{"id":13244,"date":"2014-02-01T00:00:52","date_gmt":"2014-01-31T22:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=13244"},"modified":"2014-04-17T17:14:37","modified_gmt":"2014-04-17T15:14:37","slug":"1914-1939-2014-krieg-und-leichen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2014\/02\/1914-1939-2014-krieg-und-leichen-2\/","title":{"rendered":"1914-1939-2014: Krieg und Leichen"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p>das Jahr 2014 ist ein &#8222;Jubil\u00e4umsjahr&#8220;. Vor 100 Jahren begann                 der Erste Weltkrieg und forderte als staatlich organisierter Massenmord                 17 Millionen Menschenleben in knapp vier Jahren. Vor 75 Jahren                 begann mit dem deutschen \u00dcberfall auf Polen der Zweite Weltkrieg,                 der gr\u00f6\u00dfte Massenmord in der Geschichte der Menschheit. Er forderte                 mehr als 60 Millionen Menschenleben. <\/p>\n<p>Wir werden diese Jubil\u00e4en zum Anlass nehmen, um in den folgenden                 Monaten in der Graswurzelrevolution die Geschichte dieser Verbrechen                 an der Menschheit aus einer antimilitaristischen Perspektive zu                 beleuchten. Den Anfang machen wir in dieser Ausgabe mit einem                 historischen Beitrag von Ulrich Br\u00f6ckling zum Thema <a href=\"\/386\/1914.php\">&#8222;Proletarischer                 Patriotismus. Nationalismus, Militarismus in der deutschen Sozialdemokratie                 bis 1914&#8220;<\/a> (Seite 14 f.).<\/p>\n<p>Die SPD hat mit der Bewilligung der Kriegskredite 1914 eine historische                 Mitschuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Hat sie etwas daraus                 gelernt? Haben die PolitikerInnen der GroKo etwas aus der Geschichte                 gelernt? Ziehen sie Konsequenzen aus den Verbrechen, welche die                 Bundeswehr als Teil der NATO-Besatzungsmacht in Afghanistan begangen                 hat? <\/p>\n<p>Nein. Oberst Klein, auf dessen Befehl 2009 bei Kunduz Tanklaster                 bombardiert und 140 Menschen get\u00f6tet wurden, wurde belohnt und                 zum Bundeswehrgeneral bef\u00f6rdert. Und kaum war ein Teilabzug aus                 Afghanistan beschlossen, verk\u00fcndete die Bundesregierung am 20.                 Januar 2014 ihre neuen Kriegspl\u00e4ne. Die seit dem NATO-Angriffskrieg                 1999 gegen Jugoslawien zunehmend kriegserfahrene Bundeswehr soll                 sich fortan u.a. st\u00e4rker am Krieg der ehemaligen Kolonialmacht                 Frankreich in Mali beteiligen.<\/p>\n<p>Sie haben nichts aus der Geschichte gelernt! Im Gegenteil. Unter                 der GroKo gibt es keine &#8222;milit\u00e4rische Zur\u00fcckhaltung&#8220; mehr. Die                 Militarisierung der Bundesrepublik und der europ\u00e4ischen Au\u00dfenpolitik                 soll weiter vorangetrieben werden. Der drittgr\u00f6\u00dfte Waffenexporteur                 der Welt hat keinerlei Hemmungen selbst an extrem staatsterroristische                 Regime wie Saudi-Arabien deutsche &#8222;Leos&#8220; zu liefern. Kriege schaffen                 &#8211; mit deutschen Waffen. Und immer \u00f6fter auch: Kriege f\u00fchren &#8211;                 mit deutschen Soldaten. Wenn jetzt wieder, vom Kinderkanal bis                 zur FAZ, der neokoloniale Bundeswehreinsatz in Mali mit &#8222;Menschenrechten,                 Terrorabwehr und Demokratie&#8220; begr\u00fcndet wird, dann sei ein Blick                 ins GWR-Archiv empfohlen. In GWR 375 und GWR 376 wird aufgezeigt,                 dass es beim Krieg in Mali vor allem auch um wirtschaftliche Interessen                 geht. Neben dem neokolonialen Machtanspruch auf die franz\u00f6sischen                 Ex-Kolonien, geht es Frankreich und den europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten                 u.a. um den Zugriff auf Uran- und Goldvorkommen. Mali hat nach                 S\u00fcdafrika und Ghana die drittgr\u00f6\u00dfte Goldindustrie. Auch wenn die                 PolitikerInnen und ihre Exegeten in den Massenmedien es immer                 wieder behaupten, es geht ihnen nicht um Menschenrechte!<\/p>\n<p>Wie wenig Menschenrechte f\u00fcr die EU-F\u00fchrerInnen bedeuten, wird                 deutlich, wenn wir Karl Kopps ersch\u00fctternden Artikel <a href=\"\/386\/eu.php\">&#8222;Sterbenlassen,                 abwehren und wegschauen. Europas Umgang mit syrischen Fl\u00fcchtlingen&#8220;<\/a>                 auf Seite 3 dieser GWR lesen.<\/p>\n<p><b>Diskussion um den &#8222;Appell gegen Prostitution&#8220;<\/b><\/p>\n<p>Im GWR-HerausgeberInnenkreis gibt es immer wieder kontroverse                 Diskussionen. So auch zum Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe.                 Mit Kerstin Wilhelms Artikel <a href=\"\/384\/prostitution.php\">&#8222;Prostitution                 zwischen Arbeit und Missbrauch&#8220;<\/a> begann im Dezember 2013 in                 der GWR 384 eine Auseinandersetzung mit dem EMMA-&#8222;Appell gegen                 Prostitution&#8220;. In dieser Ausgabe wird diese Diskussion nun durch                 sehr <a href=\"\/386\/prostitution1.php\">unterschiedliche<\/a> <a href=\"\/386\/prostitution2.php\">Artikel<\/a>                 intensiviert, nach dem Motto: &#8222;Der Kopf ist rund, damit das Denken                 die Richtung \u00e4ndern kann&#8220;.<\/p>\n<p>Weitere Themen sind u.a. die Auseinandersetzungen um die Rote                 Flora in Hamburg, Anti-Atomkraft, Antifa, Karl May, Gewalt gegen                 Obdachlose, die sozialen Bewegungen in der Ukraine und der Anarchismus                 in Chile. Lecker sind die beiden &#8222;Concert for Anarchy&#8220;-Beitr\u00e4ge                 \u00fcber den Folkmusiker <a href=\"\/386\/woody1.php\">Woody Guthrie<\/a>                 (S. 16f.).<\/p>\n<p>Soweit zur GWR 386. <\/p>\n<p><b>Solidarit\u00e4t mit der Gruppe Fuldatalsperre! <\/b><\/p>\n<p>Im November 2011 sorgte eine direkte gewaltfreie Kletteraktion                 gegen den Castortransport in Fulda f\u00fcr Aufsehen: &#8222;Laut Polizei                 erhielten in der Zeit von 22:30 Uhr bis 06:35 Uhr 131 Z\u00fcge 8480                 Minuten Versp\u00e4tung. Der Castor soll eine halbe Stunde Versp\u00e4tung                 gehabt haben. Ursache daf\u00fcr war jedoch die \u00dcberreaktion der Polizei,                 welche die Strecke teilweise sperrte und die Oberleitung abschalten                 lie\u00df&#8220;. Den vier KletteraktivistInnen, darunter GWR-Mitherausgeberin                 C\u00e9cile Lecomte, konnte dies trotz Ermittlungen der Polizei in                 diese Richtung nicht zur Last gelegt werden. \u00dcbrig bleibt der                 Vorwurf der Sachbesch\u00e4digung gegen zwei AktivistInnen. Der Castor                 und ein Turmwagen der Bahn sollen laut Anklage etwas Farbe abbekommen                 haben. AREVA und die Deutsche Bahn haben Strafantrag gestellt.                 Die Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Fulda findet am 25. Februar                 2014 statt. ((1)) <\/p>\n<p><b>&#8222;Kommen Sie da runter!&#8220;<\/b><\/p>\n<p>So lautet der Titel des soeben im Verlag Graswurzelrevolution                 erschienenen <a href=\"\/verlag\/eichhoernchen.php\">Buches von C\u00e9cile                 Lecomte<\/a>. Einige der darin enthaltenen Kurzgeschichten und                 Texte stellt die Kletterk\u00fcnstlerin in den n\u00e4chsten Wochen in vielen                 St\u00e4dten zur Diskussion. ((2))                 Ihr Buch und viele andere B\u00fccher werden in einer neuen Ausgabe                 der Libert\u00e4ren Buchseiten rezensiert, die im M\u00e4rz 2014 zur Leipziger                 Buchmesse und als Beilage der GWR 386 erscheinen werden.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Lesen und Zuh\u00f6ren,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser, das Jahr 2014 ist ein &#8222;Jubil\u00e4umsjahr&#8220;. Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg und forderte als staatlich organisierter Massenmord 17 Millionen Menschenleben in knapp vier Jahren. Vor 75 Jahren begann mit dem deutschen \u00dcberfall auf Polen der Zweite Weltkrieg, der gr\u00f6\u00dfte Massenmord in der Geschichte der Menschheit. 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