{"id":13482,"date":"2014-06-08T21:07:23","date_gmt":"2014-06-08T19:07:23","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=13482"},"modified":"2022-07-26T14:12:07","modified_gmt":"2022-07-26T12:12:07","slug":"das-prinzip-nolo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2014\/06\/das-prinzip-nolo\/","title":{"rendered":"Das Prinzip Nolo"},"content":{"rendered":"<p>Selbst M\u00fchsams langsames und qualvolles Sterben als eines der                 ersten Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie                 war kein Zufall. Denn er wurde nicht vorrangig seiner j\u00fcdischen                 Herkunft wegen ermordet, wie so viele nach ihm, sondern als Anarchist                 und Autor jenes umfangreichen Werkes, das er uns hinterlassen                 hat, ein Werk, das weder im unverwechselbaren Sound und Witz seiner                 Sprache noch in seinen emanzipatorischen Inhalten an Aktualit\u00e4t                 verloren hat. <\/p>\n<p>M\u00fchsams Kernthemen waren unbeschr\u00e4nkte Freiheit im Leben und                 Denken sowie der Kampf &#8222;f\u00fcr Gerechtigkeit und Kultur&#8220;. Zwar entwickelte                 sich seine politische Weltsicht mit den gesellschaftlichen Br\u00fcchen,                 die er erlebte, aber zum revolution\u00e4ren Anarchisten wurde er nicht                 erst mit den Jahren, er war es von Anfang an. Daf\u00fcr gab es gute                 Gr\u00fcnde.<\/p>\n<p>Als M\u00fchsam am 6. April 1878 als Sohn eines j\u00fcdischen Apothekers                 in Berlin geboren wurde, war das deutsche Kaiserreich erst sieben                 Jahre alt, der entscheidende Grundstein f\u00fcr zwei Weltkriege und                 das Grauen der Naziherrschaft somit gerade erst gelegt. In der                 Gr\u00fcndung dieses Reiches hatten sich die Tr\u00e4ume des deutschen B\u00fcrgertums                 erf\u00fcllt, dessen Mehrheitshaltung sich nach der gescheiterten Revolution                 von 1848\/49 zunehmend konservativ-nationalistisch und antisemitisch                 auspr\u00e4gte. Noch in M\u00fchsams Geburtsjahr wurde Bismarcks &#8222;Sozialistengesetz&#8220;                 verabschiedet, das zur Aufspaltung der Sozialdemokratie in die                 sp\u00e4tere SPD einerseits, und die sogenannten Linkssozialisten bzw.                 Anarchisten andererseits f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Vorrangiges Ziel der Ersteren wurde es, um nahezu jeden ideologischen                 Preis als Partei in den Reichstag zur\u00fcckzukehren und dort staatstreu                 wirken zu d\u00fcrfen. Letztere blieben von der Notwendigkeit einer                 radikalen gesellschaftlichen Neugestaltung \u00fcberzeugt, die \u00fcber                 die Teilnahme am Parlamentarismus nicht zu erreichen sei. <\/p>\n<p>Das war auch M\u00fchsams Haltung und scheint sie bereits in jungen                 Jahren gewesen zu sein. Zumindest wurde der angehende Schriftsteller                 schon als Siebzehnj\u00e4hriger wegen &#8222;sozialistischer Umtriebe&#8220; vom                 angesehenen L\u00fcbecker Gymnasium Katharineum verwiesen. <\/p>\n<p>Sich den Anweisungen seines Vaters widerstrebend f\u00fcgend, absolvierte                 er dann noch in Parchim die Mittlere Reife und anschlie\u00dfend eine                 Apothekerausbildung, aber als er 1900 nach Berlin kam geschah                 das bereits in der festen Absicht, fortan als freier Schriftsteller                 zu leben. Mit diesem Beruf verband M\u00fchsam allerdings nie die Vorstellung                 eines weltabgewandt-sch\u00f6ngeistigen K\u00fcnstlertums, sondern vor allem                 den Wunsch, politisch zu wirken und die Welt zu ver\u00e4ndern. <\/p>\n<p>Seine Motivation, ja, sein ganzes Programm, dem er lebenslang                 treu bleiben sollte, verk\u00fcndete er bereits 1902 in der anarchistischen                 Zeitschrift <i>Der arme Teufel<\/i>. Darin hei\u00dft es: &#8222;Nolo will                 ich mich nennen &#8211; nolo: Ich will nicht! Nein, ich will in der                 Tat nicht! Nein, ich will nicht mehr all die unn\u00f6tigen Leiden                 sehn, deren die Welt so \u00fcbervoll ist; mich all den Torheiten f\u00fcgen,                 die uns die Freude rauben und das Gl\u00fcck; in all den Ketten h\u00e4ngen,                 die unsere F\u00fc\u00dfe hindern auszuschreiten und unsere H\u00e4nde zuzugreifen.                 Ich will nicht mehr mit ansehen, wie ungerecht und chaotisch des                 Lebens h\u00f6chste G\u00fcter &#8211; Kunst und Wissen, Arbeit und Genuss, Liebe                 und Erkenntnis &#8211; verstreut liegen. Ich will nicht mehr &#8211; nolo!&#8220;<\/p>\n<p>Dieser Haltung blieb M\u00fchsam durch alle Zeitl\u00e4ufte treu. Sie findet                 sich bei dem auf Pump durch Europa reisenden Bohemien und Apologeten                 der &#8222;freien Liebe&#8220; nicht weniger, als beim Agitator der fr\u00fchen                 M\u00fcnchner Jahre, der versucht, unter dem Titel &#8222;Gruppe Tat&#8220; Zuh\u00e4lter,                 Huren und Stricher mit Unmengen Freibier f\u00fcr die Sache der Revolution                 zu gewinnen. Und nach Beginn des Ersten Weltkriegs, als M\u00fchsam                 praktisch nicht mehr publizieren kann, verlagert sich sein Engagement                 vollst\u00e4ndig in die konspirativ-politische Sph\u00e4re, hin zu &#8222;unterirdischen                 Verbindungen&#8220;, wie er es nannte. <\/p>\n<p>Folgerichtig steht er im Herbst 1918 dann auf den Barrikaden,                 wo er (zumindest nach eigener Behauptung) am 6. November als Erster                 die Revolution ausruft, zu deren f\u00fchrenden K\u00f6pfen er bis zu seiner                 Verhaftung am 13. April 1919 geh\u00f6ren sollte.<\/p>\n<p>Obgleich der kurze Traum der M\u00fcnchener R\u00e4terepublik inzwischen                 weitgehend in Vergessenheit geraten ist und den meisten Menschen                 zu Erich M\u00fchsam wenig mehr einf\u00e4llt als das lustige Gedicht vom                 &#8222;Revoluzzer&#8220;, sind sein Andenken und sein Werk doch bis heute                 lebendig geblieben. Dabei sind sich selbst besessene M\u00fchsamianer                 in der Regel einig, dass &#8222;der Erich&#8220; weder der weltgr\u00f6\u00dfte Dichter                 oder Dramatiker noch gar ein brillanter Theoretiker des Anarchismus                 war. <\/p>\n<h3>Was also ist es, das sein Werk so wichtig macht?<\/h3>\n<p>Zum einen ist es der Mensch M\u00fchsam, der in jeder Zeile dieses                 Werkes lebendig wird, der schon zu Lebzeiten eine ungeheure Anziehungskraft                 entfaltete und dessen blo\u00dfe Existenz bis heute inspirierend wirkt.<\/p>\n<p>Bereits in jungen Jahren wurde er zum Gesicht erst der Berliner                 dann der M\u00fcnchener Boheme, gern fotografierter und karikierter                 Prototyp des Kaffeehausliteraten und B\u00fcrgerschrecks, dabei stets                 in engem intellektuellen Austausch mit fast allen literarischen                 Pers\u00f6nlichkeiten seiner Zeit. Man k\u00f6nnte ein Buch f\u00fcllen mit den                 schriftlichen Erinnerungen seiner Zeitgenossinnen und Zeitgenossen                 an ihn, die, zuweilen garniert mit einem schmunzelnden &#8222;Ach, der                 M\u00fchsam!&#8220;, meist gepr\u00e4gt sind von tiefem Respekt oder Bewunderung                 f\u00fcr sein Engagement insbesondere f\u00fcr das sogenannte Lumpenproletariat                 sowie seine konsequent an den eigenen Idealen ausgerichtete Lebensf\u00fchrung.               <\/p>\n<p>Der Schriftsteller Martin Andersen Nex\u00f6 formulierte es so: &#8222;Wie                 die Zukunft aussehen m\u00fcsse, damit sie allen ein menschliches Dasein                 b\u00f6te, wusste Erich M\u00fchsam nicht; in revolution\u00e4rer Politik war                 er ein Kind. Aber unbewusst hatten er und Zenzl sich eine Welt                 geschaffen, in der man die Luft einer neuen Zeit schon atmete.&#8220;<\/p>\n<p>Zum anderen liegt die Bedeutung von M\u00fchsams Werk eben darin,                 dass hier die Literatur nie Selbstzweck, sondern Ausdrucksform                 einer klaren politischen Haltung ist, womit M\u00fchsam Anfang des                 20. Jahrhunderts allerdings keineswegs allein stand. Es gab eine                 ganze Reihe linkssozialistischer Zeitschriften, die sich gleicherma\u00dfen                 Literatur und Politik verschrieben hatten, und die M\u00fcnchener R\u00e4terepublik                 ging nicht zu Unrecht als &#8222;Literaten-Revolution&#8220; in die Geschichte                 ein. Neben M\u00fchsam waren auch Schriftsteller wie Ernst Toller,                 der Herausgeber der Zeitschrift <i>Der Ziegelbrenner<\/i> Ret Marut,                 Oskar Maria Graf und M\u00fchsams eigens aus Berlin angereister Mentor                 Gustav Landauer daran beteiligt. <\/p>\n<p>Selbst der Lyriker Rainer Maria Rilke versuchte sich in jener                 Zeit an politischer Prosa. Mit der blutigen Zerschlagung der R\u00e4terepublik                 durch die von der neuen SPD-Regierung in Berlin entsandten Truppen                 jedoch endete der Einfluss der von Freiheitsgedanken getriebenen                 K\u00fcnstler auf die realen politischen Verh\u00e4ltnisse. Landauer wurde                 bestialisch ermordet.<\/p>\n<p>Marut floh, um wenig sp\u00e4ter in Mexiko zu B. Traven zu werden.                 Toller, M\u00fchsam und zeitweilig auch Graf verschwanden hinter Gef\u00e4ngnismauern.                 Gleichzeitig erhob die neugegr\u00fcndete KPD einen revolution\u00e4ren                 Alleinvertretungsanspruch, und ihre von Moskau vorgegebenen Parteidirektiven                 lie\u00dfen keinen Raum mehr f\u00fcr anarchistische Poeten.<\/p>\n<p>Als M\u00fchsam im Dezember 1924 aus der Festungshaft entlassen wurde,                 fand er eine ver\u00e4nderte Welt vor. Die Schnittstelle von Literatur                 und Politik wurde nun von eher b\u00fcrgerlichen Autoren wie Kurt Tucholsky                 und Carl von Ossietzky besetzt, und obwohl er sich bei Proletariat,                 Subproletariat und politischen Gefangenen weiterhin gro\u00dfer Beliebtheit                 erfreute, blieben seine anarchistischen Positionen fortan ohne                 nennenswerten Einfluss auf kulturelle Debatten. <\/p>\n<p>Wie gro\u00df M\u00fchsams Verzweiflung \u00fcber diese politische und intellektuelle                 Isolation war, belegt sein Aufruf &#8222;Wo ist der Ziegelbrenner?&#8220;,                 den er 1927 in <i>Fanal<\/i> ver\u00f6ffentlichte. Da hei\u00dft es: &#8222;Wei\u00df                 keiner der Leser des Fanal, wo der Ziegelbrenner geblieben ist?                 Ret Marut, Genosse, Freund, Kampfgef\u00e4hrte, Mensch, melde dich,                 rege dich, gib ein Zeichen, dass du lebst, dass du der Ziegelbrenner                 geblieben bist, dass dein Herz nicht verbonzt, dein Hirn nicht                 verkalkt, dein Arm nicht lahm, dein Finger nicht klamm geworden                 ist.&#8220; <\/p>\n<p>Dennoch ist die h\u00e4ufig zu lesende Behauptung, M\u00fchsam habe die                 Weimarer Republik &#8222;nicht verstanden&#8220;, falsch.<\/p>\n<p>Richtig ist, dass er sie ablehnte, aber verstanden hat er sie                 vielleicht besser als die meisten anderen. F\u00fcr M\u00fchsam war dieses                 Staatsgebilde nur ein haltloses Konstrukt, ein bizarres Zwischenspiel                 in einer unvollendeten Revolution, die entweder doch noch abgeschlossen                 oder andernfalls zwangsl\u00e4ufig durch den Faschismus beendet werden                 w\u00fcrde. Die Geschichte hat ihm leider recht gegeben. <\/p>\n<p>Wer heute durch M\u00fchsams Zeitschriften <i>Kain<\/i> und <i>Fanal<\/i>                 bl\u00e4ttert, auch durch Karl Kraus&#8216; <i>Fackel<\/i> oder Ret Maruts                 <i>Ziegelbrenner<\/i>, der steht verwundert vor den freien Geistern,                 die sich darin offenbaren, vor ihrer Selbstgewissheit im Querdenken,                 ihrer literarischen Formulierungskunst und der Unbestechlichkeit                 ihrer \u00dcberzeugungen gegen alle Widerst\u00e4nde. M\u00fchsam war dabei mit                 Sicherheit kein so fesselnder Erz\u00e4hler wie es B. Traven werden                 sollte, kein so pr\u00e4ziser Analytiker wie Kraus. Aber die Begeisterungsf\u00e4higkeit,                 die Liebe und der Zorn, von denen seine Texte durchtr\u00e4nkt sind,                 haben diese schon zu seinen Lebzeiten einzigartig gemacht und                 wirken bis heute. Er war kein Theoretiker, sondern Propagandist                 einer besseren Welt, und in diesem Metier war er unschlagbar,                 gerade weil er sich keinen Direktiven oder strategischen Erw\u00e4gungen                 unterordnen konnte.<\/p>\n<p>Genau daraus bestand seine Glaubw\u00fcrdigkeit. <\/p>\n<p>Schaut man dagegen auf die aktuelle Literaturlandschaft, die                 politischen \u00c4u\u00dferungen moderner Literaten, die sich &#8211; sofern sie                 \u00fcberhaupt stattfinden &#8211; meist getreulich innerhalb eines staatsb\u00fcrgerlichen                 Status quo oder im Rahmen linker Gesinnungsmoden inklusive der                 zugeh\u00f6rigen sprachlichen Dogmen bewegen, m\u00f6chte man manchmal ausrufen:                 &#8222;Wo ist Nolo?&#8220;<\/p>\n<p>Wesenskern von M\u00fchsams Nolo-Prinzip war es nicht nur, bestehende                 Systeme zu verneinen, sondern auch, mit allen in Austausch zu                 treten, deren Engagement auf die Errichtung einer wie auch immer                 gearteten besseren Welt zielte, und dabei gleichzeitig den eigenen                 Positionen treu zu bleiben. <\/p>\n<p>Unn\u00f6tig zu sagen, dass dieser selbstbewusste Ansatz, der noch                 heute die meisten Menschen \u00fcberfordert, zu M\u00fchsams Lebzeiten bedeutete,                 unter dauerhafter existentieller Bedrohung zu leben. So isolierte                 ihn die KPD w\u00e4hrend der Festungshaft, nachdem er &#8211; als unbeirrbarer                 Ver\u00e4chter des Parlamentarismus &#8211; es abgelehnt hatte, f\u00fcr die Partei                 zu kandidieren. <\/p>\n<p>Aus dem anarchistischen Spektrum dagegen wurde ihm wegen seiner                 grunds\u00e4tzlichen Kontaktbereitschaft zur KPD zeitweilig sogar das                 Recht aberkannt, sich weiterhin als Anarchist zu bezeichnen. Gleichzeitig                 konnte seine isolierte Position in der Linken nichts daran \u00e4ndern,                 dass er auf den schwarzen Listen der Nationalsozialisten einen                 prominenten Platz einnahm, folgerichtig am Tag nach dem Reichstagsbrand                 verhaftet und schlie\u00dflich nach anderthalbj\u00e4hriger Folter ermordet                 wurde.<\/p>\n<p>Mit Erich M\u00fchsams Tod begann f\u00fcr seine Frau Kreszentia (Zenzl)                 M\u00fchsam ein lebenslanger Kampf um das Andenken ihres Mannes, wobei                 sie sich als w\u00fcrdige Nachlassverwalterin erwies. Auch sie wurde                 vom Nazi-Regime verfolgt, und auch sie musste sich Vereinnahmungsversuchen                 von kommunistischer und Kontaktschuldvorw\u00fcrfen von anarchistischer                 Seite erwehren. Mangels Alternativen floh sie schlie\u00dflich in die                 Sowjetunion, wo sie wenig sp\u00e4ter denunziert wurde und Lubjanka,                 Arbeitslager und Ver-bannung zu \u00fcberstehen hatte, bevor sie, 19                 Jahre sp\u00e4ter, in die DDR ausreisen durfte. <\/p>\n<p>Dort ertrug sie es stoisch, dass man sie als &#8222;unsichere Kantonistin&#8220;                 unter Aufsicht stellte, hielt sich sogar an die unmenschliche                 &#8222;Empfehlung&#8220;, dem Grab ihres Mannes in West-Berlin fernzubleiben                 und schrieb betont herzliche Briefe an eben jenen Wilhelm Pieck,                 der sie seinerzeit in Moskau als terroristische &#8222;Trotzkistin&#8220;                 ans Messer geliefert hatte &#8211; alles nur, damit M\u00fchsams Werke wieder                 gedruckt werden konnten. Erst 1962, auf dem Totenbett, gab die                 achtundsiebzigj\u00e4hrige Zenzl widerstrebend die Urheberrechte aus                 der Hand. <\/p>\n<p>Vor allen anderen, die sich nach 1945 f\u00fcr M\u00fchsams literarischen                 Nachlass eingesetzt haben, ist es ihr zu verdanken, dass sein                 Prinzip Nolo noch heute erfahrbar ist &#8211; als Anleitung zum konsequenten                 Selberdenken und Mutmacher gegen alle gesellschaftlichen und szenedogmatischen                 Widerst\u00e4nde. Mag man auch nicht mit allen Positionen Erich M\u00fchsams                 einverstanden sein, die Haltung, die ihnen zugrunde liegt, ist                 heute so n\u00f6tig wie damals. So sollten wir diesen Satz verstehen:                 &#8222;Menschen lasst die Toten ruhn \/ und erf\u00fcllt ihr Hoffen!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbst M\u00fchsams langsames und qualvolles Sterben als eines der ersten Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie war kein Zufall. 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