{"id":15117,"date":"2016-02-01T00:00:00","date_gmt":"2016-01-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/2016\/02\/pure-anarchie\/"},"modified":"2022-07-26T13:45:05","modified_gmt":"2022-07-26T11:45:05","slug":"pure-anarchie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2016\/02\/pure-anarchie\/","title":{"rendered":"&#8222;Pure Anarchie&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Auf sein Alter angesprochen, bemerkte der damals 76-J\u00e4hrige: &#8222;Man ist erst wirklich alt, wenn man v\u00f6llig au\u00dfer Gefecht gesetzt ist. Noch bin ich im Gesch\u00e4ft.&#8220; (Woody Allen. A Documentary, 2011).<\/p>\n<p>Sein kom\u00f6diantisch-ironischer Variantenreichtum scheint unersch\u00f6pflich. Eine seiner j\u00fcngsten Produktionen, Midnight in Paris (2011), Allens 42. Regiearbeit, f\u00fcr die er 2012 einen Drehbuch-Oscar erhielt, wurde bei den Cannes-Filmfestspielen begeistert aufgenommen. Unschwer finden sich darin Ankl\u00e4nge an Ernest Hemingways letzten autobiografischen Roman &#8222;Paris, ein Fest f\u00fcrs Leben&#8220;.<\/p>\n<p>Mit dem Nachwuchs-Schauspieler Owen Wilson in der Rolle des Zeit reisenden Drehbuchautors Gil Pender in das Paris der 1920er Jahre, gelingt Allen eine ideale Komiker-Besetzung \u00e4hnlich fast ihm selbst. Dort begegnet dieser den Protagonisten der &#8222;Lost Generation&#8220;, wie sie die amerikanische experimentelle Schriftstellerin Gertrude Stein einst nannte und in ihrem Salon der Dichter- und K\u00fcnstlergenies versammelte: F. Scott Fitzgerald, Hemingway, Josephine Baker, Cole Porter, Man Ray, Dali, Bunuel, Picasso.<\/p>\n<h3>Never play cards with Allan Konigsberg<\/h3>\n<p>Geboren wurde Allan Stewart Konigsberg im New Yorker Stadtteil Bronx als Spross j\u00fcdisch-russisch-\u00f6sterreichischer Vorfahren. Aufgewachsen ist er im j\u00fcdischen Viertel Flatbush in Brooklyn. In der verhassten Schule war er ein schlechter Sch\u00fcler und galt als Kartenspielschreck. Es ging das warnende Ger\u00fccht um: &#8222;Spiel nie mit Allan Konigsberg Karten&#8220;.<\/p>\n<p>In einer autobiografischen Szene von Der Stadtneurotiker (1977) schleppt die Mutter den jungen Alvy Singer zum Arzt, weil er depressiv wirke und keine Schularbeiten mehr mache, nachdem er etwas Bestimmtes gelesen habe. Vom Arzt danach gefragt, meint Alvy altklug, das Universum expandiere, breche irgendwann auseinander und das sei dann das Ende von allem, wozu also noch Hausaufgaben! Darauf erwidert die Mutter aufgebracht: so ein Unsinn. Was gehe ihn denn das Universum an! Er sei hier in Brooklyn &#8211; und Brooklyn expandiere nicht! (zit. nach Der Stadtneurotiker, Drehbuch). Mit 16, 17 schreibt Allen nach der Schule Witze, manchmal 50 am Tag. 1953\/54 belegt er an der New York University den Studiengang Filmproduktion, besucht einen College-Kurs in dramatischem Schreiben, f\u00e4llt in beidem durch und schreibt wieder Radio- und Werbetexte. 1955\/56 verbringt er zwei Lehrjahre in Hollywood und lernt dort das Comedy-Scriptschreiben. Zur\u00fcck in New York sind die n\u00e4chsten etwa zehn Jahre ausgef\u00fcllt von einsetzender B\u00fchnenpraxis und fortschreitender Professionalisierung mit eigenen Stand-up-Programmen, Schreibauftr\u00e4gen und Auftritten in verschiedenen TV-Shows. Allen schreibt Gags f\u00fcr verschiedene Fernsehkomiker, Witze-Kolumnen im MIRROR und in der NEW YORK POST Satiren f\u00fcr den NEW YORKER und PLAYBOY. Er verfasst St\u00fccke f\u00fcr den Broadway und 1965-67 drei Drehb\u00fccher (What&#8217;s New, Pussicat?, What&#8217;s Up, Tiger Lily?, Casino Royale), die erstmals richtig viel Geld einbringen. 1969 endlich inszeniert er seinen ersten, eigenen Slapstick-Film Woody, der Ungl\u00fccksrabe mit ihm selbst als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller. Das Erfolgsprinzip Woody Allens als Autorenfilmer ist geboren.<\/p>\n<p>Es scheint Allens m\u00e4nnlichen Rollen-Protagonisten immer wieder darum zu gehen, ihr angeknackstes Verh\u00e4ltnis zum anderen Geschlecht reflektieren und m\u00e4nnliches Image aufp\u00e4ppeln zu m\u00fcssen. Er selbst beginnt 1959 eine Psychoanalyse, eine erste fr\u00fche Ehe scheiterte.<\/p>\n<p>In Mach&#8217;s noch einmal Sam (1971, Regie: Herbert Ross), jener gelungenen Persiflage auf Bogartsche Macho-Attitude und Frauen-Erobeungsgehabe in Anspielung auf Michael Curtiz&#8216; Emigranten-Edelschnulze Casablanca (1941), schrieb Allen die Figur des Humphrey Bogart aus Casablanca ins Drehbuch, der ihm mit seinen coolen Ratschl\u00e4gen helfen soll, im richtigen Moment zum &#8222;Erfolg&#8220; bei den Frauen zu kommen.<\/p>\n<p>Der Soziologe Oliver Kanehl spricht in dem Zusammenhang in seinem gleichnamigen Buch (2005) von &#8222;Konstruktion von M\u00e4nnlichkeit&#8220; in Woody Allens Filmen. Unklar ist, ob dadurch g\u00e4ngige herrschende M\u00e4nnlichkeitsmuster eher best\u00e4tigt oder hinterfragt werden sollen.<\/p>\n<p>Es scheint ein tiefes m\u00e4nnliches Minderwertigkeitsgef\u00fchl in bestimmten von Allen und anderen seiner Darsteller verk\u00f6rperten M\u00e4nnercharakteren zu stecken. Dies besch\u00e4ftigt ihn selbstzweifelnd in manchen seiner Rollen mindestens ebenso wie ein gewisser Hang zum Hypochonder. Der &#8222;eingebildete Kranke&#8220; Allen neigt zum Empfinden psychischer St\u00f6rung, wenn nicht sogar der vermeintlichen Gewissheit, k\u00f6rperlich etwa an Krebs (Hirntumor) erkrankt zu sein (Hannah und ihre Schwestern, 1986), was sich schlie\u00dflich als unbegr\u00fcndet herausstellt. Allens M\u00e4nnerfiguren in einer Reihe seiner Filme (Was sie schon immer \u00fcber Sex wissen wollten\u0085&#8220;, 1972; Der Stadtneurotiker, Manhattan, 1979 u. a.) weisen Z\u00fcge eines Frauenkomplexes auf.<\/p>\n<p>Erst seine Gef\u00e4hrtin und Muse seit etwa 1973, Diane Keaton, er\u00f6ffnete Allen den Blick auf die Dinge auch aus der weiblichen Perspektive, die er fortan als Drehbuchautor immer wieder bevorzugt einnimmt.<\/p>\n<p>In Manhattan, der subjektiven Liebeserkl\u00e4rung an seine megast\u00e4dtische Lebenswelt des Big Apple, muss sich Allen &#8211; darin sp\u00e4tere eigene famili\u00e4re Konflikte vorwegnehmend &#8211; den peinlichen Beziehungsenth\u00fcllungen einer seiner Verflossenen stellen (gespielt von Meryl Streep), mit der er einen Filmsohn hat und die dar\u00fcber ein Buch ver\u00f6ffentlichen will. Die Tatsache, dass seine Geschiedene nun mit einer Frau zusammen lebt, l\u00e4sst Allen fast hysterisch besorgt nachfragen, wie es seinem Sohn gehe, ob er wie ein normaler Junge aufwachse oder etwa schon Frauenkleider trage etc. Zum filmischen Frauenkomplex Allens passt das Auftreten und Rollenspiel des kleinen schlaksigen Mannes mit der immer gleichen dunklen Hornbrille, dem sichtlichen Haarausfall, dem Aussehen alles andere als eines Adonis kongenial wie die Faust auf&#8217;s Auge. Im wirklichen Leben Allens kam es 1992 zum \u00f6ffentlichen famili\u00e4ren Eheeklat mit Mia Farrow, der seit Ende der 70er Jahre Nachfolgerin von Diane Keaton als Lebensgef\u00e4hrtin, Muse und Hauptdarstellerin in den meisten seiner Filme der Achtzigerjahre.<\/p>\n<p>Demnach musste Allen ein bestehendes intimes Verh\u00e4ltnis zu einer damals 21-j\u00e4hrigen Adoptivtochter von Farrow eingestehen, was zu einer heftigen Scheidungs- und Sorgerechtsauseinandersetzung wegen des gemeinsamen Sohnes vor Gericht f\u00fchrte. 1997 heirateten die 35 Jahre j\u00fcngere koreanische Adoptivtochter Soon-Yi Previn und Allen und adoptierten ihrerseits wieder zwei T\u00f6chter.<\/p>\n<h3>Europ\u00e4isch gepr\u00e4gt<\/h3>\n<p>Allen ist ein europ\u00e4isch gepr\u00e4gter Filmemacher gegen die meisten Regeln des Genres.<\/p>\n<p>Filmkritiken hat er angeblich nie gelesen. Er vermeidet gro\u00dfe, ausufernde Budgets, wenn man gelegentliche, vor allem sp\u00e4tere Ausfl\u00fcge in Produktionskostengefilde bis zu 16 Mio. Dollar als &#8222;Peanuts&#8220; in der heutigen Filmwelt bezeichnen will. Damit bewegt er sich im Schnitt aber immer noch im unteren Drittel der Kosten vergleichbarer Hollywoodproduktionen. Mit seinen eher bescheidenen Autorenfilmen, bew\u00e4hrten langj\u00e4hrigen Produzenten und erstklassigen Kameraleuten brauchte Allen die Diktatur des kapitalistischen Produktionsmolochs der kalifornischen Filmmetropole weder zu bedienen noch zu f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Als Vertreter eines Independent-Kino setzen Allen &amp; Co. in Verhandlungen mit Geldgebern und Verleihfirmen auf eigene Unabh\u00e4ngigkeit. Er konnte sich sogar fr\u00fch das Vorrecht des Final Cut sichern. Von Vorteil erweist sich seit 1994 die Mitarbeit seiner acht Jahre j\u00fcngeren Schwester Letty (Ellen) Aronson, die f\u00fcr das Gesch\u00e4ftliche (Produktion) zust\u00e4ndig ist. Allen ist daf\u00fcr bekannt, dass er, um das Optimale zu erzielen, oft ganze Sequenzen seiner Filme nachdreht. Oft l\u00e4dt er KandidatInnen seiner Wahl f\u00fcr eine Rolle mit kurzen Briefen ein. Texte und Scripts entstehen auch im PC- und Notebook-Zeitalter nach wie vor exklusiv auf einer tragbaren Olympia-Schreibmaschine, die er 1952 f\u00fcr 40 Dollar erwarb.<\/p>\n<p>Drehb\u00fccher sind f\u00fcr Allen pr\u00e4zise Tendenz-Entw\u00fcrfe mit klaren Zielen, aber offenen Wegen sie zu erreichen. SchauspielerInnen gew\u00e4hrt er darum stets viel Spielraum zur improvisierenden Eigengestaltung, was von diesen als angenehm empfunden wird. Allen ist kein Regiedespot.<\/p>\n<p>In kreativer Hinsicht arbeitet er nach dem anarchischen Prinzip des sich selbst ordnenden Chaos&#8216;. Meist versucht er, ohne Tricks und spezielle Techniken der Kamera auszukommen. Am Filmtechnischen interessiert ihn vorrangig das Kunsthandwerkliche. Unn\u00f6tige Formspielereien lehnt er ab.<\/p>\n<p>Neue Projekte beginnen in der Regel mit der Durchsicht in einer Schublade gesammelter Haufen von mit Ideen, Eindr\u00fccken und Notizen beschriebenen Hotelzetteln und losen Bl\u00e4ttern.<\/p>\n<h3>Aus der Perspektive des Clowns<\/h3>\n<p>In Woody Allen. A Documentary erfahren wir, dass Allens filmisches Geheimnis in seinem Gesp\u00fcr f\u00fcr Musik, Rhythmus und Melodik liege. Allen betont, dass er dazu verdammt sei, alles aus der Perspektive des Clowns zu betrachten, er w\u00e4re lieber ernst. In A Purple Rose of Cairo (1985) vermischen sich Realit\u00e4t und Fiktion, indem der Hauptdarsteller (Jeff Daniels) aus dem Film heraus ins wirkliche Leben tritt und sich einer Kinobesucherin (Mia Farrow) zuwendet, die vor ihrem gewaltt\u00e4tigen Mann in die Kino-Scheinwelt fl\u00fcchtet und sich den Film, zu Tr\u00e4nen ger\u00fchrt, wiederholt ansieht.<\/p>\n<p>Mit ihr geht er im w\u00fcstentauglichen Outfit mit Helm auf Abenteuertour durch New York, wobei sich gelegentliche Probleme einstellen, da z. B. sein Filmgeld in der Realit\u00e4t nichts wert ist. Man m\u00fcsse, so Allen, im Leben immer zwischen Phantasie und Realit\u00e4t w\u00e4hlen. Ersteres f\u00fchre in der Regel irgendwann zum Wahnsinn, also bleibe nur die Wirklichkeit mit ihren Verletzungen (W.A. A Documentary).<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber Stig Bj\u00f6rkman, der Allen f\u00fcr sein Interviewbuch &#8222;Woody \u00fcber Allen&#8220; (1995) ausf\u00fchrlich befragte, gibt Allen an, dass ihm in A Purple Rose of Cairo am besten gelungen sei, was er umsetzen wollte.<\/p>\n<p>In Stardust Memories hat Allen als Regisseur Sandy Bates eine Unheimliche Begegnung mit Au\u00dferirdischen, die er nach der Existenz Gottes fragt, und warum es soviel menschliches Leid g\u00e4be. Sie entgegnen ihm im Chor, dies sei nicht beantwortbar und es w\u00e4ren die falschen Fragen. Auf seine Bemerkung, warum er sich dann mit seinen Filmen abplage, antworten sie ihm, dass sie seine Filme m\u00f6gen w\u00fcrden, vor allem die fr\u00fchen, lustigen (zit. nach Stardust Memories, Drehbuch).<\/p>\n<p>Allen orientiert sich ebenso an Vorbildern wie Ernst Lubitsch, Jacques Tati, Ingmar Bergman, Federico Fellini wie den Filmkomikern Bob Hope und Jerry Lewis, dem Meister des intelligenten Slapsticks, Chaplin, und besonders den Marx Brothers. Gelegentlich verwandelt sich Allen wie im Musical Alle sagen: I love you! (1996) in sein wohl gr\u00f6\u00dftes Vorbild Groucho Marx. Bei Allen geht es seit Stadtneurotiker (Originaltitel Annie Hall, 4-facher Oscar) nur noch selten tumultartig-actionreich zu, wie etwa in seinem bereits erw\u00e4hnten Regieerstling, in Bananas (1971) oder Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (Love and Death, 1975), die man r\u00fcckblickend als \u00fcberwiegend noch an Elemente der Filmklamotte angelehnte Arbeiten bezeichnen k\u00f6nnte, bei denen sich Gag an Gag reihte, die die typische Allensche anspruchsvoll durchdringende Verbalkomik aber schon erkennen lassen.<\/p>\n<p>Die Aktion verlagert sich mit den Filmen gegen Ende der 70er Jahre vom \u00e4u\u00dferen Schauplatz auf die B\u00fchne des seelischen, selbstreflektiven Kammergeschehens, ohne dabei an Komik einzub\u00fc\u00dfen. Es sind die spitzz\u00fcngigen Dialogparts und monologisch kommentierenden wie ironisch pointierten Sprechtexte, die den Kern von Allens entlarvender Komik ausmachen. Man kann sie nur schwer zitieren und erkl\u00e4ren, man muss sie im Kontext der Szenen sehen und h\u00f6ren, um sie zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Nach Ansicht des Literaturwissenschaftlers Pascal Debra reicht Allens philosophisches Repertoire dabei von Existenzialismus bis Dekonstruktivismus (&#8222;Philosophie in Woody Allens Filmen&#8220;, 2014). Seine Komik und Humor zielen ohne Zweifel subversiv auf das Absurde und die Dummheit des Mainstreams. In seiner Texte-Sammlung &#8222;Without Feathers&#8220; (dt.: Ohne Leit kein Freud, 1979) findet sich der Mini-Essay &#8222;Eine kurze, aber hilfreiche Anleitung zum b\u00fcrgerlichen Ungehorsam&#8220;, in dem er Beispiele f\u00fcr Revolutionen und Formen des b\u00fcrgerlichen Ungehorsams wie Hunger- und Sitzstreiks, Demos und Umz\u00fcge ironisch distanziert kommentiert und sich auch nicht scheut, sie in Zweifel zu ziehen.<\/p>\n<h3>&#8222;Mere Anarchy&#8220;<\/h3>\n<p>Dass Allen eingetragenes Mitglied der Demokratischen Partei ist, ist eine Sache. Dass sein nichtautorit\u00e4rer Umgang mit seinen DarstellerInnen als auch sein improvisierender freier Regiestil und das Unterminierende seiner Texte und Dialoge deutliche anarchische Z\u00fcge tragen, eine andere. Eine neuere Sammlung seiner Texte tr\u00e4gt im Original den Titel &#8222;Mere Anarchy&#8220; (Pure Anarchie). Empfohlen sei daraus etwa die kulinar-philosophische Di\u00e4t-Unterweisung &#8222;Also a\u00df Zarathustra&#8220;. Bekannt ist auch Allens Ausspruch: &#8222;Ich w\u00fcrde niemals in einen Club wollen, der Leute wie mich aufnimmt&#8220;. Doch auch einer wie Allen, der sich weder als religi\u00f6s (&#8222;Ich halte alle Religionen f\u00fcr dumm&#8220;) noch Gott gl\u00e4ubig noch der j\u00fcdischen Kultur verbunden versteht, kann origin\u00e4re Wurzeln seiner Weltsicht und seines Weltschmerzes in j\u00fcdisch-jiddischer Weisheitstradition nicht verbergen. Seine lebensklugen Aphorismen zehren geradezu von rabbinischer Weisheit.<\/p>\n<h3>kulturkonservativ<\/h3>\n<p>Angegriffen und verulkt werden von Allen spie\u00dfige, reaktion\u00e4re Kleinb\u00fcrgerlichkeit genauso wie pseudofortschrittliche Liberalit\u00e4t. F\u00fcr die in seinen Augen offensichtliche Verdorbenheit (Drogen, Prostitution, Verbrechen, lockere Sitten etc.) amerikanischer Westk\u00fcstenmentalit\u00e4t hat der Kulturkonservative Allen in seinen Filmen wenig \u00fcbrig. Diese Abneigung richtet sich auch gegen den Hollywood-Betrieb. Die erste mehrfache Oscarverleihung umging er, indem er wie immer an dem Abend in New York mit seiner Jazzband spielte.<\/p>\n<p>Erst am Tag darauf erfuhr er von den Auszeichnungen. Als Allen in Stadtneurotiker bei einem Kurztrip nach Los Angeles teures Kokain angeboten bekommt und das Pulver probeweise schnieft, bekommt er sofort einen Niesanfall und pustet den kostbaren Stoffvorrat des Kokainschnupfers in die Luft. In einer anderen Szene von Stadtneurotiker stehen Allen und seine Partnerin Annie (Diane Keaton) in einer Warteschlange eines New Yorker Kinofoyers. Allen muss sich die gestelzten Ausf\u00fchrungen eines Kinobesuchers hinter ihm \u00fcber Marshall McLuhans Medien- und Kommunikationstheorie anh\u00f6ren und f\u00e4llt ihm genervt ins Wort, dass er von McLuhan keine Ahnung habe.<\/p>\n<p>Dieser kontert, dass er zuf\u00e4llig an der Columbia-Universit\u00e4t eine Vorlesung \u00fcber Fernsehen, Medien und Kultur halten w\u00fcrde. Allen tritt zur Seite und holt tats\u00e4chlich den wirklichen McLuhan, der sich selbst mimt, mit ins Bild, der dem wichtig tuenden Kinobesucher bescheinigt, nichts von seiner Theorie zu wissen und verstanden zu haben. Darauf Allen zum Publikum gewandt: Ach w\u00e4r&#8217;s doch einmal im wirklichen Leben so einfach.<\/p>\n<p>Die kurz aufeinander folgenden, den bis dahin erarbeiteten Allen-Fundus konsequent ins Ernstere transformierenden Filme Stadtneurotiker und Manhattan aus der sog. New-York-Trilogie sind Filme \u00fcber die Geschlechterbeziehung, den urbanen Irrsinn, das Mann- und Frausein, den (Un-)Sinn des (Liebes-)Lebens, Gott, Teufel und die Welt, die es auch an romantischen Ankl\u00e4ngen vor allem in Manhattan nicht missen lassen.<\/p>\n<p>Darauf folgte 1980 wie ein Paukenschlag Stardust Memories, wie Manhattan in Schwarzwei\u00df gedreht. Stardust Memories, nur selten in Kinos gezeigt oder im Fernsehen gesendet, ist Allens eigene Art der &#8222;Abrechnung&#8220; mit dem Filmemachen an sich, seinem Publikum, sofern es sich nur in platter epigonenhafter Verehrung des Meisters ergeht, seinen Stoffen in Anspielung auf den Fellini-Streifen 8 \u0153 (1963), in dem dieser eine kritische Bilanz seiner bis dahin abgedrehten Filme zieht. Diese neunte Regiearbeit Allens ist eine bilanzierende Orientierung in seiner aufstrebenden Produktivphase.<\/p>\n<p>Wer, wie der Verfasser, Anh\u00e4nger der fr\u00fchen bis mittleren Schaffensperiode Allens Ende der 60er bis etwa Mitte der 90er Jahre ist, war zun\u00e4chst verst\u00f6rt \u00fcber das, was Woody Allen mit Innenleben (1978) seiner Fangemeinde zumutete: strengste Komikenthaltung, erstmals war Allen nicht als Darsteller pr\u00e4sent. Die Filmkritik bezeichnete das Kammeropus als Wende in Allens Schaffen, was sie nur zum Teil war. Man versteht das Ereignis, wenn man es nicht nur darauf reduziert, der Regisseur wollte endlich mal einen &#8222;ernsten&#8220; Stoff auch angemessen ernst inszenieren, sozusagen einmal die tschechowsche Seite in sich zum Klingen bringen.<\/p>\n<p>Die Trennung eines \u00e4lteren Ehepaares l\u00f6st in einer Familie eine tiefe Krise aus, die sich bis in die Beziehungen und das Leben der drei dadurch verst\u00f6rten T\u00f6chter auswirkt. Tragisches Ende ist der Freitod der verlassenen Ehefrau. Es sind die anonymen, sinnentleerten Innenr\u00e4ume der Seele, die die in ihren Konventionen gefangenen, erstarrten Menschen nicht mehr empathisch mit Liebe und Anteilnahme ausf\u00fcllen k\u00f6nnen. So kommt es unausweichlich zur Katastrophe.<\/p>\n<p>Wie Stardust Memories \u00e4sthetisch, so markiert Innenleben eine konzeptionelle Z\u00e4sur bzw. den \u00dcbergang zu nicht mehr nur komischen Sujets. Gemeinsam mit Stadtneurotiker und Manhattan d\u00fcrften die vier Filme in ihrer dichten Abfolge wohl den H\u00f6hepunkt der Bandbreite von Allens k\u00fcnstlerischem Schaffen Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre darstellen, den er danach so kompakt und differenziert nicht wieder erreichte.<\/p>\n<p>Sie sind gleichwohl die geschaffene Ausgangsbasis f\u00fcr die darauf folgenden produktiven Jahre. So ist die Zeit nach der New-York-Trilogie gekennzeichnet durch eine Weiterentwicklung lustvoll-spielerischer Variationen und vielseitiger Mixturen seiner auch noch st\u00e4rker nuanciert gestalteten Themen, Charaktere und stofflichen Sujets. Das Oeuvre Allens ist sozusagen im Zentrum seiner M\u00f6glichkeiten angelangt, um das es best\u00e4ndig weiter Kreise zieht. Sweet and Lowdown (1999) ist r\u00fcckblickend in die 1920er und 30er Jahre eine Hommage an die Welt des Jazz und Swing. Bereits mit der autobiografischen Filmkom\u00f6die Radio Days (1987) hatte Allen der Epoche des Radioh\u00f6rens breiter Massen und Radio-Shows der 30er und 40er Jahre nostalgisch ein Denkmal gesetzt.<\/p>\n<p>Allen betreibt sein Variantenspiel mit immer neuen Produktionen weiter durch die 2000er Jahre hindurch bis dato, wenn auch nicht mehr ganz mit durchgehend hoher Qualit\u00e4t. Man kann nicht achtzig Jahre lang Genie auf h\u00f6chstem Niveau sein. Seit dem bei Festivals wieder gefeiert aufgenommenen Thriller-Melodram Match-Point (2005) filmt Allen wiederholt an verschiedenen europ\u00e4ischen Locations mit dort auch lebenden europ\u00e4ischen SchauspielerInnen. Seine sp\u00e4te &#8222;europ\u00e4ische Periode&#8220; ist damit angebrochen. Angeblich auch, weil das Filmen in New York immer teurer wird. J\u00fcngstes Produkt: Irrational Man (2015), eine Kom\u00f6die mit m\u00f6rderischem Ausgang. DER SPIEGEL kritisierte am 11.11.2015 unter der \u00dcberschrift &#8222;Theorie und Wahnwitz&#8220; harsch: &#8222;als Krimi unglaubw\u00fcrdig, als Liebesgeschichte absurd und als Kom\u00f6die komplett unlustig&#8220; und l\u00e4sterte anspornend, f\u00fcr Allen werde es &#8222;wieder Zeit f\u00fcr ein Meisterwerk&#8220;. Medien k\u00f6nnen auch undankbar sein.<\/p>\n<h3>Ehe und Liebe<\/h3>\n<p>Immer wieder greift Allen zur\u00fcck auf die Melodramatik und Tragikomik von zumeist nicht richtig gelingender Liebe, Beziehung und Familie, denen Allen sich so gerne und zumeist ironisch destruierend widmet.<\/p>\n<p>F\u00fcr Allen ist die Ehe der &#8222;Versuch, zu zweit mit den Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt h\u00e4tte&#8220;. (Zweitausendeins Merkheft, Dez. 2015). Dies scheint sich auch in Ich sehe den Mann deiner Tr\u00e4ume (You Will Meet a Tall Dark Stranger, 2010) zu bewahrheiten. Eine beschwingt-pessimistische Kom\u00f6die \u00fcber Ehe, Sex, Karriere und Beziehung, in der das Untergr\u00fcndige zwar \u00fcberall lauert, aber nicht destruktiv ausbricht und im Slalom umgangen wird. Frei nach Shakespeares Motto Leben ist Schall und Rauch &#8211; es bedeutet nichts, geht es um Scheidungen, Okkultismus, die Placebowirkung esoterischer Illusionen, Mutter-Tochter-Problembeziehung, Potenzprobleme \u00e4lterer Herren auf Viagra und Chancen, sich neu zu verlieben.<\/p>\n<p>Was seinen schw\u00e4cheren Sp\u00e4twerken gelegentlich fehlt, ist Allens Pr\u00e4senz als Darsteller, der allein schon dadurch das Geschehen im Allenschen Kosmos zentripetal an sich zieht und verdichtet. Doch seine rettenden Selbstauftritte in sp\u00e4teren Filmen werden auch seltener.<\/p>\n<h3>Sex und Pazifismus<\/h3>\n<p>Sexthematisches hatte Allen fast 40 Jahre fr\u00fcher in Was sie schon immer \u00fcber Sex wissen wollten\u0085 schon mal deftiger pr\u00e4sentiert. Darin nimmt er eine 1969 erschienene, gleichnamige Sexualkundefibel des amerikanischen Soziologen David Reuben aufs Korn und pr\u00e4sentiert episodische Gegenaufkl\u00e4rung a la Allen \u00fcber Aphrodisiaka, Sodomie (Liebe mit einem Schaf), weibliche Orgasmusprobleme, Transvestie, Homosexualit\u00e4t, Ergebnisse \u00e4rztlicher Sexualforschung und den Moment der m\u00e4nnlichen Ejakulation. Allen \u00fcbernahm darin gleich mehrere Parts, u. a. als trauriger Hofnarr und \u00e4ngstliches, an seiner Mission zweifelndes Spermium.<\/p>\n<p>Es gibt bzw. gab nat\u00fcrlich auch den politisch parodierenden Allen. Genannt seien die Anspielung auf die hysterisch-antikommunistische McCarthy-\u00c4ra in den USA in Der Strohmann (1976, Regie: Martin Ritt), Der Schl\u00e4fer (1973) oder Bananas. In Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (1975) steckt hinter allem vordergr\u00fcndigen Milit\u00e4rklamauk auch ein pazifistisches Pl\u00e4doyer gegen sinnloses Schlachtenget\u00fcmmel des fr\u00fchen 19. Jahrhunderts. Im Fall der satirischen Zukunfts-Parodie Der Schl\u00e4fer sandte Allen das Drehbuch vorab dem Biochemiker und Science Fiction-Autor Isaac Asimov zu mit der Bitte um wissenschaftliche Pr\u00fcfung. Der antwortete, dass er am Inhalt, der ihm gut gefiele, nichts zu beanstanden h\u00e4tte. Allen, alias Miles Monroe, soll eine Revolte gegen einen diktatorischen Polizei- und \u00dcberwachungsstaat der Zukunft anf\u00fchren, in der er, einst versehentlich tiefgek\u00fchlt, nach 200 Jahren wieder aufgetaut wird. Man sieht Allen als tippelnden Roboterbutler, der sich so vor Verfolgung durch die Polizei versteckt.<\/p>\n<p>Die Menschen sollen in der \u00c4ra des staatlich sanktionierten Klonens ihre Sexuallust losgel\u00f6st vom Zeugungsverlangen nicht mehr im liebenden k\u00f6rperlichen Akt befriedigen d\u00fcrfen, sondern &#8211; Wilhelm Reich mit seinen kastenf\u00f6rmigen Orgonenergie-Akkumulatoren l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen &#8211; nur noch mithilfe daf\u00fcr bereit stehender, zylindrischer sog. Orgasmatrone (in der dt. Synchronisation Libidomaten), denen NutzerInnen schon mal etwas zerfleddert entsteigen.<\/p>\n<p>In Bananas, (das Wort bananas bedeutet im amerikanischen Slang auch bekloppt), wird Allen zum Revolution\u00e4r in einer fiktiven Bananenrepublik, von den Aufst\u00e4ndischen zum neuen Pr\u00e4sidenten gek\u00fcrt und tritt in markantem Fidel-Castro-Outfit auf. Aber auch die neue revolution\u00e4re Regierung erweist sich nicht als das, wof\u00fcr sie einst angetreten ist.<\/p>\n<p>Die verbl\u00fcffende Doku-Montage Zelig ist eine Auseinandersetzung Allens mit Zeitgeschichte vor dem Hintergrund der sprichw\u00f6rtlichen Assimilierungsf\u00e4higkeit des j\u00fcdischen Volkes.<\/p>\n<p>Der Hauptfigur Leonard Zelig ist die F\u00e4higkeit gegeben, eigene Unsicherheit kompensierend, sich in allen m\u00f6glichen Lebenslagen wie ein Cham\u00e4leon seiner Umgebung anzupassen. Technisch verfahrensaufwendig wird Zelig nacheinander in verschiedene historische Filmszenerien (Wochenschauen) oder Fotos pseudodokumentarisierend hinein projiziert und retuschiert.<\/p>\n<p>Man sieht ihn in der N\u00e4he aller m\u00f6glichen Prominenten und Politiker seiner Zeit (New York der 20er\/30er Jahre). Im Gangstermilieu wird er selbst zum Gangster, unter Vollb\u00e4rtigen w\u00e4chst ihm selbst sofort ein Vollbart. Das wissenschaftlich interessante Ph\u00e4nomen nimmt bedrohliche psychische Ausma\u00dfe an. Eine Psychiaterin, Dr. Eudora Fletscher (Mia Farrow), will sich Zeligs therapeutisch annehmen. Der fl\u00fcchtet sich von ihr gefolgt ins Deutschland des Dritten Reichs. Dort wird er vor\u00fcbergehend selbst zum Nazi und sitzt beim Reichsparteitag hinter Adolf Hitler. Das Lexikon des Internationalen Films urteilte: &#8222;Eine meisterliche Satire auf Pathos, Verlogenheit, Authentizit\u00e4tsgehabe und Sensationsgier einer medienbestimmten \u00d6ffentlichkeit, aber auch ein filmisches Essay \u00fcber Identit\u00e4t und Anpassung in der modernen Welt.&#8220;<\/p>\n<p>In Manhattan kreierte Allen ohne es zu beabsichtigen eine inzwischen ber\u00fchmte Kultszene. Prolog: &#8222;New York war seine Stadt und w\u00fcrde es immer sein&#8220;.<\/p>\n<p>Gemeint ist der Moment, in dem Allen, alias Isaac und Mary auf einer Bank unter der vielleicht sch\u00f6nsten der vielen gro\u00dfen New Yorker Br\u00fccken, der alten Queensboro-Bridge, sitzen, zu symphonischen Kl\u00e4ngen von George Gershwins &#8222;Rhapsody in Blue&#8220; den \u00fcber der East-Skyline von Manhattan anbrechenden Tag erleben und sich in bewundernden Worten \u00fcber die Stadt ergehen. Am Filmende kommt es zur anr\u00fchrenden Abschiedsszene zwischen Allen und seiner gerade achtzehn gewordenen, fr\u00fcheren Liebsten Tracey (Mariel Hemingway), die f\u00fcr ein halbes Jahr zum Studium nach London gehen wird.<\/p>\n<p>Der im Film 42-j\u00e4hrige Allen, er k\u00f6nnte ihr Vater sein, macht ihr nach einem Dauerlauf durch die Stra\u00dfen eine atemlose Liebeserkl\u00e4rung und m\u00f6chte sie zum Bleiben bewegen. Das von Allens R\u00fcckkehr zu ihr \u00fcberraschte M\u00e4dchen bleibt standhaft und ermuntert Allen auf sie zu warten. Ein halbes Jahr, so versichert sie liebevoll, sei doch keine so lange Zeit, wenn sie einander lieben und er solle doch auch ein wenig Vertrauen in die Menschen haben. Allen (Isaac) l\u00e4chelt etwas Stirn runzelnd, aber man sp\u00fcrt, die Worte und Gesten passen und stimmen. Allen, pardon, alles wird gut.<\/p>\n<p>Eines der wenigen optimistischen Filmenden bei Allen.<\/p>\n<h3>&#8222;Ich brauche die Eier&#8220;<\/h3>\n<p>In Stadtneurotiker zieht Allen zum Schluss Bilanz und erz\u00e4hlt dazu folgenden Witz: &#8222;Da geht einer zum Psychiater und sagt: Doktor, mein Bruder ist verr\u00fcckt. Er glaubt, er sei ein Huhn. Und der Doktor sagt: Warum kl\u00e4ren Sie ihn nicht auf?<\/p>\n<p>Und der Mann sagt: Ich w\u00fcrde ja, aber ich brauche die Eier.<\/p>\n<p>Also ich glaube, das ist ziemlich genau mein Gef\u00fchl, was Beziehungen angeht. Du wei\u00dft, die sind total irrational und verr\u00fcckt und absurd \u0085 aber ich glaube, wir machen immer weiter damit, weil die meisten von uns die Eier brauchen.&#8220; (zit. nach Der Stadtneurotiker, Drehbuch). Man spare sich die Therapie und schaue Allen!<\/p>\n<p>Am Ende von Manhattan l\u00e4sst er seine Figur Isaac eine Liste der Dinge, die das Leben lebenswert machen, auf Recorder sprechen und er z\u00e4hlt auf: &#8222;Also zuerst Groucho Marx\u0085 Der zweite Satz der Jupitersymphonie. Louis Armstrongs &#8218;Potato Head Blues&#8216;. Schwedische Filme, nat\u00fcrlich. &#8218;Erziehung des Herzens&#8216; von Flaubert. Frank Sinatra. Marlon Brando. Die phantastischen \u00c4pfel und Birnen von C\u00e9zanne. Die Hummerkrabben bei Sun Wo. Traceys Gesicht.&#8220; Wir f\u00fcgen noch hinzu: Die Filme von Woody Allen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf sein Alter angesprochen, bemerkte der damals 76-J\u00e4hrige: &#8222;Man ist erst wirklich alt, wenn man v\u00f6llig au\u00dfer Gefecht gesetzt ist. Noch bin ich im Gesch\u00e4ft.&#8220; (Woody Allen. A Documentary, 2011). Sein kom\u00f6diantisch-ironischer Variantenreichtum scheint unersch\u00f6pflich. Eine seiner j\u00fcngsten Produktionen, Midnight in Paris (2011), Allens 42. Regiearbeit, f\u00fcr die er 2012 einen Drehbuch-Oscar erhielt, wurde bei &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2016\/02\/pure-anarchie\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"\"Pure Anarchie\" - graswurzelrevolution","description":"Auf sein Alter angesprochen, bemerkte der damals 76-J\u00e4hrige: \"Man ist erst wirklich alt, wenn man v\u00f6llig au\u00dfer Gefecht gesetzt ist. Noch bin ich im Gesch\u00e4ft.\" ("},"footnotes":""},"categories":[882,1049,1035],"tags":[],"class_list":["post-15117","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-406-februar-2016","category-kurbelkiste","category-wunderkammer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15117"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15117\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15117"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15117"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}