{"id":15334,"date":"2016-06-01T00:00:00","date_gmt":"2016-05-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/2016\/06\/revolution-oder-buergerkrieg\/"},"modified":"2022-07-26T14:11:56","modified_gmt":"2022-07-26T12:11:56","slug":"revolution-oder-buergerkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2016\/06\/revolution-oder-buergerkrieg\/","title":{"rendered":"Revolution oder B\u00fcrgerkrieg?"},"content":{"rendered":"<p>Bei der anarchistischen Diskussion um die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit der Milizen zur Verteidigung der Revolution gab es ein Vorspiel, bei dem es um die Bewertung der anarchistischen CNT (Nationale Konf\u00f6deration der Arbeit) &amp; FAI (Anarchistische F\u00f6deration Iberiens), sowie der linkssozialistischen UGT (Allgemeine Arbeiterunion), Milizen w\u00e4hrend des Bergarbeiteraufstands in Asturien 1934 ging.<\/p>\n<p>Der niederl\u00e4ndische gewaltfreie Anarchist Bart de Ligt wies auf die bedeutende Erfahrung in Asturien in seinem Buch &#8222;The Conquest of Violence&#8220; (Die \u00dcberwindung der Gewalt) von 1937 hin: &#8222;Die sogenannte Spanische Revolution von 1934 wurde durch Panzer, Luftangriffe, Artillerie und afrikanische Truppen niedergeschlagen. Diese Revolte hatte nie die geringste Chance auf Erfolg. Des Weiteren zielte sie, von einigen Ausnahmen abgesehen, auf politische und staatliche Ziele ab, anstatt auf \u00f6konomische und soziale Ziele.&#8220; ((1))<\/p>\n<h3>E. Armand: Lehren aus Asturien ziehen<\/h3>\n<p>Die asturischen Bergarbeiter hatten sich in Milizen organisiert &#8211; und milit\u00e4risch verloren. Damit war das Signal f\u00fcr die Positionsbestimmungen des gewalfreien Fl\u00fcgels der internationalen anarchistischen Bewegung zu Spanien gegeben: Der franz\u00f6sische gewaltfreie Individualanarchist E. Armand (1872-1962) ver\u00f6ffentlichte in seiner von 1922 bis 1939 herausgegebenen Zeitschrift &#8222;L&#8217;En-dehors&#8220; (Der Au\u00dfenstehende) einen Artikel mit dem Titel: &#8222;Zu ziehende Lehren aus den k\u00fcrzlichen Ereignissen in Spanien&#8220;, gemeint war der asturische Aufstand 1934, worin es hie\u00df:<\/p>\n<p>&#8222;Eine wirklich revolution\u00e4re Bewegung in Spanien kann nur darauf abzielen, das Joch der Finanzm\u00e4chte und des Etatismus in all seinen Auspr\u00e4gungen abzuwerfen. In diesem Kampf w\u00e4re es l\u00e4cherlich, auf veraltete Ideen des Krieges zur\u00fcckzugreifen, die sowieso gescheitert sind. Nur Eigent\u00fcmer und Staatsm\u00e4nner &#8211; sogar solche im bolschewistischen Staate, die ebenfalls Eigentum und Geld besitzen &#8211; und weitere glauben noch immer blind an Gewalt. Eine wirkliche Revolution w\u00e4re nicht nur anti-kapitalistisch und anti-etatistisch, sondern sie w\u00fcrde sich auch entlang der gewaltfreien Methode entwickeln, f\u00fcr welche die Gandhi-Bewegung ein unsterbliches Beispiel gegeben hat. Darum: \u201aAbsolute Weigerung, Waffen zu tragen und Gesetzen zu gehorchen, auch nur irgendeine Form des Staates zu verteidigen oder zu sch\u00fctzen. Nur dann kann eine Volksfront entstehen und erfolgreich sein!&#8216; Unter den gegebenen Umst\u00e4nden k\u00f6nnen die Bewaffneten nur eine Minderheit sein. Wenn ihnen Waffen in die H\u00e4nde gelegt werden, erm\u00f6glicht man es ihnen, die Leute auszupl\u00fcndern, zu tyrannisieren und zu ermorden. Solange es bewaffnete M\u00e4nner gibt, wird die vollst\u00e4ndige Solidarit\u00e4t nie gesichert sein, nicht einmal die vollst\u00e4ndige Sozialisierung. Die Rechte und Privilegien bewaffneter M\u00e4nner werden alles \u00dcbrige mit sich rei\u00dfen. Wir k\u00f6nnen uns im Westen \u00fcber Gandhis Lehren lustig machen, aber sie sind die einzige Hoffnung f\u00fcr die Revolution.&#8220; ((2))<\/p>\n<p>E. Armand war der \u00dcbersetzer der Schriften des s\u00fcdfranz\u00f6sischen, sogenannten &#8222;proven\u00e7alischen Tolstoi&#8220;, Han Ryner (1861-1938) ins Spanische. Han Ryner hatte \u00fcber seine in Spanien erschienenen Schriften und Romane eine ganze Jugendgeneration in den Zwanzigerjahren beeinflusst, vor allem spanische Kriegsdienstverweigerer in der Zeit der Diktatur Primo de Rivera. Diese individualanarchistische, antimilitaristische Generation las die lebensreformerisch-libert\u00e4ren spanischen Zeitschriften &#8222;Etica&#8220; und &#8222;Iniciales&#8220; Ende der Zwanziger- und Anfang der Drei\u00dfigerjahre. In diesen Zeitschriften wurde genau dieses Scheitern des Milizkonzeptes angesichts des asturischen Bergarbeiteraufstands nach 1934 diskutiert und als Konsequenz wurde gefordert: Nie wieder Milizen! ((3)) Die Forderung ging dann zu Beginn der Spanischen Revolution 1936 unter, aber vorher hat es diese Diskussion gegeben!<\/p>\n<p>Deutlich wird bei E. Armands Text des Weiteren der enorme internationale Einfluss der indischen antikolonialen Massenbewegung, deren H\u00f6hepunkt, der Salzmarsch 1930, noch immer die Widerstandsvorstellungen der gewaltfreien AnarchistInnen in Europa pr\u00e4gte.<\/p>\n<h3>Simone Weil und die Erfahrung der Brutalisierung in den Milizen<\/h3>\n<p>Aber konnten sich gewaltfreie AnarchistInnen neben der Solidarit\u00e4tsdiskussion, die in fast jedem Land gef\u00fchrt wurde, auch direkt und trotz ihrer \u00dcberzeugung konkret an den K\u00e4mpfen der spanischen Revolution beteiligen? Dies betraf sowohl internationale AnarchistInnen, die freiwillig nach Spanien gingen, als auch spanische AnarchistInnen selbst, deren bedeutendste gewaltfreie Anarchistin, Amparo Poch y Gasc\u00f3n, in dieser GWR vorgestellt wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr die franz\u00f6sische gewaltfreie Aktivistin und revolution\u00e4r-syndikalistische Theoretikerin Simone Weil (1909-1943), die eben noch an den franz\u00f6sischen Fabrikbesetzungen vom Fr\u00fchjahr 1936 teilgenommen hatte, stellte sich die Lage so dar, dass sie ab dem Juli 1936 f\u00fcr Spanien nichts so sehr w\u00fcnschte als den Sieg der anarchistischen Seite und die Niederlage Francos. Da sie in solch einer Situation nicht abseits stehen konnte, ging sie nach Spanien, um gegen ihre gewaltkritische \u00dcberzeugung in einer Miliz der Kolonne Durruti bewaffnet zu k\u00e4mpfen. Am 8. August 1936 \u00fcberquerte sie die Grenze bei Port Bou, ging nach Barcelona, zun\u00e4chst zur POUM (Unabh\u00e4ngig-marxistische Arbeiterpartei), dann zur CNT, um sich der Internationalen Gruppe der Kolonne Durruti am linken Ebro-Ufer anzuschlie\u00dfen, die L\u00e9rida in Richtung Pina verlie\u00df. Dort machte sie die Erfahrung einer kurzen, aber heftigen Bombardierung durch die franquistische Luftwaffe und nahm an einem Vorsto\u00df zum anderen Ebroufer teil, um eine Sabotageaktion an Eisenbahngleisen vorzubereiten. Ihr Gewehr musste sie nicht einsetzen, bis sie sich am 19. August stark verletzte, als sie ihren Fu\u00df in eine Sch\u00fcssel voll kochenden \u00d6ls stellte. Sie f\u00fchrte ein &#8222;Spanisches Tagebuch&#8220; und notierte dort zum Beispiel ihre Eindr\u00fccke von Bauern\/B\u00e4uerinnen, etwa, diese h\u00e4tten gegen\u00fcber den Milizion\u00e4ren ein &#8222;ziemlich starkes Minderwertigkeitsgef\u00fchl&#8220; ((4)).<\/p>\n<p>Sie kam zur Genesung in ein Lazarett, dann nach Barcelona, wo sie kollektivierte Fabriken besuchte. Am 25. September 1936 \u00fcberschritt sie wieder die Grenze nach Frankreich. Einerseits unterst\u00fctzte sie danach die franz\u00f6sische Regierung Blum bei deren Nicht-Intervention, um das Hineinschlittern in einen Weltkrieg zu verhindern, andererseits sammelte sie in anarchistischen Zusammenh\u00e4ngen noch kurze Zeit Waffen f\u00fcr die Spanische Revolution. Doch schon in einem Text vom Oktober\/November 1936, &#8222;Unwillkommene Betrachtungen&#8220;, kommt sie zu einer kritischen Aufarbeitung ihrer Erfahrung:<\/p>\n<p>&#8222;Auch dort [in Katalonien] sehen wir nun leider die Ausbildung von Formen des Zwangs, F\u00e4lle von Unmenschlichkeit, die dem libert\u00e4ren und humanen Ideal der Anarchisten diametral entgegengesetzt sind. Die Erfordernisse und die Atmosph\u00e4re des B\u00fcrgerkriegs tragen den Sieg \u00fcber die Ideale davon, die man mit dem Mittel des B\u00fcrgerkriegs zu verteidigen sucht.&#8220; ((5))<\/p>\n<p>Ihre urspr\u00fcngliche Absicht, nach vollkommener Genesung ihres Fu\u00dfes wieder nach Spanien zur\u00fcckzukehren, gab sie im Laufe der Zeit auf, als sie sah, wie sich der B\u00fcrgerkrieg intensivierte und internationalisierte. Schlie\u00dflich schrieb sie im Fr\u00fchjahr 1938 einen wichtigen und oft zitierten Brief an den katholischen antifranquistischen Schriftsteller Georges Bernanos, der gleichzeitig ihre Entt\u00e4uschung \u00fcber die erlebten oder ihr im Lazarett von anderen Anarchisten berichteten Brutalisierungen und ihre daraus folgende Abkehr vom Anarchismus markiert: &#8222;Im Mittelpunkt steht die Einstellung gegen\u00fcber dem Morden. Weder die Spanier noch die Franzosen (&#8230;) habe ich je angesichts des unn\u00f6tig vergossenen Blutes Abscheu, Ekel oder auch nur Mi\u00dfbilligung \u00e4u\u00dfern h\u00f6ren, nicht einmal im Vertrauen. Ganz offensichtlich mutige M\u00e4nner (&#8230;) erz\u00e4hlten w\u00e4hrend eines kameradschaftlichen Essens mit dem freundlichsten L\u00e4cheln, wieviele Priester oder \u201aFaschisten&#8216; &#8211; ein sehr weiter Begriff &#8211; sie umgebracht hatten. (&#8230;) Wenn man wei\u00df, dass man ohne das Risiko der Strafe oder des Vorwurfs t\u00f6ten kann; so t\u00f6tet man; oder zumindest l\u00e4chelt man denen aufmunternd zu, die es tun. Sollte man zuerst eine Spur von Abscheu versp\u00fcren, so \u00e4u\u00dfert man ihn nicht und erstickt ihn aus Angst, man k\u00f6nnte es an M\u00e4nnlichkeit fehlen lassen. Es herrscht da eine Sogwirkung und ein Taumel, dem man sich ohne gro\u00dfe seelische Kraft (&#8230;) nicht entziehen kann.&#8220; ((6))<\/p>\n<h3>Die &#8222;Frontl\u00e4ufer&#8220; Massacs und Scolari<\/h3>\n<p>Neben Simone Weil gab es weitere gewaltfreie AnarchistInnen und AnarchopazifistInnen, die sich an den K\u00e4mpfen beteiligten. Da waren zun\u00e4chst die sogenannten &#8222;Frontl\u00e4ufer&#8220;, Leute, die ab dem Juli 1936 ihr Leben aufs Spiel setzten, indem sie an der Frontlinie bei Feuerpausen oder auch mitten im Gefecht verletzte Genossen aus der Schusslinie zogen. So jemand war zum Beispiel der Individualanarchist und Esperanto-Propagandist Dom\u00e8nec Massacs (1891-1965), dessen weiteres, turbulentes Leben hier nicht dargestellt werden kann. ((7))<\/p>\n<p>Oder der franz\u00f6sische libert\u00e4re Hafenarbeiter aus Toulon, Carlo Scolari, ebenfalls ein Mitglied der Internationalen Gruppe der Kolonne Durruti.<\/p>\n<p>Der italienische Anarchist Antonio Gimenez schrieb \u00fcber ihn: &#8222;Er war ein Pazifist, Anh\u00e4nger der Gewaltfreiheit, und trug niemals eine Waffe. (&#8230;) Er hatte viel Mut, aber er nutzte ihn nicht zum T\u00f6ten. Wenn ein Verletzter im Kugelhagel Hilfe ben\u00f6tigte, verga\u00df er die Gefahr. Ich habe einmal selbst gesehen, wie er unter Maschinengewehrfeuer einen Verletzten barg. Die Kugeln zischten von allen Seiten, es war ein wahres H\u00f6llenfeuer. Der Feind, der einen H\u00fcgel besetzt hielt, hatte unseren Angriff aufgehalten und uns gezwungen, wieder zur Ausgangsposition zur\u00fcckzukehren. Der Verletzte fiel ungef\u00e4hr hundert Meter vor unserem Sch\u00fctzengraben um. Scolari sprang mit freiem Oberk\u00f6rper \u00fcber die Br\u00fcstung [des Sch\u00fctzengrabens] und rannte auf den Verletzten zu. Seine verr\u00fcckte Tat hat alle \u00fcberrascht, sogar unsere Gegner, die pl\u00f6tzlich zu feuern aufh\u00f6rten und erst wieder anfingen, als Scolari mit dem Verletzten bei uns in Sicherheit war.&#8220; ((8))<\/p>\n<h3>Konsequenzen w\u00e4hrend der Revolution oder im Nachhinein: Johannes Noll, Vicente Nebot, Isaak Aufseher<\/h3>\n<p>Viele Gewaltfreie forderten nicht so direkt ihr Schicksal an der Front heraus, sondern arbeiteten einfach in den Kollektiven auf dem Lande oder in den St\u00e4dten mit. Mitunter hielten sie mit ihrer \u00dcberzeugung nicht hinterm Berg, was ihnen zum Teil schlecht bekam: Johannes Noll (1910 geb., Todesdatum nicht bekannt) von der Berliner Syndikalistisch-Anarchistischen Jugend kam im Oktober 1934 nach Barcelona und machte mit seinem Tischlergenossen Erich K\u00fcnzel eine Kollektivtischlerei auf. W\u00e4hrend der Revolution, im Februar 1937, wurde Noll aus der Gruppe &#8222;Deutscher Anarchosyndikalisten&#8220; (DAS) ausgeschlossen, im DAS-Bericht hie\u00df es dazu: &#8222;Hans Noll [wurde] aus der Gruppe ausgeschlossen, weil er im Laufe der Diskussion \u00fcber allgemeine Dinge die Erkl\u00e4rung abgab, gewaltloser Anarchist zu sein und Gegner des bewaffneten Aufstandes.&#8220; ((9))<\/p>\n<p>Noll ging dann nach Paris, wo er im Zweiten Weltkrieg von der Gestapo festgenommen wurde.<\/p>\n<p>Andere, vor allem spanische gewaltfreie Anarchisten wurden zwangsrekrutiert. Vicente Nebot kam aus Barcelona-Sants, war Atheist und Han Ryner-Sch\u00fcler, der w\u00e4hrend der Diktatur Prima de Rivera von 1923 bis 1931 aus der Armee desertiert war.<\/p>\n<p>Vicente Nebot musste 1936 gezwungenerma\u00dfen zur Front, zuvor hatte er in L&#8217;Hospitalet eine Kantine f\u00fcr Arbeitslose und Fl\u00fcchtlinge organisiert. Seiner Erfahrung nach &#8222;war der Krieg f\u00fcr uns t\u00f6dlich, weil er das Werk zerst\u00f6rte, das wir gerade im Begriff waren aufzubauen. Wir waren dabei, uns wie freie Menschen f\u00fcr eine bessere Gesellschaft auszubilden, und durch den Krieg haben wir alles verloren. Wir haben wirklich versucht, das gesellschaftliche Modell voranzutreiben, das wir wollten, aber die Menschen waren nicht bereit.&#8220; ((10))<\/p>\n<p>Manchmal spielte die Geschichte auch die verr\u00fccktesten Streiche, und mitten im B\u00fcrgerkrieg erst tendierte eine Person in Richtung des gewaltfreien Anarchismus: Der urspr\u00fcnglich polnische Jude Isidor (&#8222;Isi; Isak&#8220;) Aufseher (1905-1977), der in den Drei\u00dfigerjahren nach Barcelona kam, hatte urspr\u00fcnglich seine politische Sozialisation im Leninbund, einer linken Abspaltung der KPD, durchlebt. 1936 war er u.a. Mitglied der DAS geworden, und in Barcelona, mitten im B\u00fcrgerkrieg, war es der Anarchosyndikalist Fritz Arndt, der Aufseher die Schriften von Leo Tolstoi und Gustav Landauer nahe brachte, die er dann intensiv studierte. &#8222;Die Ideen von Tolstoi und Landauer werden, nach einer kurzen Bakunin-Begeisterung, f\u00fcr Aufseher bis zu seinem Lebensende eine ideologische Orientierungslinie sein. (&#8230;) Er [Aufseher] sei Anarchist gewesen, ohne sich Anarchist zu nennen, Pazifist, ohne sich so zu bezeichnen, denn er habe Etiketten immer verabscheut, beschreibt das Ehepaar Gilly seine sp\u00e4tere Einstellung.&#8220; Besonders als er dann 1939 von Paris aus nach Basel in die Schweiz floh, blieb Aufseher seinen neu gewonnenen \u00dcberzeugungen treu: &#8222;Seine Gesinnung verkn\u00fcpfte sich mit den schlechten Erfahrungen, die er in Spanien mit den kommunistischen Parteien machen musste. Er sei ein \u00fcberzeugter Gegner aller marxistischen Ideologien geworden und habe sich nur noch im Anarchismus zu Hause gef\u00fchlt, erkl\u00e4rt Carlos Gilly. (&#8230;) Diese Zwei, der christliche Tolstoi und der j\u00fcdische Landauer, haben auf das j\u00fcdische libert\u00e4re Denken schon immer einen gro\u00dfen Einfluss gehabt (&#8230;).&#8220; ((11))<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der anarchistischen Diskussion um die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit der Milizen zur Verteidigung der Revolution gab es ein Vorspiel, bei dem es um die Bewertung der anarchistischen CNT (Nationale Konf\u00f6deration der Arbeit) &amp; FAI (Anarchistische F\u00f6deration Iberiens), sowie der linkssozialistischen UGT (Allgemeine Arbeiterunion), Milizen w\u00e4hrend des Bergarbeiteraufstands in Asturien 1934 ging. 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