{"id":13382,"date":"2014-04-01T00:00:40","date_gmt":"2014-03-31T22:00:40","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=13382"},"modified":"2022-07-26T14:22:20","modified_gmt":"2022-07-26T12:22:20","slug":"dieudonne-ayoub-soral","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2014\/04\/dieudonne-ayoub-soral\/","title":{"rendered":"Dieudonn\u00e9, Ayoub, Soral"},"content":{"rendered":"<p>Das bisher einzige, auch nur halbwegs emanzipatorische Gesetz                 der Hollande-Regierung diente dieser von der l\u00e4ndlichen, katholischen                 Mitteklasse ausgehenden reaktion\u00e4ren Bewegung als Mobilisierungsbasis:                 das Gesetz zur Ehe f\u00fcr Homosexuelle, das nach heftigen Protesten                 am 23. April 2013 verabschiedet wurde. <\/p>\n<p>Vom 17. November 2012 bis zum 26. Mai 2013 war es zu einer Welle                 von Demonstrationen vor allem in Paris und Lyon mit nicht selten                 150.000 DemonstrantInnen gekommen. <\/p>\n<p>Anf\u00e4nglich wurde eine naive Organisatorin, Frigide Barjot, ins                 Medienlicht ger\u00fcckt, die Familien mit Kinderw\u00e4gen oder aus katholischen                 Kirchengemeinden mit Slogans wie &#8222;Wir alle wurden von einem Mann                 und einer Frau geboren&#8220; oder &#8222;Ein Kind braucht Mama und Papa&#8220;.                 Ausgangspunkt der Bewegung war oft die katholische Kirche, f\u00fchrend                 dabei der Lyoner Erzbischof Philippe Barbarin, der die dann typisch                 werdenden Phobien dieser Bewegung befeuerte, die meist sehr wenig                 mit irgendeiner Realit\u00e4t zu tun hatten: Die Homo-Ehe ende &#8222;bei                 Paaren zu dritt oder zu viert. Danach f\u00e4llt eines Tages das Inzestverbot.&#8220;                 ((1)) Sodom und Gomorrha also.<\/p>\n<p>J\u00fcngst wurde der Lehrplan in Schulen mit Tagen des Boykotts,                 der Herausnahme von Kindern aus der Klasse kritisiert: Im Mittelpunkt                 stand die Wahnvorstellung, dort werde nur noch die Gendertheorie                 Judith Butlers (Singular, nicht etwa: Gender Studies; so dass                 das gleich auch noch als Totalitarismus verstanden wurde) gelehrt.<\/p>\n<p>Auch andere Religi\u00f6se reihten sich ein: der Muslim Camel Bekchikh,                 Chef des Reflexionsclubs &#8222;S\u00f6hne Frankreichs&#8220;, der f\u00fcr Nationalismus,                 Protektionismus und gegen Immigration eintritt &#8211; aber auch der                 Gro\u00dfrabbiner Bernheim, dessen 40-seitiger Essay gegen die Homosexualit\u00e4t                 und die Homo-Elternschaft im Dezember 2013 vom Regensburger Noch-Papst                 Ratzinger zitiert wurde, sich dann aber als peinliches Plagiat                 herausstellte.<\/p>\n<p>UMP-Parlamentsabgeordnete und -B\u00fcrgermeister gingen bei den ersten                 Demos vorneweg &#8211; \u00fcberraschend fehlten Marine Le Pen und der Front                 National auf der Stra\u00dfe: Der Front ist traditionell eine Wahlpartei                 und selten auf den Stra\u00dfen zugegen. Er hatte unter Marines F\u00fchrung                 zudem gerade einen Schritt in die Mitte vollzogen, gab sich als                 &#8222;entdiabolisiert&#8220; und koalitionsbereit mit der UMP. <\/p>\n<p>Doch an ihren rechten R\u00e4ndern br\u00f6ckelten dann faschistische Gruppen                 ab, die sich bald am Rande der konservativ-klerikalen Massenbewegung                 militante Stra\u00dfenschlachten mit der Polizei lieferten. ((2))<\/p>\n<p>Am 26. Januar 2014 demonstrierten ca. 50.000 Leute dieser Bewegung,                 zu einem betr\u00e4chtlichen Teil \u00e4u\u00dferst gewaltsam, aufgerufen von                 einem Komitee &#8222;jour de col\u00e8re&#8220; (Tag des Zorns). Es kam zu den                 bisher h\u00e4rtesten Auseinandersetzungen mit der Polizei. Barjot                 hatte angek\u00fcndigt, gar nicht mehr hinzugehen, ebenso die UMP-Chargen.                 Alle b\u00fcrgerlichen Vorzeigekonservativen waren von den neuen Nazis                 bereits dominiert und ausgebootet worden.<\/p>\n<h3>Der Nazi-Propagandist Dieudonn\u00e9<\/h3>\n<p>Diese neue Welle militanten Nazitums auf Frankreichs Stra\u00dfen                 wird durch drei Personen symbolisiert: die erste nennt sich &#8222;Kabarettist&#8220;                 oder &#8222;Humorist&#8220;, ist aber politischer Propagandist mit Namen Dieudonn\u00e9                 M&#8217;bala M&#8217;bala. <\/p>\n<p>Der Name ist leider Programm: Balabala sind seine Spr\u00fcche im                 Internet, bei seinen angeblichen Kabarettauftritten oder auch                 auf Demos. Neben blankem Antisemitismus kann man dabei zwar nach                 irgendeinem logischen Sinn suchen, wird aber keinen finden: So                 sei die \u00d6ffnung der Ehe f\u00fcr Gleichgeschlechtliche etwa &#8222;ein zionistisches                 (!) Projekt zur Spaltung des Volkes&#8220;. Dieudonn\u00e9 ist auch Erfinder                 des von dummen Jugendlichen gern imitierten umgekehrten Hitler-Gru\u00dfes,                 der sogenannte &#8222;Quenelle&#8220;, wobei der ausgestreckte rechte Arm                 mit flacher Handfl\u00e4che nach unten zeigt und durch die auf den                 Oberarm gelegte linke Hand scheinbar niedergedr\u00fcckt wird, ein                 Anti-System-Zeichen, so der gar nicht lustige &#8222;Humorist&#8220;, der                 sich in schlimmster Weise am Negationismus er- und an der Erinnerung                 an die Shoa vergeht. <\/p>\n<p>Als Schwarzer spielt er mit Vorliebe Rassismuskritik und angebliche                 Privilegien f\u00fcr Juden und J\u00fcdinnen gegeneinander aus, meint etwa,                 die fehlenden Subventionen f\u00fcr die Erinnerung an die Sklavenvernichtung                 seien &#8222;das Werk der j\u00fcdischen Erinnerungslobby&#8220;. ((3))<\/p>\n<p>Im Januar 2014 verbot Innenminister Manuel Valls einige von Dieudonn\u00e9s                 erschreckend mit bis zu 5.000 Leuten ausverkauften Auftritte in                 Gro\u00dfhallen wie in Nantes und anderen St\u00e4dten. Valls nutzte dabei                 die Gelegenheit, sich als Verteidiger einer Kritik des Antisemitismus                 in die mediale Szene zu setzen und seine rassistische Abschiebepolitik                 gegen Roma vergessen zu machen. <\/p>\n<p>Die anarchistische Wochenzeitung <i>Le Monde libertaire<\/i> warnt                 vor Dieudonn\u00e9 als gef\u00e4hrlichem Antisemiten: <\/p>\n<p>&#8222;Dieudonn\u00e9 ist kein Humorist, er ist ein Aktivist der Rechtsextremen.                 Er hat es selbst in einem Interview im iranischen Fernsehkanal                 Sahar gesagt: Er benutzt das Gel\u00e4chter als politische Waffe, so                 wie andere Plakate kleben oder Flugbl\u00e4tter verteilen. Er sagt,                 er spreche mit jedem, der das System ablehne, aber in Wirklichkeit                 spricht er nur mit Antisemiten aller Richtungen (bekennende Neonazis,                 Unterst\u00fctzerInnen des iranischen Regimes, NegationistInnen usw.).                 Er unterst\u00fctzt nicht die \u201aSystemoppositionellen&#8216;, er unterst\u00fctzt                 nicht die Familien der Opfer rassistischer Verbrechen, er unterst\u00fctzt                 nicht die Opfer von Polizeigewalt, er gibt keinen Euro von seinen                 Millionen f\u00fcr auch nur irgendeine Form der Solidarit\u00e4t mit den                 Pal\u00e4stinenserInnen, er, der sich selbst antizionistisch und \u201aanti-system&#8216;                 nennt. (&#8230;) Wir anderen aber, wir AnarchistInnen, sind genauso                 gegen Valls wie gegen Dieudonn\u00e9, die nur zwei Seiten derselben                 Medaille sind. Valls m\u00f6chte uns mit seinem scheinbaren Kampf gegen                 den Antisemitismus locken, um das Proletariat von seiner rassistischen                 Politik abzulenken. Dieudonn\u00e9 pr\u00e4sentiert sich, um f\u00fcr sich zu                 werben und seine stinkenden Ideen zu verbreiten, als gr\u00f6\u00dftes Opfer                 und gr\u00f6\u00dften Widerst\u00e4ndler zugleich. In Wirklichkeit braucht der                 eine den anderen, ihr Gegensatz ist nur Fassade (&#8230;).&#8220; ((4))<\/p>\n<h3>Serge \u00c9lie Ayoub &#8211; der Skin f\u00fcrs Grobe<\/h3>\n<p>Die anderen beiden Personen des neuen Neonazi-Dreiecks, das nun                 die kulturelle Hegemonie in der rechten Protestbewegung hat, hei\u00dfen                 Serge Ayoub, genannt &#8222;Batskin&#8220;, und Alain Soral. <\/p>\n<p>Ayoub ist der Mann f\u00fcrs Grobe. Er steht hinter der Gruppe von                 sieben Nazi-Skins, die den Anarchisten Cl\u00e9ment M\u00e9ric am 5. Juni                 2013 in Paris ermordeten (die GWR berichtete). Es war die von                 Ayoub befehligte Gruppe um Esteban Morillo, die den Mord durchf\u00fchrte.                 &#8222;Nach dem Autopsiebericht waren es die Schl\u00e4ge auf den Kopf, die                 zum Tod des jungen Cl\u00e9ment f\u00fchrten und nicht der Aufprall des                 Gest\u00fcrzten auf das Trottoir.&#8220; ((5))<\/p>\n<p>Ayoubs politische Karriere begann als Chef rechter Skinheads                 bereits 1987. Im selben Jahr gr\u00fcndete er die &#8222;Jeunesses nationalistes                 r\u00e9volutionnaires&#8220; (JNR; revolution\u00e4r-nationalistische Jugend),                 die zuweilen in Uniform, mit Waffen und faschistischen Emblemen                 paradieren. Sie werden &#8222;Schwarze W\u00f6lfe&#8220; genannt und sind heute                 eine einflussreiche, militante Gruppe innerhalb der rechten Welle                 der Protestbewegungen.<\/p>\n<p>In dieser Gr\u00fcndungszeit pflegte Ayoub auch freundschaftliche                 Kontakte zu SS-Rottenf\u00fchrer Pierre Bousquet, einem der rund 300                 Franzosen, die noch im April 1945 in Berlin Russen bek\u00e4mpften.               <\/p>\n<p>In seiner Zeitung <i>Le Minotaure<\/i>, die es nur auf zwei Ausgaben                 brachte, schrieb Ayoub \u00fcber die Anwendung von Gewalt: &#8222;Die Gewalt                 ist weit davon entfernt, eine Plage der Menschheit zu sein, was                 man uns st\u00e4ndig in die Ohren stopfen will, sondern sie wird zu                 ihrem Motor.&#8220; ((6)) <\/p>\n<p>In den Achtzigerjahren arbeitete Ayoub weiterhin mit zwei Aktivisten                 der Gruppe &#8222;White Power&#8220; zusammen, u.a. mit R\u00e9gis Kerhuel. Mit                 dem zusammen gr\u00fcndete er die Nazi-Band Le Klan mit ihrem bereits                 alles sagenden Lieblingssong Zyklon Army. <\/p>\n<p>Diese Geschichte hindert Ayoub heute nicht daran, sich politstrategisch                 mit dem Schwarzen Dieudonn\u00e9 zusammenzutun. Die White-Power-Leute                 und Ayoub brachten im Juli 1990 den 24-j\u00e4hrigen Mauritzier James                 Dindoyal um, indem sie ihn zwangen, eine Mischung aus Bier und                 Motor\u00f6l zu trinken und ihn dann ins Meer warfen. Ayoub bekam daf\u00fcr                 1994 acht Monate auf Bew\u00e4hrung. <\/p>\n<p>Am 7. Mai 1994 organisierten die JNR zusammen mit der GUD (Groupe                 union d\u00e9fense; Vereinigte Verteidigungsgruppe) einen Protest gegen                 die alliierte Landung 1944, die sie als &#8222;Invasion&#8220; betrachteten.                 Sp\u00e4ter st\u00f6rten sie auch R\u00e9sistance-Gedenkzeremonien, etwa f\u00fcr                 den De Gaulle-Vertrauten Jean Moulin. Zusammen mit der GUD machten                 die JNR mit Ayoub in den Neunzigerjahren Saalordnerdienste f\u00fcr                 den Front National. Im September 2007 traf Ayoub erstmals Alain                 Soral und seine Gruppe E &#038; R (\u00c9galit\u00e9 et Reconciliation; Gleichheit                 und Vers\u00f6hnung). <\/p>\n<p>Dort sind arabische Aktivisten beteiligt, was zun\u00e4chst nicht                 unbedingt die Gegenliebe von Ayoub und den JNR entfachte.<\/p>\n<p>Trotzdem machten Ayoub und Soral dann zusammen die Bar &#8222;Le Local&#8220;                 im 15. Pariser Distrikt auf, die zum Treffpunkt aller Schattierungen                 des neuen Nationalsozialismus Frankreichs geworden ist. ((7))<\/p>\n<h3>Alain Soral &#8211; der M\u00f6chtegern-Theoretiker<\/h3>\n<p>Alain Bonnet de Soral sagt \u00f6ffentlich von sich: &#8222;Ich bin kein                 Rechtsextremer, ich bin Nationalsozialist.&#8220; ((8))                 Hier wird klar, wie viele Anreihungen faschistischer Tabubr\u00fcche                 innerhalb der rechten Protestbewegung in kurzer Zeit durchgef\u00fchrt                 wurden, um bei dieser Offenbarung heute anzukommen. Erst 2009                 trat Soral aus dem Front National aus, nach parteiinternen Auseinandersetzungen                 des \u00fcberzeugten Antisemiten Soral mit einem parteiinternen j\u00fcdischen                 Fl\u00fcgel, der LDJ (Ligue de d\u00e9fense juive; J\u00fcdische Verteidigungsliga)                 des Amon Cohen (genannt Nataf), von dem sich Soral bedroht f\u00fchlte,                 so sehr, dass er, der Patriarch, wiederholt Marine Le Pen zur                 Sicherung seines innerparteilichen Schutzes aufgefordert hatte,                 dem sie nur z\u00f6gerlich nachkommen wollte.<\/p>\n<p>Als M\u00f6chtegern-Theoretiker des neuen franz\u00f6sischen Nationalsozialismus                 bezieht sich Soral gern auf die gef\u00e4lschten Protokolle der Weisen                 von Zion oder halluziniert eine &#8222;j\u00fcdische Lobby&#8220; oder ein &#8222;amerikanisch-atlantisch-j\u00fcdisch-freimaurerisches                 Komplott&#8220; im Interesse des Finanzkapitals und der kosmopolitischen                 Bourgeoisie.<\/p>\n<p>Soral gr\u00fcndete eine Website <i>E &#038; R<\/i> sowie einen faschistischen                 Verlag Kontre Kulture, in dem antisemitische und negationistische                 B\u00fccher aufgelegt werden. Es gibt bei ihm einen Diskurs der Vers\u00f6hnung                 zwischen der werteorientierten Rechten und der arbeitsorientierten                 Linken, etwa nach Vorbild des Strasser-Fl\u00fcgels der NSDAP.<\/p>\n<p>Doch sein Antisemitismus ist &#8222;moderner&#8220;: In einem Video vom September                 2013 behauptete Soral, der Katholizismus und der Islam w\u00fcrden                 99 Prozent der franz\u00f6sischen Bev\u00f6lkerung repr\u00e4sentieren. <\/p>\n<p>Im selben Video spricht er von der zionistischen Herrschaft \u00fcber                 Frankreich. Immer wieder greift Soral exponierte und medienpr\u00e4sente                 Juden und J\u00fcdinnen auf weltweiter Ebene an, seien es Elisabeth                 Badinter oder Salman Rushdie. Seine Website z\u00e4hlt heute zu den                 meistgelesenen franz\u00f6sischen Blogs, bis zu einer Million User                 sehen sich dort seine Hass-Videos an. Soral war noch in den Neunzigerjahren                 Aktivist der Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF; Parti communiste                 fran\u00e7ais), trat dann zum Front National \u00fcber und sa\u00df dort schon                 2007 im Zentralkomitee. <\/p>\n<p>Nach seinem Ausstieg 2009, bei dem er sich mit Marine Le Pen                 \u00fcberwarf, gr\u00fcndete er zusammen mit Dieudonn\u00e9 eine Wahlliste &#8222;Antizionistische                 Liste&#8220;, die vom Iran finanziert wurde, jedoch bei den Europawahlen                 2009 nur 1,3 % in der bev\u00f6lkerungsreichen Pariser Region \u00cele-de-France                 erreichte. <\/p>\n<p>Seither orientierten sich Soral und Dieudonn\u00e9 wieder auf die                 Stra\u00dfe und nannten sich offen Nationalsozialisten, ohne antizionistischen                 Feigenblatt-Namen.<\/p>\n<p>Bei diesem personalen Dreieck, das heute den neonazistischen                 Diskurs innerhalb der rechtsb\u00fcrgerlichen Massenbewegung Frankreichs                 bestimmt, sind &#8222;Modernisierungen&#8220; auszumachen. Der Schwarze Dieudonn\u00e9                 sowie eine arabische Fraktion bei Soral sorgen f\u00fcr eine Art multikulturellen,                 gleichwohl expliziten Nationalsozialismus, der sich an identit\u00e4tspolitischen                 Widerspr\u00fcchen etwa zu fr\u00fcheren White-Power-Ideologien nicht mehr                 st\u00f6rt. <\/p>\n<p>Er ist daher auch attraktiv sowohl f\u00fcr reaktion\u00e4r-katholische                 Mittelschichten als auch f\u00fcr arabische Jugendliche in den franz\u00f6sischen                 Vorst\u00e4dten. <\/p>\n<p>Das macht sein gef\u00e4hrliches und perspektivisch vielleicht sogar                 explosives Potential aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das bisher einzige, auch nur halbwegs emanzipatorische Gesetz der Hollande-Regierung diente dieser von der l\u00e4ndlichen, katholischen Mitteklasse ausgehenden reaktion\u00e4ren Bewegung als Mobilisierungsbasis: das Gesetz zur Ehe f\u00fcr Homosexuelle, das nach heftigen Protesten am 23. April 2013 verabschiedet wurde. Vom 17. November 2012 bis zum 26. 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