{"id":15231,"date":"2016-04-01T00:00:00","date_gmt":"2016-03-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/2016\/04\/alle-ruestungsexporte-stoppen\/"},"modified":"2022-07-26T13:30:57","modified_gmt":"2022-07-26T11:30:57","slug":"alle-ruestungsexporte-stoppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2016\/04\/alle-ruestungsexporte-stoppen\/","title":{"rendered":"Alle R\u00fcstungsexporte stoppen!"},"content":{"rendered":"<p>Im Februar 2016 wurde dann bekannt, dass die deutschen R\u00fcstungsexportgenehmigungen                 im Vorjahr mit fast 12,5 Mrd. Euro ein Allzeithoch erreicht haben.                 ((2)) Zu Recht wird argumentiert,                 dass diese Exporte zu Krieg und Chaos beitragen und mitbeteiligt                 sind, Menschen zur Flucht zu zwingen. Auch trifft zu, dass diese                 Zahlen im krassen Widerspruch zu den Aussagen von Wirtschaftsminister                 Sigmar Gabriel stehen, die Waffenausfuhren sp\u00fcrbar einschr\u00e4nken                 zu wollen.<\/p>\n<p>Fakt ist: Weder Gabriel noch irgendein anderer f\u00fchrender deutscher                 Politiker hat die Absicht, die R\u00fcstungsexporte sp\u00fcrbar einzuschr\u00e4nken                 &#8211; im Gegenteil. Die eigentliche Frage, der dieser Artikel nachgehen                 will, ist daher: Weshalb ist dies der Fall?<\/p>\n<p>Kurz gesagt: Dies allein auf ein &#8222;effektives&#8220; Lobbying zur\u00fcckzuf\u00fchren,                 ist analytisch nicht weit genug gedacht. Denn eine starke einheimische                 R\u00fcstungsindustrie ist die Voraussetzung, um eine &#8222;wirkungsvolle&#8220;                 Milit\u00e4r- und Machtpolitik betreiben zu k\u00f6nnen. Und zentrale Mittel,                 um dies zu erreichen, sind die Erh\u00f6hung der R\u00fcstungsausgaben sowie                 die &#8222;Verbesserung&#8220; der Wettbewerbs- und damit Exportf\u00e4higkeit                 der Branche. Oder noch k\u00fcrzer auf den Punkt gebracht: Was gut                 ist f\u00fcr die deutsche R\u00fcstungsindustrie, ist doppelt so gut f\u00fcr                 die machtpolitischen Ambitionen Deutschlands.<\/p>\n<h3>Gabriel als Totengr\u00e4ber der R\u00fcstungsindustrie?<\/h3>\n<p>Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel wird f\u00e4lschlicherweise immer                 wieder vorgeworfen, aufgrund seiner restriktiven Haltung gegen\u00fcber                 dem Export von R\u00fcstungsg\u00fctern bet\u00e4tige er sich als &#8222;Totengr\u00e4ber                 der wehrtechnischen Industrie Deutschlands&#8220;. ((3))                 Wie er zu diesem, an sich ja honorigen Ruf kam, ist allerdings                 schleierhaft, denn bei der Erh\u00f6hung des R\u00fcstungshaushaltes und                 dem Ausbau der Waffenexporte handelt es sich um Kernelemente der                 von der Bundesregierung im Oktober 2014 gestarteten &#8222;Agenda R\u00fcstung&#8220;,                 der sich auch Gabriel verpflichtet f\u00fchlt.<\/p>\n<p>Dies zeigte sich deutlich in seiner r\u00fcstungspolitischen Grundsatzrede                 vom 8. Oktober 2014, in der Gabriel nicht einmal Waffenlieferungen                 in Krisengebiete eine Absage erteilte, die Unterst\u00fctzung der Peschmerga                 bef\u00fcrwortete er z.B. ausdr\u00fccklich: &#8222;Aber zugleich m\u00fcssen wir &#8211;                 und das ebenfalls mit gro\u00dfer Klarheit &#8211; feststellen, dass es nat\u00fcrlich                 legitime sicherheits- und b\u00fcndnispolitische Interessen gibt, welche                 die Lieferung von R\u00fcstungsg\u00fctern und Kriegswaffen rechtfertigen                 k\u00f6nnen. [&#8230;] Deutschland und seine Partner haben ein eigenes Interesse                 daran, Piraterie, Terrorismus und Proliferation von Waffen, wie                 sie im Nahen und Mittleren Osten auftreten, einzud\u00e4mmen. [&#8230;] Die                 Lieferungen an die Kurden im Norden des Irak, die der Abwehr einer                 fanatisch-grausamen Terrorbewegung wie dem so genannten \u201aIslamischen                 Staat&#8216; dienen, sind weder ein Tabubruch und noch gar ein Widerspruch                 zu unseren Werten und Rechtsregeln.&#8220; ((4))<\/p>\n<p>Selbst wenn man es wohlwollend betrachtet, geht es also lediglich                 darum, R\u00fcstungsexporte nur f\u00fcr Krisenregionen und hier auch nur                 in \u00fcberschaubarem Ausma\u00dfe zu beschr\u00e4nken. Doch ein Gro\u00dfteil der                 deutschen R\u00fcstungsexporte ist aus Gabriels Sicht ohnehin v\u00f6llig                 unproblematisch, und hier g\u00e4be es noch enormes Wachstumspotenzial                 &#8211; R\u00fcstungslieferungen an zertifizierte Freunde: &#8222;Die Bundesregierung                 sollte die Industrie st\u00e4rker als bisher in ihren Aktivit\u00e4ten mit                 EU-, NATO- und NATO-gleichgestellten L\u00e4ndern unterst\u00fctzen. Die                 NATO hat 28 Mitgliedsstaaten. Sie geben zusammen 880 Milliarden                 Dollar f\u00fcr die Verteidigung aus. Hinzu kommen f\u00fcnf EU-L\u00e4nder,                 die nicht Mitglied der NATO sind &#8211; zusammen also 33 formale B\u00fcndnispartner.                 Auch Indien und Brasilien sind strategische Partner f\u00fcr Deutschland                 und Europa. In alle diese Demokratien mit ihren gro\u00dfen Volkswirtschaften                 und Verteidigungsetats kann die deutsche und die europ\u00e4ische wehrtechnische                 Industrie liefern.&#8220; ((5))<\/p>\n<p>Nachdem Gabriel in derselben Rede dann auch noch explizit eine                 &#8222;exportpolitische Flankierung f\u00fcr die Verteidigungsindustrie&#8220;                 ank\u00fcndigte ((6)), kann an seiner                 Absicht, k\u00fcnftig sogar verst\u00e4rkt auf Waffenexporte zu setzen,                 genauso wenig Zweifel bestehen, wie an der des Gro\u00dfteils seiner                 Kollegen.<\/p>\n<h3>Ohne Exporte keine R\u00fcstungsindustrie!<\/h3>\n<p>Urs\u00e4chlich f\u00fcr die augenscheinliche Affinit\u00e4t zu Waffenexporten                 ist nicht zuletzt der Umstand, dass der heimische Markt trotz                 von der Leyens j\u00fcngster R\u00fcstungsoffensive viel zu klein ist. Mit                 anderen Worten: Die deutsche R\u00fcstungsindustrie w\u00e4re ohne Exporte                 schlicht nicht \u00fcberlebensf\u00e4hig. Solange es eine deutsche R\u00fcstungsindustrie                 gibt, solange wird es also auch zwingend deutsche R\u00fcstungsexporte                 geben. In den Worten von Claus G\u00fcnther, der BDI-Vorsitzende des                 Ausschusses Sicherheit: &#8222;Wir brauchen Exporte, denn allein durch                 die d\u00fcnne nationale Auftragsdecke wird die deutsche R\u00fcstungsindustrie                 nicht \u00fcberlebensf\u00e4hig sein.&#8220; ((7))<\/p>\n<p>Weshalb die R\u00fcstungsindustrie an Exporten interessiert ist, liegt                 auf der Hand; sie erh\u00f6hen die ohnehin schon ordentlichen Profite.                 Allerdings ist die Bundesregierung nur allzu bereit, hier unterst\u00fctzend                 unter die Arme zu greifen, weil dies der angestrebten starken                 r\u00fcstungsindustriellen Basis zutr\u00e4glich ist. So \u00e4u\u00dferte sich Gabriel                 in seiner r\u00fcstungspolitischen Grundsatzrede: &#8222;Die Erhaltung der                 B\u00fcndnisf\u00e4higkeit und der dazu notwendigen r\u00fcstungstechnologischen                 Kernkompetenzen sind ein zentrales au\u00dfen- und sicherheitspolitisches                 Interesse der Bundesrepublik Deutschland.&#8220; ((8))                 Aus diesem Grund k\u00fcndigte er bei dieser Gelegenheit auch gleich                 noch eine &#8222;exportpolitische Flankierung f\u00fcr die Verteidigungsindustrie&#8220;                 an, die dann im Oktober 2015 in das &#8222;Strategiepapier der Bundesregierung                 zur St\u00e4rkung der Verteidigungsindustrie in Deutschland&#8220; einflie\u00dfen                 sollte. In ihm wurde besagte Flankierung folgenderma\u00dfen konkretisiert:                 &#8222;Auf dieser Basis wird die Bundesregierung daran festhalten, die                 Verteidigungsindustrie bei ihren Aktivit\u00e4ten insbesondere in EU-,                 NATO- und der NATO gleichgestellten L\u00e4ndern zu unterst\u00fctzen. Diese                 Flankierung kann auch auf so genannte Drittstaaten ausgedehnt                 werden [&#8230;]. Die Bundesregierung wird Exportaktivit\u00e4ten nach Einzelfallpr\u00fcfung                 mit dem au\u00dfenwirtschaftlichen und sonstigen Instrumentarium flankieren                 und dabei auch speziell verteidigungsindustrielle Schl\u00fcsseltechnologien                 ber\u00fccksichtigen.&#8220; ((9))<\/p>\n<p>Die Bundesregierung nennt dabei drei wesentliche Gr\u00fcnde, weshalb                 diese exportpolitische Flankierung zur St\u00e4rkung der r\u00fcstungsindustriellen                 Basis erforderlich sei: arbeitsmarktpolitische, wirtschaftliche                 und machtpolitische.<\/p>\n<\/p>\n<h3>Wirtschaftlicher Nullfaktor &#8211; machtpolitisches Pfund <\/h3>\n<p>Was die Arbeitspl\u00e4tze anbelangt, so sind in der R\u00fcstungsindustrie                 nach Eigenangaben gerade einmal 98.000 Menschen besch\u00e4ftigt, im                 Kernbereich sogar nur 17.000. ((10))                 Selbst die h\u00f6here Zahl bedeutet \u00fcber den Daumen gepeilt lediglich                 einen Anteil von 0,24 Prozent aller Erwerbst\u00e4tigen in Deutschland.                 Studien belegen zudem, dass kein Sektor pro staatlich investierter                 Milliarde weniger Arbeitspl\u00e4tze abwirft als der R\u00fcstungsbereich.                 Auch volkswirtschaftlich ist die Relevanz der R\u00fcstungsindustrie                 \u00fcberschaubar. Sie steuert etwa 1 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt                 (BIP) bei. Zum Vergleich: Allein die Autoindustrie kommt auf 7                 Prozent. ((11)) Auch die viel                 beschworenen &#8222;Spin-Offs&#8220;, technologische Innovationen, die vom                 R\u00fcstungssektor erfunden werden und danach massiv zur volkswirtschaftlichen                 Entwicklung beitragen, existieren lediglich in der Phantasie der                 R\u00fcstungsbef\u00fcrworter. In Wahrheit wird umgekehrt ein Schuh daraus:                 Innovationen gehen auf den zivilen Sektor zur\u00fcck, derer sich die                 R\u00fcstung dann bedient. So schrieb Martina Fischer bereits in einem                 Aufsatz aus dem Jahr 1994: &#8222;Das Argument, da\u00df \u00fcber R\u00fcstung das                 technologische Niveau der Industrie insgesamt und dadurch die                 internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu steigern sei, wurde von                 verschiedenen r\u00fcstungs- und technologiepolitischen ExpertInnen                 bereits in den siebziger Jahren angezweifelt und vor allem im                 Verlaufe der achtziger Jahre anhand von L\u00e4nderbeispielen sowohl                 bezogen auf die Industriestaaten wie auch f\u00fcr Dritte-Welt-L\u00e4nder                 widerlegt.&#8220; ((12))<\/p>\n<p>Eine Konversion, also die Umstellung der R\u00fcstungsproduktion auf                 die Herstellung ziviler G\u00fcter, w\u00e4re also m\u00f6glich und gesellschaftlich                 w\u00fcnschenswert, wie u.a. auch eine Resolution der Delegiertenkonferenz                 der IG Metall Stuttgart im September 2014 deutlich zum Ausdruck                 brachte: &#8222;Wir verurteilen R\u00fcstungsproduktion und R\u00fcstungsexporte                 [&#8230;] Arbeitsplatzverluste in der R\u00fcstungsindustrie sind durch Wandlung                 in Arbeitspl\u00e4tze zur Herstellung ziviler, gesellschaftlich notwendiger                 Produkte zu kompensieren. R\u00fcstungsarbeitspl\u00e4tze erfordern Investitionen                 in teure Technologie. F\u00fcr dieses Geld k\u00f6nnen in anderen Bereichen                 (Bildung, Gesundheit&#8230;) mehr und gesellschaftlich sinnvolle Arbeitspl\u00e4tze                 geschaffen werden. Die Konversionsdebatte muss in den R\u00fcstungsbetrieben                 nachhaltig gef\u00fchrt werden. Hier \u00fcbernimmt die IG Metall eine aktive                 und steuernde Rolle.&#8220; ((13))<\/p>\n<p>Woran es hier fehlt, ist allein der politische Wille. Und das                 hat prim\u00e4r mit der dritten und entscheidenden Antwort zu tun,                 weshalb die R\u00fcstungsindustrie und ihre Exporte gest\u00e4rkt werden                 sollen: Eine eigenst\u00e4ndige R\u00fcstungsindustrie gilt als unerl\u00e4sslicher                 Machtfaktor eines erstrangigen weltpolitischen Akteurs. Jedwede                 Abh\u00e4ngigkeit vom Kriegsger\u00e4t anderer L\u00e4nder schr\u00e4nkt die machtpolitische                 Beinfreiheit ein. Gleichzeitig steigen durch Exporte die St\u00fcckzahlen                 und tragen somit durch Skaleneffekte &#8211; so zumindest die Theorie                 &#8211; zur Senkung der St\u00fcckpreise f\u00fcr den &#8222;Heimverbraucher Bundeswehr&#8220;                 bei &#8211; es wird also \u00fcber Exporte mehr milit\u00e4rische Schlagkraft                 pro investiertem Euro generiert. ((14))<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit den Auftritten von Bundespr\u00e4sident Joachim Gauck,                 Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und von Au\u00dfenminister                 Frank-Walter Steinmeier bei der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz                 2014 will Deutschland erkl\u00e4rterma\u00dfen mehr milit\u00e4rische &#8222;Verantwortung&#8220;                 \u00fcbernehmen &#8211; also machtpolitisch in der allerersten Reihe mitspielen.                 Und das geht eben nur, wenn man auch \u00fcber eine hierf\u00fcr &#8222;notwendige&#8220;                 industrielle Basis verf\u00fcgt, wie der &#8222;Bundesverband der Sicherheits-                 und Verteidigungsindustrie&#8220; der Politik hinter die Ohren schreibt:                 &#8222;Die Bundesrepublik Deutschland hat sich entschieden, Verantwortung                 f\u00fcr sicherheitspolitische Aufgaben zu \u00fcbernehmen und sich mit                 ihren Partnern f\u00fcr die Durchsetzung gemeinsamer Werte und Ziele                 einzusetzen. [&#8230;] Um die genannten Aufgaben entsprechend wahrnehmen                 zu k\u00f6nnen, kann es in einigen F\u00e4llen milit\u00e4rischer Ma\u00dfnahmen bed\u00fcrfen                 [&#8230;]. Nur eine eigene deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie                 [kann] die politisch als wichtig eingesch\u00e4tzte Versorgungssicherheit                 der deutschen Einsatzkr\u00e4fte gew\u00e4hrleisten und so die Handlungsf\u00e4higkeit                 Deutschlands sichern.&#8220; ((15))<\/p>\n<p>Zu einem \u00e4hnlichen Ergebnis gelangt auch eine umfangreiche Untersuchung                 \u00fcber die deutsche R\u00fcstungsindustrie, in der es zum &#8222;Wert&#8220; der                 Branche hei\u00dft: &#8222;[D]ie R\u00fcstungspolitik [ist] ein integraler Bestandteil                 der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie eine                 Kernkompetenz der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. [&#8230;] Der                 Zugriff auf eine leistungsf\u00e4hige und flexible r\u00fcstungsindustrielle                 Basis ist f\u00fcr die Bundesregierung somit eine Grundvoraussetzung                 ihrer milit\u00e4rischen und damit au\u00dfen-, sicherheits- und verteidigungspolitischen                 Handlungsf\u00e4higkeit. F\u00fcr den Handelsstaat Deutschland ist diese                 Komponente seiner staatlichen Handlungsf\u00e4higkeit eine grundlegende                 Voraussetzung f\u00fcr eine effektive und nachhaltige Interessensverfolgung                 in einer multipolaren Weltordnung. [&#8230;] Nicht seine \u00f6konomische                 Dimension &#8211; sprich der Beitrag zur Wirtschaftsleistung und die                 Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen &#8211; sondern die [&#8230;] milit\u00e4rische und                 au\u00dfenpolitische Dimension macht den R\u00fcstungssektor zu einem unverzichtbaren                 Wirtschaftsbereich der deutschen Volkswirtschaft.&#8220; ((16))<\/p>\n<h3>Die deutsche Gro\u00dfmachtpolitik in den Fokus der Kritik nehmen<\/h3>\n<p>R\u00fcstungsexporte sind aus Sicht der Bundesregierung machtpolitisch                 geboten, wie auch die Aussagen des CDU-R\u00fcstungsexperte Henning                 Otte weiter belegen: &#8222;Deutschland als souver\u00e4ner Staat muss in                 der Lage sein, seine Soldaten in Kernbereichen mit Waffen aus                 eigener Produktion auszustatten, um nicht auf zweitklassiges Material                 vom Weltmarkt angewiesen zu sein. Damit diese Schl\u00fcsselindustrien                 lebensf\u00e4hig sind, m\u00fcssen sie auch exportieren k\u00f6nnen.&#8220; ((17))<\/p>\n<p>Die Gleichung ist also simpel: Ohne R\u00fcstungsexporte keine deutsche                 R\u00fcstungsindustrie. Ohne deutsche R\u00fcstungsindustrie keine eigenst\u00e4ndige                 deutsche Milit\u00e4rpolitik. Ohne eigenst\u00e4ndige deutsche Milit\u00e4rpolitik                 keine deutsche Gro\u00dfmachtpolitik! R\u00fcstungsexporte sind also das                 zwingende Ergebnis deutscher Gro\u00dfmachtambitionen.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund ist es zentral, neben der moralischen Verwerflichkeit                 von R\u00fcstungsexporten auch diese strategisch-machtpolitische Funktion                 der Waffenausfuhren st\u00e4rker in den Fokus der Kritik zu r\u00fccken!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Februar 2016 wurde dann bekannt, dass die deutschen R\u00fcstungsexportgenehmigungen im Vorjahr mit fast 12,5 Mrd. Euro ein Allzeithoch erreicht haben. ((2)) Zu Recht wird argumentiert, dass diese Exporte zu Krieg und Chaos beitragen und mitbeteiligt sind, Menschen zur Flucht zu zwingen. Auch trifft zu, dass diese Zahlen im krassen Widerspruch zu den Aussagen von &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2016\/04\/alle-ruestungsexporte-stoppen\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Alle R\u00fcstungsexporte stoppen! - graswurzelrevolution","description":"Im Februar 2016 wurde dann bekannt, dass die deutschen R\u00fcstungsexportgenehmigungen im Vorjahr mit fast 12,5 Mrd. Euro ein Allzeithoch erreicht haben. ((2)) Zu R"},"footnotes":""},"categories":[891,1025],"tags":[],"class_list":["post-15231","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-408-april-2016","category-die-waffen-nieder"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15231","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15231"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15231\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15231"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15231"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15231"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}