{"id":13693,"date":"2014-09-01T00:00:38","date_gmt":"2014-08-31T22:00:38","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=13693"},"modified":"2022-07-26T14:22:18","modified_gmt":"2022-07-26T12:22:18","slug":"gezi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2014\/09\/gezi\/","title":{"rendered":"Gezi"},"content":{"rendered":"<p>Ohne in Melancholie zu verfallen und diesen kraftvollen Aufstand                 zu einem Gegenstand f\u00fcr Museen zu machen, wollen wir uns an den                 &#8222;l\u00e4ngsten Sommer&#8220; erinnern, um uns vor Augen zu f\u00fchren, wie viel                 Macht wir haben, wenn wir uns zusammentun. Die Besetzung des Gezi-Parks                 dauerte insgesamt f\u00fcnfzehn Tage an und endete erst mit den brutalen                 Polizeiattacken auf den Taksim-Platz und den benachbarten Park.               <\/p>\n<p>F\u00fcnfzehn Tage lang existierte die &#8222;Gezi-Kommune&#8220; als eine staatenfreie                 Zone ohne Polizei und Gewalt. Es waren nur f\u00fcnfzehn Tage, aber                 schon jetzt werden sie als &#8222;der l\u00e4ngste Sommer&#8220; bezeichnet. Diese                 f\u00fcnfzehn Tage des Friedens, der Selbstorganisation und der Kraft,                 die entsteht, wenn Menschen ihr Leben in die eigenen H\u00e4nde nehmen,                 waren f\u00fcr alle Beteiligten eine unvergessliche Erfahrung. Es war                 eine Erinnerung an etwas, das uns die Institutionen der Macht                 und die Politiker*innen bereits vor langem gestohlen haben.<\/p>\n<h3>Vor Gezi<\/h3>\n<p>Der l\u00e4ngste Sommer kam nach einer langen Periode des Pessimismus                 in der Linken unter der AKP-Regierung. Nach den Reformen der letzten                 zwanzig Jahre wurde eine relativ stabile innenpolitische Lage                 erreicht. Eine beschleunigte Privatisierung \u00f6ffentlicher Institutionen,                 Deregulierungen des Kapitalmarkts und riesige Infrastruktur- und                 Gentrifizierungsprojekte waren die Wege zur Vormachtstellung der                 AKP (Adalet ve Kalkinma Partis; deutsch: Partei f\u00fcr Gerechtigkeit                 und Aufschwung). <\/p>\n<p>Kulturell breitete sich eine konservativ-islamische Ideologie                 aus, die durchsetzt war mit neoliberalen Elementen. Dadurch f\u00fchlten                 sich die konservativ-islamischen Kr\u00e4fte best\u00e4rkt und sahen bereits                 die Vergeltung f\u00fcr die Periode der kemalistischen Herrschaft ((2))                 kommen. <\/p>\n<p>In der ersten Regierungsperiode versuchte die AKP, die politische                 Macht des Milit\u00e4rs einzuschr\u00e4nken. Diese Politik wurde auch von                 einem Gro\u00dfteil der Linken begr\u00fc\u00dft, die darin den \u00dcbergang vom                 Milit\u00e4rstaat zur demokratischen Republik sahen. Als jedoch den                 Milit\u00e4rs die Macht entzogen wurde, stellte sich heraus, dass sie                 nur ihren Inhaber wechseln sollte, w\u00e4hrend die Strukturen dieselben                 blieben. <\/p>\n<p>Indem die AKP das Milit\u00e4r entmachtete und Milit\u00e4rs durch Polizist*innen                 ersetzte, vergr\u00f6\u00dferte sie nur ihre eigene Macht. Tag f\u00fcr Tag nahm                 die Polizeigewalt zu, mit der sich jede Art von Dissens konfrontiert                 sah. Insbesondere in der zweiten H\u00e4lfte ihrer Regierungszeit versuchte                 die AKP ihre Dominanz auszubauen, indem sie nicht nur die Polizei                 aufr\u00fcstete, sondern auch massenhafte juristische Repressionen                 auf Journalist*innen, Radikale und kurdische Politiker*innen aus\u00fcbte.<\/p>\n<p>Es reichte der AKP nicht, alle staatlichen Institutionen zu dominieren,                 sie demonstrierte ihre Macht auch durch Interventionen in das                 Alltagsleben der Menschen und in den \u00f6ffentlichen Raum. Erdogan                 gibt als &#8222;charismatischer F\u00fchrer&#8220; zu jedem m\u00f6glichen Thema seinen                 Senf dazu: Von der Gast(un)freundlichkeit, \u00fcber die Kunst, die                 Inhalte der Seifenopern, die Einrichtung von Studierendenwohnheimen,                 \u00fcber die Lebensf\u00fchrung bestimmter Personengruppen bis zur Zahl                 der Kinder, die eine Frau geb\u00e4ren sollte. <\/p>\n<p>Die staatliche Gestaltung des \u00f6ffentlichen Raumes zielte nicht                 nur darauf ab, den Weg f\u00fcr die Bauindustrie frei zu machen, sondern                 auch, jedem Raum die Insignien der Macht einzubrennen. Die Zerst\u00f6rung                 und Umstrukturierung \u00f6ffentlicher R\u00e4ume waren wesentliche Strategien                 der Regierung, ihre Macht zu demonstrieren. <\/p>\n<p>Gleiches galt f\u00fcr die Festlegung der Regeln f\u00fcr das politische                 Spiel: 2010 verk\u00fcndete die Regierung stolz, dass sie nun, 32 Jahre                 nach dem &#8222;blutigen ersten Mai&#8220; von 1978 ((3)),                 wieder Demonstrationen auf dem Taksim-Platz erlauben w\u00fcrde, nur                 um diese drei Jahre sp\u00e4ter ohne Begr\u00fcndung wieder zu verbieten.<\/p>\n<p>Auch der Umbau des Platzes selbst sollte ohne jede Konsultation                 der \u00f6ffentlichen Meinung erfolgen. So sollten an diesem Ort, der                 f\u00fcr die t\u00fcrkische Linke seit 1978 ein wichtiges Symbol ist, die                 absurdesten Prestigeprojekte durchgedr\u00fcckt werden. ((4))               <\/p>\n<p>Trotz der Dreistigkeit dieser Machtdemonstrationen, gab es vor                 dem Sommer 2013 kaum gr\u00f6\u00dfere Proteste in der T\u00fcrkei. Zwar gab                 es, insbesondere in den Universit\u00e4ten eine steigende Wut, dies                 wurde aber auf den Stra\u00dfen nicht sichtbar. Niemand sah die Gezi-Proteste                 kommen, bevor sie pl\u00f6tzlich da waren. <\/p>\n<h3>Der Sommer bricht an<\/h3>\n<p>Die Demonstrationen begannen, als sich im Internet die Nachricht                 verbreitete, dass in der Nacht vom 28. Mai 2013 der Gezi Park                 abgerissen werden sollte. Zuerst kamen nur ungef\u00e4hr 30 Personen                 in den Park und versuchten, die Planierraupen aufzuhalten, die                 die B\u00e4ume niederwalzen sollten. <\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag wurde die Zerst\u00f6rung aufgehalten, als die Proteste                 sich ausweiteten und ein Mitglied des Parlaments hinzustie\u00df. Durch                 Anrufe und Nachrichten in den Sozialen Medien vergr\u00f6\u00dferte sich                 die Menge der Demonstrierenden kontinuierlich und eine Menschenmenge                 sammelte sich im Park, rief Parolen und spielte Musik. <\/p>\n<p>Einige der Demonstrierenden entschieden sich, die Nacht im Park                 zu verbringen. Am fr\u00fchen Morgen wurde ihr Camp jedoch von der                 Polizei mit Tr\u00e4nengas beschossen und sogar Zelte angez\u00fcndet. Nach                 zwei Tagen des Widerstandes erwartete niemand, dass aus den anf\u00e4nglich                 30 Personen innerhalb weniger Tage Millionen werden sollten, die                 die Polizei vertrieben und am ersten Juni 2013 den Platz f\u00fcr eroberten.<\/p>\n<p>Nach der ersten Nacht und den folgenden Tagen blieb nur noch                 eine kleine Gruppe von Menschen im Park, die mit exzessiver Polizeigewalt                 konfrontiert waren. Trotzdem leisteten sie entschlossen Widerstand                 gegen die Polizei. Diese standhafte Verteidigung des Gezi-Lebensraumes                 ver\u00e4rgerte die Polizei zunehmend. Die Menschen standen Seite an                 Seite und unterst\u00fctzten sich gegenseitig mit ihrem Humor und ihrer                 Freude, so dass sich ihre Kraft von der einen zum anderen ausbreitete.                 Die Polizei konnte in dieser Situation zwar einige Menschen zusammenschlagen                 und festnehmen, die Entschlossenheit der Protestierenden siegte                 jedoch \u00fcber die Tr\u00e4nengasgranaten. <\/p>\n<h3>Leben und Gegenpolitik im Gezipark<\/h3>\n<p>Um die Zerst\u00f6rung des Parks vorzubereiten, hatte die Stadtverwaltung                 diesen zuvor isoliert und herunter kommen lassen. Nachdem der                 Park so nach und nach in Vergessenheit geraten war, sorgten die                 Proteste erstmals wieder daf\u00fcr, dass der Wert des Parkes erkannt                 wurde. <\/p>\n<p>Durch die verschiedenen Erfahrungen, die die Menschen in diesem                 Park teilten, bekam er wieder eine Bedeutung als \u00f6ffentlicher                 Raum. Nach den ersten Tagen des Protests wurde ein Forum im Park                 eingerichtet. Dabei wurde die gro\u00dfe Diversit\u00e4t der Versammelten                 sichtbar. Es waren die verschiedensten Parteien und Organisationen                 anwesend, aber auch Menschen, die sich selbst als &#8222;unpolitisch&#8220;                 bezeichneten. <\/p>\n<p>So war die Sorge um den Park bei weitem nicht das einzige Thema                 auf den Versammlungen. Alle brachten ihre eigenen Anliegen ein.                 Da war ein Theaterschauspieler, der sich \u00fcber die Kulturpolitik                 der Regierung emp\u00f6rte; eine alte Frau, deren einziger Platz zum                 Durchatmen zerst\u00f6rt werden sollte, eine wissenschaftliche Hilfskraft                 ohne Sozialversicherung, eine Gruppe von Arbeiter*innen aus der                 Lebensmittelgewerkschaft, die nachdem sie ihre Probleme mit der                 Gruppe geteilt hat, Essen austeilen. So wurde pl\u00f6tzlich aus einem                 kaum beachteten Park, der den Menschen entrissen werden sollte,                 die Basis f\u00fcr eine Gegenpolitik, die etwas ganz anderes war als                 parlamentarische Wahlen zwischen verschiedenen \u00dcbeln.<\/p>\n<p>Dadurch, dass eine Gruppe von Menschen, so verschieden diese                 auch waren, ihre Angelegenheiten selbst regelte, ohne einen Anf\u00fchrer,                 gelangte die Demokratie zu ihrer wahren Bedeutung. Es war bewegend                 zu sehen, wie ein vergessener \u00f6ffentlicher Raum inmitten einer                 Stadt die immer weniger Interaktionsm\u00f6glichkeiten bot, zu einem                 Treffpunkt wurde. Durch diese Ver\u00e4nderung wurde vielen Beteiligten                 erstmals bewusst, wie viele materielle und immaterielle Mauern                 sie zuvor getrennt hatten.<\/p>\n<p>Durch die Besetzung des Parks und die Vertreibung der Polizei                 wurde ein hohes Level der Selbstorganisierung m\u00f6glich. In den                 Tagen, in denen sich die Polizei aus der Gegend zur\u00fcckgezogen                 hatte, entstand eine freie Zone des Widerstandes. So wurde ein                 eigener &#8222;Revolutionsmarkt&#8220; eingerichtet &#8211; unter dem Motto &#8222;Alles                 umsonst!&#8220;. Daneben entstand auch unter gro\u00dfem logistischem Aufwand                 ein System von Volxk\u00fcchen, eine Bibliothek und ein &#8222;Revolutionsmuseum&#8220;                 mit Bildern von den Stra\u00dfenschlachten &#8211; und es war verboten, f\u00fcr                 irgendetwas zu bezahlen. Es wurden keine Geldspenden akzeptiert,                 nur tatkr\u00e4ftige Mitarbeit. Sogar ein Kindergarten wurde eingerichtet                 und dort wo die B\u00e4ume gef\u00e4llt worden waren, entstand ein Gem\u00fcsegarten.                 Auf diese Weise konnte radikale Politik nach langer Zeit einmal                 wieder praktisch werden, was in den vergangenen Jahren in der                 T\u00fcrkei meist ausgeblieben war. <\/p>\n<p>Auch die \u00c4sthetik des Protests war bemerkenswert. Neben den verschiedensten                 kreativ gestalteten Transparenten entstanden auch unz\u00e4hlige Graffitis.<\/p>\n<p>Musikalisch wurde der Protest kraftvoll begleitet, so sorgten                 verschiedene Samba-Gruppen auch in schwierigen Situationen und                 bei Polizeiangriffen f\u00fcr gute Stimmung. Viel von der Kraft des                 Protests ist dem Zusammenspiel von Trommeln und Parolen zu verdanken,                 die sich gegenseitig erg\u00e4nzten und variierten.<\/p>\n<p>Vor den Gezi Protesten war es um Dialog und Zusammenarbeit zwischen                 den verschiedenen linken Fraktionen in der T\u00fcrkei schlecht bestellt.                 Durch den gemeinsamen Kampf wurde dieses Schweigen durchbrochen                 und es wurde m\u00f6glich, sich \u00fcberhaupt erst kennenzulernen. So konnten                 viele, die im Westen der T\u00fcrkei aufgewachsen sind, zum ersten                 Mal nachvollziehen, was es f\u00fcr die Kurd*innen bedeutet, seit Jahren                 der Gewalt des Staates ausgeliefert zu sein. Als klar wurde, welche                 L\u00fcgen die staatsnahen Medien \u00fcber die Proteste verbreiteten, sch\u00e4mten                 sich viele Protestierende aus dem Westen der T\u00fcrkei daf\u00fcr, dass                 ihr Bild von den Kurd*innen jahrelang auf der Propaganda ebendieser                 Medien beruht hatte. Auch die Themen von feministischen und LGBTI-Gruppen                 wurden erstmals in der Linken breit diskutiert, nachdem diese                 durch pinke Graffitis auf Sexismus und Homophobie au\u00dferhalb und                 innerhalb des Protests aufmerksam machten. <\/p>\n<p>Als eine Gruppe von Kemalist*innen begann den alten Slogan &#8222;Wir                 sind die Soldaten von Mustafa Kemal&#8220; zu rufen, kam sofort eine                 antimilitaristische Antwort: &#8222;Wir weigern uns zu t\u00f6ten und zu                 sterben, wir sind niemandes Soldaten!&#8220; <\/p>\n<p>Durch diese und viele andere Begegnungen wurde es m\u00f6glich, neue                 Diskussionen zu f\u00fchren, Solidarit\u00e4t auf- und Vorurteile abzubauen.<\/p>\n<h3>Anmerkungen zur Situation nach den Protesten<\/h3>\n<p>Nach dem l\u00e4ngsten Sommer wurden die Demonstrationen fortgesetzt.                 Die Gezi-Besetzung verwandelte sich in lokale Park-Foren. In diesen                 wurden sowohl allgemeine politische Fragen, als auch Angelegenheiten                 der Viertel diskutiert. Jedes Forum schuf sein eigenes Programm                 von Filmvorf\u00fchrungen, Workshops, Diskussionsrunden usw. So entstanden                 lokale Treffpunkte, die die Menschen der Viertel n\u00e4her zusammen                 brachten. <\/p>\n<p>Die lokalen Foren unterst\u00fctzten sich gegenseitig, wodurch die                 verschiedenen Praxen des Widerstands f\u00fcr viele Menschen sichtbar                 wurden. Die Demonstrationen und die Einrichtung der Foren waren                 dabei keineswegs auf Istanbul beschr\u00e4nkt. So versuchte die Linke                 eine Antwort darauf zu finden, wie der k\u00e4mpferische Geist auf                 lokaler Ebene in den Alltag integriert werden k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Ein Jahr nach den Protesten muss leider festgestellt werden,                 dass die Demonstrationen und die Foren fast verschwunden sind.                 Mit der Zeit verschwand der solidarische Geist des Protests. Einige                 Gruppen entschlossen sich dazu, sich auf die lokalen Wahlen zu                 konzentrieren. Auf der Ebene der Parteipolitik verfolgte die an                 den Protesten beteiligte CHP unver\u00e4ndert ihr nationalistisches                 Programm, nachdem sie w\u00e4hrend der antiautorit\u00e4ren Welle von Gezi                 get\u00f6nt hatte, dass nichts mehr sein werde wie davor.<\/p>\n<p>Als die AKP die letzten Wahlen jedoch wieder gewann, war das                 ein herber R\u00fcckschlag und sorgte daf\u00fcr, dass sich der alte Pessimismus                 wieder ausbreitete. Trotzdem haben die Proteste eine bleibende                 Wirkung: Neben der Verhinderung der Umbaupl\u00e4ne besteht diese haupts\u00e4chlich                 in dem gest\u00e4rkten Selbstvertrauen und der neuen Solidarit\u00e4t der                 Linken. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend f\u00fcr viele Gezi ein Aufstand gegen den Kapitalismus, die                 Illusionen der parlamentarischen Demokratie und ihre Auswirkungen                 auf unser Leben war, muss jedoch festgestellt werden, dass f\u00fcr                 ebenso viele das eigentliche Problem noch immer nur in der AKP                 oder gar nur in der Person Erdogans liegt. Diese Fixierung auf                 die AKP und Erdogan, und somit auf die Wahlen, war vielleicht                 der gr\u00f6\u00dfte Fehler der Linken nach der Besetzung. <\/p>\n<p>Angesichts der R\u00fcckkehr der Apathie muss leider gesagt werden,                 dass trotz der Ausma\u00dfe der Gezi-Proteste, die Potentiale der Linken                 noch immer begrenzt sind, wenn es darum geht, alternative Politiken,                 wie die Foren, aufrecht zu erhalten. Gerade dieser Aufbau alternativer                 Strukturen, wird f\u00fcr die \u00dcberwindung der staatlichen Institutionen                 unerl\u00e4sslich sein.<\/p>\n<p>Wir sollten deshalb ungeduldig sein, wenn es darum geht, unsere                 Tr\u00e4ume zu realisieren, aber geduldig, wenn es darum geht, unmittelbare                 Resultate in der Gesamtgesellschaft zu erwarten. Deshalb d\u00fcrfen                 wir nicht vergessen, was Hunderte in den ersten Tagen der Proteste                 riefen, in dem Wissen, dass sie bald Millionen sein w\u00fcrden: &#8222;Das                 ist erst der Anfang. K\u00e4mpft weiter!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne in Melancholie zu verfallen und diesen kraftvollen Aufstand zu einem Gegenstand f\u00fcr Museen zu machen, wollen wir uns an den &#8222;l\u00e4ngsten Sommer&#8220; erinnern, um uns vor Augen zu f\u00fchren, wie viel Macht wir haben, wenn wir uns zusammentun. 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