{"id":15098,"date":"2016-02-01T00:00:00","date_gmt":"2016-01-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/2016\/02\/projekt-a-der-film\/"},"modified":"2022-07-26T14:22:11","modified_gmt":"2022-07-26T12:22:11","slug":"projekt-a-der-film","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2016\/02\/projekt-a-der-film\/","title":{"rendered":"Projekt A &#8211; Der Film"},"content":{"rendered":"<p><b>GWR: Stellt Euch bitte mal vor.<\/b><\/p>\n<p><i>Marcel Seehuber:<\/i> Ich bin einer der Regisseure und habe auch die Kamera bei Projekt A gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Gerade sitze ich in meiner Wohnung in unserem Hausprojekt in Alt\u00f6tting, dem AMK, das im Mietsh\u00e4user Syndikat organisiert ist. Wir haben mit unserem Hausprojekt ungef\u00e4hr zeitgleich zum Film &#8222;Projekt A&#8220; begonnen. 2009 haben wir das Haus nach zwei Jahren Vorarbeit und Planung gekauft.<\/p>\n<p>Ich selber bin nicht so politgruppenspezifisch aufgewachsen und war eher in der Spa\u00dfguerilla unterwegs, in den 1990ern als Punk und dann in der APPD (Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands) organisiert gewesen. Obwohl organisiert kann man da ja nicht wirklich sagen. (lacht)<\/p>\n<p><i>Moritz Springer: <\/i>Ich bin der zweite Teil des Filmteams. Marcel und ich haben den Film ganz anarchistisch zusammen gemacht. Das ist mein zweites gro\u00dfes Projekt als Filmemacher. Ich habe Horst Stowasser, den du vorhin angesprochen hast, 2007 auf einer Konferenz in Mecklenburg-Vorpommern getroffen und war ziemlich begeistert von ihm als Person, aber vor allem von dem, was er da \u00fcber Anarchismus erz\u00e4hlt hat. Ich war fr\u00fcher auch punkm\u00e4\u00dfig unterwegs und auch politisch engagiert, aber mit der Theorie des Anarchismus habe ich mich erst richtig seit dem Projekt besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Stowasser hat da etwas in mir angesprochen, was ich irgendwie tief in mir wusste, aber nie so benennen konnte und so hat das Projekt seinen Lauf genommen. Ich versuche immer, in Filmen Themen zu behandeln, die mich in erster Linie selber interessieren. Es ist ein guter Gradmesser, wenn es einen selber interessiert, wenn man Lust hat, da mehr dar\u00fcber zu erfahren, da besteht eine gute Chance, dass es andere Leute auch interessiert.<\/p>\n<p><b>GWR: Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, diesen Film zu machen?<\/b><\/p>\n<p><i>Moritz Springer:<\/i> Als ich Horst Stowasser kennen gelernt habe, war schnell klar, dass ich etwas \u00fcber Anarchismus machen m\u00f6chte und Horst Stowasser war auch sofort bereit mitzumachen. Wir haben uns ein paar Mal getroffen.<\/p>\n<p><i>Moritz Springer: <\/i>Dann haben wir uns \u00fcberlegt, was man f\u00fcr einen Film machen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Ich habe dann angefangen zu recherchieren in Deutschland und bin dann auch nach Barcelona gefahren, wo Stowasser eine Menge Leute kannte.<\/p>\n<p>In M\u00fcnchen bin ich auf Dr. Peter Seyferth gesto\u00dfen, ein Anarchismusexperte. Als ich mit ihm zusammen sa\u00df, hat er mich gefragt: &#8222;Hast Du schon einen Kameramann? Ich h\u00e4tte da den perfekten Menschen.&#8220; Und das war dann der Marcel. Das war so Ende 2008 oder Anfang 2009.<\/p>\n<p><i>Marcel Seehuber:<\/i> Das war vor den vielen Expos\u00e9versionen, die wir dann geschrieben haben.<\/p>\n<p><i>Moritz Springer:<\/i> Genau. Dann haben wir das Projekt gemeinsam weiter entwickelt. Der Grundansatz war von Anfang an, dass wir uns auf der einen Seite mit der Theorie des Anarchismus auseinander setzen wollten, weil wir das Gef\u00fchl hatten, dass es ganz viele Klischees gibt, wenn der Begriff f\u00e4llt, die aber eigentlich nicht viel mit der Idee zu tun haben.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite hatten wir beide das Gef\u00fchl, dass wir nicht in der Theorie stecken bleiben wollten. Es gibt einen Haufen guter B\u00fccher, unter anderem das grandiose &#8222;Anarchie&#8220; von Horst Stowasser. Wir wollten aber vor allem auch gucken, was Anarchisten heute machen. Wie setzen sie die Idee konkret um?<\/p>\n<p>Kann der Anarchismus auch ein Ansatz sein, wie man sich anders organisiert? Von diesem Grundgedanken ausgehend haben wir in Spanien, Griechenland und Deutschland nach entsprechenden Menschen und Projekten gesucht.<\/p>\n<p><b>GWR: Was bedeuten f\u00fcr Euch Anarchie und Anarchismus?<\/b><\/p>\n<p><i>Marcel Seehuber:<\/i> Ich denke, dass der zentrale Ausgangspunkt beim Anarchismus die Herrschaftslosigkeit ist, dass niemand \u00fcber den anderen herrschen soll. Wenn Du das als Pr\u00e4misse nimmst, leiten sich davon viele Dinge ab. Dann muss man sich \u00fcberlegen, wie man sich anders in einer Gesellschaft organisiert, was es f\u00fcr die Eigentumsverh\u00e4ltnisse hei\u00dft und so weiter.<\/p>\n<p>Der Anarchismus ist auf jeden Fall auch anti-kapitalistisch, also quasi die anti-autorit\u00e4re Version des Sozialismus. Wenn Du nicht willst, dass jemand \u00fcber die anderen herrschen kann, dann darf nat\u00fcrlich auch das Eigentum und der Zugang zu Ressourcen nicht ungleich verteilt sein. Sich mit dem Thema \u00fcber so eine lange Zeit besch\u00e4ftigen zu k\u00f6nnen war spannend und lehrreich, denn nicht nur die breite Mehrheit versteht unter Anarchismus ganz verschiedene Dinge, sondern oft genug auch die Anarchistinnen und Anarchisten selber.<\/p>\n<p><i>Moritz Springer:<\/i> Ich kann Marcel da nur vollkommen zustimmen. Kant hat das ja auch ganz sch\u00f6n gesagt: &#8222;Anarchie ist Gesetz und Freiheit ohne Gewalt.&#8220; Das Sch\u00f6ne am Anarchismus ist, dass man ihn auch immer an die \u00f6rtlichen Begebenheiten anpassen muss. Es gibt kein Grundrezept, das man eins zu eins \u00fcbertragen kann. Es geht immer darum, sich mit den Menschen, mit denen man zu tun hat, zusammen zu setzen und zu \u00fcberlegen, was anarchistisch denn in unserem konkreten Fall bedeuten w\u00fcrde. Insofern sind die Projekte im Film auch sehr unterschiedlich, auch wenn sie sich fast alle den Anarchismus auf die Fahne geschrieben haben. Das Kartoffelkombinat, das am Ende des Films vorkommt, schreibt sich dagegen den Anarchismus \u00fcberhaupt nicht auf die Fahne; es ist in unseren Augen aber durchaus anarchistisch.<\/p>\n<p><b>GWR: Wen habt Ihr interviewt? Wie ist der Film strukturiert?<\/b><\/p>\n<p><i>Moritz Springer:<\/i> Es gibt unterschiedliche Stationen. Wir waren einmal in Griechenland unterwegs, in Exarchia, wo wir den Parko Navarinou besucht haben, ein Park, der nicht nur von Anarchisten, sondern auch von Anwohnern besetzt worden ist. Wir haben die Stimmung in Griechenland aufgegriffen.<\/p>\n<p>Dann waren wir in Deutschland mit der Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig unterwegs und haben sie beim Castortransport 2011 im Wendland und einer Schienen-Blockade bei Gronau begleitet. Wir waren 2012 in St. Imier in der Schweiz auf dem gro\u00dfen Internationalen Anarchistischen Treffen mit ungef\u00e4hr 3.000 Leuten. In Spanien wollten wir den historischen Spuren des Anarchismus nachgehen.<\/p>\n<p>Wir waren bei der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft CGT und haben dann noch ein spannendes Projekt besucht, die Cooperativa Integral Catalana (CIC) in Barcelona, die von Enric Duran mit gegr\u00fcndet worden ist. Die versuchen, ein Netzwerk aufzubauen, wo ganz unterschiedliche Bereiche des Lebens selbstorganisiert werden. Zu guter Letzt waren wir in M\u00fcnchen beim Kartoffelkombinat, einer solidarischen Landwirtschaft.<\/p>\n<p><b>GWR: Ich zitiere aus Eurem Pressetext: &#8222;Unsere Protagonisten sind Anarchisten. Sie tr\u00e4umen von einer freien Gesellschaft. Sie entwerfen konkrete Visionen einer anderen Welt und versuchen diese in ihrem Leben umzusetzen. Sie glauben daran, dass Menschen herrschaftsfrei leben k\u00f6nnen, ohne Staat. (\u0085) Ausgangspunkt des Films ist dabei die Frage, ob die anarchistischen Ideen nur eine Vision weniger Menschen sind, oder einen Lebensentwurf f\u00fcr die gesamte Gesellschaft darstellen k\u00f6nnen.&#8220; Wie w\u00fcrdet Ihr diese Frage beantworten?<\/b><\/p>\n<p><i>Marcel Seehuber:<\/i> Wir k\u00f6nnen sehr wohl herrschaftsfrei und selbstorganisiert leben.<\/p>\n<p>Der Knackpunkt ist aber der, wie man das organisiert, welche Strukturen man daf\u00fcr braucht.<\/p>\n<p>Es geht nicht, dass man denkt, dass sich alle Menschen \u00e4ndern m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen uns schon \u00fcberlegen, wie das mit all den Menschen geht, die wir haben, mit all ihren Fehlern, ihren Problemen, mit den guten und b\u00f6sen Menschen, wenn ich das mal so schwarzwei\u00df formulieren darf. Wenn ich jetzt auf die Projekte eingehe und mir die Leute, die wir da so getroffen haben, anschaue, dann denke ich, dass es die ersten Schritte in Richtung einer anderen Welt sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf der einen Seite hat man da Leute, die sehr individualistisch an die Sache rangehen, wie zum Beispiel Hanna und auch die ganze CrimethInc-Geschichte, die sie ja teils auch vom Englischen ins Deutsche \u00fcbersetzt.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite haben wir anarchosyndikalistische Organisationen wie die CGT, die schon auf eine gewisse Tradition zur\u00fcckblicken und sich sehr strukturiert zu organisieren versuchen. Das ist ein Spannungsfeld, das interessant zu beobachten ist, wo aber in keinem der beiden Bereiche f\u00fcr mich die alleinige L\u00f6sung liegt.<\/p>\n<p>Ich denke, man muss einen Schritt weiter gehen und sich \u00fcberlegen, welche Mittel man hat um sich demokratischer, anarchistischer zu organisieren.<\/p>\n<p>Welche M\u00f6glichkeiten man hat um Eigentum anders zu verteilen oder Besitz anders zu gestalten, und was es eigentlich hei\u00dft, wenn man sagt, dass man eine Revolution machen will. Das ist heute schon etwas ganz Anderes als vor 150 Jahren.<\/p>\n<p><b>GWR: Ich finde den &#8222;Projekt A&#8220;-Film sehr sehenswert. W\u00e4re es nicht sinnvoll, ihn als Auftakt zu weiteren Filmen zu verstehen? Habt Ihr da Pl\u00e4ne? Es gibt in Deutschland ja eine vielf\u00e4ltige anarchistische Szene, die im Film nicht beleuchtet wird. Auch das historische Projekt A, dem Ihr Euren Titel entliehen habt, kommt im Film gar nicht vor. Es w\u00e4re spannend, da mit einem zweiten Film anzukn\u00fcpfen.<\/b><\/p>\n<p><i>Moritz Springer:<\/i> Wir haben uns nun acht Jahre mit dem Thema besch\u00e4ftigt. Ich habe f\u00fcr mich alle Bereiche abgegrast.<\/p>\n<p>Dann ist es wichtig, den Kopf wieder frei zu kriegen f\u00fcr andere Projekte. Unsere Projekte werden immer politisch sein. Ich glaube, dass ich da f\u00fcr Marcel und mich sprechen kann.<\/p>\n<p>Mein n\u00e4chster Film wird keine Fortsetzung sein. Ich m\u00f6chte mich schon anderen Themen zuwenden. Man kann mit einem Film in 90 Minuten sowieso nicht das gesamte Themenspektrum abdecken. Klar, dass es viele weitere spannende Projekte auch in Deutschland gibt.<\/p>\n<p>Wir haben versucht, die Dinge heraus zu picken, die uns interessant erscheinen. Das von Stowasser in Neustadt initiierte Projekt A war f\u00fcr uns eine Inspiration, ist aber letztendlich gescheitert und hat f\u00fcr mich gerade auch keine aktuelle Relevanz. Ich finde es gut, den Blick mal nach vorne zu richten. Insofern steht f\u00fcr mich das Kartoffelkombinat auch ganz richtig am Ende des Films, weil das Menschen sind, die sich nicht unbedingt das Label Anarchismus aufdr\u00fccken, letztendlich aber Dinge machen, die die Gesellschaft nachhaltig ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. Das war auch immer eine Diskussion mit den Protagonisten, ob man dieses Label des Anarchismus verwendet oder ob es nicht auch zu viel Energie braucht, um immer wieder mit den Menschen zu diskutieren, was hinter dem Begriff wirklich steckt. Ich finden den Anarchismus sehr aufschlussreich, weil er uns zeigt nach welchen Grunds\u00e4tzen wir handeln und uns organisieren sollten, in der Au\u00dfenkommunikation sind mir aber die Grunds\u00e4tze wichtiger als der Begriff.<\/p>\n<p><i>Marcel Seehuber:<\/i> Anarchismus als Label, Style oder auch als Subkultur wird nie eine gro\u00dfe gesellschaftliche Relevanz bekommen k\u00f6nnen. Es widerspricht auch grunds\u00e4tzlich dem anarchistischen Ansatz, n\u00e4mlich gesamtgesellschaftliche Ver\u00e4nderungen anzustreben.<\/p>\n<p>Der Anarchismus hat als politische Theorie auch weit mehr zu bieten und da macht es dann auf jeden Fall Sinn, anarchistische Ziele und Prinzipien richtig zu beschreiben und unter dem Begriff zu sammeln, ihn richtig zu benutzen. Ich denke, dass die antikapitalistische Bewegung sich genau \u00fcberlegen und auch Vorschl\u00e4ge machen muss, wie diese andere Welt, von der so oft gesprochen wird, denn aussehen soll. Klare Begrifflichkeiten und gemeinsame Ziele k\u00f6nnen uns da nur helfen. Zu Deiner Frage. Ja, da geh\u00f6ren noch viele Filme gemacht, Projekt A w\u00e4re ein sehr spannendes Thema. Aber da sind jetzt vielleicht erstmal andere an der Reihe.<\/p>\n<p><b>GWR: Ihr spielt in &#8222;Projekt A&#8220; auch mit dem Klischee des Molli werfenden Anarchisten. Im Film gibt es zum Beispiel eine Szene, die Ihr in Griechenland gefilmt habt.<\/b><\/p>\n<p><b>Da wird erst ein Mercedes abgefackelt, kurz darauf auch das Feuerwehrauto. Da w\u00e4re eigentlich ein Ansatzpunkt, etwas zum Thema Gewalt zu sagen. Das fehlt im Film. Ihr stellt kurz eine Frage, aber die interviewte Anarchistin sagt da im Grunde gar nichts zu, nur: &#8222;das w\u00e4re kein Thema&#8220;. Das finde ich schade.<\/b><\/p>\n<p><i>Moritz Springer:<\/i> Sie sagte nicht, dass es kein Thema sei, sondern dass es angesichts der Situation in Griechenland m\u00fc\u00dfig sei, dar\u00fcber zu reden.<\/p>\n<p><b>GWR: Das ist meiner Meinung nach aber nicht unbedingt der Fall. Ich finde Sabotage sinnvoll, wenn sie keine Menschen gef\u00e4hrdet und sich zum Beispiel gegen [Tod bringende] Panzer oder Genmaisfelder richtet. Wenn es also eine emanzipatorische Aussage im Sinne des Anarchismus gibt und sich das Ziel einer gewaltfreien, herrschaftslosen Gesellschaft schon in der Aktionsform spiegelt. Das Abfackeln eines Feuerwehrautos ist dagegen eine bescheuerte und nicht vermittelbare Aktion.<\/b><\/p>\n<p><b>Kann man das \u00fcberhaupt Anarchisten zurechnen? Bei der Szene habe ich mich gefragt, was sie in dem Film zu suchen hat. Oder wenn, sollte da nicht mehr darauf eingegangen werden? Das fehlte. Da habe ich Kritik.<\/b><\/p>\n<p><i>Marcel Seehuber:<\/i> Das finde ich gut, dass Du das ansprichst, weil es damit Ausgangspunkt f\u00fcr eine Diskussion \u00fcber Gewalt ist. Der Film selber ist ja eher als Einstieg in das Thema und in die Diskussion zu sehen. Die Diskussion kann der Film auch gar nicht ersetzen und wir wollen da auch keinen Standpunkt vorgeben. Er ist ein Beitrag zur selbigen. Margarita im Film kommentiert diese Gewaltdiskussionsfrage aus ihrer Perspektive. Ich denke schon, dass die Leute, die das gemacht haben, sich als Anarchisten bezeichnen w\u00fcrden und dass viele griechische Anarchisten der Gewalt gegen\u00fcber sehr offen sind. Gewalt hat in Griechenland einen ganz anderen Stellenwert, als zum Beispiel hier. Das f\u00fchrt dann auch dazu, dass dort andere Dinge als sinnvoll erachtet werden.<\/p>\n<p>Dennoch w\u00fcrde ich sagen, dass auch der gr\u00f6\u00dfte Teil der griechischen Anarchisten das mit dem Feuerwehrauto ziemlich doof findet, aber manche vielleicht auch nicht. M\u00f6glicherweise auch deswegen, weil die Auseinandersetzung mit der Staatsmacht in Griechenland einen militanten bzw. milit\u00e4rischen Charakter angenommen hat.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen, dass Gewalt dort auch viel allt\u00e4glicher ist und allein dadurch schon einen anderen Stellenwert hat. Es ist wichtig, dar\u00fcber zu sprechen und eine Haltung demgegen\u00fcber zu finden, dass auch das Publikum sich \u00fcberlegen muss, wie es dazu steht. Unsere Haltung dazu ist, denke ich, relativ klar.<\/p>\n<p>Ich finde es nicht gut, dass Feuerwehrautos angez\u00fcndet werden. Aber die Szene sollte ein Stein des Ansto\u00dfes sein, dar\u00fcber nachzudenken, was wir eigentlich wollen und welche Mittel ad\u00e4quat sind.<\/p>\n<p><i>Moritz Springer:<\/i> Uns war es schon wichtig, das zu zeigen, weil es gerade in Griechenland, vor allem in Exarchia zur Realit\u00e4t dazu geh\u00f6rt, weil es ein allt\u00e4gliches Ph\u00e4nomen ist.<\/p>\n<p>Also, das mit dem Feuerwehrauto nicht unbedingt. Aber in der Zeit, wo wir da waren, haben wirklich viele Autos gebrannt.<\/p>\n<p>Margarita sieht die Gewalt im Gesamtkontext, in dem sich die Gesellschaft befindet. Die Krise, der Polizeiapparat, die Gewalt, die sie erfahren, die sehr hohe Arbeitslosigkeit, die Perspektivlosigkeit der Jugend.<\/p>\n<p>Die Leute sind frustriert und das provoziert Gewalt. Margarita hat auch gesagt, das ist nun nicht im Film drin, dass es ihr lieber sei, wenn die Leute auf die Stra\u00dfe gingen und vielleicht nicht unbedingt etwas machen, was sie richtig f\u00e4nde, aber es w\u00e4re ihr immer noch lieber, als wenn sie vor dem Fernseher s\u00e4\u00dfen.<\/p>\n<p>Das kann ich zu einem gewissen Teil nachvollziehen.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass wir alle diese Wut kennen, die vor allem in jungen Menschen steckt. Die Wut sucht sich ihr Ventil, das muss nicht richtig sein, trotzdem ist diese Wut Realit\u00e4t. Sie ist in gewisser Weise auch berechtigt.<\/p>\n<p>Inwieweit es nun richtig ist, ein Feuerwehrauto anzuz\u00fcnden oder nicht, f\u00fchrt eigentlich an dem, worum es geht, vorbei.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten dann stundenlang diskutieren, welche Gewalt richtig sei und welche nicht, aber eigentlich sollten wir dar\u00fcber diskutieren, was denn die Ursachen f\u00fcr die Gewalt sind.<\/p>\n<p>Dass der Staat f\u00fcr sich das Gewaltmonopol beansprucht, wird h\u00e4ufig nicht hinterfragt. Aber Du siehst schon, dass es ein sehr weites Diskussionsfeld ist. Man k\u00f6nnte wahrscheinlich nur \u00fcber dieses eine Thema einen ganzen Film drehen. Ich sehe das wie Marcel, dass wir diese Themen in dem Film nur anrei\u00dfen k\u00f6nnen. Jeder soll sich da ein eigenes Bild machen. Es ist nicht unser Anliegen Meinungen vorzugeben.<\/p>\n<p><b>GWR: Ihr habt auf dem M\u00fcnchner Filmfest 2015 den Publikumspreis f\u00fcr den Projekt A-Film bekommen. K\u00f6nnt Ihr dazu etwas erz\u00e4hlen?<\/b><\/p>\n<p><i>Marcel Seehuber:<\/i> Ja. Wir kamen eher durch Zufall in das Filmfest rein, weil wir sp\u00e4t dran waren. Wir konnten eigentlich gar nicht richtig einreichen und haben den Film in Windeseile fertig gemacht, um \u00fcberhaupt noch laufen zu k\u00f6nnen. Das war f\u00fcr uns ein gro\u00dfes Gl\u00fcck und eine Best\u00e4tigung, dass sich dann rausgestellt hat, dass der Film doch f\u00fcr viele Menschen recht interessant ist.<\/p>\n<p>Die Vorstellungen auf dem Filmfest waren super besucht. Da ist schon etwas passiert. Aber dass wir eine Chance h\u00e4tten, gegen Filme, die besser sind, weitaus mehr gekostet haben, konkurrieren zu k\u00f6nnen, dass wir die Menschen wirklich so ber\u00fchren und dass sie dann so abstimmen, das h\u00e4tten wir nie gedacht.<\/p>\n<p>Wir wollten gar nicht zu der Preisverleihung gehen, weil es 35 Grad hatte und wir lieber schwimmen gehen wollten und Moritz auch auf dem Geburtstag seines Vaters eingeladen war.<\/p>\n<p>Aber dann haben die gemeint, dass es cool w\u00e4re, wenn wir k\u00e4men, und dann haben wir gesagt, okay, dann geht halt einer von uns dahin. Es war eine unglaubliche \u00dcberraschung. Ich gebe eigentlich auf solche Preise nicht viel, weil es auch viel mit Gl\u00fcck und den Leuten vor Ort zu tun hat. Es hat aber uns, dem Film und auch dem Thema geholfen, weil wir dadurch viel mehr Aufmerksamkeit bekommen.<\/p>\n<p><i>Moritz Springer:<\/i> Ich m\u00f6chte mich beim Filmfest M\u00fcnchen bedanken, dass sie den Mut hatten, so einen Film mit ins Programm zu nehmen. Letztendlich ist es bei Filmfestivals auch eine Entscheidung von wenigen, und unser Film ist unkonventionell, schreckt einige Leute auch irgendwie ab. Es hat uns gefreut, dass das Filmfest diesen Mut hatte. Den Preis zu bekommen, hat uns enorm best\u00e4tigt.<\/p>\n<p><b>GWR: Die <i>DA<\/i>, die <i>Graswurzelrevolution<\/i>, die <i>G?i D\u00e0o<\/i>, die F\u00f6deration deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA), libert\u00e4re Verlage und Projekte, &#8230; der real existierende Anarchismus in Deutschland kommen in &#8222;Projekt A&#8220; nicht vor.<\/b><\/p>\n<p><b>Im &#8222;deutschen Teil&#8220; des Films stehen stattdessen eine auch durch Fernsehtalkshows von Maischberger, Jauch, Lanz &amp; Co. eh schon bekannte Aktivistin und ein Kartoffelkombinat im Vordergrund. Das fand ich eher schwach.<\/b><\/p>\n<p><b>Was ich dagegen besonders interessant finde, ist, was Ihr in Griechenland und Spanien dokumentiert habt. K\u00f6nnt Ihr darauf noch ein bisschen mehr eingehen? In Deutschland gibt es zum Beispiel die Freie ArbeiterInnen Union (FAU), eine kleine, anarchosyndikalistische Gewerkschaft. <\/b><\/p>\n<p><b>In Spanien sieht das anders aus. Da gibt es drei anarchosyndikalistische Gewerkschaften, die aus der Spaltung der gro\u00dfen &#8222;Confederaci\u00f3n Nacional del Trabajo&#8220; (CNT) hervorgegangen sind: zwei CNTs und die &#8222;Confederaci\u00f3n General del Trabajo&#8220; (CGT).<\/b><\/p>\n<p><b>Ihr habt die CGT besucht. <\/b><\/p>\n<p><i>Marcel Seehuber:<\/i> Zur Themenauswahl kann ich sagen, dass wir bestimmte Bereiche versucht haben abzudecken und da der Anarchosyndikalismus mit Spanien f\u00fcr uns quasi schon abgehakt war, sind wir in Deutschland andere anarchistische Themen angegangen. Ansonsten kam auch schon mal die Frage, warum wir nicht bei der CNT gewesen sind, sondern zur CGT gegangen sind. F\u00fcr uns war die CGT spannender, weil das die gr\u00f6\u00dfte anarchosyndikalistische Gewerkschaft \u00fcberhaupt und die drittgr\u00f6\u00dfte Gewerkschaft in Spanien ist. Die hat 60.000 Mitglieder, vertritt aber \u00fcber die Betriebsr\u00e4te etwa zwei Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter.<\/p>\n<p>Es ist auch die einzige Gewerkschaft, die w\u00e4hrend der Krise im Gegensatz zu allen anderen Gewerkschaften keine Mitglieder verloren hat. Da sind sogar Mitglieder dazugekommen.<\/p>\n<p>Insofern sieht man, dass es da eine gro\u00dfe Relevanz gibt. Dann gibt es noch den historischen Aspekt, die CGT ging ja aus der CNT hervor und alle dort berufen sich auf die alten, anarchistischen, spanischen oder katalanischen Traditionen, weil der Anarchismus in Spanien in den 1930er Jahren, beziehungsweise noch viel fr\u00fcher, ab der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts sehr, sehr gro\u00df war. Der Anspruch der Gewerkschaft ist einer, der \u00fcber den Anspruch einer Gewerkschaft in Deutschland wie dem DGB hinausgeht. Die vertreten nicht nur die Arbeiterinnen und Arbeiter, sondern streben eine Ver\u00e4nderung der Gesellschaft an. Und sie sind dabei anders organisiert, nicht hierarchisch; es entscheiden eigentlich die Syndikate, und nicht etwa irgendwelche Gewerkschaftsfunktion\u00e4re. Es gibt quasi \u00fcberhaupt keine Funktion\u00e4rsposten, sondern Leute, die die Arbeit machen. Diese Modelle sind spannend.<\/p>\n<p>In Deutschland sehen wir \u00e4hnliche Ans\u00e4tze zum Beispiel im Mietsh\u00e4user Syndikat. Dass die Entscheidungen von unten nach oben getroffen werden, dass die Ebenen, die dar\u00fcber liegen, nicht die unteren, oft regionalen Ebenen \u00fcberstimmen oder ihnen Anweisungen geben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><i>Moritz Springer:<\/i> Das ist spannend, weil man h\u00e4ufig in Diskussionen entgegen gehalten bekommt: &#8222;Ja, das funktioniert vielleicht in einem kleinen, autonomen Projekt oder einem kleinen, selbstverwalteten Betrieb.&#8220; Aber die CGT zeigt, dass es auch auf einer gr\u00f6\u00dferen Ebene funktionieren kann.<\/p>\n<p>Das ist das Faszinierende an der Geschichte der anarchistischen Bewegung in Katalonien und in Spanien, dass es durchaus eine gesellschaftliche Relevanz hatte und weit \u00fcber das Kleinteilige hinausging, dass es auch viele Fabriken gab, die so organisiert waren. Wir denken immer, dass ein gro\u00dfer Betrieb hierarchisch strukturiert sein muss. Ich glaube: Er muss es eben nicht.<\/p>\n<p>Es kommt darauf an, wie man es macht, und auf den Willen der Einzelnen.<\/p>\n<p><b>GWR: Was hat Euch bei der jahrelangen Filmarbeit am meisten \u00fcberrascht?<\/b><\/p>\n<p><i>Marcel Seehuber:<\/i> Ich glaube, dass mich doch am meisten die Differenz \u00fcberrascht hat zwischen dem, was man so in der sehr zahlreichen anarchistischen Literatur liest und dem, was man dann wirklich vorfindet, wenn man sich auf die Suche nach Projekten macht. Mir hat die Literatur schon irgendwie vermittelt, oder vielleicht habe ich es auch zwischen den Zeilen gelesen, dass es eine ganze Menge an verschiedenen, auch gro\u00dfen Projekten gibt. Als ob da schon produziert werden w\u00fcrde und wir nur umsetzen m\u00fcssten, was in den B\u00fcchern steht und alles ganz einfach w\u00e4re.<\/p>\n<p>Auch an unser Hausprojekt gingen wir \u00e4hnlich naiv ran. Aber in der Realit\u00e4t war es dann schwieriger, wirklich auch produzierende anarchistische Projekte in Europa zu finden.<\/p>\n<p>Auch zu Spanien hatten wir da eine ganz andere Vorstellung. Und die oft recht \u00e4hnlichen Schwierigkeiten in den Projekten und Kollektiven k\u00f6nnen ja auch sehr erkenntnisreich sein.<\/p>\n<p>Einige dieser Probleme lassen ja auch ein Muster erkennen, aus dem wir besser lernen sollten.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich w\u00fcrde ich sagen, dass es viele spannende Ans\u00e4tze gibt, die weiterentwickelt werden m\u00fcssen. Ich sehe da viele erste Schritte. Die von uns besuchten Projekte sind, bis auf die CGT, ja auch noch jung. Keines ist \u00fcberhaupt zehn Jahre alt.<\/p>\n<p><i>Moritz Springer:<\/i> Ja, das ist eine schwierige Frage. (lacht)<\/p>\n<p>Generell, wenn ich Deine Frage konkret beantworte, dann hat mich am meisten die viele Arbeit \u00fcberrascht, die wir mit dem Projekt hatten. (lacht)<\/p>\n<p>Ich glaube, wenn uns vorher bewusst gewesen w\u00e4re, wie viele Jahre und Lebenszeit wir mit dem Film verbringen, dann bin ich mir nicht sicher, ob wir das gemacht h\u00e4tten. Aber wenn ich eine Sache anfange, dann will ich sie auch zu Ende bringen.<\/p>\n<p>Was mich am meisten beeindruckt hat, waren die Menschen vor Ort, zu sehen, wie stark sich die Leute engagieren. Und auch, wie vielf\u00e4ltig das Ganze ist. Letztendlich habe ich gemerkt, dass das, was die Projekte ausmacht, auch stark mit der Kultur zusammenh\u00e4ngt. Hanna und das Kartoffelkombinat sind in ihrer Art auch sehr deutsch, das ist sehr durchstrukturiert und gut organisiert. Da kommt viel aus dem Kopf.<\/p>\n<p>Wogegen man bei den Spaniern merkt, dass das Ganze eher aus dem Bauch heraus kommt. Das ist viel entspannter, der Umgang miteinander ist zum Teil auch wesentlich lockerer. Trotzdem ist es allen Leuten gegl\u00fcckt in mir ein Feuer zu entz\u00fcnden.<\/p>\n<p>Das Sch\u00f6ne am Filmemachen ist auch, dass es mit einem selber viel macht. Ich habe Inspirationen aus den einzelnen Projekten herausgezogen.<\/p>\n<p>Trotz dieser langen Zeit gab es immer wieder Punkte, wo mich die Projekte und Menschen ber\u00fchrt haben. Das kann ich jetzt nicht auf ein einzelnes Projekt herunterbrechen. Jedes Projekt hatte einen Aspekt, wo ich gemerkt habe, wow, da habe ich was gelernt und nehme etwas mit nach Hause. Das versuche ich bei mir, wie ich mit Menschen umgehe oder wie man Projekte angeht, zu integrieren.<\/p>\n<p><i>Marcel Seehuber:<\/i> Ich kann auch mit jedem Projekt und mit jedem Ansatz im Film im Grunde genommen etwas anfangen.<\/p>\n<p>Da steckt f\u00fcr mich viel drin. Wenn man sieht, dass die Griechen viermal in der Woche auf ein Plenum gehen und sich engagieren, dann befeuert mich das auch wieder f\u00fcr mein Projekt zuhause. Makis, einer unserer Protagonisten rettet zum Beispiel gerade Fl\u00fcchtlinge, quasi als Seenotrettung. Wenn ich das h\u00f6re, dann gibt das auch mir wieder Energie f\u00fcr meine Projekte, wo man manchmal auch frustriert ist, wo man manchmal denkt, wie m\u00fchsam es ist.<\/p>\n<p><b>GWR: Was plant Ihr in den n\u00e4chsten Wochen?<\/b><\/p>\n<p><i>Moritz Springer:<\/i> Wir starten ab dem 4. Februar deutschlandweit in den Kinos, davor gibt es einige Vorpremieren. Unter anderem in Berlin am 2. Februar in der Volksb\u00fchne und etwas n\u00e4her bei euch am 31.1. in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>Ab dem 3. Februar sind Marcel, Hanna und ich in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein unterwegs.<\/p>\n<p>Dann geht es \u00fcber Sachsen runter nach Bayern. Da freue ich mich drauf. Wenn das Licht im Saal angeht, dann kommt der spannende Teil. Dann k\u00f6nnen wir dar\u00fcber sprechen, was das Gesehene mit uns macht und wo wir Parallelen oder auch Widerspr\u00fcche sehen. Das ist f\u00fcr uns interessant da ein direktes Feedback zu bekommen.<\/p>\n<p>In dem Sinne kann ich allen sagen: Wenn Ihr wollt, dass der Film auch bei Euch gezeigt wird, dann geht zu Eurem lokalen Kino und sprecht die Leute an. Dann gucken wir, dass wir es m\u00f6glich machen k\u00f6nnen vorbei zu kommen. Wir werden das n\u00e4chste halbe Jahr mit dem Film unterwegs sein und wollen auch nach Spanien und Griechenland.<\/p>\n<p>Dann schauen wir mal weiter, wo es den Film noch hintr\u00e4gt.<\/p>\n<p><b>GWR: Welche Perspektiven seht Ihr f\u00fcr den Anarchismus? <\/b><\/p>\n<p><i>Marcel Seehuber:<\/i> Rosige.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GWR: Stellt Euch bitte mal vor. Marcel Seehuber: Ich bin einer der Regisseure und habe auch die Kamera bei Projekt A gef\u00fchrt. Gerade sitze ich in meiner Wohnung in unserem Hausprojekt in Alt\u00f6tting, dem AMK, das im Mietsh\u00e4user Syndikat organisiert ist. Wir haben mit unserem Hausprojekt ungef\u00e4hr zeitgleich zum Film &#8222;Projekt A&#8220; begonnen. 2009 haben &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2016\/02\/projekt-a-der-film\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Projekt A - Der Film - graswurzelrevolution","description":"GWR: Stellt Euch bitte mal vor. Marcel Seehuber: Ich bin einer der Regisseure und habe auch die Kamera bei Projekt A gef\u00fchrt. Gerade sitze ich in meiner Wohnung"},"footnotes":""},"categories":[882,1049,1042,1027],"tags":[],"class_list":["post-15098","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-406-februar-2016","category-kurbelkiste","category-ohne-chef-und-staat","category-wir-sind-nicht-alleine"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15098"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15098\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}