{"id":14421,"date":"1972-06-01T22:49:06","date_gmt":"1972-06-01T20:49:06","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/?p=14421"},"modified":"2018-08-05T15:17:21","modified_gmt":"2018-08-05T13:17:21","slug":"nullnummer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/1972\/06\/nullnummer\/","title":{"rendered":"Nr. 0\/1972"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"#s1\">Seite 1<\/a><br \/>\nGraswurzelrevolution. gewaltfrei &#8211; radikal-demokratisch &#8211; antiautorit\u00e4r &#8211; sozialistisch<\/p>\n<p><a href=\"#s2\">Seite 2<\/a><br \/>\nSpanien und die EWG<\/p>\n<p><a href=\"#s3\">Seite 3<\/a><br \/>\nDie Zeitung ist so gut wie euere Mitarbeit!<\/p>\n<p><a href=\"#s4\">Seite 4<\/a><br \/>\nFerien in Spanien<\/p>\n<p><a href=\"#s5\">Seite 5<\/a><br \/>\nDie Friedenspiraten von Philadelphia<br \/>\nSchulfach Massenmord<\/p>\n<p><a href=\"#s6\">Seite 6<\/a><br \/>\nAntimilitarismus \/ Kritischer Konsum \/ Umweltschutz \/ Sozialismus \/ Dritte Welt<\/p>\n<p><a href=\"#s7\">Seite 7<\/a><br \/>\nKalender<\/p>\n<p><a href=\"#s8\">Seite 8<\/a><br \/>\nKlassiker<br \/>\nMusik als Kommunikation. Bakhti Gift Tautropfen Fridolins Ohr<br \/>\nIn den n\u00e4chsten Ausgaben&#8230;<\/p>\n<p><a name=\"s1\"><\/a><\/p>\n<h1>graswurzelrevolution<\/h1>\n<h3>Gewaltfrei &#8211; radikal-demokratisch &#8211; antiautorit\u00e4r &#8211; sozialistisch<\/h3>\n<p>Die Anerkennung des Rechts auf Selbstbestimmung und die Notwendigkeit der Abschaffung der &#8222;Herrschaft des Menschen \u00fcber den Menschen&#8220;, einer Herrschaft, die mit struktureller und instrumenteller Gewalt aufrecht erhalten wird, m\u00fcssen Grundziele eines jeden systemumw\u00e4lzenden Kampfes sein, damit ein echter Fortschritt gegen\u00fcber den bisherigen Systemen erzielt werden kann. Zur Erreichung dieser Ziele ist eine Organisierung aller Linken notwendig, welche es versteht bisherige theoretische \u00dcberlegungen \u00fcber Strategie und Taktik in die Praxis umzusetzen, dabei wird jedoch der freie Gedankenaustausch unter Gruppen und Militanten mit revolution\u00e4rem Anspruch die M\u00f6glichkeit geben, die richtige Strategie zu entwickeln.<\/p>\n<p>Diese Zeitung soll dies ausgehend vom Militarismus leisten. Antimilitaristischer Kampf versteht sich als ein Aspekt des Kampfes gegen Herrschaftsstrukturen. Er erm\u00f6glicht auch auf breiter Ebene linke Aktivisten zu sammeln. Die Armee bildet den offensichtlichsten Eckpfeiler eines jeden Systems, da es auf Unterdr\u00fcckung beruht, auch wenn sie &#8211; wie in der BRD &#8211; mit einem scheinliberalen M\u00e4ntelchen von langen Haaren bzw. &#8211; innere &#8211; F\u00fchrungstechniken umh\u00fcllt wird. Nicht von ungef\u00e4hr enth\u00fcllt der Militarismus am deutlichsten seine Fratze, wenn ein pseudodemokratischer Staat in eine, wenn auch noch so geringe Krise &#8211; gescheiterte Stadtguerilla, steigende KDV-Zahlen &#8211; kommt: Notstandgesetze mit detaillierten Ausf\u00fchrungsbestimmungen, Polizeiterror sind die unausweichliche Folge. Dagegen gilt es die Masse zu mobilisieren.<\/p>\n<p>&#8222;Je gr\u00f6\u00dfer die Massenbasis der revolution\u00e4ren Bewegung, desto geringere Gewaltanwendung ist notwendig&#8220; (Wilhelm Reich, Was ist Klassenbewu\u00dftsein, 1934). Gleichzeitig ist es klar, da\u00df nur eine ausreichende Massenbasis die Ergebnisse einer Revolution sichern kann. Wir propagieren keineswegs die absolute Gewaltfreiheit, allerdings sind wir der Ansicht, da\u00df die M\u00f6glichkeiten gewaltfreier Aktionen noch lange nicht ausgesch\u00f6pft sind. Ihr Einbeziehen in revolution\u00e4ren Kampf erm\u00f6glicht eine Miteinbeziehung weiterer Teile der Bev\u00f6lkerung und nicht zuletzt eine Bewu\u00dftseins\u00e4nderung der auf die Politik der Herrschenden verpflichtenden Massen. Die Linke in der BRD hat dich zu lange auf die einfache Reaktion auf die Gewalt der Herrschenden mit revolution\u00e4rer Gegengewalt beschr\u00e4nkt, ohne die Gewalt der Herrschenden in ihren verschiedenen Erscheinungsformen zu differenzieren, um abgestufte Gegenma\u00dfnahmen auf Massenbasis zu ergreifen. Die Verabsolutierung von Gewalt oder Gewaltfreiheit hat zu lange, als moralische Vorentscheidung, die M\u00f6glichkeit zu klarer Analyse genommen, denn eine solche Analyse mu\u00df in der Auswahl von genehmen Fakten zur Best\u00e4tigung der eigenen Meinung werden. Dezentralisierung von Information und Entscheidung, eine Parteiunabh\u00e4ngige (nicht im Sinne der BILD-Zeitung) Basisbewegung wird erst verhindern k\u00f6nnen, da\u00df aus falscher Analyse voreilige Entschl\u00fcsse zu gewaltsamen Aktionen gefa\u00dft werden, wenn objektiv die Bedingungen daf\u00fcr noch gar nicht gegeben sind. Aktionen m\u00fcssen sich dabei nicht unbedingt auf den Produktionssektor beschr\u00e4nken, sondern k\u00f6nnen auch im Reproduktionsbereich angesetzt werden. Konsum und Freizeitindustrie beeinflussen nicht unwesentlich das Verhalten der Masse.<\/p>\n<p>In der F\u00fclle &#8222;Linker&#8220; Schriften soll der Schwerpunkt dieser Zeitung M\u00f6glichkeiten zur Umsetzung blo\u00dfer Theorie in die Praxis anbieten, soll M\u00f6glichkeiten zeigen, aus dem Dilemma zwischen unvermittelter Theorie und seichten Handlungsanleitungen herauszukommen, die sich darauf beschr\u00e4nken parlamentarisch Spielregeln anzupreisen und in der Logik des Systems bleiben. Neben Information (vor allem aus dem Ausland), die allein &#8211; ohne festen Bezugsrahmen in ihrer F\u00fclle geradezu entpolitisieren kann, sollen Aktionsmodelle und konkrete Handlungsanweisungen stehen, die nicht den Anspruch auf Allgemeing\u00fcltigkeit erheben, aber Anregungen geben k\u00f6nnen f\u00fcr den Kampf hier in der BRD. Wir besitzen nicht ein Nonplusultra an Praxis, wir haben nicht die revolution\u00e4re Theorie f\u00fcr uns gepachtet; deshalb wird es ein Ziel der Zeitung sein, da\u00df ihr Inhalt von mehreren Gruppen von Einzelaktivisten mitgestaltet werden kann und die Redaktion in gewissen Abst\u00e4nden von einer Gruppe zur anderen \u00fcbergeht. Dabei ist nat\u00fcrlich eine Grund\u00fcbereinstimmung mit dem im ersten Abschnitt unvollst\u00e4ndig umrissenen Zielen einverstanden sind. In wie weit sich die Vorstellung von einer Rotation in der Zeitungsredaktion verwirklichen lassen wird, h\u00e4ngt nicht zuletzt von der Aktivit\u00e4t des Lesers ab. Die Wirkung dieser Zeitung wird sich nicht nur in unseren F\u00e4higkeiten erweisen, tats\u00e4chlich Theorie und ihre M\u00f6glichkeiten der Umsetzung in die Praxis zu zeigen, sondern auch in der Unterst\u00fctzung nicht zuletzt aller, die sich mit uns in der Notwendigkeit einer Umw\u00e4lzung der bestehenden Verh\u00e4ltnisse solidarisch erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p><a name=\"s2\"><\/a><\/p>\n<h1>Spanien und die EWG<\/h1>\n<p>Aufgrund seiner Wirtschaftsstruktur ist Spanien mehr und mehr gezwungen, sich den Spielregeln des europ\u00e4ischen Kapitalismus anzupassen. Der Eintritt Spaniens in die EWG steht bevor; es fragt sich nur, welche politischen Konzessionen die spanische Regierungsclique daf\u00fcr an die Opposition zu zahlen bereit ist.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite erfordert eine Expansion der spanischen Wirtschaft die Beseitigung des staatlichen Dirigismus in diesem Bereich. Latente Widerspr\u00fcche zwischen Falange und den Technokraten des Opus Dei brechen nun offen auf und schaffen ein Klima, das in der Gespaltenheit der machtaus\u00fcbenden Gruppen und der ihr entsprechenden Unsicherheit ihrer B\u00fcttel, der regime- und systemfeindlichen Opposition die M\u00f6glichkeit zur politischen Aktion gibt. Durch eine Steigerung des Konsums soll nun mit erreicht werden, die Unruhe vor allem in der spanischen Arbeiterschaft zu d\u00e4mpfen. Auch unter diesem Aspekt ist eine \u00d6ffnung auf das gemeinsame Europa notwendig.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngste Reise von Scheel nach Spanien zeigt jedoch, da\u00df es sich eine sozial-liberale Regierung in der BRD aufgrund der \u00f6ffentlichen Meinung momentan nicht leisten kann, Spanien bei seinem Eintrittsgesuch voll zu unterst\u00fctzen. &#8222;Man wei\u00df in Bonn &#8230;, da\u00df die Bundesrepublik wie alle EWG-Staaten eine Eingliederung Spaniens aus politischen Gr\u00fcnden ablehnt. Dagegen unterst\u00fctzt Bonn den Madrider Wunsch, die Bedingungen des Pr\u00e4ferenzabkommens zwischen Spanien und der EWG&#8220; (vom 1. Okt. 1970) &#8222;zu verbessern, da Spanien durch den Eintritt der vier neuen Mitglieder schwierigere Exportkonditionen haben wird.&#8220; (FAZ 14\/6\/72)<\/p>\n<p>Spaniens Druckmittel auf die deutsche Regierung ist eine Bevorzugung franz\u00f6sischer vor der deutschen Industrie, z.B. bei der Wahl zwischen dem franz\u00f6sischen SECAM- und dem deutschen PAL-System. Die deutsche Industrie will sich dabei Spanien nicht entgehen lassen, als Absatzmarkt und Ort f\u00fcr langfristige, kapitaltr\u00e4chtige Investitionen. Die spanische Regierung ist hier bisher entgegengekommen, indem sie seit Anfang der sechziger Jahre den Einflu\u00df von ausl\u00e4ndischen Kapitalien beg\u00fcnstigte durch Beteiligungsm\u00f6glichkeiten an spanischen Firmen von \u00fcber 50 %, von fast unbeschr\u00e4nkten Gewinntransfers. Billige Arbeitskr\u00e4fte bilden einen weiteren Anreiz f\u00fcr die deutsche Industrie. F\u00fcr den Kapitalexport aus Spanien in die BRD sind nat\u00fcrlich die Zollschranken der EWG gegen\u00fcber Nicht- Mitgliedern ein starkes Hindernis. Nichtsdestoweniger betrugen allein in der ersten H\u00e4lfte des Jahres 1969 westdeutsche Investitionen in Spanien 183 Mio. Pesetas.<\/p>\n<h3>Agitationsm\u00f6glichkeiten<\/h3>\n<p>Vereinzelt existieren in der BRD (au\u00dferhalb der zahlenm\u00e4\u00dfig kleinen gewerkschaftlich organisierten Gruppen) Zusammenschl\u00fcsse politisch bewu\u00dfter, ausl\u00e4ndischer Arbeiter (z.B. Lotta Continua, manifesto in M\u00fcnchen, Hamburg, Frankfurt, Berlin), die mobilisierungsf\u00e4hig sind zur Unterst\u00fctzung spanischer Kriegsdienstverweigerer. Doch ist ihre Zahl von Region zu Region verschieden. In allen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten gibt es jedoch &#8222;Gastarbeiterfreundeskreise&#8220; oder \u00e4hnliche caritative Gruppen zur Betreuung von ausl\u00e4ndischen Arbeitern, mit denen man Kontakt aufnehmen kann, auch wenn vielfach kirchliche Stellen und Bonzen in den Wohlfahrtsverb\u00e4nden Steine in den Weg legen.<\/p>\n<p>In vielen St\u00e4dten &#8211; dort wo entsprechend viele spanische Arbeiter sind &#8211; gibt es ein &#8222;Centro Espanol&#8220; (Span. Zentrum), einen Treffpunkt (meist ein Raum des betreuenden Verbandes oder eine Kneipe) f\u00fcr Spanier, die in Westdeutschland arbeiten. Dort ist es am leichtesten m\u00f6glich &#8211; auf lange Sicht &#8211; Spanier kennenzulernen, mit ihnen zu arbeiten. Selbst dann, wenn jemand nur deutsch spricht, kann er mit ihnen in Kontakt kommen; Voraussetzung ist, da\u00df man sich nicht aufdr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Genossen der Gewaltfreien Aktion Augsburg versuchten vor einiger Zeit, im Centro Espanol ihrer Stadt mit Spaniern \u00fcber die Kriegsdienstverweigerung (KDV) in Spanien zu sprechen. Die Bedingungen schienen g\u00fcnstig: der Spaniertreff in der Leonhard-Hausmannstra\u00dfe ist eine Wirtschaft, die von einem Spanier gef\u00fchrt wird. Die ausl\u00e4ndischen Arbeiter, die dort verkehren, sind (wie fast \u00fcberall) von der einheimischen Bev\u00f6lkerung isoliert. Filme und andere kulturelle Veranstaltungen sollen diese Isolierung teilweise dadurch aufheben, da\u00df sie die Spanier in der Stadt zusammenbringen und sie nicht vereinzelt ihrem Schicksal \u00fcberlassen. Zun\u00e4chst besuchten immer dieselben Genossen regelm\u00e4\u00dfig einen Monat lang das Lokal, um die Leute &#8222;mit ihren Gesichtern vertraut zu machen&#8220;. Nach einiger Zeit kamen ganz von selbst zwanglose, unverbindliche Gespr\u00e4che in Gang. Kickerautomaten taten ein \u00fcbriges. Langsam leiteten die Gespr\u00e4che \u00fcber auf politische Gebiete. Wichtig war die unaufdringliche Information (im Gegensatz zur Schaumschl\u00e4gerei mit Parolen), wobei man versuchte sie in einen allgemeinen Zusammenhang einzuordnen (Themenbereich KDV in der BRD und in Spanien; NATO; Funktion der &#8222;Gastarbeiter&#8220; in der BRD; Ausl\u00e4ndergestz, etc.)<\/p>\n<p>Grundsatz bei alledem sollte bleiben, da\u00df man Ausl\u00e4nder nicht in Aktionen miteinbezieht, deren Tragweite, deren Konsequenzen sie nicht \u00fcbersehen k\u00f6nnen. Wenn eine Aktion bleibenden Erfolg haben soll, m\u00fcssen hier alle \u00fcber die Risiken aufgekl\u00e4rt werden. Es ist verantwortungslos diese Leute in Situationen zu versetzen, welche ihre Existenz gef\u00e4hrden, ohne da\u00df sie sich dessen bewu\u00dft sind. Ausl\u00e4nder sind bei politischer Arbeit st\u00e4ndig mit Ausweisung bedroht (vgl. Ernst Klee Hrsg.: Gastarbeiter &#8211; Analysen und Berichte; ed. Suhrkamp 539\/1972 und Texte zum Ausl\u00e4ndergesetz).<\/p>\n<p>Der Versuch in Augsburg brachte nicht den erhofften Erfolg. Es wurde nicht zuletzt vergessen, mit dem Sozialhelfer f\u00fcr spanische Arbeiter Kontakt aufzunehmen. Die ausl\u00e4ndischen Arbeiter wagen es oft nicht, sich offen zu solidarisieren, weil sie von spanischer Geheimpolizei, bzw. dem deutschen Verfassungsschutz teilweise \u00fcberwacht werden. Unter politischer Bet\u00e4tigung z.B., die den Verfassungsschutz bei Ausl\u00e4ndern schon auf den Plan ruft und zu einer Ausweisung des Betreffenden f\u00fchren kann, z\u00e4hlt schon eine, die &#8222;den Zweck verfolgt, andere in ihrer Auffassung zu beeinflussen. So geht der Versuch, durch \u00c4u\u00dferung einer politischen Meinung einen anderen zur eigenen politischen Meinung zu bekehren, \u00fcber die vom Grundgesetz gesch\u00fctzte reine Meinungs\u00e4u\u00dferung hinaus, und zwar auch dann, wenn sich dieser Versuch im kleinen und vertrauten Kreise abspielt.&#8220; (Kommentar zum Ausl\u00e4ndergesetz von Chris Klosel)<\/p>\n<p>Bei der kurzfristigen Arbeit mit Spaniern zur Aufkl\u00e4rung \u00fcber das Problem der KDV (die bei der R\u00fcckkehr dieser Leute in ihr Heimatland Fr\u00fcchte tragen soll) beiten sich Musikveranstaltungen oder Filmvortr\u00e4ge an (mit spanischsprachigen Filmen aus Cuba, Lateinamerika, Dokumentationen \u00fcber die wirklichen Vorg\u00e4nge in Spanien). Dabei k\u00f6nnen kirchliche Stellen oder linke Organisationen helfen. Auch die Sozialhelfer f\u00fcr Spanien k\u00f6nnen sich beteiligen, um die Filmvorf\u00fchrung zu organisieren. Um Vortr\u00e4ge in spanischer Sprache zu gestalten, kann man spanische Studenten oder Exilspanier um Hilfe bitten.<\/p>\n<p>Daneben mu\u00df man Spanien \u00fcberall dort attackieren, wo es offiziell vertreten ist. Breit organisierte Besetzungen (sit-ins) spanischer Konsulate, St\u00e4nden auf Industriemessen, Kulturveranstaltungen zeigen der deutschen und der spanischen Regierung, da\u00df wir die gegenw\u00e4rtigen Ann\u00e4herungsversuche nicht billigen, indem wir durch massives Auftreten die Presse in Spanien zwingen, \u00fcber KDV zu berichten. Beispielte f\u00fcr die internationale Solidarisierung liefern uns holl\u00e4ndische und franz\u00f6sische Genossen, die am 13. Mai 1972 einen Aktionstag zur Unterst\u00fctzung<\/p>\n<hr \/>\n<p>Art I: Die Regierung wird erm\u00e4chtigt, durch Dekret die Erf\u00fcllung des Milit\u00e4rdienstes in Spezialeinheiten zu regeln (3 Jahre oder mehr) f\u00fcr diejenigen, deren religi\u00f6se \u00dcberzeugungen sie verpflichten, die normale Erf\u00fcllung des Milit\u00e4rdienstes zu verweigern.<\/p>\n<p>Dieser Gesetzentwurt wurde 1971 von dem reaktion\u00e4ren Marionettenparlament Francos, der Cort\u00e8s mit 21 gegen 9 Stimmen zur\u00fcckgewiesen &#8222;wegen seiner R\u00fcckst\u00e4ndigkeit&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>der spanischen KDV veranstalteten. In ganz Frankreich fanden Demonstrationen statt, in Paris besetzten KDV- Anh\u00e4nger den Stand Spaniens auf der Foire de Paris. Die Polizei nahm etwa 30 junge Leute fest, die nach der \u00dcberpr\u00fcfung der Personalien freigelassen wurden. Der Catalan-Expre\u00df Barcelona-Genf wurde am 13. Mai mehrere Male auf seiner Strecke gestoppt, insbesondere in Tencin (Is\u00e8re), Laissand (Savoyen) und in Valence, wo zwei junge Leute sich an die Schienen und vier andere an einen Waggon ketteten. Die Demonstranten wollten gegen die Inhaftierung von 200 spanischen KDV protestieren. 10 Personen besetzten am selben Tag das spanische Konsulat in Toulouse. In Genf machten Mitglieder des MSCC (Mouvement pour in Service Civile Communautaire &#8211; eine Gruppe von Kollektivverweigerern) einen Sitzstreik vor dem &#8222;Catalan&#8220;. In Amsterdam hielten Demonstranten eine Radioansprache w\u00e4hrend gleichzeitig auf dem Kanalnetz der Stadt eine Demonstration auf kleinen Booten bis vor das spanische Fremdenverkehrsb\u00fcro stattfand. Jedenfalls sind Bomben in spanischen Konsulaten &#8211; wie im Juni in M\u00fcnchen &#8211; keine L\u00f6sung, eine Bewu\u00dftseins\u00e4nderung hervorzurufen.<\/p>\n<p>Franco und seine Chargen k\u00f6nnen nur durch \u00f6ffentlichen Druck gezwungen werden, ein Gesetz, das sie angesichts steigender KDV-Zahlen und des bevorstehenden EWG-Beitritts sowieso aus den Schubladen hervorholen m\u00fcssen, einigerma\u00dfen positiv f\u00fcr die KDV zu gestalten.<\/p>\n<p>Der deutschen Bev\u00f6lkerung gilt es die Zust\u00e4nde in Spanien, unserem B\u00fcndnispartner in der NATO zu verdeutlichen. Der Einzelne soll sich betroffen f\u00fchlen und Informationen weiterverbreiten. Flugblatt- und Plakataktionen gegen Fremdenverkehrsb\u00fcros k\u00f6nnen naiven Touristen den Urlaub dort madig machen. Wirksamer sind jedoch Happenings und Stra\u00dfentheater. Das M\u00fcnchner Monzagetheater f\u00fchrte z.B. mit einer Organisation f\u00fcr die Unterst\u00fctzung politischer Gefangener in Spanien das St\u00fcck &#8222;Wer beschi\u00df Salvatore G.?&#8220; auf. Es geht nicht allein um die Unterst\u00fctzung spanischer KDV &#8211; das ist im Moment nur ein konkreter und dringender Aspekt solidarischen Handelns &#8211; sondern wir m\u00fcssen versuchen, allen Genossen, die in der Schei\u00dfe sitzen, zu helfen. Soldarit\u00e4tsbriefe an die spanischen KDV im Bau haben eine doppelte Funktion: sie st\u00e4rken die Durchhaltemoral der Gefangenen und machen gleichzeitig den Beh\u00f6rden eine breite Soldarisierung im Ausland deutlich.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig sitzen etwa 220 KDV in Spanien im Bau, ein Gro\u00dfteil arbeitet in Strafbataillonen in der span. Sahara. Jeder KDV kann mehrmals wegen seiner Verweigerung bis zum Alter von 38 (achtunddrei\u00dfig!) Jahren verurteilt werden. Der &#8222;Rekord&#8220; wurde bisher von einem Zeugen Jehovas mit 11 Jahren Knast eingestellt. Erst k\u00fcrzlich wurde er freigelassen, wurde nun aber, nach erneuter Weigerung, wieder mit Gef\u00e4ngnis bedroht.<\/p>\n<p>Die span. KDV sind zum Gro\u00dfteil Zeugen Jehovas, zwei Adventisten, und nicht viel mehr Katholiken:<\/p>\n<p>Jos\u00e9 Beunza, Carcel Modelo, <u>Valencia<\/u><br \/>\nJorge Agull\u00f3 Guerra, Prisi\u00f3n Naval, <u>Cartagena<\/u><br \/>\nJuan-Antonio Linares, Cuartel de Rabasa, <u>Alicante<\/u><\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr den Text einer Solidarit\u00e4tsadresse:<\/p>\n<p>&#8222;Wir erkl\u00e4ren uns mit deinem und dem Kampf der spanischen Kriegsdienstverweigerer solidarisch und fordern Eure sofortige Entlassung.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Somos solidaros con la tua lucha y la lucha de todos objetores espanoles y demandamos su liberaci\u00f3n subito&#8220; (Unterschriften)<\/p>\n<p><a name=\"s3\"><\/a><\/p>\n<h1>Die Zeitung<\/h1>\n<h3>ist so gut wie euere Mitarbeit!<\/h3>\n<p>Um zwei Punkten eurer Kritik zuvorzukommen, es stimmt: die erste Nummer hat erstens den Fehler, mehr Nachrichten aus dem Ausland zu bringen als aus Deutschland, zweitens fast nur \u00fcber antimilitaristische Arbeit zu berichten. Zur Zeit funktioniert die internationale Zusammenarbeit in der gewaltfreien Bewegung au\u00dferhalb der BRD besser als die Zusammenarbeit deutscher Gruppen untereinander und mit ausl\u00e4ndischen Gruppen. Deshalb: \u00dcberwindet Eure Tr\u00e4gheit und helft mit, den Kontakt zwischen m\u00f6glichst allen Gruppen in unserer Richtung herzustellen ohne den eine Zusammenarbeit nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Grundvoraussetzung ist, da\u00df die einzelnen Gruppen sich kurz vorstellen (auch abweichende Meinungen artikulieren), Vorschl\u00e4ge und W\u00fcnsche formulieren. Heute k\u00f6nnen wir nur zwei Gruppen vorstellen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>GA Gewaltfreie Aktion Augsburg<\/h3>\n<p>&#8211; AK f\u00fcr Kriegsdienstverweigerung und Zivildienst (AKUZ). Bisherige Arbeit: Kritischer Konsum, Soziale Verteidigung, Kampagnen f\u00fcr KDV vor allem f\u00fcr Lehrlinge, internationale Zusammenarbeit (z.B. Romdemonstration am 31. Oktober 1971 f\u00fcr die spanischen und italienischen KDV).<\/p>\n<p>Zur Zeit arbeiten wir in vier Arbeitskreisen: Eine Sch\u00fcler- und Lehrlingsgruppe, die sich mit ihren spezifischen Problemen und der Agitation in ihrem Bereich besch\u00e4ftigt; eine st\u00e4ndige KDV-Beratung in Zusammenarbeit mit der Selbstorganisation der Zivildienstleistenden und ein Plenum, das einerseits die gewaltfreie (anarchokommunistisch-pazifistische) Theorie weiterentwickeln will und die gemeinsamen Aktionen der Gruppe durchf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Geplant sind eine musikalische Agitationsgruppe, evt. Stra\u00dfentheater, die Anmietung eines Ladens f\u00fcr Zusammenk\u00fcnfte und B\u00fccher- bzw. Zeitschriftenverkauf, regionale Trainingskurse in gewaltfreier Aktion usw.<\/p>\n<p><u>Kontakte:<\/u><br \/>\nSch\u00fclerarbeitskreis: U. Arens, 89 Augsburg 21, Wacholderstr. 8a, Tel. 349002<br \/>\nLehrlingsarbeitskreis: G. Schulze, 89 Augsburg, Schaezlerstr. 15, Tel. 311767<br \/>\nKDV-Beratung: jeden Donnerstagabend, 89 Augsburg, Annahof 4, Keller<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Europ\u00e4ische Arbeitsgruppe<\/h3>\n<p>entstand im August 1971 aus einer Konferenz des Internationalen Vers\u00f6hnungsbundes in Joppe, in den Niederlanden.<\/p>\n<p>Ausgehend von der Notwendigkeit einer Revolution zum Aufbau einer &#8222;Alternativgesellschaft, in der &#8230; Sozialismus und Demokratie wurzelt&#8220;, soll sie auf der Grundlage einer internationalen nicht elit\u00e4ren Bewegung, im Kollektiv, &#8222;durch absolute Gewaltlosigkeit&#8220; verwirklicht werden. &#8222;Deshalb m\u00fcssen wir als erstes die Gesellschaft als Ganzes erkennen, in der wir leben. Wir k\u00f6nnen nicht l\u00e4nger Militarismus von Kapitalismus, Umweltzerst\u00f6rung, Rassismus, Chauvinismus und m\u00e4nnlich-weiblicher Ungleichheit von einander trennen.&#8220;<\/p>\n<p>Neben der gesellschaftlichen Analyse und der theoretischen Erarbeitung von Modellen, stehen Trainingskurse in Organisation und gewaltlosen Aktionen. Eine &#8222;Bewu\u00dftseinserweiterung&#8220; soll auch die Durchf\u00fchrung solcher Aktionen und andere \u00d6ffentlichkeitsarbeit erbringen, die in Form von Gespr\u00e4chen, Seminaren, Konferenzen gef\u00fchrt wird. Ein Reiseteam von Ausbildern, lokale Ausbildungszentren und nicht zuletzt &#8222;die Gr\u00fcndung eines Europ\u00e4ischen Zentrums, das sich mit Koordination, Training und Dokumentation befa\u00dft.&#8220;<\/p>\n<p>Vertreter verschiedener Arbeitsgruppen (nach L\u00e4ndern aufgeteilt) kommen aus den USA, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Gro\u00dfbritannien.<\/p>\n<p>Kontaktadresse: Europ\u00e4ische Arbeitsgruppe, 3321 Gro\u00df Heere, Nr. 60<\/p>\n<p>P.S. Analyse, Strategie und Taktik der in den Portraits dargestellten Gruppen, m\u00fcssen nicht unbedingt mit den Ansichten des Redaktionskollektivs \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, wollen wir auch Gruppen die Gelegenheit geben sich hier selbst darzustellen.<\/p>\n<p><a name=\"s4\"><\/a><\/p>\n<h1>Ferien in Spanien<\/h1>\n<p>Genossen sollten bei einem eventuellen Spanienurlaub das Angenehme mit dem n\u00fctzlichen verbinden. Sie k\u00f6nnten f\u00fcr ihnen bekannte (!) spanische Linke dringend ben\u00f6tigtes Material mitnehmen, das in Spanien selbst nicht oder nur sehr schwer zu beschaffen ist. Nat\u00fcrlich spricht man sich vorher ab (Merke: Post und Telefon werden \u00fcberwacht. \u00dcber unverd\u00e4chtige Kontaktpersonen korrespondieren). B\u00fccher und Schriften lassen sich ohne Schwierigkeiten besorgen. In allen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten Frankreichs &#8211; besonders in Grenzn\u00e4he &#8211; gibt es spanische B\u00fcchereien oder Gesch\u00e4fte, in denen Literatur in spanischer Sprache erh\u00e4ltlich sind. Deutsche Wagen werden an der Grenze weniger durchsucht, als franz\u00f6sische und spanische. Das Risiko ist dennoch gro\u00df: mehrere Wochen im Gef\u00e4ngnis, Geldstrafen, Pr\u00fcgel von der Polizei, usw. Eine Informierung der zur\u00fcckbleibenden Genossen \u00fcber den Transport darf nicht vergessen werden, damit diese im Fall einer Verhaftung sofort notwendige Ma\u00dfnahmen zur Befreiung unternehmen k\u00f6nnen&#8230;. Verst\u00e4ndigung eines Anwalts, des deutschen Konsulats, Informationen \u00fcber die Verhaftung an die lokale Presse usw.<\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit, um in Kontakt mit Spaniern zu kommen, ist bei der allj\u00e4hrlichen Weinernte in S\u00fcdfrankreich (bes. Perpignan) gegeben. Im Herbst &#8211; September\/Oktober &#8211; kommen sehr viele span. Arbeiter \u00fcber die Grenze nach Frankreich, weil dort der Verdienst besser ist.<\/p>\n<p>Im Herbst 1971 organisierte in Frankreich das dortige Sekretariat der KDV (S.O.C.) eine Kampagne zur Agitation span. Arbeiter w\u00e4hrend der Weinernte. KDV wurden in Arbeitspl\u00e4tze eingeschleust &#8211; was relativ leicht war, angesichts des gro\u00dfen Bedarfs an Arbeitskr\u00e4ften in dieser Zeit &#8211; um am Arbeitsplatz die Spanier auf das Problem der KDV aufmerksam zu machen. Das Material erhielten sie von den \u00f6rtlichen Gruppen des S.O.C. Viele meldeten sich, da der Tageslohn f\u00fcr franz\u00f6sische Verh\u00e4ltnisse recht gut war, und sich zudem die M\u00f6glichkeit bot, direkt zu agitieren. Demonstrationen mit reger Beteiligung bildeten den Abschlu\u00df.<\/p>\n<p>Dieses Jahr bietet sich erneut diese M\u00f6glichkeit (neben dem Zusammentreffen mit franz\u00f6sischen Aktivisten, der Erlernung der franz. Sprache, einem Tagesverdienst von ca. 28 Francs bei freier Verpflegung und \u00dcbernachtung. Interessenten k\u00f6nnen sich an die \u00f6rtlichen Arbeits\u00e4mter wenden, oder direkt an das Arbeitsamt f\u00fcr Besch\u00e4ftigungen im Ausland in Frankfurt. Erfahrungsgem\u00e4\u00df werden nur Personen angenommen, die sich f\u00fcr sechs-acht Wochen verpflichten.<\/p>\n<p>In diesem Sommer sollen die Demonstrationen f\u00fcr die KDV in Spanien erneut und in verst\u00e4rkten Ausma\u00df aufgenommen werden. Diese Aktion ist gewaltlos und gerade dadurch so wirkungsvoll. Der Bev\u00f6lkerung werden M\u00f6glichkeiten gezeigt, trotz der erdr\u00fcckenden Repression durch die Staatsgewalt, sich gerade gegen sie, d.h. hier: gegen die Armee als Eckpfeiler des Systems, zu wenden. In Spanien wird es besonders deutlich, da\u00df gewaltlose Aktionen die M\u00f6glichkeit einer Ausweitung des Kampfes auf breite Bev\u00f6lkerungsteile in sich bergen. Das zeigen nicht nur diese Aktionen, sondern auch die K\u00e4mpfe der baskischen oder asturischen Arbeiter (Vrgl. Sch\u00fctze: Rekonstruktion der Freiheit; ed. Suhrkamp 298)<\/p>\n<p>Schon 1971 wanderten die &#8222;encartelados&#8220; (Plakattr\u00e4ger &#8211; bekannt durch das gleichnamige Buch von Gonzalo Ar\u00edas, das in From einer Novelle zu dieser Aktionsform aufruft) durch die Stra\u00dfen von Madrid, Valencia und Barcelona und erweckten gro\u00dfes Aufsehen. Dabei zeigte es sich, da\u00df die nationale Presse das Problem der KDV nicht mehr totschweigen konnte, weil ausl\u00e4ndische Tageszeitungen \u00fcber die daran beteiligten Ausl\u00e4nder ihres Landes berichteten.<\/p>\n<p>Die Polizei Spaniens ist bisher durch diese Art von Demonstrationen verunsichert und hat noch keine Strategie gegen\u00fcber diesen Sandwichm\u00e4nnern\/frauen gefunden. Beispiel: 1971 ging eine Holl\u00e4nderin an 4 aufeinanderfolgenden Sonntagen jeweils ca. 2-3 Std. durch die Stra\u00dfen Madrids und demonstrierte mit umgeh\u00e4ngten Plakaten in Arbeitervierteln f\u00fcr die span. KDV, ohne da\u00df die Polizei eingriff. Am 5. Sonntag ging sie mit einem Plakat durch die Madrider Stra\u00dfen; auf ihren Plakaten stand: &#8222;Ich freue mich \u00fcber die Meinungsfreiheit, die mir in Spanien zugebilligt wird.&#8220; &#8230; und wurde festgenommen.<\/p>\n<p>Heuer werden freilich weniger Spanier auf diese Demonstrationen mitgehen, als im Vorjahr, weil f\u00fcr sie das Risiko bedeutend h\u00f6her ist als f\u00fcr Ausl\u00e4nder (Hohe Geld- und Gef\u00e4ngnisstrafen usw.).<\/p>\n<p>Ausl\u00e4ndische Demonstranten kommen relativ glimpflich davon. So allgemein und f\u00fcr deutsche Verh\u00e4ltnisse beinahe nichtssagend die Texte der Plakate sind, so gro\u00dfe Wirkung haben sie in Spanien. (Man beachte den katholischen Glauben, das weitverbreitete Ohnmachtsgef\u00fchl gegen\u00fcber dem Staat und seinen Organen usw.). Einige Beispiele:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>&#8222;F\u00fcr den Frieden gibt es keine Grenzen&#8220; &#8211; No hay fronteras per la paz &#8211;<\/li>\n<li>&#8222;Die europ. Jugend unterst\u00fctzt die span. KDV&#8220; &#8211; La juventud d\u0092Europa sutiene los objetores espanoles &#8211;<\/li>\n<li>&#8222;Wir fordern ein Gesetz f\u00fcr KDV&#8220; &#8211; Queremos un estatuto de objecci\u00f3n de consciencia &#8211;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am 18. Juni 72 bei einer encartelados-Aktion Yves Georges Charfe und Marie Ille May aus Paris in Santander und am 11. Juni 72 Eliase und Mireille Royer in Madrid, ebenfalls aus Paris, wurden zu einer Geldstrafe von 580 \u00a3 oder 1 Monat Gef\u00e4ngnis verurteilt (aus Le Monde und Peace News)<\/p>\n<p>Diese Demonstranten riskieren: 1 Monat Gef\u00e4ngnis oder 580 \u00a3 (ca. 4600 DM), wobei keine Mi\u00dfhandlungen durch die Polizei zu bef\u00fcrchten sind.<\/p>\n<p>Die War Resisters\u0092 International ist bereit, in den verschiedenen F\u00e4llen das &#8222;L\u00f6segeld&#8220; zu bezahlen.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich ist auch eine Ausweisung aus Spanien f\u00fcr 1-5 Jahre.<\/p>\n<p>Jeder sollte sich \u00fcberlegen, diesen Beitrag zu praktischer Solidarit\u00e4t zu leisten. Jedenfalls ist es gut, sich mit dem Koordinator f\u00fcr diese internationale Aktion in Verbindung zu setzen, und zwar mit:<\/p>\n<p>Dan DUE<br \/>\nWar Resisters\u0092 International<br \/>\n3, Caledonian Road<br \/>\nLondon N.1<br \/>\nEngland<\/p>\n<p>Schreibt an diese Adresse, wenn Ihr Euch an der Kampagne beteiligen wollt und verge\u00dft nicht Pappe, Strick und Farbe mitzunehmen, wenn Ihr nach Spanien fahrt.<\/p>\n<p>In einer der n\u00e4chsten Nummern k\u00f6nnen die Beteiligten, je nach Lust und Laune, \u00fcber ihre Erfahrungen berichten.<\/p>\n<p>Ansonsten w\u00fcnschen wir einen angenehmen Spanienurlaub.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Mitte Juni wurde Jorge Agull\u00f3 Guerra wegen KDV zu drei Jahen Gef\u00e4ngnis verurteilt. Wenn in der Zwischenzeit kein Gesetz geschaffen wird, wird er freigelassen, wieder einberufen, und mu\u00df nach erneuter Verweigerung wieder in den Bau.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Spanier, die am internationalen Marsch f\u00fcr span. KDV (Deutschland war wie so oft nicht vertreten!) im Februar\/M\u00e4rz 71 teilnahmen, hat der Staatsanwalt des Gerichts f\u00fcr \u00d6ffentl. Ordnung folgende Strafen gefordert:<\/p>\n<p><u>Gonzalo Ar\u00edas<\/u>, der als r\u00fcckf\u00e4llig gilt: elf Jahre Knast, 8 Jahre Entzug der b\u00fcrgerl. Ehrenrechte, und 200 000 pts. Geldstrafe.<\/p>\n<p><u>Die anderen 6:<\/u> Mara Gonzales, Mar\u00eda Angeles Recasens, Lluis Fenollosa, Santiago del Riego, Miguel Gil und Jos\u00e9 Gabriel Diez &#8211; sieben Jahre Bau, 8 Jahre Entzug der b\u00fcrgerl. Ehrenrechte und 10 000 pts Geldstrafe.<\/p>\n<p><a name=\"s5\"><\/a><\/p>\n<h1>Die Friedenspiraten von Philadelphia<\/h1>\n<p>Am 24. April sollte das Munitionsschiff USS Nitro von Philadelphia in Richtung Vietnam starten. Dies wurde von einer &#8222;Peace Navy&#8220;, die sich aus Kanus und Motorbooten von der &#8222;Movement for a new society&#8220; der Philadelphia Resistance vom gewaltfreien &#8222;Life Center&#8220; und Vietnamveteranen zusammensetzte, gest\u00f6rt. Die antimilitaristische US-Zeitschrift WIN berichtet \u00fcber diese gewaltfreie direkte Aktion:<\/p>\n<p>&#8222;Als das Schiff am Mittwoch den Hafen anlief gelang es unseren 6 Kanus und einem Motorboot 1 \u00bd Stunden lang das Schiff vom Anlegen abzuhalten, bis wir von der K\u00fcstenwache und der New Jersey Marine Police abgedr\u00e4ngt wurden. Auf Deck standen Matrosen und ermutigten uns mit erhobenen F\u00e4usten und dem Peacezeichen. Abends versuchten wir in den Bars m\u00f6glichst viele Besatzungsmitglieder anzusprechen. Einer von ihnen berichtete: &#8222;Ich war v\u00f6llig down, weil ich glaubte, da\u00df sich niemand auch nur einen Dreck um uns k\u00fcmmern w\u00fcrde. Als ich Euch aber da drau\u00dfen sah, war das wie die Antwort auf einen Traum.&#8220;<\/p>\n<p>Unsere Gruppe beriet mit 15 Matrosen und einem Rechtsanwalt dar\u00fcber, wie wir das Schiff aufhalten konnten. Wir erfuhren, da\u00df die Sicherheitsvorrichtungen katastrophal w\u00e4ren, da die ganze Operation \u00fcberei<\/p>\n<p><cite>(hier fehlt auch im Original ein St\u00fcck Text)<\/cite><\/p>\n<p>on liege auf Holzpaletten, die H\u00e4lfte der Feuerl\u00f6schanlage sei unbenutzbar. Die Trinkwasseraufbereitungsanlage w\u00fcrde voraussichtlich nur 7 Tage w\u00e4hrend der 45 Tagereise funktionieren. Wir sandten eine Beschwerdeschrift an die Mitglieder des Senats. Am Freitagabend luden wir Matrosen zu einem Agitations- und Diskussionstreff in das Dritte-Welt-Zentrum nach Princeton ein, wo wir sie \u00fcber die M\u00f6glichkeiten von Kriegsdienstverweigerung und Beschwerden und \u00fcber den automatisierten Luftkrieg in Vietnam informierten. An der Diskussion nahm auch Schwester McAllister (die mit den Br\u00fcdern Berrigan Einberufungsbefehle und Wehrkarten mit Blut und Napalm \u00fcbergossen hatte) und vietnamesische Studenten teil.<\/p>\n<p>An den beiden n\u00e4chsten Tagen halfen uns die Matrosen, die trotz der Ausgangssperre an Land geblieben waren, unsere Kanus flottzumachen, immer gefolgt von der K\u00fcstenwache, die, wie sie sagte, uns besch\u00fctzen wollte. Wie n\u00f6tig dies war, zeigten uns die roten und Vietkongfahnen, die uns immer wieder vom Schiff aus gr\u00fc\u00dften.<\/p>\n<p>Montagmorgens um 3 Uhr 30 waren wir bereits 18 Kanus, gegr\u00fc\u00dft von einem riesigen Peacezeichen, das Matrosen an der Ankerkette aufgeh\u00e4ngt hatten. Mit einigen Marinepolizisten bekamen wir so guten Kontakt, da\u00df sie uns mit den neuesten Informationen und Zigaretten versorgten und als es Ernst wurde, verweigerten sie sogar den direkten Befehl, uns aus der Fahrrinne abzutreiben. Als die USS Nitro eine Viertelstunde sp\u00e4ter als geplant langsam losfuhr, war das Wasser um uns wie im Innern einer Waschmaschine. Mit den H\u00e4nden und mit Enterhaken versuchte man aus den 12 Polizeibooten heraus unsere Kanus zu erwischen, aber wir konnten mit unseren Paddeln gut ausweichen. Zwei Kanus kenterten aber, mitten im allgemeinen Durcheinander konnten wir sehen, wie zuerst ein Matrose, dann 4 weitre \u00fcber Bord sprangen. Dies war wegen der Fahrtstr\u00f6mung sehr gef\u00e4hrlich und wir paddelten mit den Polizeibooten um die Wette, um sie aufzufischen. Die waren nat\u00fcrlich schneller und bald sahen wir unsere \u00f6lverschmierten Br\u00fcder, die ohne Schwimmwesten und ohne schwimmen zu k\u00f6nnen alles riskiert hatten, auf den K\u00fcstenwachbooten stehen und uns aufmunternd Victory-Zeichen machten. Noch zwei weitre sprangen in das eiskalte Wasser und als sie alle auf das Schiff zur\u00fcckgebracht wurden, zogen sie noch ihre Uniform aus, um lieber nackt zu sein als mit dieser obsz\u00f6nen Maskerade bekleidet.<\/p>\n<p>Wir wissen nicht, was weiter an Bord der USS Nitro geschah, aber wir sind beeindruckt von diesen M\u00e4nnern, die diese Todesfracht an Bomben und Munition nicht transportieren wollten. Das Schiff fuhr aus, aber die Frage unserer Verwicklung mit dem Krieg wurde durch diese dramatische gewaltfreie Aktion wieder angesprochen. Die Kontakte zu den Matrosen der USS Nitro werden weitergehen und ihr Mut wird hoffentlich auf andere in den Streitkr\u00e4ften weitergehen. Die Aktion hat eine neue Sicht der Macht der gewaltfreien Intervention gegen den Militarismus gegeben.&#8220;<\/p>\n<h1>Schulfach Massenmord<\/h1>\n<p>Das Gleichziehen der Sowjetunion in der R\u00fcstung seit Mitte der 60er Jahre war die Voraussetzung der Entspannungspolitik, die nicht auf Friedensliebe und menschlicher Einsicht beruhte, sondern auf der Erkenntnis, da\u00df eine weitere Aufr\u00fcstung keiner Seite mehr eine Vormachtstellung bringen kann. Infolge dieser Politik verlor antikommunistische Ideologie und das \u00e4u\u00dfere Feindbild an Glaubw\u00fcrdigkeit. Die Aufl\u00f6sungserscheinungen, die vorher durch die \u00e4u\u00dferen Spannungen zur\u00fcckgehalten worden waren, brachten in den westlichen Formaldemokratien die innenpolitischen K\u00e4mpfe.<\/p>\n<p>In der BRD kam dadurch die Existenzberechtigung der Bundeswehr ins Wanken. Der antimilitaristische Denkproze\u00df, der vor allem bei der Jugend seit Mitte der 60er Jahre einsetzte, lie\u00df sich an den schnell steigenden Kriegsdienstverweigererzahlen feststellen. Da die Buwe von Anfang an nur als notwendiges \u00dcbel betrachtet wurde, suchten Politiker und Milit\u00e4rs nach M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine Eingliederung der Buwe in die Gesellschaft. Dieser Integrationsversuch geschah durch die Militarisierung der Gesellschaft.<\/p>\n<p>Im Bericht der Wehrstrukturkommission hei\u00dft es dazu: &#8222;Es d\u00fcrfte sich wohl empfehlen, nach Mitteln und Wegen zu suchen, jungen Menschen &#8211; aber nicht nur ihnen, sondern auch der Gesamtheit der Gesellschaft &#8211; Sinn, Zweck und Notwendigkeit der Verteidigung und der Erhaltung von Streitkr\u00e4ften deutlich zu machen.&#8220; Schulen und Bildungseinrichtungen &#8211; als staatseigene &#8222;Unternehmen&#8220; &#8211; bieten hier die Gelegenheit, die Wehrbereitschaft der Jugend durch milit\u00e4rische Indoktrinationen zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Dabei werden zwei Wege begangen. Einmal soll die Bundeswehr selbst als Tr\u00e4ger politischer Bildung st\u00e4rker im Bildungswesen auftreten, andererseits sollen Lehrer und Dozenten selber verst\u00e4rkt zur ideologischen Propaganda herangezogen werden. 47 Jugendoffiziere (und weitre 700 als Hilfe bei der Verbreitung milit\u00e4rischer Propaganda) stehen f\u00fcr Vortr\u00e4ge in Schulen zur Verf\u00fcgung. Umgekehrt werden Sch\u00fcler klassenweise in Kasernen eingeladen, wo alles aufgeboten wird, das wahre Gesicht der Armee zu vertuschen. Die &#8222;Gesellschaft f\u00fcr Wehrkunde e.V.&#8220; &#8211; sie wurde schon 1952 von alten und neuen Militaristen gegr\u00fcndet &#8211; hat auf p\u00e4dagogischen Seminaren die Indoktrination der Lehrer \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Die Indoktrination der Sch\u00fcler verfolgt zwei Ziele. Erstens soll die Buwe &#8211; vor allem f\u00fcr L\u00e4ngerdienende &#8211; attraktiv gemacht werden durch finanzielle Lockmittel und die M\u00f6glichkeit von Berufsweiterbildung und Hochschulstudium. Zweitens mu\u00df die \u00fcberholte Feindbildideologie ersetzt werden durch eine neue Wehrideologie.<\/p>\n<p>Kernpunkt dieser neuen Ideologie ist die These, da\u00df Friede, Freiheit und Entspannung nur bei verst\u00e4rkter Wehrbereitschaft m\u00f6glich seien. Die zweite These ist alt und behauptet, da\u00df eine st\u00e4rkere Armee mehr Sicherheit biete und eher einen Krieg verhindern k\u00f6nne. Daneben wird bei Vortr\u00e4gen, in denen sich die Offziere sachlich und liberal (in ihrem Sinne) geben, vor allem das technische Interesse Jugendlicher ausgen\u00fctzt. Das Problem, da\u00df mit Waffen Menschen vernichtet werden sollen, wird vom Vortragenden nicht aufgeworfen. Ebenso wird das Grundrecht der Kriegsdienstverweigerung verschwiegen oder wenn \u00fcberhaupt in negativer Weise erw\u00e4hnt &#8211; als Ausnahmerecht, das nichtreligi\u00f6s motivierte Verweigerer nur als Mittel zur Dr\u00fcckebergerei verwendeten. Da Vertreter der Kriegsdienstverweigerer nicht in Schulen gelassen werden, wird mit Absicht eine kritische Einstellung der Sch\u00fcler, die die Gegenargumente nicht kennen, verhindert. Um die politische Notwendigkeit der Buwe nicht in Frage stellen zu m\u00fcssen, gew\u00f6hnt man milit\u00e4risches Denken.<\/p>\n<p>Denn der Begriff der freiheitlich demokratischen Grundordnung wird von den Urhebern der neuen Sozialistenverfolgung in ein Bekenntnis zum kapitalistischen Wirtschaftssystem verf\u00e4lscht, das die Bundeswehr als eigenen Besch\u00fctzer hervorbringt.<\/p>\n<p>Die organisierte antimilitaristische Aufkl\u00e4rung au\u00dferhalb des Bildungsbereichs bleibt dabei die einzige M\u00f6glichkeit der militaristischen Indoktrination zu begegnen.<\/p>\n<p>(Strategiemodelle und Versuche werden in einer der n\u00e4chsten Nummern folgen.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Informationen gegen Militarismus sind zu beziehen bei:<\/p>\n<p>Evangelische Studentengemeinde in der BRD und Berlin (West)<br \/>\n7 Stuttgart 50<br \/>\nMercedesstra\u00dfe 5-7<br \/>\nTel.: (0711) 562303 \/04<\/p>\n<p><a name=\"s6\"><\/a><\/p>\n<h1>Antimilitarismus, Kritischer Konsum, Umweltschutz, Sozialismus, Dritte Welt<\/h1>\n<p>Ist dies wirklich ein Sammelsurium von Begriffen, die nichts miteinander zu tun haben? Nun, einerseits besch\u00e4ftigen sich \u00fcberall in der Welt Gewaltfreie Aktionsgruppen mit diesen Themen und andererseits dr\u00fcckt sich inhaltlich in diesen Problemen der Kampf gegen personelle und strukturelle Gewalt aus, die nach Johan Galtung als der Abstand zwischen dem Tats\u00e4chlichen und dem M\u00f6glichen definiert wird. Wir wollen uns in dieser Zeitung vor allem mit diesen Themen besch\u00e4ftigen und da in letzter Zeit nicht so viel geschah, l\u00e4\u00dft sich dies nicht in einer vollst\u00e4ndigen Dokumentation tun, sondern nur an einzelnen Beispielen.<\/p>\n<p>Die Verbindung zwischen Antimilitarismus und Umweltschutz l\u00e4\u00dft sich ganz gut an den Kampagnen unserer franz\u00f6sischen Genossen verdeutlichen. Bugey-Cobayes Ol und Fessenheim (Elsa\u00df) sind zwei Atomzentralen, die sowohl zivilen als auch milit\u00e4rischen Charakter haben (Frankreich produziert flei\u00dfig Atombomben, siehe weiter unten: Mururoa). Sie werden von Umweltsch\u00fctzern bek\u00e4mpft, weil die Gefahr der radioaktiven Verseuchung gro\u00df ist, die der Aufheizung der Fl\u00fcsse gleichfalls, und von niemand bestritten wird. Die KDV wendet sich dagegen, weil dort f\u00fcr die Herstellung von Nuklearwaffen gearbeitet wird. Besonders die satirische Zeitschrift &#8222;Charlie Hebdo&#8220; (besser und engagierter als &#8222;Pardon&#8220;) verausgabte sich bis zur k\u00f6rperlichen Ersch\u00f6pfung der Redakteure. (Charlie Hebdo, 35 rue de Montholon, F 75 Paris 9e). Ein einmonatelanges sit-in von mehren hundert Unerm\u00fcdlichen wurde an den Wochenende immer durch mehrere tausend &#8222;Umweltschutzrevolution\u00e4re&#8220; verst\u00e4rkt. Man feierte n\u00e4chtelang Feste, denn &#8222;wenn die Revolution keinen Spa\u00df macht, wozu machen wir sie dann?&#8220; An einem Protestmarsch von Lyon nach Cobaye beteiligten sich 15000 mecs (Typen). In einer spektakul\u00e4ren Aktion drangen Mitglieder der GARM (Groupe d\u0092actiet de R\u00e9sistance \u00e0 la Militarisation) aus Lyon in die 2. Atomzentrale von Mont-Verdun ein, von der aus im Kriegsfall Frankreichs Atomraketen ferngesteuert werden. In der innersten Top-Secret Befehlszentrale rollten sie ein riesiges Spruchband auf und spr\u00fchten Parolen an die Bunkerw\u00e4nde, um unter anderem die &#8222;Sicherheitsvorkehrungen&#8220; ad absurdum zu f\u00fchren und gegen Atomwaffen und Waffenhandel zu protestieren.<\/p>\n<p>Ein B\u00fcndnis von Bauern und Antimilitaristen wurde zur Verteidigung der Hocheben von Larzac (S\u00fcdfrankreich) geschlossen.<\/p>\n<p>Das dortige Panzer\u00fcbungsgel\u00e4nde, auf dem sich sowohl holl\u00e4ndische Soldaten als auch englische Soldaten f\u00fcr ihre Eins\u00e4tze in Nordirland \u00fcben, soll auf Kosten der durchaus rentablen Bauernh\u00f6fe ausgeweitet werden. Lanza del Vasto, der gro\u00dfe alte Mann der franz\u00f6sischen gewaltfreien Bewegung (er war pers\u00f6nlicher Freund von Gandhi und organisierte u.a. den Widerstand gegen den Algerienkrieg), brachte zwei Bisch\u00f6fe dazu, zusammen mit den Bauern einen dreit\u00e4gigen Hungerstreik zu veranstalten. Seine Communaut\u00e8 de l\u0092Arche, die seit dem 2. Weltkrieg besteht und deren 70 Mitglieder ein verlassenes Bergdorf aufgebaut haben (wo sie alles Lebensnotwendige selbst produzieren) mobilisierte die Bauern zur gewaltfreien Verteidigung ihres Landes. Der Kampf ist noch nicht beendet, zu Ostern kamen Zehntausende aus ganz Frankreich zum Tag der offenen Bauernh\u00f6fe, um sich davon zu \u00fcberzeugen, da\u00df es sich nicht um eine W\u00fcste handelt, wie es das Verteidigungsministerium behauptete. Es ist vorauszusehen, da\u00df noch viel mehr Menschen kommen werden, die im Ernstfall mit ihren unbewaffneten Leibern die rollenden Panzer aufhalten werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Vom 19-24. Juni organisierten die franz\u00f6sischen KDV eine Aktionswoche. Ziel ist es, &#8222;sich mit Fran\u00e7ois Janin und Jean-Michael Fayard zu solidarisieren, die sich seit dem 4. April in Lyon im Bau befinden; und den Kampf gegen die milit\u00e4rische Repression, die Erweiterung des Milit\u00e4rlagers von Larzac und die Wiederaufnahme der franz\u00f6sischen Atomversuche zu entwickeln.&#8220; (Le Monde 20\/6\/72)<\/p>\n<hr \/>\n<p>Am Sonntag, den 14\/5 wurden die Festlichkeiten f\u00fcr die Feier von Jeanne d\u0092Arc unterbrochen durch eine Demonstration gegen die Ausweitung des Milit\u00e4rlagers von Larzac. Bei der Messe ert\u00f6nten Schreie von den T\u00fcrmen der Kathedrale herab, und ein Spruchband &#8222;Rettet das Gebiet von Larzac!&#8220; wurde an der Fassade entfaltet. Am Eingang verteilten Mitglieder der Gewaltfreien Aktion Flugbl\u00e4tter. Etwa 20 wurden festgenommen. (Aus Le Monde 16\/5\/72)<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Modellaktion: Bomben entsch\u00e4rft<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 26. M\u00e4rz erkl\u00e4rte die \u0091Citizen\u0092s Commission to Demilitarize Industry\u0092 (B\u00fcrgerkommission zur Demilitarisierung der Industrie), da\u00df sie im M\u00e4rz mehrere hundert Bomben sabotiert habe. \u0091From the other Side of the World\u0092 berichtete am 12. April, die Genossen Saboteure h\u00e4tten diese direkte Aktion gegen die &#8222;American Machinery and Foundry Co.&#8220; unternommen, die einen Millionenvertrag mit der US-Navy abgeschlossen hat. Sie h\u00e4tten die Plastikk\u00f6pfe der Umschalungen abmontiert und unbrauchbare Z\u00fcnder eingesetzt und so \u0091die Bomben unsch\u00e4dlich gemacht\u0092. Die in dieser Fabrik hergestellten Bomben werden zum gr\u00f6\u00dften Teil in Indochina verwendet.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Zur Stockholmer Umweltkonferenz ist soviel geschrieben worden, da\u00df es gen\u00fcgt zu sagen: In der Weltpresse fand die Gegenkonferenz der Umweltschutzbasisgruppen mehr Beachtung als die UNO-Konferenz selber. Wichtige Adresse f\u00fcr Deutschland: Dai Dong, 28 Bremen, Mathildenstr. 86. \u00c4hnlich ist es mit der weltweiten Protestaktion gegen die skandal\u00f6sen franz\u00f6sischen Atombombenversuche auf dem Mururoaatoll. Die wichtigste Intervention von der Basis her waren die GREENPEACE III, die ihre Tradition von dem ungl\u00fccklichen japanischen Fischkutter &#8222;Gl\u00fcckliche Drachen&#8220; herleiten, der in eine amerikanische Atombombenexplosion geriet. Letztes Jahr waren (wie vorher bei anderen Atomversuchen die Boote Golden Rule, Everyman I, II und III) Greenpeace I und II in das Testgebiet von Amchitka ausgelaufen. Obwohl australische und neuseel\u00e4ndische Abgeordnete ihren Auslauf bzw. ihren Fallschirmabsprung angek\u00fcndigt hatten, war tats\u00e4chlich nur das Boot Greenpeace III im Testgebiet. Die letzte Nachricht war, da\u00df die Teilnehmer dieser gewaltfreien Aktion in das Hospital von Papeetee eingeliefert wurden. Ob sie Verbrennungen haben oder radioaktiv verseucht sind oder \u00fcberhaupt noch leben, wei\u00df nich niemand. Greenpeace (international und gewaltfrei, wie Operation Omega, \u00fcber die eigens berichtet werden wird) ist f\u00fcr Europa \u00fcber<\/p>\n<p>PEACE NEWS for nonviolent revolution<br \/>\n5, Caledonian Road<br \/>\nLondon N1<br \/>\nEngland<\/p>\n<p>zu erreichen.<\/p>\n<p>Umweltschutz hat auf den ersten Blick nichts revolution\u00e4res an sich, franz\u00f6sische Pazifisten mu\u00dften erkennen, da\u00df mit dem Aufschwung der Umweltschutzbewegung eine St\u00e4rkung ihrer Bewegung kam, denn der Militarismus ist der gr\u00f6\u00dfte Umweltzerst\u00f6rer \u00fcberhaupt, der krasseste Ausdruck einer perversen Konsumgesellschaft (in Ost und West), der offensichtlichste Ausdruck der Gewaltmaschinerie. Andererseits kann in Umweltaktionen, wie beim Kritischen Konsum oder in Dritte-Welt-Aktionen die subtilere Gewalt aufgezeigt und bek\u00e4mpft werden kann, die sich nur m\u00fchsam hinter dem hohen Lebensstandard verbergen kann.<\/p>\n<p><a name=\"s7\"><\/a><\/p>\n<h1>Kalender<\/h1>\n<p>22.-25. Juli 1972 War Resisters\u0092 International Conference an der Uni Sheffield, Ranmoore Hall, Sheffield\/Yorkshire &#8211; Great Britain \u00fcber: Revolution &#8211; prospectsand strategies. Anmeldungen bei: War Resisters\u0092 International, 3, Caledonian Road, London N1, England<\/p>\n<p>23.-29. Juli 1972, Zeltlager \u00fcber &#8222;Nonviolencia&#8220; (Gewaltfreiheit) mit Lanza del Vasto in Granada, Spanien. Ausk\u00fcnfte: L\u0092Arche; La Borie noble 34-Le Bousquet d\u0092Orb, Frankreich<\/p>\n<p>26. Juli &#8211; 4. August, Antimilitaristischer Marsch in Italien von Triest nach Aviano. 140 km sollen in St\u00fccken von 13 km &#8211; 23 km t\u00e4glich bew\u00e4ltigt werden, vorbei an NATO- und italienischen Basen. Ein Tag Ruhe in Udine, am 31.7. f\u00fcr eine internat. Kundgebung. Weitere Informationen von: Partito Radicale, Via Diaz 3 &#8211; 34 121 Trieste, Italien<\/p>\n<p>Am 16\/17. Sept. findet in Viersen ein von der dortigen Pax-Christi Gruppe organisiertes POP-Festival statt, mit dem thematischen Hintergrund von &#8222;KDV und Frieden&#8220;<\/p>\n<p>Im Okt. 72 wird ein PORTUGAL-Tribunal H\u00f6hepunkt einer Kampagne gegen die noch bestehende Kolonialherrschaft Portugals, zur Unterst\u00fctzung des Befreiungskampfes der afrikanischen V\u00f6lker<\/p>\n<p>2.-15\/7; 16.-29\/7;30\/7-12\/8;13\/8-26\/8 und vom 27\/8-9\/9 Lager in Frankreich in den Departements Loire und Sa\u00f4ne-et-Loire mit den Themen: Sch\u00fclerprobleme; Syndikalismus und Gewaltfreiheit; Gewaltfreiheitund Revolution der Strukturen; Erziehung und Gewaltfreiheit. Es werden audio-visuelle Mittel verwendet. Da die Zahl der Teilnehmer begrenzt ist, gilt es, sich fr\u00fchzeitig anzumelden. Weitere Ausk\u00fcnfte von: &#8222;Combat Nonviolent&#8220;; Vendranges &#8211; 42590 Neulise, Frankreich<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Trainingskurs in GA<\/h3>\n<p>Vom 17. bis 25. Juni 1972 fand im internationalen Freundschaftsheim in B\u00fcckeburg ein Trainingskurs in gewaltfreier Aktion statt. Den 15 Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland (Gro\u00dfbritannien, USA, Niederlande) wurden anhand von Simulationsspielen die Praktiken der gewaltfreien Aktion vermittelt. Im Mittelpunkt des Programms standen Rollenspiele (u.a. wurde eine Hausbesetzung simuliert, wobei die Teilnehmer in ihren Rollen als Polizei, Demonstranten und Besetzer, B\u00fcrger usw. der Realit\u00e4t m\u00f6glichst nahezukommen und die Reaktionen der Gegner miteinzukalkulieren versuchten), Strategieplanungen (es wurde z.B. eine langfristige Strategie mit ihren verschiedenen Eskalationsstufen zur Errichtung eines Resozialisierungshauses in einer mittleren Stadt entwickelt), Fallstudien (z.B. Rote-Punkt Aktion in Hannover im Mai\/Juni 1969) und \u00e4hnliches.<\/p>\n<p>Ein weiteres internationales Seminar von der &#8222;European Workgroup&#8220;, dem Internationalen Vers\u00f6hnungsbund und dem &#8222;Internationalen Freundschaftsheim&#8220; ist f\u00fcr die letzte Septemberwoche in der BRD geplant. Interessenten m\u00f6gen sich wenden an:<\/p>\n<p>Hermann Koch, 49 Herford, Bismarckstra\u00dfe 117<\/p>\n<p><a name=\"s8\"><\/a><\/p>\n<h1>Klassiker<\/h1>\n<p>Der Grundfehler der Lenin-Trotzkischen Theorie ist eben der, da\u00df sie die Diktatur, genauso wie Kautsky, der Demokratie entgegenstellen. Diktatur oder Demokratie hei\u00dft die Fragestellung sowohl bei den Bolschewiki wie bei Kautsky. Dieser entscheidet sich nat\u00fcrlich f\u00fcr die Demokratie, und zwar f\u00fcr die <u>b\u00fcrgerliche<\/u> Demokratie.<\/p>\n<p>Lenin-Trotzky entscheiden sich umgekehrt f\u00fcr die Diktatur im Gegensatz zur Demokratie und damit f\u00fcr die Diktatur einer handvoll, d.h. f\u00fcr die Diktatur nach b\u00fcrgerlichen Muster. Es sind zwei Gegenpole, beide gleich weit entfernt von der wirklichen sozialistischen Politik.<\/p>\n<p>&#8230; Es soll (das Volk) und mu\u00df eben sofort sozialistische Ma\u00dfnahmen in energischter, unnachgiebigster, r\u00fccksichtslosester Weise in Angriff nehmen, also Diktatur aus\u00fcben, aber Diktatur der Klasse, nicht einer Partei, d.h. in breitester \u00d6ffentlichkeit, unter t\u00e4tigster ungehemmter Teilnahme der Volksmasse, in unbeschr\u00e4nkter Demokratie.<\/p>\n<p>&#8230; Aber diese Demokratie mu\u00df das Werk der Klasse, und nicht das Werk einer kleinen f\u00fchrenden Minderheit im Namen der Klasse sein, d.h., sie mu\u00df auf Schritt und Tritt aus der aktiven Teilnahme der Masse hervorgehen, unter ihrer unmittelbaren Beeinflussung stehen, der Kontrolle der gesamten \u00d6ffentlichkeit unterstehen, aus der wachsenden politischen Schulung des Volkes hervorgehen.<\/p>\n<p>ROSA LUXEMBURG<br \/>\n&#8222;Die russische Revolution&#8220;, 1918<\/p>\n<h1>Musik als Kommunikation<\/h1>\n<h3>BAKHTI\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 GIFT\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 TAUTROPFEN\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 FRIDOLINS OHR<\/h3>\n<p>Wo: Augustanasaal\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Wann: Samstag, 15. Juli 72 20 Uhr<br \/>\nkostet 4,- DM<\/p>\n<p>Am kommenden Samstag startet eine Gruppe junger Leute einen ersten Versuch, die traurige Situation zu verbessern, in der sich Augsburgs Jugend zur Zeit befindet: &#8222;POPFESTIVALS&#8220; werden veranstaltet. Die Manager machen Profite. Die Musiker kommen, ziehen eine Nummer ab, kassieren und verschwinden im Anonymen. Ein Kontakt zwischen Musiker und Publikum wird bei diesem <u>Gesch\u00e4ft<\/u> unm\u00f6glich gemacht.<\/p>\n<p>Um dies teilweise zu \u00e4ndern, soll ein neuer Stil erprobt werden: Gespr\u00e4che zwischen Musiker und Zuh\u00f6rer, aktuelle Informationen, Diskussion in den Pausen. Alle sollen mitreden und mitspielen k\u00f6nnen. EIN GROSSES FEST! Jedenfalls mu\u00df man sich auf einige \u00dcberraschungen gefasst machen.<\/p>\n<p>Es ist beabsichtigt, den Reinerl\u00f6s den gewaltfreien Revolution\u00e4ren Lateinamerikas (Camara, Paolo Freire) zukommen zu lassen, doch auch \u00fcber andere M\u00f6glichkeiten k\u00f6nnen wir reden. Bleibt nur zu hoffen, da\u00df diese Initiative durch Eurer zahlreiches Kommen unterst\u00fctzt wird. Bis Samstag!<\/p>\n<p>F\u00fcr Wiederverk\u00e4ufer:<br \/>\nAb 10 Exemplaren einer Einzelnummer kostet das St\u00fcck 40Pf. + Porto!!!<br \/>\nProbeexemplare gegen Briefmarken im Wert von 80 Pf!<\/p>\n<p>Herausgeber: GRASWURZELREVOLUTION-Redaktionskollektiv<br \/>\nverantw. im presserechtl. Sinn: Wolfgang Hertle<br \/>\nKONTAKT: Wolfgang Kroner<br \/>\n8 M\u00fcnchen 22<br \/>\nKnobelstra\u00dfe 62<br \/>\nVertrieb: Martin Scharr<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Ausgaben erscheinen Artikel \u00fcber:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Agitation in der Bundeswehr<\/li>\n<li>Gewaltfreie Aktionen in S\u00fcdvietnam (bisher unver\u00f6ffentl. Dokumente)<\/li>\n<li>Operation Omega: gewaltfreie Guerillas?<\/li>\n<li>Aus der Arbeit der Kabouter &#8211; holl\u00e4ndische Anarchisten<\/li>\n<li>Milit\u00e4r und KDV in Frankreich, Griechenland, Schweiz, \u00d6sterreich, Israel<\/li>\n<li>Anleitung zur Herstellung von Plakaten: Siebdruck<\/li>\n<li>Militanter Umweltschutz (bike-ins, recycling)<\/li>\n<li>Bericht von der WRI-Tagung in Sheffield<\/li>\n<li>Parlamentarismuskritik-R\u00e4tedemokratie<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seite 1 Graswurzelrevolution. gewaltfrei &#8211; radikal-demokratisch &#8211; antiautorit\u00e4r &#8211; sozialistisch Seite 2 Spanien und die EWG Seite 3 Die Zeitung ist so gut wie euere Mitarbeit! 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