{"id":17350,"date":"2017-03-01T00:00:00","date_gmt":"2017-02-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2017\/03\/braunkohle-ist-klimakiller-nr-1\/"},"modified":"2020-12-07T19:47:18","modified_gmt":"2020-12-07T17:47:18","slug":"braunkohle-ist-klimakiller-nr-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2017\/03\/braunkohle-ist-klimakiller-nr-1\/","title":{"rendered":"Braunkohle ist Klimakiller Nr.1"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Mit einer aufsehenerregenden Aktion haben unbekannte Aktivist*innen an der Autobahn A4 auf H\u00f6he Weisweiler ein un\u00fcbersehbares Zeichen gesetzt. Seit dem 15. Februar 2017 sind die braunen Infoschilder, die auf das rheinische Braunkohlerevier hinweisen, um eine wichtige Zusatzinformation erg\u00e4nzt: Auf den ca. 2x3m gro\u00dfen Schildern prangen orangefarbene Plakate mit der Aufschrift \u201eKlimakiller Nr.1\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Initiative Divest Aachen, die sich f\u00fcr einen Abzug aller Investitionen aus fossilen Energien einsetzt, begr\u00fc\u00dft diese Klarstellung. \u201eWir k\u00e4mpfen f\u00fcr das Ende der Kohleverstromung und des Tagebaus\u201c, erkl\u00e4rt Lea Heuser, Sprecherin von Divest Aachen. \u201eDank dieser kreativen Aktion kann nun jeder Mensch von der Autobahn aus nicht nur das Kraftwerk in Weisweiler sehen, sondern bekommt gleich noch den passenden Untertitel dazu geliefert\u201c. Sie ruft dazu auf, am kommenden Sonntag ein weiteres, deutliches Zeichen zu setzen. Im letzten Rest des Hambacher Forsts an der alten A4 wird dann zum zweiten Mal eine lange und eindrucksvolle rote Linie aus Menschen dem Konzern RWE seine Grenzen aufzeigen. \u201eDie Zerst\u00f6rung des einzigartigen Waldes muss genauso aufh\u00f6ren wie der Abbau und die Verbrennung von Braunkohle\u201c, so Heuser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ziel von Divest Aachen ist vor allem RWE. Der Konzern betreibt alle Tagebaue und die meisten Kohlekraftwerke im Rheinland. Zurzeit befindet sich die Initiative in einem z\u00e4hen Dialog mit der St\u00e4dteregion Aachen, die nach wie vor gut 550.000 RWE-Aktien h\u00e4lt. Divest Aachen fordert die St\u00e4dteregion auf, ethisch-\u00f6kologische Investitionskriterien zu beschlie\u00dfen und alle bestehenden Investitionen in fossile Energien sofort abzusto\u00dfen. \u201eWir m\u00fcssen RWE daran hindern, weiterhin ungeheure Mengen von Kohle zu verbrennen, um eine globale Klimaerw\u00e4rmung \u00fcber 1,5 \u00b0C zu verhindern\u201c, erkl\u00e4rt Heuser. \u201eDas geht am besten durch finanziellen Druck, also durch Druck der Aktion\u00e4r*innen\u201c. Mit dem Festhalten an RWE torpediert die St\u00e4dteregion nach Ansicht von Divest Aachen das Pariser Klimaabkommen. Um die 1,5\u00b0C-Grenze einzuhalten, m\u00fcsste nach aktuellen Studien die Verbrennung von Kohle, \u00d6l und Gas \u00fcberall auf der Welt sofort gestoppt werden und weit \u00fcber 80% der Ressourcen m\u00fcssten im Boden bleiben. Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes ((1)) empfiehlt nachdr\u00fccklich, die Emissionen aus der Kohleverstromung bis 2030 um mindestens 50% zu reduzieren. Im Zuge der Energiewende gibt es zahlreiche lokale und dezentrale Entwicklungspotentiale und Investitionsm\u00f6glichkeiten in erneuerbare Energien. Einem Divestment aus Kohle, \u00d6l und Gas steht daher eigentlich nichts im Weg.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Hintergrund zu Divestment:<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten Monaten haben Klimaschutz-Aktive erreicht, dass neben M\u00fcnster nun auch Berlin und Stuttgart ihr Kapital aus dem fossilen Sektor abziehen. Bochum, Siegen und der Landkreis Osnabr\u00fcck haben den Verkauf ihrer RWE-Anteile beschlossen. In einigen weiteren Kommunen wird ein Divestment aus fossilen Energien diskutiert. Nach einer Recherche von Greenpeace gibt es mehr als 20 Kommunen, die mehr als eine Million RWE-Aktien halten. Die aktuell insgesamt knapp 1,6 Milliarden Euro der Kommunen, die derzeit in RWE-Aktien stecken, w\u00e4ren nach Ansicht der Klimasch\u00fctzer*innen in der lokalen Energiewende deutlich besser angelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Lea Heuser \/ kommunikatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Consolas, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer aufsehenerregenden Aktion haben unbekannte Aktivist*innen an der Autobahn A4 auf H\u00f6he Weisweiler ein un\u00fcbersehbares Zeichen gesetzt. Seit dem 15. 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