                 es gibt keine M\u00f6glichkeit, an diese Ideen, die im <i>Projekt A-Buch<\/i>                 gut dargestellt sind, noch einmal anzukn\u00fcpfen?<\/b><\/p>\n<p><i>Andreas Ess: <\/i>Na ja, das &#8222;Horst Stowasser Projekt A&#8220;, sag                 ich mal, ist auch ein St\u00fcck weit daran gescheitert, dass Horst                 Stowasser mit dabei war, ohne dass er das jetzt wollte, weil er                 ja auch von vielen als Leitfigur, die man als Anarcho bek\u00e4mpfen                 muss, empfunden wurde.<\/p>\n<p>Wenn man voraussetzt, dass Scheitern in dem Fall eben hei\u00dft,                 dass es nicht stattfindet, dann ist es gescheitert. Aber es hat                 ver\u00e4ndert. Es hat Gedankenwelten ver\u00e4ndert. Das ist mehr wert                 als die meisten Zeitungen, die wir bisher herausgegeben haben.                 Die tun das in der Regel n\u00e4mlich nicht. Das Ding hat wirklich                 Gedankenwelten bei Menschen ver\u00e4ndert. Es hat Biografien ver\u00e4ndert.                 Das ist auch nicht ganz unwichtig. Zum Beispiel meine. Oder auch                 die von Bernd Elsner, dem Kollegen, den du f\u00fcr die GWR 383 interviewt                 hast. Da hat es definitiv Biografien ver\u00e4ndert und das ist ja                 auch etwas. Ich w\u00fcrde mir meine Biografie nicht ohne das Projekt                 A vorstellen wollen. Ich wei\u00df nicht, wo ich dann w\u00e4re. <\/p>\n<p>Ja klar, das ist jederzeit reproduzierbar. Ich wei\u00df nicht, ob                 heute jemand hingeht und sich das Projekt-A-Buch schnappt, liest                 und sagt, oh geil, das mache ich jetzt. Kann sein, kann aber auch                 sein, dass sich jemand das Buch schnappt und sagt, das ist Anfang                 der 80er Jahre entstanden, lass uns das mal ein bisschen umarbeiten                 und gucken, ob wir da nicht etwas draus machen. Vielleicht k\u00f6nnen                 wir auch von den Erfahrungen profitieren, die die damit gemacht                 haben. Wir haben ja nun wirklich teilweise recht b\u00f6se Fehler gemacht,                 und bestimmte Fehler muss man heute nicht mehr machen.<\/p>\n<p>Wenn man das als gescheitert sehen will, dann kann man das tun,                 aber ich halte diese Sicht f\u00fcr eine kapitalistische. Wenn ich                 sage, Projekt A ist nur dann nicht gescheitert, wenn es tats\u00e4chlich                 sein vorher definiertes Ziel zu 100 % erreicht, das ist eine kapitalistische                 Sichtweise. Also, ich definiere am Punkt A, wie die Welt am Punkt                 B aussehen soll und wenn das nicht funktioniert, dann bin ich                 b\u00f6se dar\u00fcber. <\/p>\n<p>Das ist aber Unsinn, weil eigentlich die Welt ja flie\u00dft, nicht                 nur, aber auch im Anarchismus. Und das soll sie auch tun.<\/p>\n<p>Wenn dann so ein Projekt untergeht, nat\u00fcrlich nicht ohne Spuren                 zu hinterlassen, dann ist das auch in Ordnung so.<\/p>\n<p><b>GWR: Du hast ja eben schon Kritik am &#8222;Nischen-Anarchismus&#8220;                 ge\u00fcbt, der sich im Grunde vor allem um sich selbst dreht. Wie                 meinst du denn, dass es m\u00f6glich w\u00e4re, dass anarchistische Aktivistinnen                 und Aktivisten aus der Nische heraustreten und in der Gesellschaft                 mehr Ver\u00e4nderungen bewirken k\u00f6nnen?<\/b><\/p>\n<p><i>Andreas Ess: <\/i>Ich w\u00fcrde mich heute so gar nicht mehr definieren.                 Ich bin heute einer, der schlicht und ergreifend lebt. Und ich                 habe bewusst Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen, das                 unterscheidet mich zum Beispiel von dem Andreas von vor 30 oder                 40 Jahren. Ich bin heute auch wieder stolz darauf, ein Fu\u00dfballfan                 zu sein. Ich gehe auf die S\u00fcdtrib\u00fcne, wenn ich eine Karte kriege.                 Ich habe zwar keine Dauerkarte, weil ich mir die nicht leisten                 kann, aber ich gehe dahin, wenn ich eine Karte kriege. Und da                 gr\u00f6l ich auch fr\u00f6hlich mit. Da sch\u00e4me ich mich auch kein bisschen                 mehr f\u00fcr.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher war das halt so, als Anarcho, ogottogott, da kannst du                 doch kein Fu\u00dfballfan sein. Oder \u00fcberhaupt Sportler. Sportler,                 das waren doch Arschl\u00f6cher. Das waren doch Leute, die dem Kapitalismus                 auf den Leim gegangen sind. Ich komme urspr\u00fcnglich aus dem Radsport.                 Ich habe intensiv, auch hochleistungsm\u00e4\u00dfig Radsport betrieben.                 Das habe ich immer verheimlicht. <\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Horst war Hochleistungs-Behindertensportler. Der war                 Schwimmer. Der war richtig gut, aber der hat das verschwiegen,                 in den meisten F\u00e4llen. Der hat das den Leuten nicht auf die Nase                 gebunden. Auch ich habe das erst mitgekriegt, weil der zwei- bis                 dreimal in der Woche pl\u00f6tzlich immer weg war.<\/p>\n<p>Ich habe ihn gefragt, wo gehst du eigentlich immer hin? Er hat                 dann rumgedruckst, ja er geht schwimmen. Ja, sag ich, da geh ich                 doch mal mit, schwimmen ist doch sch\u00f6n. Da stellte sich heraus,                 dass der deutlich schneller war als ich, obwohl er ja aufgrund                 seiner Behinderung eigentlich unterlegen war, er war ja ein St\u00fcck                 weit gel\u00e4hmt. Alter Schwede, der ging ab wie Schnuff, und der                 war ja zu dem Zeitpunkt kein Zwanzigj\u00e4hriger mehr. Das war nicht                 \u00fcblich so etwas zu outen, damals. <\/p>\n<p>Dazu noch eine lustige Geschichte, der eine oder andere Anarcho                 wird sie vielleicht nicht lustig finden: Horst hatte ja so eine                 total spannende, dunkle Wohnung, mit ganz vielen B\u00fcchern. Das                 war eine sehr gem\u00fctliche Wohnung, da konnte man toffte leben,                 da wurde auch noch geraucht, daf\u00fcr w\u00fcrdest du ja heute schon erschossen.                 Da wurde auch gekifft in der Bude, zwar nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig, aber                 eben so, dass das gesellschaftlich sch\u00f6n war. Da traf man sich,                 da waren immer viele Leute. Das war auch eine gastfreundliche                 Bude, da waren immer irgendwelche G\u00e4ste. Und er hatte in irgendeiner                 heimlichen Schublade so einen Papierbastelbogen von so einem Kriegsschiff.                 Das hat er dann irgendwann mal in einer stillen Stunde herausgeholt.                 Guck mal, so was mache ich, aber das darfst du keinem erz\u00e4hlen.                 Jetzt ist er ja tot, jetzt kann ich das durchaus erz\u00e4hlen, denke                 ich. Das gibt wenig \u00fcber Horst Stowasser preis, aber viel \u00fcber                 die Bewegung, in der wir uns befunden haben. Da gab es viele Denkhemmungen                 und Denkverbote, und die gibt es auch heute noch. Und das in einer                 anarchistischen Bewegung, das ist eigentlich absurd! Jetzt mal                 im Ernst, dass Horst mit so einem Papierboot nicht in den Krieg                 zieht, ist ja klar. Und dass er auch nicht unbedingt damit den                 Krieg verherrlicht, ist auch relativ klar. Der hat einfach Spa\u00df                 an dieser Bastelei gehabt und hat das gemacht. Er war ja See-affin,                 weil er aus Norddeutschland kam. Das war sein Ding. Aber die allermeisten                 Anarchisten, wenn die das gesehen h\u00e4tten, w\u00e4ren die durchgedreht.                 Dar\u00fcber muss man sich im Klaren sein. Und genauso reagierten die                 auch auf Hochleistungssport. Hochleistungssport war b\u00e4h. Wobei                 ich einige der Kritikpunkte nat\u00fcrlich auch teile, keine Frage.                 Die ganze Doping-Nummer, ich komme aus dem Radsport, da braucht                 man nicht dr\u00fcber lachen. Das ist tats\u00e4chlich so gewesen. Das war                 damals in den 80er Jahren, da war ich so 18, 19, nat\u00fcrlich haben                 wir gedopt, wir w\u00e4ren ja nie im Leben so schnell geworden, ohne.               <\/p>\n<p>Aber ich denke schon, man muss den Menschen auch die M\u00f6glichkeit                 geben, ohne solche Denkverbote ihre eigenen Erfahrungen zu machen,                 selber auf die Fresse zu fallen und am Ende daraus die Konsequenzen                 zu ziehen. Da ist dann teilweise in der Anarchobewegung so eine                 Stimmung wie: &#8222;Ich passe auf alle auf und keiner darf hier ausscheren                 und ich bin die Mutti f\u00fcr alle, als Bewegung&#8220;. Das ist nicht wirklich                 gut. Insofern definiere ich mich heute auch anders. Ich bin bewusst                 im Kontakt mit Menschen, die v\u00f6llig anders sind als ich. Wie gesagt,                 ich gehe zum Sport und bin in einem Fan-Club, der aus einer Richtung                 kommt, die ich eigentlich nicht lustig finde. Also, jetzt keine                 Rechten, aber schon anders. Ich stelle fest, dass viele dort einfach                 nette Leute sind und dass man, wenn man mit denen anst\u00e4ndig umgeht,                 auch eher mal in eine Diskussion kommt. Also schon in dem Sinne,                 wie Horst das auch gewollt hat. Das ist einfach t\u00e4gliches Leben.                 Aber ich w\u00fcrde mir schon auch vorstellen k\u00f6nnen auch mal wieder                 anders zu arbeiten, als ich das gerade tue.<\/p>\n<p><b>GWR: Du bist seit vielen Jahren Abonnent der <i>Graswurzelrevolution<\/i>.                 Das hei\u00dft, Du verfolgst immer noch mehr oder weniger, was sich                 in der anarchistischen Bewegung tut. Da hast Du Kritik. Kannst                 Du dazu etwas sagen?<\/b><\/p>\n<p><i>Andreas Ess: <\/i>Die <i>Graswurzelrevolution<\/i> ist in erster                 Linie ein Intellektuellen-Blatt, Punkt. Es ist immer noch eine                 Bleiw\u00fcste, das sage ich auch als ehemaliger Zeitungsmacher. Ich                 war ja Anarcho, wir haben ja alle Zeitung gemacht. Ich finde sie                 schwer zu lesen. Und ich habe immerhin studiert. Ich finde sie                 trotzdem schwer zu lesen. Viele meiner Kollegen, die nicht studiert                 haben, k\u00f6nnen sie \u00fcberhaupt nicht lesen. <\/p>\n<p>Es gab Zeitungen, die fand ich klasse. Auch aus dem linken, anarchistischen                 Spektrum. Eine, die richtig gut war, das war die <i>von unge<\/i>                 aus K\u00f6ln. Das war <i>Bild<\/i>-Zeitungs-Niveau, sprachlich, aber                 nicht inhaltlich. Bedauerlicherweise gibt es die nicht mehr. <\/p>\n<p><b>GWR: F\u00fcr die, die die <i>von unge<\/i> (K\u00f6lsch f\u00fcr: &#8222;von unten&#8220;)                 nicht kennen: sie erschien von 1992 bis 1998 als &#8222;K\u00f6lsches Blatt&#8220;                 und war \u00e4hnlich aufgemacht wie der K\u00f6lner<i> Express<\/i>, eine                 Boulevardzeitung, also gro\u00dfe Schrift, gro\u00dfe Bilder, kurze, einfache                 Texte, und tats\u00e4chlich \u00e4u\u00dferlich kaum zu unterscheiden von der                 <i>Bild<\/i>-Zeitung. Aber trotzdem mit einer anarchistischen Tendenz                 und auch libert\u00e4ren Texten. ((1))                 <\/b><\/p>\n<p><i>Andreas Ess: <\/i>Da waren richtig gute Leute drin.<\/p>\n<p><b>GWR: Ja, das war eine tolle Lokalzeitung, die monatliche Auflagen                 von 5.000 bis 40.000 erreicht hat. Verkauft wurde sie vor allem                 von Punks und Obdachlosen, die die H\u00e4lfte des 90 Pfennig-Verkaufspreises                 einstecken konnten. Das ist eine spannende Geschichte. Das war                 ein ganz anderes Zeitungskonzept, als es die wenigen heute noch                 existierenden anarchistischen Zeitungen haben. <\/b><\/p>\n<p><i>Andreas Ess: <\/i>Man muss sich im Klaren sein, dass die allermeisten                 Menschen in Deutschland nicht in der Lage sind, eine Zeitung,                 die ein sprachlich deutlich h\u00f6heres Niveau hat als die Bildzeitung,                 auch nur zu verstehen. Das ist auch durch Untersuchungen abgesichert.                 Das ist tats\u00e4chlich so. Die m\u00f6gen die manchmal lesen, sei es die                 <i>Westf\u00e4lische Rundschau<\/i>, so in Dortmund und Umgebung oder                 die <i>Ruhr-Nachrichten<\/i> oder so was, ja, aber sie verstehen                 viele Artikel nicht. Das ist ein Problem, wenn ich Menschen erreichen                 will und ich spreche eine Sprache, die sie nicht verstehen. Ich                 kann doch genauso gut Chinesisch reden. Ich kann in Deutschland                 doch keine chinesische Zeitung herausgeben, das ist l\u00e4cherlich.                 Genauso l\u00e4cherlich sind eben auch Anarcho-Zeitungen, die sich                 auf einem intellektuellen Niveau abspielen, wo wirklich nur noch                 Priester und Soziologen mithalten k\u00f6nnen. Das tut mir leid, das                 will ich eigentlich nicht. Ich lese die <i>Graswurzelrevolution<\/i>,                 ja, ich lese auch manche Artikel, bei manchen kr\u00e4useln sich mir                 aber die Haare, weil ich denke: Gott, wer schreibt so einen Schei\u00df?!                 Was spielt sich in deren K\u00f6pfen ab? Womit verdienen die ihr Geld?                 Was tun die in ihrer Freizeit? Lesen die nur noch soziologisches                 Schriftgut? Mir rollen sich da die Haare auf. Ich kriege da einen                 F\u00f6hn von. <\/p>\n<p>Um mal wieder konkret zu werden: Es gab vor einiger Zeit im Rahmen                 eines Streiks von einer klassischen Gewerkschaft eine \u00e4hnliche                 Zeitung wie die <i>von unge<\/i>. Auch die: aufgemacht wie die                 Bildzeitung, aber mit gewerkschaftlichen Themen. \u00dcbrigens ist                 die genauso verreckt wie die <i>von unge<\/i>. Das war ein Blatt,                 wo ich gesagt habe: &#8222;Meine Fresse, ist die gut&#8220;. Nicht dass ich                 jetzt jeden Inhalt geteilt h\u00e4tte, um Gottes Willen. Aber das war                 verst\u00e4ndlich und die Leute von der Baustelle, die ersetzen dann                 m\u00f6glicherweise die Zeitung, die sie normalerweise lesen, eben                 die Bild-Zeitung, f\u00fcr ein paar Minuten durch diese. Das ist etwas,                 das du mit der <i>Graswurzelrevolution<\/i>, mit der <i>S\u00fcddeutschen<\/i>,                 egal mit welcher Zeitung in Deutschland, nicht erreichst.<\/p>\n<p>Dagegen anzustinken, das w\u00e4re doch mal eine Sache, die so richtig                 Spa\u00df machen w\u00fcrde.<\/p>\n<\/p>\n<p><b>GWR: Vielleicht hast Du noch etwas, was Du den GWR-Leserinnen                 und Lesern mit auf den Weg geben willst? Eine Perspektive f\u00fcr                 gesellschaftliche Ver\u00e4nderung, f\u00fcr die Anarchie?<\/b><\/p>\n<p><i>Andreas Ess: <\/i>Ich denke, das Wichtigste ist, dass man halbwegs                 anst\u00e4ndig versucht zu leben. Wir haben gesellschaftliche Ziele                 definiert, die &#8222;h\u00f6her, schneller, weiter&#8220; hei\u00dfen. Ich komme aus                 dem Sport, da sind die eigentlich her und da geh\u00f6ren die auch                 hin, aber nur dahin. Dieses &#8222;h\u00f6her, schneller, weiter&#8220; bringt                 Leute um, und zwar in Masse inzwischen, das macht Leute fertig.               <\/p>\n<p>Einfach mal ein bisschen runter k\u00fchlen und \u00fcberlegen: Ist das,                 was die mir erz\u00e4hlen, was ich alles brauche, um anst\u00e4ndig zu leben,                 tats\u00e4chlich das, was ich wirklich brauche?<\/p>\n<p>Muss ich tats\u00e4chlich ein Bl\u00e4tterrauschen von einer teuren Stereo-Anlage                 haben oder kann ich einfach rausgehen? So ein St\u00fcck weit einfaches                 Leben probieren, nicht auf alles verzichten, ich esse f\u00fcr mein                 Leben gerne, auch wenn man es mir nicht ansieht. <\/p>\n<p>Man muss sich einfach \u00fcberlegen, wo setze ich meine Priorit\u00e4ten?                 Muss ich wirklich alles haben? Wenn der Nachbar ein neues dickes                 Auto f\u00e4hrt, brauche ich das wirklich auch?<\/p>\n<p>Kann ich nicht besser zu Fu\u00df gehen oder mit dem Fahrrad fahren                 oder vielleicht die Strecke gar nicht gehen? Nur einfach nachdenken                 und dann Schl\u00fcsse ziehen, jeder einzelne f\u00fcr sich und jeder auch                 verantwortlich f\u00fcr sich. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Graswurzelrevolution (GWR): Was ist heute zu machen? Meinst Du, man kann heute noch einmal einen Projekt-A-Neustart probieren? Oder w\u00fcrdest Du eher sagen, das Projekt A ist Geschichte und es gibt keine M\u00f6glichkeit, an diese Ideen, die im Projekt A-Buch gut dargestellt sind, noch einmal anzukn\u00fcpfen? 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