{"id":17471,"date":"2018-03-01T00:00:00","date_gmt":"2018-02-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/03\/ach-wat-jong\/"},"modified":"2022-01-28T11:44:39","modified_gmt":"2022-01-28T09:44:39","slug":"ach-wat-jong","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/03\/ach-wat-jong\/","title":{"rendered":"&#8222;Ach wat, Jong&#8230;!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Warum, in drei Klabautermanns Namen, sollte eine anarchistische Monatszeitschrift die Rezension eines Buches \u00fcber Seenotretter ver\u00f6ffentlichen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun, ganz einfach: Weil es eine ebenso erhellende wie vergn\u00fcgliche Angelegenheit sein kann, Stefan Krueckens und Jochen Piochs &#8222;Mayday&#8220;, das zun\u00e4chst in Serie im Spiegel erschien und nun beharrlich die Bestsellerlisten hinaufklettert, durch eine anarchistische Brille zu lesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei g\u00e4be es auch so gen\u00fcgend Gr\u00fcnde, dieses erfreuliche Buch aufzuschlagen. Der in Hollenstedt bei Hamburg beheimatete Verlag Ankerherz hat es sich zur Gewohnheit gemacht, ebenso interessante wie optisch ansprechende B\u00fccher \u00fcber die Meere, die Seefahrt und die Seefahrer zu ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Mayday&#8220; macht dieser Tradition keine Schande. Es besteht aus 21 meist k\u00fcrzeren Erz\u00e4hlungen von Zwischenf\u00e4llen und Katastrophen auf See. \u00dcberwiegend sind es von den Autoren in ihren eigenen Worten wiedergegebene Erinnerungen ehemaliger oder noch t\u00e4tiger Seenotretter (es sind tats\u00e4chlich fast ausschlie\u00dflich M\u00e4nner. Nur eine einzige Frau, Birgit Heinze, f\u00e4hrt heute f\u00fcr die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger (DGzRS) zur See). Wo keine Zeugen mehr am Leben waren, rekonstruieren Kruecken und Pioch die Ereignisse anhand von Zeitungsberichten, Logb\u00fcchern und Protokollen. Ein lesenswerter Essay von Olaf Kanter, genau in der Mitte des Buches platziert, rundet das Ganze ab. Das Buch ist durchsetzt und durchwebt von eindrucksvollen Fotos von Enver Hirsch und Thomas Steuer, sodass man fast meint, beim Lesen selbst in den guten Stuben der Seeleute zum Tee geladen zu sein, in alten Bootsschuppen ihrem Garn zu lauschen oder an der Rettungsklappe bereitzustehen, wenn es wieder hinaus geht in den Sturm, um Leben zu retten. Denn genau das tun die Seenotretter, und setzen dabei nicht selten ihr eigenes Leben aufs Spiel. Der Werbespruch der DGzRS, &#8222;Wir fahren raus, wenn alle anderen reinkommen&#8220;, ist keine Hochstapelei, auch wenn es im Tagesgesch\u00e4ft nat\u00fcrlich oft banaler zugeht, als die dramatischen Bilder von wei\u00dfer Gischt und riesigen Brechern nahelegen. Trotzdem: 45 Mitglieder der Gesellschaft sind seit ihrer Gr\u00fcndung auf See geblieben. Da ist es umso beeindruckender, bei der Lekt\u00fcre von &#8222;Mayday&#8220; immer wieder zu erleben, wie hartn\u00e4ckig die Autoren, die ja eingestandenerma\u00dfen auf der Jagd nach den &#8222;dramatischsten Eins\u00e4tzen&#8220; waren, bei ihrem Versuch scheitern, ihren Gespr\u00e4chspartnern auch nur die kleinste heldenhafte Pose zu entlocken. Seenotretter sind einfache Leute, und auf fast schon aufreizende Art norddeutsch-unzeremoniell. Als Kruecken und Pioch beispielsweise den 2012 verstorbenen Harry Tadsen interviewten, den ehemaligen Vormann des Seenotrettungskreuzers &#8222;Bremen&#8220;, der vor Amrum in einem spektakul\u00e4ren Man\u00f6ver 25 Seeleute einzeln (!) von einem havarierten griechischen Frachter heruntergeholt hatte, indem er immer wieder trotz meterhoher Wellen an das Wrack heranfuhr, fragten sie ihn, ob das nicht verflixt gef\u00e4hrlich gewesen sei. Sie erhielten zur Antwort: &#8222;Ach wat, Jong. Hat doch gut geklappt&#8220; (S.187). Das ist der Ton, der die Gespr\u00e4che von &#8222;Mayday&#8220; dominiert &#8211; zumindest von der einen Seite. Wenn es doch einmal greller wird, lauter und rei\u00dferischer, liegt das an den Autoren, und nicht an ihren Gespr\u00e4chspartnern. Manche der Erz\u00e4hlungen sind tats\u00e4chlich eher zum Schmunzeln. Andere sind &#8211; naturgem\u00e4\u00df &#8211; f\u00fcrchterlich. Wie nebenbei lernt man noch Wissenswertes \u00fcber die Sicherheit an (und auf) der Nord- und Ostsee &#8211; Informationen, die stinkigen Landratten bei ihrem n\u00e4chsten Urlaub gewiss nicht schaden werden&#8230; &#8211; und Unerfreuliches \u00fcber die Mauscheleien deutscher Reedereien, die zum Beispiel schon bald nach dem Krieg begannen, durch sogenannte &#8222;Fremdbeflaggung&#8220; Sicherheitsstandards zu umgehen, an Mensch und Material zu sparen und ihre Profite skrupellos in die H\u00f6he trieben &#8211; auf Kosten der Sicherheit ihrer Schiffsbesatzungen. Kurz: Mayday erlaubt einen ebenso unaufgeregten wie weitreichenden (Ein)Blick in die Welt der Seenotrettung und ist zugleich eine angemessene W\u00fcrdigung ihrer Leistung. Neben dem opulent ausgestatteten Gro\u00dfbildband &#8222;Respekt&#8220; gibt es zur Zeit wohl kein sch\u00f6neres Buch zum Thema.<\/p>\n<h5 class=\"western\" style=\"text-align: justify;\">Was aber hat das alles mit Anarchismus zu tun?<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun: Mehr, als man auf den ersten Blick vielleicht erwarten sollte. Denn im Grunde ist die Rettung auf See, so, wie sie in Deutschland heute organisiert ist, nichts anderes als ein Bespiel f\u00fcr eine ebenso erfolgreiche wie langlebige Form menschlicher Selbstorganisation mit dem Ziel der gegenseitigen Hilfe. Es waren (und sind) die der Struktur der 1865 gegr\u00fcndeten DGzRS zugrundliegenden Prinzipien, die ihr jene Festigkeit und Handlungsf\u00e4higkeit verleihen, die ihre Arbeit bis heute auf solch eindrucksvolle Weise effizient machen. Diese Prinzipien aber sind, bei Lichte betrachtet, erstaunlich anarchistisch. Dass die historischen Gr\u00fcnder der Gesellschaft &#8211; Adolph Bermpohl, Arwed Emminghaus und einige andere &#8211; zu Lebzeiten vermutlich nie etwas vom Anarchismus oder von anarchistischen Organisationsprinzipien geh\u00f6rt haben d\u00fcrften, und, wenn sie es getan h\u00e4tten, nach der Polizei geschrien h\u00e4tten, \u00e4ndert an dieser Tatsache nichts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So waren sich Bermpohl und seine Kollegen zum Beispiel von Anfang an einig, dass ihre Gesellschaft finanziell und organisatorisch unabh\u00e4ngig vom Staat bleiben solle. Daran hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert. Die DGzRS, schreibt Olaf Kanter, handelt &#8222;vollkommen unabh\u00e4ngig von der politischen Gro\u00dfwetterlage und den Zw\u00e4ngen, denen \u00f6ffentliche Haushalte unterworfen sind&#8220; (S. 138).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies f\u00fchrte zum Beispiel dazu, dass die Schiffe der DGzRS w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs deutsche Matrosen ebenso aus dem Wasser zogen wie abgeschossene britische Bomberpiloten &#8211; wohlgemerkt, nachdem diese ihre t\u00f6dliche Fracht \u00fcber deutschen St\u00e4dten abgeworfen hatten (ein solcher Fall, die Geschichte des jungen britischen MG-Sch\u00fctzen Erwin Ernest Barnes, wird im Buch erz\u00e4hlt). Die Nationalsozialisten h\u00fcteten sich, sie daran zu hindern. Denn h\u00e4tten sie es getan, h\u00e4tte die Gesellschaft ebenso leicht die Rettung deutscher Soldaten und Seeleute verweigern k\u00f6nnen. Selbst in einer m\u00f6rderischen Diktatur behielt die DGzRS ihre Unabh\u00e4ngigkeit vom Staat. Zwar ist heute traditionell der Bundespr\u00e4sident Schirmherr der Gesellschaft. Das aber ist eine rein symbolische Anerkennung ihrer Leistung. Die DGzRS finanziert sich seit ihrer Gr\u00fcndung ausschlie\u00dflich aus Spenden. Heute muss sie Jahr f\u00fcr Jahr volle 30 Millionen Euro einwerben, um ihre Flotte und Struktur einsatzf\u00e4hig zu halten. Und das gelingt ihr: Durch zahllose Kleinspenden, die zum Beispiel trinkfreudige Besucherinnen und Besucher norddeutscher Kneipen in die dort allgegenw\u00e4rtigen, geschwungenen Spendenschiffchen werfen, aber auch durch gr\u00f6\u00dfere Gaben wohlhabender G\u00f6nnerinnen und G\u00f6nner. Auch, dass die DGzRS in Testamenten bedacht wird, ist nicht ungew\u00f6hnlich. Man darf vermuten, dass die Spendenbereitschaft der Bev\u00f6lkerung weit geringer w\u00e4re, wenn die DGzRS eine staatliche oder teilstaatliche Organisation w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch beeindruckender ist eine andere Tatsache, die immer wieder f\u00fcr Erstaunen und Verwirrung sorgt: Denn die \u00fcberwiegende Mehrzahl der f\u00fcr die DGzRS t\u00e4tigen Seenotretter sind bis heute Freiwillige. Lediglich die Vorm\u00e4nner (landl\u00e4ufiger ausgedr\u00fcckt: die Kapit\u00e4ne) sind fest angestellt, ebenso die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralstelle in Bremen. Alle anderen gehen nebenher einem geregelten Broterwerb nach und beziehen allenfalls eine &#8222;Aufwandsentsch\u00e4digung&#8220;. Detlev Sass zum Beispiel, Seenotretter auf der &#8222;Walter Rose&#8220;, arbeitete bis zu seiner Pensionierung unter der Woche als Regierungsdirektor beim Finanzamt Neum\u00fcnster. Am Wochenende fuhr er auf die Ostsee hinaus und rettete Menschen aus Seenot. Das eine, sagt er heute, sei sein Beruf gewesen, das andere seine Berufung (S. 111-117).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erkl\u00e4rung, die die DGzRS f\u00fcr diesen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Umstand gibt, ist in der Tat bedenkenswert: Welchen Lohn man einem Menschen denn zahlen wolle, damit er bereit sei, sein Leben f\u00fcr andere zu riskieren? Anders ausgedr\u00fcckt: Die Form der gegenseitigen Hilfe, wie sie die Seenotretter praktizieren, steht \u00fcber den Gesetzen der kapitalistischen Lohnsklaverei. Olaf Kanter fasst diesen Umstand pr\u00e4gnant zusammen: &#8222;Die Vordenker um Bermpohl hatten wohl die richtige Idee, als sie auf Freiwillige setzten. Denn was den Rettern [&#8230;] abverlangt wurde, konnte man mit keinem Sold der Welt bezahlen. Freiwillige bringen eben freien Willen mit, und der macht den Unterschied, dieser unbedingte Wille zu helfen&#8220; (S. 132).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne es zu wollen, und gewiss auch ohne es zu wissen, wurden die Seenotretter so zu Verk\u00f6rperungen einer anderen Form des gesellschaftlichen Miteinanders, jenseits von Selbstvermarktungszw\u00e4ngen, beruflichen Hierarchien und strukturellem Egoismus. Da \u00fcberrascht es kaum noch, in &#8222;Mayday&#8220; S\u00e4tze wie die folgenden zu lesen: &#8222;Mehr als 81.000 Menschen haben die Leute von der Gesellschaft gerettet, das ist eine unglaubliche Zahl. Mehr als 81.000 Mal die Best\u00e4tigung, dass Bermpohl und die vielen anderen recht hatten, die sich f\u00fcr den Aufbau einer Seenotrettung eingesetzt haben: Wir k\u00f6nnen doch etwas ausrichten. Wir sind der See nicht ausgeliefert, weil wir uns gegenseitig helfen. Unser st\u00e4rkstes Argument in der Auseinandersetzung mit den Elementen ist die Solidarit\u00e4t&#8220; (S. 137-138). Wir fassen zusammen: Die DGzRS ist eine staatsunabh\u00e4ngige Selbstorganisation, aufruhend auf dem Prinzip des freien Willens und der Solidarit\u00e4t. Sie ist arbeitsf\u00e4hig dank der massenhaften, freiwilligen Unterst\u00fctzung aus der Bev\u00f6lkerung. Und ihr alleiniges Ziel ist es, anderen Menschen, unabh\u00e4ngig von deren Herkunft, Geschlecht, ja sogar von deren Handlungen, in der Not zu helfen. Klassische Autoren des Anarchismus wie Peter Kropotkin h\u00e4tten sich die Augen betupft vor R\u00fchrung, wenn sie so etwas h\u00e4tten lesen d\u00fcrfen.<\/p>\n<h5 class=\"western\" style=\"text-align: justify;\">Freiheitliche Strukturen<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst auf Mikroebene lassen sich in der DGzRS \u00fcberraschend freiheitliche Strukturen finden. So hat zum Beispiel im Einsatz unzweifelhaft der Vormann das Kommando. Was jedoch die allt\u00e4glichen Verrichtungen an Bord betrifft, vom Kochen bis zum Kloputzen, machen alle alles. Der Vormann kann jederzeit eigenm\u00e4chtig einen Einsatz anordnen, wenn er dies f\u00fcr richtig h\u00e4lt. Lediglich abmelden muss er sich bei der Bremer Zentralstelle. Diese hohe Eigenverantwortlichkeit ohne b\u00fcrokratische Hindernisse und nutzlose Hierarchien hat schon so manchem unbedachten Wattwanderer das Leben gerettet. &#8222;Wir sind klar zum Einsatz&#8220;, hei\u00dft es bei den Seenotrettern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freiheitliche Strukturen haben sich f\u00fcr die Arbeit der DGzRS von Anfang an als am effizientesten erwiesen, und man darf sich fragen, ob irgendetwas besser gelaufen w\u00e4re, wenn sie ideologisiert gewesen w\u00e4ren. Anders ausgedr\u00fcckt: Wie kommt es eigentlich, dass ein harmloses, linksradikales Kulturzentrum nach ein- bis zwei Jahren in einem Sturm aus gegenseitigen Beschimpfungen und Spuckereien auseinanderbricht, w\u00e4hrend die DGzRS seit 150 Jahren ihre gro\u00dfartige Arbeit verrichtet? Der gegenw\u00e4rtige Anarchismus in Deutschland bietet ein pittoreskes Bild: Eine Hand voll Herren gesetzteren Alters sitzt in einem intellektuellen Sandkasten und pr\u00fcgelt sich um F\u00f6rmchen. Wie h\u00e4ufig ist es in der Vergangenheit vorgekommen, dass ideologische Keimfreiheit \u00fcber realen, praktischen oder sozialen Nutzen gestellt wurde? Die Anarchistinnen und Anarchisten des 19. Jahrhunderts haben die Strukturen der Selbstorganisation, der gegenseitigen Hilfe und der sozialen \u00d6konomie nicht erfunden: Sie existierten l\u00e4ngst, ehe die Bewegung sich ideologisch formierte. Was die fr\u00fchen Anarchistinnen und Anarchisten taten, war, sie wahrzunehmen, sie bewusst zu machen, in Wert zu setzen, zu radikalisieren, und schlie\u00dflich zur Grundlage eines alternativen Gesellschaftsmodells zu erheben. Vielleicht w\u00e4re es an der Zeit, sich erneut mit offenen Augen nach bereits funktionierenden selbstorganisierten Strukturen umzuschauen, die abseits des politischen Klein-Kleins bestehen, um die Arbeit der Altvorderen wieder aufzunehmen. Es ist eine wichtige und durchaus komplexe Aufgabe, herauszubekommen, wann selbstorganisierte solidarische Strukturen sinnvoll funktionieren &#8211; und wann nicht. Denn es wird schon mehr brauchen als die kr\u00e4ftigen Arme der Seenotretter, um die Zukunft der Menschheit aus den St\u00fcrmen der Klimakatastrophe und den Fluten schmelzender Polarkappen herauszurei\u00dfen, in die eine grenzenlose, unsoziale Habgier sie hineinjagt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum, in drei Klabautermanns Namen, sollte eine anarchistische Monatszeitschrift die Rezension eines Buches \u00fcber Seenotretter ver\u00f6ffentlichen? Nun, ganz einfach: Weil es eine ebenso erhellende wie vergn\u00fcgliche Angelegenheit sein kann, Stefan Krueckens und Jochen Piochs &#8222;Mayday&#8220;, das zun\u00e4chst in Serie im Spiegel erschien und nun beharrlich die Bestsellerlisten hinaufklettert, durch eine anarchistische Brille zu lesen. 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