{"id":17337,"date":"2017-03-01T00:00:00","date_gmt":"2017-02-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2017\/03\/das-sollen-gedichte-sein\/"},"modified":"2022-01-21T15:24:13","modified_gmt":"2022-01-21T13:24:13","slug":"das-sollen-gedichte-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2017\/03\/das-sollen-gedichte-sein\/","title":{"rendered":"Das sollen Gedichte sein?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Amtsgerichtsrat des Berliner Sch\u00f6ffengerichts, der den Theaterregisseur Oskar Kanehl (1888 &#8211; 1929) wegen seiner aufr\u00fchrerischen Verse Anfang der 1920er Jahre abgeurteilt hatte, war emp\u00f6rt. Diese freche Hetze gegen Obrigkeit, Kapital und Milit\u00e4r sollte etwas mit Kunst zu tun haben? Seiner Meinung nach m\u00fcsste sich bei Gedichten sch\u00f6n unpolitisch Herz auf Schmerz reimen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kanehl geh\u00f6rte nach dem Ersten Weltkrieg zu den bekanntesten Antikriegsdichtern mit offensiv antikapitalistischer Ausrichtung. Wolfgang Haug hat bereits 1979 und 1981 Kanehls Gedichtband &#8222;Stra\u00dfe frei&#8220; im Trotzdem Verlag ver\u00f6ffentlicht. Jetzt hat der ehemalige &#8222;Schwarzer Faden&#8220;-Redakteur einen Gro\u00dfteil von Kanehls Gedichten und Artikeln aus verschiedenen Zeitschriften zusammengetragen und dar\u00fcberhinaus W\u00fcrdigungen von Kanehls WegbegleiterInnen hinzugef\u00fcgt. Eingeleitet wird das alles durch ein 80seitiges &#8222;Vorwort&#8220; von Haug, in dem er das Wirken des Dichters historisch, politisch und literarisch einordnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem Kanehl in Berlin studiert hatte, musste er als kritischer Student mehreren Universit\u00e4ten seine Dissertation \u00fcber Goethe &#8222;anbieten&#8220;, bis sie letztendlich in Greifswald angenommen wurde. Hier in der N\u00e4he gr\u00fcndete er 1913 die Zeitschrift &#8222;Wiecker Bote&#8220; (1), in der er seine vom Expressionismus beeinflussten Gedichte ver\u00f6ffentlichte. Schnell wurde der Verleger und Herausgeber der einflussreichen expressionistischen und sp\u00e4ter r\u00e4tekommunistischen Zeitschrift &#8222;Die Aktion&#8220;, Franz Pfemfert, auf Kanehl aufmerksam und f\u00f6rderte ihn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kanehls Gedichte waren facettenreiche Beobachtungen im Literaturcaf\u00e9, Vergn\u00fcgungspark, beim Verkehrsunfall, am Strand oder Bahnhof. Schon 1914 bemerkte er w\u00e4hrend einer rasanten Autofahrt: &#8222;Wir fressen das Land&#8220;. In dem Gedicht &#8222;Auto&#8220; setzte er sich kritisch mit dem technischen Fortschritt und der R\u00fccksichtslosigkeit vieler Menschen auseinander.<\/p>\n<h5 class=\"western\" style=\"text-align: justify;\">Anti-Kriegsgedichte<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oskar Kanehl wurde Anfang des Ersten Weltkrieges zur Armee eingezogen. Die &#8222;Mordsaison&#8220; war er\u00f6ffnet. Seinem Freund Pfemfert gelang es, &#8222;Die Aktion&#8220; als Kunst- und Literaturzeitung trotz Repression w\u00e4hrend des Krieges herauszugeben und einige Gedichte Kanehls in Anthologien zu ver\u00f6ffentlichen. Haug weist darauf hin, dass in den beiden Anfangsjahren des Krieges unz\u00e4hlige chauvinistische Kriegsgedichte entstanden sind. 1917 konnte dem etwas entgegengesetzt werden. Die antimilitaristischen Gedichte im &#8222;Aktionsbuch&#8220; erschienen in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1922 wurden Kanehls zahlreiche Gedichte in dem Buch &#8222;Die Schande&#8220; im Verlag &#8222;Die Aktion&#8220; ver\u00f6ffentlicht. In ihnen stellte er grunds\u00e4tzlich fest: &#8222;Wir sind vaterlandslos. Nationale Ehre haben wir nicht.&#8220; Sehr direkt rief er in seinem Gedicht &#8222;An alle&#8220; dazu auf, die schrecklichen Folgen des Krieges sichtbar zu machen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Soldaten! Alle!<br \/>\nEntbl\u00f6\u00dft eure Narben auf den Marktpl\u00e4tzen.<br \/>\nRei\u00dft Eure Wunden auf.<br \/>\nHebt Eure Kr\u00fccken, Kriegskr\u00fcppel, in den belebtesten Gassen.<br \/>\nKriegsblinde, Eure leeren Augenh\u00f6hlen.<br \/>\nKriegskranke, zeigt Eure Schw\u00e4ren \u00f6ffentlich.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Ersten Weltkrieg hatten gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung von Kaiserreich und Militarismus die Nase voll. W\u00e4hrend dieser revolution\u00e4ren Aufbruchsstimmung entstand 1919 f\u00fcr eine kurze Zeit eine Doppelherrschaft von R\u00e4ten und Reichsregierung. Kanehl war als Parteiloser Mitglied im R\u00e4tekongress und musste mit ansehen, wie die Sozialdemokratie immer offensichtlicher mit der alten Heeresleitung kooperierte und durch brutale Gewalt diesem Demokratisierungsversuch ein blutiges Ende bereitete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Haug beschreibt und analysiert in seinem Beitrag, wie in der Folgezeit ab 1920 die linkskommunistischen und r\u00e4teorientierten Organisationen au\u00dferhalb der KPD immer zerstrittener und bedeutungsloser wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und Kanehl? Er k\u00e4mpfte gegen diese Entwicklung an und war zusammen mit Pfemfert Mitglied in der strikt antiparlamentarischen &#8222;Allgemeinen Arbeiter Union &#8211; Einheitsorganisation (AAU-E)&#8220;, die zu Beginn einige zehntausend Mitglieder hatte.<\/p>\n<h5 class=\"western\" style=\"text-align: justify;\">&#8222;Wir sind der P\u00f6bel!&#8220;<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit drastischen Worten grenzte er den &#8222;Proleten&#8220; vom &#8222;B\u00fcrger&#8220; ab und verwies auf die gegens\u00e4tzlichen Interessen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Der saugt dein Blut. Der isst dein Brot.<br \/>\nDer sperrt dich ein. Der schie\u00dft dich tot.<br \/>\nMit dem wird dir Befreiung nicht.<br \/>\nSteh auf, Prolet! Zum Weltgericht!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kanehl brach in seiner Dichtung nach 1918 die Br\u00fccken zu nichtrevolution\u00e4ren politischen Str\u00f6mungen ab und deutete negative Zuschreibungen wie &#8222;Hetzer&#8220; oder &#8222;Verbrecher&#8220; selbstbewusst um: &#8222;Wir sind der P\u00f6bel. Gott sei Dank.&#8220; Haug spricht in diesem Zusammenhang von einer &#8222;im Voraus akzeptierten Deklassierung&#8220;. Kanehl versuchte, in seiner kraftvollen Sprache das Selbstbewusstsein der ArbeiterInnenschaft zu st\u00e4rken und sie zu Aktionen gegen die AusbeuterInnen anzuspornen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Streik, Demonstration, Hungerkrawall, Hassges\u00e4nge, Barrikadenbau, staatliche Morde und Repression sind wichtige Themen in seinen Gedichten nach 1918 und stellen damit ein getreues Abbild der aufgeheizten politischen Situation im Land dar. Kanehl rief trotz der ung\u00fcnstigen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse verbissen nach Waffen f\u00fcr die &#8222;Roten Soldaten&#8220;:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Geheiligt ist unser Krieg.<br \/>\nGesegnet sind unsere Waffen.<br \/>\nGerecht sind unsere Kugeln.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gegensatz zu diesen gewagten Zuspitzungen gelingen Kanehl Wortsch\u00f6pfungen oder -kombinationen, die den Knackpunkt eines Problems zutreffend aufzeigen: Parteiexperimentierer, Parlamentsdi\u00e4tenschlucker, Geldsackschutzwehr, Ungerechtigkeitsbude, Blutvorw\u00e4rts, &#8222;Sozialisten. Minister-Statisten&#8220; &#8230;<\/p>\n<h5 class=\"western\" style=\"text-align: justify;\">Parteikritik<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Beschreibung seiner politischen Utopie erweist er sich als ein Meister der knappen Form: &#8222;Alles ist unser. Ohne Besitz.&#8220; Mit seiner Kritik an zentralistisch aufgebauten Parteien, wie etwa der KPD, hat er in seinen Gedichten &#8222;V\u00f6lker, h\u00f6rt die Zentrale&#8220;, &#8222;Der Parteiidiot&#8220; oder &#8222;Antreten zum Parteikommunismus&#8220; auch noch f\u00fcr heute Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt. Wie er das Verhalten von Parteifunktion\u00e4rInnenen gegen\u00fcber der Mitgliedschaft aufs Korn nimmt, hat wohl universelle G\u00fcltigkeit:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ihr m\u00fcsst nur p\u00fcnktlich zahlen<br \/>\nauf euern Mitgliedsschein.<br \/>\nUnd immer bei den Wahlen<br \/>\nf\u00fcr uns zur Stelle sein.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kritik anderer SchriftstellerInnen von der linken Konkurrenz an seinem &#8222;Rigorismus&#8220; musste sich Kanehl \u00f6fters anh\u00f6ren. Trotz seiner flammenden Aufrufe und hellsichtigen Analysen der Parteipolitik befand sich die AAU-E ab Anfang der 1920er Jahre im Niedergang.<\/p>\n<h5 class=\"western\" style=\"text-align: justify;\">Im Abseits<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Ursache hierf\u00fcr war sicherlich die Theorie von der &#8222;Todeskrise des Kapitalismus&#8220;, die an eine heute kaum nachvollziehbare illusionistische Revolutionserwartung gekoppelt war. Pfemfert und Kanehl erkl\u00e4rten die Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen innerhalb des Kapitalismus allen Ernstes zur Privatsache und setzten voll auf den Sturz des Systems. Als ab Mitte der 1920er Jahre der ArbeiterInnenbewegung sozialpolitische Zugest\u00e4ndnisse gemacht wurden, wandten sich immer mehr Menschen von der AAU-E ab. Sie hatte sich durch zahllose besserwisserische Auseinandersetzungen mit anderen Linken ins Abseits man\u00f6vriert und galt als unbelehrbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seiner differenzierten Analyse h\u00e4lt Wolfgang Haug Kanehl einerseits die grundlegend wichtige Erkenntnis zugute, dass &#8222;ein R\u00e4tesystem nicht unter den Einfluss von Parteien geraten darf, um dem Massenwillen Ausdruck verleihen zu k\u00f6nnen&#8220;. Andererseits bescheinigt er ihm eklatante erkenntnistheoretische Defizite und einen ausgesprochenen Unwillen, kritische Fragen zuzulassen und eigene Positionen zu \u00fcberdenken. Andere R\u00e4tekommunisten, wie etwa Otto R\u00fchle, waren selbstkritischer und wurden ausgeschlossen.<\/p>\n<h5 class=\"western\" style=\"text-align: justify;\">Theater<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oskar Kanehl war seit 1921 Dramaturg und Theaterregisseur bei mehreren gro\u00dfen Theaterh\u00e4usern in Berlin. Sie geh\u00f6rten den j\u00fcdischen Rotter-Br\u00fcdern und spielten leichte und ernste Unterhaltung. Kanehl sah sich einerseits als &#8222;Revolutionshetzer&#8220;, w\u00e4hrend er andererseits in seinem b\u00fcrgerlichen Beruf als Dramaturg f\u00fcr Lustspiele und Kom\u00f6dien dem Broterwerb nachging.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese auf den ersten Blick merkw\u00fcrdige Doppelexistenz irritierte auch Jahrzehnte sp\u00e4ter noch mehrere BeobachterInnen. Kanehl weigerte sich strikt, das Theater revolution\u00e4r zu ver\u00e4ndern, um damit dem alten System Legitimation zu verschaffen oder es zu &#8222;erneuern&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei schuf Kanehl auch anspruchsvolle Inszenierungen von Arthur Schnitzler, Henrik Ibsen, Oskar Wilde und Gerhart Hauptmann. &#8222;Seine langj\u00e4hrige T\u00e4tigkeit am Theater spricht daf\u00fcr, dass er seine &#8218;Doppelexistenz&#8216; sehr gut ausbalancieren konnte&#8220;, betont Haug. Obwohl die Vorstellungen sehr gut besucht waren, wurden sie, wie fast alle Auff\u00fchrungen, im b\u00fcrgerlichen und linksliberalen Feuilleton heftig kritisiert. Mit antisemitischem Unterton schrieben rechte Bl\u00e4tter von einer &#8222;Verlotterung und Verrotterung&#8220; des Theaters und wetterten gegen angeblich zu seichte Unterhaltung und &#8222;Amerikanisierung&#8220; bei den Rotter-Theatern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kanehl selbst mischte sich durchaus mit provokativen Mitteln in den Theaterbetrieb ein. So st\u00f6rte er durch penetrantes Fl\u00f6tenspiel (!) aus dem Hinterhalt die Urauff\u00fchrung des &#8222;progressiven&#8220; St\u00fcckes &#8222;Die Exzesse&#8220; des von ihm abgelehnten Arnold Bronnen und l\u00f6ste damit einen handfesten Theaterskandal aus. Bronnen biederte sich in sp\u00e4teren Jahren den Nazis an, um sich nach 1955 dem autorit\u00e4ren Staatssozialismus in der DDR zuzuwenden. Kanehl lag also mit seiner fr\u00fchen unkonventionellen &#8222;Kritik&#8220; an dem schillernden Bronnen gar nicht so falsch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine politische Erfolglosigkeit und die Umdichtung einiger seiner Gedichte durch die Nazis machten Kanehl sehr zu schaffen. Als er 1929 geschw\u00e4cht durch einen Malariaanfall von einem Balkon aus dem vierten Stockwerk fiel und starb, blieb f\u00fcr viele seiner Freundinnen und Freunde unklar, ob es ein Suizid war. Dagegen sprach, dass er beim Theater gerade neue Projekte in Angriff nahm und neue politische Vortr\u00e4ge vorbereitete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders hervorzuheben ist die sorgf\u00e4ltige Edition von Haug, der schon in den 1980er Jahren im Luchterhand Verlag ausgew\u00e4hlte Werke von Kanehls Weggef\u00e4hrten Pfemfert, Ludwig Rubiner und Erich M\u00fchsam herausgegeben hat. In den zum Teil sehr ausf\u00fchrlichen Anmerkungen erf\u00e4hrt man viel \u00fcber Hintergr\u00fcnde und Entstehungsgeschichte der einzelnen Beitr\u00e4ge, die bis in die heutige Zeit hineinwirken. Beispielsweise wie sich der entstehende Energiekonzern RWE schon kurz nach dem Ersten Weltkrieg mit Hilfe rechter Politiker in den Kommunen Monopole und Pfr\u00fcnde sicherte. Viele Faksimiles aus r\u00e4tekommunistischen Zeitschriften, die teilweise von George Grosz illustriert wurden, lockern optisch das Buch auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da Kanehl vor 1933 gestorben ist, konnte er in neuerer Zeit weder als Naziopfer noch als Exilschriftsteller im Rahmen einer Erinnerungskultur gew\u00fcrdigt werden. Wolfgang Haug hat mit der Herausgabe und kenntnisreichen Kommentierung von Kanehls Schriften den bisher wichtigsten Beitrag dazu geleistet, damit das Werk dieses dynamischen Vertreters der linksradikalen Bewegung nicht in Vergessenheit ger\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Amtsgerichtsrat des Berliner Sch\u00f6ffengerichts, der den Theaterregisseur Oskar Kanehl (1888 &#8211; 1929) wegen seiner aufr\u00fchrerischen Verse Anfang der 1920er Jahre abgeurteilt hatte, war emp\u00f6rt. Diese freche Hetze gegen Obrigkeit, Kapital und Milit\u00e4r sollte etwas mit Kunst zu tun haben? Seiner Meinung nach m\u00fcsste sich bei Gedichten sch\u00f6n unpolitisch Herz auf Schmerz reimen. 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