{"id":15390,"date":"2016-09-01T00:00:00","date_gmt":"2016-08-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/test.graswurzel.net\/gwr\/2016\/09\/hut-ab-companers\/"},"modified":"2022-07-26T14:11:56","modified_gmt":"2022-07-26T12:11:56","slug":"hut-ab-companers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2016\/09\/hut-ab-companers\/","title":{"rendered":"Hut ab, compa\u00f1er@s"},"content":{"rendered":"<p>Nicht allein aufgrund der TeilnehmerInnenzahl kann das Camp als Erfolg gelten, auch die Durchf\u00fchrung verlief nach allem, was ich beobachten konnte, reibungslos und geschmeidig, ja harmonisch. Zwar nicht Love, Peace and Happiness &#8211; so etwas kann man kaum planen &#8211; aber respektvoll und diszipliniert, anregend und entspannend, ja erholsam.<\/p>\n<p>Es waren \u00fcberwiegend junge Leute im Alter zwischen 18 und 30 Jahren aus dem deutschsprachigen Raum angereist, aber auch Menschen aus England, Frankreich, Finnland und osteurop\u00e4ischen Staaten, sogar aus Georgien und Mazedonien. Es kamen auch ein paar handvoll Kindern samt Eltern.<\/p>\n<p>Vormittags wie nachmittags fanden beeindruckend viele, gut besuchte Workshops auf dem weitl\u00e4ufigen Gel\u00e4nde des stilvoll ausgebauten B\u00f6llerhofes statt, der im Alltag der Region als beliebter Veranstaltungsort f\u00fcr Konzerte und Ausflugsziel f\u00fcr jung und alt etabliert ist. Das Wetter war sonnig, was ebenso zur friedlichen, gem\u00fctlichen, fast schon idyllischen Atmosph\u00e4re beitrug, wie die harte Arbeit des autonomen Kochkollektivs Retroduktion aus Bremgarten, Schweiz, welches von GenossInnen der befreundeten cocina perdida aus Brno, Tschechien verst\u00e4rkt wurde. Auch funktionierten die freiwilligen Putz-, Sp\u00fcl- und Hilfsdienste einigerma\u00dfen gut. Die K\u00f6chinnen und K\u00f6che schufteten zw\u00f6lf Stunden am Tag, lieferten morgens, mittags und abends vegane Speisen, die weit \u00fcber dem kulinarischen Niveau jener Volxk\u00fcchen-Pampe lagen, die wir uns noch Ende der 1980er Jahre angetan haben (Reis mit Schei\u00df). Hut ab, compa\u00f1er@s!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Was es zum Gl\u00fcck nicht gab<\/h3>\n<p>Kurz vorab verschickten die OrganisatorInnen Emails, die besagten, dass die &#8222;Awareness Gruppe&#8220; (eine Art selbstorganisierter Mediations-Wachschutz, der in vielen &#8222;autonomen Strukturen&#8220; mittlerweile zum Standard geh\u00f6rt) noch dringend personelle Verst\u00e4rkung br\u00e4uchte. Ob sich hinter der libert\u00e4ren Fassade wom\u00f6glich doch wieder ein verkapptes autonomes Szene-Selbstzerfleischungs-Lager verbergen k\u00f6nnte? Wer das No Border Camp 2012 in K\u00f6ln erlebt hat, wei\u00df wovon ich rede: Eine Insider-Veranstaltung mit rigider Gruppenmoral, die \u00fcber t\u00e4gliche Plena und individuelle Ma\u00dfregelungen durch (weibliche) Big Chiefs und ihre Peer Groups durchgesetzt wurde und gestresste, verdatterte bis geschockte BesucherInnen in den Alltag entlie\u00df. ((1))<\/p>\n<p>Doch von solchen Exzessen war beim Anarchistischen Sommercamp kaum eine Spur.<\/p>\n<p>Mit einer Ausnahme vielleicht: Einzelne AktivistInnen starteten den Versuch, eine Fatwa gegen das \u00f6ffentliche T-Shirt-Ausziehen von M\u00e4nnern durchzusetzen, wie es in machen autonomen &#8222;Freir\u00e4umen&#8220; in Deutschland inzwischen Usus ist. Hier soll neuerdings nicht die wei\u00dfe Hautfarbe, sondern eine konstruierte oder behauptete oder gef\u00fchlte Geschlechter-Identit\u00e4t Einzelner offenbar als Hebel einer szene-internen Bewusstseinserweiterung fungieren. ((2))<\/p>\n<p>Zwar wurde das T-Shirt-Auszieh-Verbot in den ersten Tagen breit in einen Plenum sowie Aush\u00e4ngen thematisiert, aber es entwickelte keineswegs die (erhoffte) Gruppendynamik bzw. -hysterie. Den Meisten ging diese Art von Kontroll-, Verbots- und Moralpolitik doch am Arsch vorbei. Es gab kritische bis zynische Kommentare (&#8222;Sollen wir auch unser Kopfhaar bedecken?&#8220;). In den letzten Tagen wurden gar junge Frauen beim Oben-Ohne-Baden im neben dem Camp gelegenen T\u00fcmpel gesichtet.<\/p>\n<p>Dass solche Dinge im Jahr 2016 immer noch erw\u00e4hnenswert erscheinen, zeigt allerdings, welche Irrwege zwischen &#8222;sexueller Befreiung&#8220; und Pr\u00fcderie die transatlantische links-alternative Subkultur seit den NudistInnen der Weimarer Zeit und seit den Hippies aus Woodstock 1967 beschritten, welche Zirkelschl\u00fcsse sie vollzogen hat.<\/p>\n<p>Und es scheint mir f\u00fcr die Zukunft wichtig, eine grunds\u00e4tzliche Trennungslinie zwischen libert\u00e4rer, proletarischer Kultur und jener Spie\u00dfb\u00fcrgermoral zu finden, die sich ausgehend von akademischen Moden selbst als revolution\u00e4r \u00fcberh\u00f6ht, aber bei n\u00e4herer Betrachtung doch nur der Abgrenzung und hierarchischen Ausdifferenzierung dient &#8211; zwischen denen, die den richtigen Habitus drauf haben, und denen, die &#8222;es noch lernen m\u00fcssen&#8220;. Oder die, wie die meisten Prolet*innen, keinen Bock auf sowas haben und tunlichst die Biege machen (sollen). ((3))<\/p>\n<p>Doch genug davon.<\/p>\n<h3>Was es alles gab<\/h3>\n<p>Die Freude, sich weiter zu bilden, zu \u00fcben, zu diskutieren und zu lernen, war ansteckend und macht Hoffnung. Sie bildete den wahren anarchistischen Kern der ganzen Veranstaltung, denn hier wurde die Trennung zwischen ExpertInnen und TeilnehmerInnen best\u00e4ndig aufgehoben. Viele, die etwas konnten, f\u00fchlten sich animiert, ihr Wissen in kleinen oder auch gr\u00f6\u00dferen Runden weiter zu geben; die ReferentInnen waren an anderer Stelle selbst TeilnehmerInnen der Workshops anderer. Das Spektrum war sehr weit.<\/p>\n<p>Sie reichte von &#8222;harten&#8220; politischen Themen wie &#8222;Antisemitismus &#8211; Chancen und Grenzen der Aufkl\u00e4rung&#8220;, Informationen \u00fcber die rechtsextreme &#8222;identit\u00e4re Bewegung&#8220; aus \u00d6sterreich und Deutschland, das gr\u00f6\u00dfte Knast-Bauwerk Belgiens namens MAXI-Prison bei Br\u00fcssel, eine Selbstdarstellung des anti-autorit\u00e4ren Netzwerks Beyond Europe (jenseits von Europa) bis zu einem ganzen Antifa-Tag, der von der Autonomen Antifa Wien gestaltet wurde. Und das sind nur Ausschnitte.<\/p>\n<p>Es gab praktische Workshops zu Formen der Sabotage im Alltag (gegen Fahrkartenautomaten, Werbung und Gen-Plantagen), Einf\u00fchrungen in zahlreiche Kampfsportarten oder andere k\u00f6rperliche oder gymnastische Bewegungsformen (Tai Chi, Krafttraining ohne Gewichte); die Clown Army Wien vermittelte in drei Tagen das Basiswissen, um Mitglied der &#8222;klandestinen Aufstandsarmee der Clowns&#8220; zu werden. Weiter ging es um &#8222;Bildungsklotzerei&#8220; &#8211; Zorn \u00fcber das Bildungswesen, die Schulen und Unis, auch zun\u00e4chst vielleicht abseitig erscheinende Themen wie die Classwar Games (strategische Kriegsspiele) des Situationisten Guy Debord. Ferner lyrische Schreib\u00fcbungen oder eine Kr\u00e4uterwanderung zu essbaren Waldpflanzen, Kr\u00e4uter-Tee-Tasting, M\u00fcll-Recycling. Das alternative b\u00e4uerliche Kommune-Projekt Ganz viel Land, das seit 2015 \u00c4cker bei Berlin besitzt, stellte sich vor.<\/p>\n<h3>Hervorheben m\u00f6chte ich zwei Beitr\u00e4ge:<\/h3>\n<p>Erstens den Vortrag eines Genossen der DAF (Devrimci Anarsist Faaliyet, Revolution\u00e4re Anarchistische F\u00f6deration) aus Istanbul, der das Verh\u00e4ltnis von t\u00fcrkischen und kurdischen AnarchistInnen zum Konter-Staatsstreich der AKP, dem kurdischen Befreiungskampf, zu Rojava und zur PKK thematisierte. Gut besucht und breit diskutiert war zweitens ein fachlich fundierter Vortrag zu demokratischen Wahlen, Wahlf\u00e4lschung und Manipulation, der aber nicht in orthodox-anarchistischer Manier das W\u00e4hlen an sich pauschal ablehnte, sondern sich Gedanken machte \u00fcber einen &#8222;mathematischen Blick auf Wahl-Systeme, Graswurzel-Demokratie und feine faire Entscheidungsfindung f\u00fcr gro\u00dfe Gruppen&#8220;.<\/p>\n<p>Die Live-Musik an den Abenden war ebenfalls abwechslungsreich. Faulenza aus Berlin beeindruckte durch Darbietungen an der Gitarre und beachtliches Reim-Talent. Die Erweiterung des Faulenza-Repertoires in den Hip-Hop &#8211; Faulenza sang zu Tracks aus dem Laptop &#8211; bedarf allerdings einiger Nachschulung in Sachen Beats und Samplings.<\/p>\n<p>Messerscharf, energetisch, bisweilen hassgeladen war der Grind-Core des Ein-Mann-Projekts das_programm, ebenfalls zu Tracks aus der Konserve; Mona &amp; Hummel hatten ein paar echte Hits in ihrem Set, brachten die Leute nur mit Gitarre und Gesang zum Pogen (Anti-RWE-Song) und k\u00f6nnte richtig was werden. Eine selbstbwusste Frau mit gro\u00dfer Pr\u00e4senz. Das K\u00f6lner Duo The Overall Brigade (Akkordeon, Banjolele) interpretierte Songs von Hobos, Bergarbeitern und Outlaws aus den anderen USA im Countrybilly-Stil. Was ebenfalls gut ankam.<\/p>\n<p>Gesungen wurde auch an abendlichen Lagerfeuern und in kleinen Runden. Hier fehlte oft ein internationales Liederheft nach Vorbild des Little Red Songbook (IWW). Im Mondschein auf dem Smartphone nach den Texten der CNT-Hymne A las Barricadas und Brechts Lied der Communarden zu suchen, bringt es nicht.<\/p>\n<h3>Was es leider nicht gab<\/h3>\n<p>Die veganen K\u00f6chInnen aus Bremgarten und Brno hatten selbst keine Zeit, an Aktivit\u00e4ten des Camps teilzunehmen. Dennoch geh\u00f6rten sie zu den wenigen, die einen substantiellen inhaltlichen Beitrag zum Thema Arbeit, Ausbeutung und Selbstorganisation leisteten. Wenn er auch nur aus einem Zettel mit Edding-Beschriftung bestand. An ihrer Essensausgabe hing ein Plakat, das besagte: &#8222;Effizienz bedeutet weniger Arbeit f\u00fcr alle. Und weniger Arbeit ist ein Ziel der anarchistischen Bewegung.&#8220;<\/p>\n<p>Es sollte zum gezielten Sortieren von Geschirr und zum gemeinsamen Sp\u00fclen &#8211; statt zur individuellen Sp\u00fclhandlung &#8211; animieren. Ein Dummbeutel musste das direkt mit unsinnigen Verweisen versehen. Dabei war in der Idee von Arbeits-Effizienz als Hebel zur Befreiung eine der wenigen Spuren einer Synthese zwischen Anarchismus und Marxismus zu finden, die ja mit der schwarz-roten Fahne urspr\u00fcnglich einmal symbolisiert werden sollte.<\/p>\n<p>Ansonsten gab es auf dem Anarchistischen Sommercamp 2016 f\u00fcr GewerkschafterInnen, SyndikalistInnen, Wobblies und Klassenk\u00e4mpferInnen leider nicht viel zu holen. Weder die anarchosyndikalistische FAU noch die CNT Frankreichs oder Spaniens waren &#8211; au\u00dfer durch vereinzelte Mitglieder &#8211; als VeranstalterInnen von Workshops vertreten.<\/p>\n<p>Die beeindruckende Bewegung &#8222;nuit debout&#8220; (vgl. GWR 409) gegen die nunmehr per Dekret durchgesetzten Arbeitsgesetze in Frankreich fand \u00fcberhaupt nicht statt! Auch Griechenland war Fehlanzeige.<\/p>\n<h3>Jenseits der Szene-Ghettos?<\/h3>\n<p>Eine weitgehende Entkoppelung von der Lohnarbeit, ein naives Verh\u00e4ltnis zur kollektiven Selbstausbeutung, eine ungerechtfertigte Romantisierung von Szene-\u00d6konomien und Gegen-Welten d\u00fcrfte es dieser Form anarchistischer Bewegung somit weiter schwer machen, zum riesigen Widerstandspotential der Ausgebeuteten und Lohnabh\u00e4ngigen, Bildungsverlierer und Arbeitslosen aufzuschlie\u00dfen, das sich seit Jahren in Europa zusammen braut. Daf\u00fcr m\u00fcsste die Bewegung ihre tief sitzende Lust an der M\u00f6chtegern-Andersartigkeit zumindest teilweise abstreifen und eine Lust an den tats\u00e4chlichen Gemeinsamkeiten mit den &#8222;normalen Leuten&#8220; entdecken.<\/p>\n<p>Nichts gegen AbiturientInnen, die sich die N\u00e4gel lackieren und auf Sommercamps in Ballet-T\u00fct\u00fc\u00fcs herum laufen. Aber wie w\u00e4re es, wenn ein paar dieser wei\u00dfen Mittelklasse-Kids nicht nur das Transgender-Wunder-Wesen in sich entdecken, sondern zur Abwechslung auch den Arbeiter, die Arbeiterin, den Proleten, die Malocherin? Kann das nicht auch irgendwie hip werden?<\/p>\n<p>Der Einstieg ist eigentlich leicht: Daf\u00fcr reicht es, die Stellenanzeigen der \u00f6rtlichen Zeitungen zu durchbl\u00e4ttern und sich die exotische Ausbeutungs-Erfahrung der Niedriglohnarbeit nach einem kurzen Bewerbungsgespr\u00e4ch mal am eigenen Leib reinzuziehen &#8211; mit solidarischer Unterst\u00fctzung einer Gruppe (Organizing!). Vielleicht kommt dann der Moment, in dem die Party wirklich beginnt und nicht nur wir und unsere &#8222;Identit\u00e4ten&#8220;, sondern die Verh\u00e4ltnisse zu tanzen beginnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht allein aufgrund der TeilnehmerInnenzahl kann das Camp als Erfolg gelten, auch die Durchf\u00fchrung verlief nach allem, was ich beobachten konnte, reibungslos und geschmeidig, ja harmonisch. Zwar nicht Love, Peace and Happiness &#8211; so etwas kann man kaum planen &#8211; aber respektvoll und diszipliniert, anregend und entspannend, ja erholsam. Es waren \u00fcberwiegend junge Leute im &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2016\/09\/hut-ab-companers\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Hut ab, compa\u00f1er@s - graswurzelrevolution","description":"Nicht allein aufgrund der TeilnehmerInnenzahl kann das Camp als Erfolg gelten, auch die Durchf\u00fchrung verlief nach allem, was ich beobachten konnte, reibungslos"},"footnotes":""},"categories":[897,1042],"tags":[],"class_list":["post-15390","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-411-september-2016","category-ohne-chef-und-staat"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15390","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15390"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15390\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15390"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15390"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15390"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}