{"id":17290,"date":"2017-10-01T00:00:00","date_gmt":"2017-09-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2017\/10\/die-friedensgemeinschaft-von-san-jose-de-apartado\/"},"modified":"2022-01-24T18:19:25","modified_gmt":"2022-01-24T16:19:25","slug":"die-friedensgemeinschaft-von-san-jose-de-apartado","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2017\/10\/die-friedensgemeinschaft-von-san-jose-de-apartado\/","title":{"rendered":"Die Friedensgemeinschaft von San Jos\u00e9 de Apartad\u00f3"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 23. M\u00e4rz 1997 wurde die Friedensgemeinschaft von San Jos\u00e9 de Apartad\u00f3 in Kolumbien gegr\u00fcndet. Die Stadt San Jos\u00e9 und ihr landwirtschaftliches Hinterland in den gebirgigen Zonen der Region Urab\u00e1 sind ber\u00fcchtigt f\u00fcr ihre Gewalt und Instabilit\u00e4t. Die Gemeinschaft lebt nach klaren, selbst gesetzten Regeln:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie weigert sich, an bewaffneten Konflikten teilzunehmen; sie lehnt es ab, Informationen an kriegf\u00fchrende Parteien weiterzugeben oder ihnen Hilfestellung zu leisten; sie verpflichtet ihre Mitglieder zu Gemeinschaftsarbeit. In Erz\u00e4hlungen \u00fcber ihre eigene Geschichte erinnert sich die Friedensgemeinschaft an das Massaker von acht LandarbeiterInnen durch die kolumbianische Armee im Jahre 1977; die Familien dieser Opfer leben nun in der Friedensgemeinschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwanzig Jahre nach diesem Massaker wurde die Friedensgemeinschaft gegr\u00fcndet, in dem Versuch, auf dem Land zu bleiben und eine prinzipielle Ablehnung der Gewalt zu praktizieren, die in den 1990er-Jahren in Kolumbien grassierte. Im September 1996 und Februar 1997 gab es weitere Massaker und zwischenzeitlich wurden im Januar 1997 achthundert Menschen gewaltsam aus ihren H\u00e4usern vertrieben. Im M\u00e4rz 1997 wurde die Friedensgemeinschaft gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Siedlungen der Friedensgemeinschaft liegen an einem Knotenpunkt strategischer und \u00f6konomischer Interessen: nahe an der karibischen K\u00fcste, nahe an den Waffen- und Drogentransportwegen von und nach Europa und den USA. Schlie\u00dflich ist das fruchtbare Land, in einer Gegend mit geringer Staatspr\u00e4senz, ideal f\u00fcr den Kokaanbau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Umgebung der Gemeinschaftssiedlungen wird der Kampf um die Kontrolle des Landes seit langem gewaltsam ausgetragen. Die Gewalt in Kolumbien resultiert aus diesem Kampf um die Kontrolle des Landes, der nicht nur der Kontrolle der Ressourcen dient, sondern auch soziale und politische Kontrolle nach sich zieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum ist die Friedensgemeinschaft so ein symboltr\u00e4chtiger Fall f\u00fcr sozialen Widerstand in Kolumbien. Durch den Aufbau einer pazifistischen Zone verzichtet sie auf die Kultur der Gewalt als Mittel zur Macht und bef\u00fcrwortet Neutralit\u00e4t. Durch die Betonung von Gemeinschaftsarbeit verzichtet sie auf Profitgier. Sie ersetzt sie mit Gemeinschaftswerten, Verwandtschaftsbindungen und Respekt vor dem Land.<\/p>\n<h5 class=\"western\" style=\"text-align: justify;\">Die Kosten des Friedens in einer Kriegszone<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drei bewaffnete Gruppen k\u00e4mpfen um das Land: die kolumbianische Armee; paramilit\u00e4rische Gruppen, die oft Hand in Hand mit dem Milit\u00e4r operieren; und die Guerilla-Armee Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC, Revolution\u00e4re Bewaffnete Kr\u00e4fte Kolumbiens). Alle drei Gruppen sind verantwortlich f\u00fcr die Attentate auf Mitglieder der Friedensgemeinschaft, obwohl die Mehrheit der Morde auf Kosten der Armee und der paramilit\u00e4rischen Gruppen geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 1997 wurden \u00fcber 200 Mitglieder der Gemeinschaft ermordet; bis 2014 wurden nur zwei von 900 in der Gemeinschaft aufgezeichneten und dokumentierten Menschenrechtsverletzungen vor Gericht verhandelt. Im Moment hat die Gemeinschaft etwa 600 Mitglieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Friedensgemeinschaft hat eine Geschichte von friedlichem und aufrichtigem Widerstand im Angesicht von Brutalit\u00e4t. Sie kann einige beeindruckende Erfolge f\u00fcr sich verbuchen, nicht zuletzt die Tatsache, dass sie weiterhin ihr eigenes Land bebauen und ihre H\u00f6fe bewirtschaften kann.<\/p>\n<h5 class=\"western\" style=\"text-align: justify;\">Gewaltfreier Widerstand gegen die Kultur des Krieges<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die internen Regeln der Gemeinschaft stellen eine Ablehnung der politischen \u00d6konomie in einer peripheren Konfliktzone wie Urab\u00e1 dar. Die dortige Wirtschaft wird von denen, die durch sie zu Macht gelangt sind, gesch\u00fctzt und energisch vorangetrieben. Die Friedensgemeinschaft lehnt den Gebrauch von Gewalt als eine legitime Machtanwendung ebenso ab wie den Anbau von Koka. Ihre Mitglieder sch\u00e4tzen Gemeinschaftsarbeit als \u00f6konomisches Modell. Die Friedensgemeinschaft praktiziert eine direkte Form der Demokratie. Sie betont Regionalisierung, Nachhaltigkeit, Gemeinschaftsorganisation und Ablehnung von Vertreibung. Ihre Mitglieder stehen ein f\u00fcr ihre Prinzipien und oft sterben sie daf\u00fcr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Zeit hat die Friedensgemeinschaft eine Reihe von Formen gewaltfreien Widerstands und Interventionen entwickelt, um den verschiedenen Bedrohungen zu begegnen, denen sie und ihr Lebensstil ausgesetzt sind. Ein Tag pro Woche wird f\u00fcr Gemeinschaftsarbeit genutzt. Dann hilft man beispielsweise einem einzelnen Mitglied der Gemeinschaft oder arbeitet zusammen auf Gemeindeland &#8211; jede Siedlung der Friedensgemeinschaft ist in Arbeitsgruppen aufgeteilt, die mit ihrem gew\u00e4hlten Delegierten der Arbeit nachgehen. Bei den gelegentlich anfallenden gr\u00f6\u00dferen Projekten, wie z.B. die Verbesserung der Wege zwischen den D\u00f6rfern, arbeitet die ganze Gemeinschaft zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Form des Widerstands besteht darin, die Herausforderungen und die Gewalt, denen die Gemeinschaft ausgesetzt ist, \u00f6ffentlich aufzuzeichnen. Der interne Rat der Gemeinschaft gibt regelm\u00e4\u00dfig \u00f6ffentliche Stellungnahmen heraus und stellt sie ins Internet. Zum Beispiel, wenn ein Bataillon der Armee auf ihrem Land kampierte; wenn paramilit\u00e4rische Gruppen versuchten, ein Mitglied zu bedrohen oder zu bestechen, falsche Anschuldigungen zu machen; wenn ein Mitglied entf\u00fchrt oder ein Haushalt \u00fcberfallen wurde. Diese \u00f6ffentlichen Stellungnahmen sind nicht nur dazu da, die Arbeit und Lebenswelt der Gemeinschaft zu beschreiben, sondern sie bleiben \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Aufzeichnungen, die von anderen AktivistInnen genutzt werden k\u00f6nnen, um Ver\u00e4nderungen zu reklamieren, die Transparenz der Aktivit\u00e4ten der Gemeinschaft aufrecht zu erhalten und falsche Anschuldigungen zu widerlegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der interne Rat wird von der Gemeinschaft einmal im Jahr gew\u00e4hlt, bei einer der halbj\u00e4hrlichen Versammlungen der gesamten Bev\u00f6lkerung. Der interne Rat trifft sich einmal w\u00f6chentlich, diskutiert die Situation der Gemeinschaft, anstehende interne und externe Probleme und die strategische Ausrichtung. Der Rat ist auch zust\u00e4ndig f\u00fcr die gemeinschaftlich betreuten L\u00e4ndereien und Ressourcen, es sei denn diese Aufgabe, wie z.B. das Management des Kakaoanbaus, wurde delegiert. Die Mitglieder des internen Rats sind das \u00f6ffentliche Gesicht der Gemeinschaft und sie setzen sich einem hohen pers\u00f6nlichen Risiko aus. Nichtsdestotrotz gehen sie auf Vortragsreisen und zu Treffen mit Offiziellen au\u00dferhalb der Gemeinschaft. Diese regul\u00e4ren Strukturen aus Wahlen, \u00f6ffentlicher Kommunikation und Gemeinschaftsarbeit sorgen f\u00fcr die tagt\u00e4glichen Rahmenbedingungen der Gemeinschaft und sie bieten auch die Basis f\u00fcr Strategien in Notf\u00e4llen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ein Mitglied der Gemeinschaft bel\u00e4stigt, bedroht oder attackiert wird, antwortet die gesamte Gemeinschaft, gef\u00fchrt vom internen Rat. Zus\u00e4tzlich zu den ver\u00f6ffentlichten Anklagen in den regul\u00e4ren Berichten kann auch eine Gruppe von Gemeinschaftsmitgliedern, oft mit internationaler Begleitung, an eine bewaffnete Gruppe herantreten und die Freilassung eines Mitgliedes verlangen bzw. \u00fcber deren j\u00fcngste \u00dcbergriffe Klage f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 2013 gab es in den benachbarten Kommunen Rodoxali und Sabaleta einen gro\u00dfen Einmarsch von paramilit\u00e4rischen Truppen, die Menschen aus ihren H\u00e4usern vertrieben, junge M\u00e4nner gewaltsam rekrutierten und andere &#8222;verschwinden&#8220; lie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Friedensgemeinschaft organisierte eine einw\u00f6chige &#8222;Pilgerschaft&#8220; mit einer Gruppe von etwa 100 Leuten unter Beteiligung von ausw\u00e4rtigen Verb\u00fcndeten, wie JournalistInnen, Rechtsanw\u00e4ltInnen und internationalen BegleiterInnen. Sie gingen in diesen Kommunen auf die Suche nach den paramilit\u00e4rischen Gruppen, um einzufordern, dass das Land und das Leben ihrer NachbarInnen respektiert w\u00fcrden. Die paramilit\u00e4rischen Gruppen vermieden ein Zusammentreffen und versteckten sich vor der &#8222;pilgernden&#8220; Gruppe, aber die Botschaft war klar und paramilt\u00e4rische Aktivit\u00e4ten in der Region lie\u00dfen betr\u00e4chtlich nach. Der Mut der Menschen, unbewaffnet eine bewaffnete Gruppe zu konfrontieren, die wiederholt Massaker gegen die Gemeinschaft begangen hat, Mitglieder von Familien ermordet hat und \u00f6ffentlich Drohungen verbreiten lie\u00df, ist nicht zu untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interne Schwierigkeiten, zum Beispiel wenn jemand Gemeinschaftsland abzweigte, werden strikt gehandhabt und manche Leute werden sogar gebeten, die Gemeinschaft zu verlassen, um Einheit zu gew\u00e4hrleisten und sicherzustellen, dass die Gemeinschaft nicht beschuldigt werden kann, ihre eigenen Regeln zu missachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Friedensgemeinschaft bleibt standhaft in ihrer Haltung gegen Gewalt und Terror. Sie hat ihr Gemeinschaftsland erweitern k\u00f6nnen und entwickelt effektive Methoden von Gemeinschaftsarbeit zum Nutzen aller. Sie hat die &#8222;Universit\u00e4t der B\u00e4uerinnen und Bauern&#8220; gegr\u00fcndet, die gleichgesinnte Gemeinschaften aus ganz Kolumbien in die Friedensgemeinschaft einl\u00e4dt, um sich \u00fcber Technologien und Strategien auszutauschen. Sie hat humanit\u00e4re Zonen eingerichtet, wo jede Person, ob sie nun Mitglied ist oder nicht, Zuflucht nehmen kann vor den erbitterten K\u00e4mpfen zwischen den drei bewaffneten Gruppen in der N\u00e4he ihrer D\u00f6rfer. Ihre demokratische Struktur und Weitsicht hat dieser Gemeinschaft nicht nur in ihrer Heimatregion Antiochia und im benachbarten Cordoba Anerkennung verschafft, sondern sie ist mittlerweile im Bewusstsein der Nation verankert.<\/p>\n<h5 class=\"western\" style=\"text-align: justify;\">Internationale Pr\u00e4senz und Unterst\u00fctzung<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit ihrer Gr\u00fcndung genie\u00dft die Friedensgemeinschaft die Unterst\u00fctzung von Gruppen der kolumbianischen und internationalen Zivilgesellschaft. Organisationen aus der ganzen Welt helfen der Friedensgemeinschaft. Seit 2002 leben Mitglieder des Fellowship for Reconciliation Colombia (Vers\u00f6hnungsbund Kolumbien), nun unter dem Namen FOR Peace Presence (Vers\u00f6hnungsbund Pr\u00e4senz f\u00fcr Frieden), mit der Gemeinschaft von La Uni\u00f3n. Sie begleiten die Mitglieder der Gemeinschaft bei ihren t\u00e4glichen Arbeiten und machen gewaltsame Repressalien weniger wahrscheinlich. W\u00e4hrend des ganzen Jahres leben Mitglieder von Peace Brigades International (PBI, Internationale Friedensbrigaden) und Operazione Colomba (Gewaltloses Friedenskorps der Gemeinschaft Papst Johannes XXIII) mit der Friedensgesellschaft und stellen die physische und politische Begleitung zur Verf\u00fcgung, um die Sicherheit dieser inspirierenden Organisation zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<h5 class=\"western\" style=\"text-align: justify;\">Erfolg des gewaltfreien Widerstandes<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fortschritte wurden gemacht. Seit dem Angriff vom 21.-22. Februar 2005 gab es kein &#8222;schwerwiegendes&#8220; Massaker mehr. Der UN-Menschenrechtsrat hat die gegen die Gemeinschaft begangenen Missbr\u00e4uche untersucht. Im Juli 2012 forderte das kolumbianische Verfassungsgericht das B\u00fcro des kolumbianischen Pr\u00e4sidenten auf, fr\u00fcher gemachte Stellungnahmen zur\u00fcck zu ziehen und sich bei der Gemeinschaft zu entschuldigen; Pr\u00e4sident Santos tat dies im Dezember 2013. Auch fordert das Verfassungsgericht die Etablierung von direkten Kommunikationskan\u00e4len zwischen der Regierung und der Friedensgemeinschaft sowie die Gr\u00fcndung einer Kommission f\u00fcr Evaluierung und Gerechtigkeit. Diese Forderungen wurden noch nicht in die Tat umgesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit Bildung einer Selbstverwaltungsstruktur f\u00fcr die Friedensgemeinschaft wurden auf ihre Mitglieder Attentate und Bel\u00e4stigungen ver\u00fcbt; viele mussten sich verstecken oder starben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz dieser R\u00fcckschl\u00e4ge macht die Friedensgemeinschaft weiter, nun schon in der zweiten Generation, als sich selbst erhaltende, demokratische Gemeinschaft, die standhaft zu ihren Prinzipien Gewaltfreiheit, gemeinschaftliche Arbeit und Recht auf Land steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Friedensgemeinschaft geh\u00f6rt zu einer der verwundbarsten Gruppen in Kolumbien: Kleinb\u00e4uerinnen- und bauern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weltweit ist Kolumbien das Land mit der h\u00f6chsten Zahl interner Fl\u00fcchtlinge. Mit \u00fcber f\u00fcnf Millionen vertriebenen KolumbianerInnen ist klar, dass der Kampf um Land einer der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr den bewaffneten Konflikt in Kolumbien ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist erfreulich, dass die Friedensgemeinschaft sich \u00fcber so lange Zeit trotz Attacken auf gewaltfreie Weise f\u00fcr ihre Rechte einsetzt. Es macht diese Gemeinschaft zu einer f\u00fchrenden Kraft im Kampf f\u00fcr ein friedliches, gerechtes Kolumbien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23. M\u00e4rz 1997 wurde die Friedensgemeinschaft von San Jos\u00e9 de Apartad\u00f3 in Kolumbien gegr\u00fcndet. Die Stadt San Jos\u00e9 und ihr landwirtschaftliches Hinterland in den gebirgigen Zonen der Region Urab\u00e1 sind ber\u00fcchtigt f\u00fcr ihre Gewalt und Instabilit\u00e4t. 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