{"id":17515,"date":"2018-04-01T00:00:00","date_gmt":"2018-03-31T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/04\/erinnerung-an-ekkehart-krippendorff\/"},"modified":"2022-07-26T13:30:53","modified_gmt":"2022-07-26T11:30:53","slug":"erinnerung-an-ekkehart-krippendorff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/04\/erinnerung-an-ekkehart-krippendorff\/","title":{"rendered":"Erinnerung an Ekkehart Krippendorff"},"content":{"rendered":"<h3>50 Jahre 1968 und der &#8222;Fall Krippendorff&#8220;<\/h3>\n<h3>1965: Das &#8222;Kuby-Krippendorff&#8220;-Semester und der Beginn direkter gewaltfreier Aktionen der StudentInnen<\/h3>\n<p>Krippendorff war Assistent des neu berufenen Professors Ziebura am Otto-Suhr-Institut der Freien Universit\u00e4t geworden. Nebenher, das war f\u00fcr ein Mitglied des Lehrk\u00f6rpers ungew\u00f6hnlich, schrieb er politische Kolumnen f\u00fcr die Tageszeitung Spandauer Volksblatt. Bereits 1960 war dem linken Publizisten Erich Kuby Hausverbot erteilt worden, weil der die Benennung &#8222;Freie Universit\u00e4t&#8220; als grassierenden Antikommunismus &#8211; implizit gegen die Universit\u00e4ten in der DDR gerichtet &#8211; kritisiert hatte. Als Kuby zum 8. Mai 1965 an der Uni reden sollte, wurde dies wiederum verboten. Daraufhin hatte der FU-Beauftragte f\u00fcr politische Bildung, Kurt Sontheimer, als Redner Karl Jaspers eingeladen, der als einer der wenigen Intellektuellen vor 1968 \u00f6ffentlich von der &#8222;moralischen Schuld&#8220; der Deutschen am Nationalsozialismus gesprochen hatte. Uni-Rektor L\u00fcers tadelte Sontheimer und wollte Jaspers wieder ausladen. Krippendorff emp\u00f6rte sich im Spandauer Volksblatt \u00fcber ein scheinbar geplantes Redeverbot f\u00fcr Jaspers &#8211; f\u00fcr diesen Kommentar sollte Krippendorffs Assistenzvertrag nicht verl\u00e4ngert und er aus der Universit\u00e4t als Lehrender verbannt werden: die dritte von insgesamt sechs Schikanen der Unileitung gegen seine Lehrt\u00e4tigkeit, die Krippendorff in seiner Autobiographie aufz\u00e4hlt (LF, 155ff.). Seine StudentInnen wollten gegen den Rauswurf \u00f6ffentlich vorgehen, wussten aber nicht wie. Krippendorff tat sich mit ihnen zusammen und berichtete von seinen Jahren 1960-63 in den USA, wo er die direkten gewaltfreien Aktionen der B\u00fcrgerrechtsbewegung kennengelernt hatte:<\/p>\n<p>&#8222;Ich berichtete von meinen Amerika-Erfahrungen der B\u00fcrgerrechtsbewegung mit &#8218;Sandwich-M\u00e4nnern&#8216;, Flugbl\u00e4ttern und mit griffigen Parolen vor bestimmten prominenten Orten wie, in diesem Fall etwa, dem Rektorat &#8211; und genau das hatten sie dann auch getan. (&#8230;) Mit 10.000 solidarischen FU-Studentinnen und -Studenten hatte ich starke Verb\u00fcndete. Am Ende musste der Rektor nachgeben, indem er versprach, f\u00fcr mich ein Habilitationsstipendium zu erwirken. Zwei Jahre sp\u00e4ter, 1967, erhielt ich ohne viel Aufsehens unter einem neuen Rektor meine Stelle wieder.&#8220; (LF, 156, 158)<\/p>\n<p>Der Fall wurde zum \u00f6ffentlichen Skandal mit Stellungnahmen in allen gro\u00dfen Tageszeitungen, erbittertem Streit auch unter Professoren und Solidarit\u00e4tsbekundungen aus J\u00fcdischen Gemeinden. &#8222;Mit dem &#8218;Fall Krippendorff&#8216; von 1965 begann, historisch gesehen, in Deutschland das Jahr 1968&#8220;, schrieb er (LF, 158).<\/p>\n<p>Es war die Entscheidung gegen die autorit\u00e4ren Universit\u00e4tsleitungen und die Ordinarienuniversit\u00e4t, die hier begann; der Wille zu demokratischen Strukturen, auch innerhalb der StudentInnenschaft, die bis dahin eine &#8222;nicht\u00f6ffentliche Kabinetts- und Verhandlungspolitik&#8220; ((1))\u00a0betrieben hatte.<\/p>\n<h3>1968: Kritik des Vietnamkriegs und der SU-Intervention in der CSSR<\/h3>\n<p>Die sich wie ein Buschfeuer ausbreitende Bewegung begleitete er aktiv, &#8222;als einer der ganz Wenigen aus dem akademischen Lehrk\u00f6rper; zwar war ich Assistent, f\u00fchlte mich aber ganz und gar als Student und den acht bis zehn Jahre j\u00fcngeren KommilitonInnen zugeh\u00f6rig&#8220;. (LF, 158)<\/p>\n<p>1968 schloss er sein Habilitations-Manuskript &#8222;Die amerikanische Strategie&#8220; ab und wurde als Aktivist der Au\u00dferparlamantarischen Opposition (APO) zum profilierten Kritiker der US-Au\u00dfenpolitik und des Vietnamkriegs. Er kritisierte Kapitalismus, Imperialismus und Ausbeutung in der &#8222;Dritten Welt&#8220; und stand dabei in der Tradition der Kritischen Theorie, &#8222;gl\u00fccklicher Weise ohne der Versuchung eines dogmatischen Marxismus zu erliegen. Letzteres fiel insofern nicht schwer, als wir ja den real praktizierten Marxismus gewisserma\u00dfen vor der Haust\u00fcre hatten &#8211; ein abschreckendes Beispiel.&#8220; (LF, 159)<\/p>\n<p>Am 21. August 1968 nahm Krippendorff an der &#8222;spontan sich formierenden Protest-Demonstration der Westberliner Linken gegen den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die tschechoslowakische Republik teil. (&#8230;) Von einem Teach In an der TU Berlin zog ein vieltausendk\u00f6pfiger Zug zur Tschechischen Milit\u00e4rmission&#8220; (LF, 162), die damals noch in der Hand der Dub?ek-Anh\u00e4ngerInnen war. Krippendorff war Teil einer vierk\u00f6pfigen Delegation der Demo, die eine Solidarit\u00e4tsadresse &#8222;gegen jede Form b\u00fcrokratischer Herrschaft in den verschiedenen Gesellschaftssystemen&#8220; \u00fcberbrachte, unterschrieben von den Berliner Asten, dem SDS, dem Republikanischen Club, dem SHB und den Falken. &#8222;Keiner unserer Kalten Krieger, kein Westberliner Friedensverteidiger hat sich so spontan und qualifiziert ge\u00e4u\u00dfert und seine Solidarit\u00e4t mit den tschechoslowakischen DemokratInnen deutlich sichtbar gemacht wie die universit\u00e4re Linke.&#8220; (LF, 162)<\/p>\n<h3>Der Vorlauf der &#8222;Amerika&#8220;-Jahre 1960-1963<\/h3>\n<p>Die M\u00f6glichkeit, studentischen DemonstrantInnen aus dem Stand heraus Tipps f\u00fcr Strategie und Taktik gewaltfreier Aktionen geben zu k\u00f6nnen, waren Folge von Krippendorffs Aufenthalt in den USA, wo er von 1960 bis 1963 als Dr. phil. der Politikwissenschaft in Harvard, Yale und der New Yorker Columbia-University dozierte. Er war eingereist als der erste, der in der BRD &#8222;von Anbeginn ausschlie\u00dflich Politikwissenschaft gewisserma\u00dfen &#8217;schmalspurig&#8216; studiert hat und dann mangels anderer Abschlussm\u00f6glichkeiten nach acht Semestern [Studium ab 1954 in Freiburg, dann in T\u00fcbingen, dann in West-Berlin] 1959 auch in diesem Fach zum Dr. phil. promovierte. Deutschlands \u00e4ltester Politologe.&#8220; (LF, 142)<\/p>\n<p>Die Politologie, aus den USA kommend und Political Science genannt, war jedoch zu der Zeit eine rein deskriptive Wissenschaft, geschichtslos und \u00f6konomisch nicht fundiert &#8211; erst viel sp\u00e4ter, w\u00e4hrend seiner Lehrt\u00e4tigkeit in Italien (1969-1978), lernte Krippendorff die europ\u00e4ische Tradition der Gesellschaftskritik genauer kennen, las Marx und Hegel und begr\u00fcndete seinen Ansatz der Politikwissenschaft historisch und \u00f6konomisch, sp\u00e4ter sogar noch literarisch &#8211; er wurde zum Verfechter interdisziplin\u00e4rer Ans\u00e4tze und auch des &#8222;Studium Generale&#8220;.<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr den Aufbruch in die USA, die Krippendorff liebevoll, wenn auch altmodisch &#8222;Amerika&#8220; nennt, in dessen Begriff f\u00fcr ihn immer auch eine utopische Verhei\u00dfung durchschimmerte, war zun\u00e4chst ein privater: seine Liebe zu Eve Slatner, einer tschechisch-englisch-US-amerikanischen J\u00fcdin, die er 1958 in Berlin im Theater kennengelernt hatte und die nun in New York lebte. Sie f\u00fchrte ihn in ihr j\u00fcdisches Familienmilieu und die j\u00fcdischen, intellektuellen Kreise in New York ein, die ihn trotz aller historischen Belastung sofort annahmen, wenngleich er der erste Deutsche war, den sie kennenlernten.<\/p>\n<p>Obwohl er schon in seiner Berliner Studienzeit begann, gesellschaftskritisch zu denken, waren es doch die USA, die Aufbruchsjahre der Kennedy-Pr\u00e4sidentschaft, die er miterlebte, die in ihm seinen kritischen Geist freisetzten. Dazu geh\u00f6rte auch die t\u00e4gliche Lekt\u00fcre der New York Times, die mit der Berichterstattung \u00fcber Vorg\u00e4nge in Lateinamerika, Afrika, Asien viel weltl\u00e4ufiger war als der deutsche Provinzjournalismus der damaligen Zeit, der sich fast nur mit Kaltem Krieg und der deutschen Teilung besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p>Diese &#8222;Amerika&#8220;-Jahre waren f\u00fcr Krippendorff von naiver Begeisterung u.a. auch \u00fcber die lockeren Beziehungen von StudentInnen zu ProfessorInnen gepr\u00e4gt, die er von den steifen, disziplinarischen und distanzierten deutschen Ordinarien-Universit\u00e4ten so gar nicht kannte. Wer folgende Beschreibung Krippendorffs von damals liest, m\u00f6ge sie mit den Angst-Psychosen und Tendenzen in den heutigen Trump-USA vergleichen, jemanden, der ein Privatgrundst\u00fcck betritt, zun\u00e4chst mit der Waffe zu bedrohen und erst dann zu fragen, was er wolle:<\/p>\n<p>&#8222;Fast niemand schloss bei Abwesenheit seine Haust\u00fcr ab &#8211; der Campus war weithin von Einfamilienh\u00e4usern umgeben &#8211; man lie\u00df alles offen, Diebstahl kam nicht vor; auch die Autoschl\u00fcssel lie\u00df man gew\u00f6hnlich im Wagen stecken.&#8220; (LF, 146)<\/p>\n<p>Der gerade angekommene Krippendorff hatte den Kennedy-Wahlkampf erlebt und zun\u00e4chst eine naive Hoffnung auf die Kennedy-Br\u00fcder an der Macht projiziert &#8211; die er erst St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck und in sp\u00e4teren Jahren in eine harsche Kritik der Vietnamkriegs-Ausweitung umwandelte, die bereits Kennedy vorantrieb. Auch zur Kuba-Krise 1962 schreibt der sp\u00e4tere Krippendorff, dass Kennedy &#8222;bereit gewesen war, um seines Images und Prestiges willen den Atomkrieg auszul\u00f6sen. Was uns (&#8230;) gerettet hat, war das kl\u00fcgere Nachgeben der anderen Seite, Nikita Chruschtschows.&#8220; (LF, 248)<\/p>\n<p>An der US-amerikanischen B\u00fcrgerrechtsbewegung ist er, anders als an Kennedy, jedoch nie verzweifelt. Sie geh\u00f6rt zu seiner zweiten euphorischen Erfahrung in den USA &#8211; und ihr blieb er treu. Er erlebte 1961 eine Rede von Malcolm X in Harvard. Am Tag seiner R\u00fcckkehr nach Europa, dem 28. August 1963, hielt Martin Luther King seine Rede &#8222;I have a dream&#8220;. Es waren die Jahre von SNCC (Student Nonviolent Coordinating Committee) ((2)), den direkten gewaltfreien Massenaktionen in den S\u00fcdstaaten, die &#8222;Freedom Rides, die Sit-Ins und Bus-Boykotte, die verschiedenen Formen zivilen Ungehorsams, das Unterlaufen rassistischer Gesetze&#8220;:<\/p>\n<p>&#8222;Da konnte ich, 1963, an die FU Berlin zur\u00fcckgekehrt, meine amerikanischen Erfahrungen mit sichtbarem Erfolg in den Lernprozess der Au\u00dferparlamentarischen Opposition einbringen. So \u00fcbersetzte ich zum Beispiel eine kleine Schrift \u00fcber Demonstrationstechniken, die in Berlin gro\u00dfe Verbreitung und auch rasch praktische Anwendung fand. ((3))\u00a0Amerika-Erfahrung zu haben galt damals als etwas Besonderes und war es auch, besonders f\u00fcr Linke.&#8220; (LF, 242)<\/p>\n<p>Ekkehart Krippendorff darf gerade im Jahre des 50j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der StudentInnenbewegung als politisch-strategische Vermittlungsperson der entwickelten gewaltfreien Aktionskultur in den USA in die westdeutsche und westeurop\u00e4ische Aktionskultur der revoltierenden StudentInnen hinein gelten. Das ist aus meiner Sicht sein gr\u00f6\u00dftes Verdienst.<\/p>\n<h3>Das &#8222;andere Amerika&#8220;<\/h3>\n<p>Im Jahre 2003, als sich Krippendorff im Rahmen der eben nicht &#8222;deutschen&#8220;, sondern einer internationalen, ja weltweiten Friedensbewegung gegen die US-gef\u00fchrte Milit\u00e4rinvasion im Irak aussprach und zum Sturz von Saddam Hussein gandhianische Methoden, ausgef\u00fchrt von der eigenen Bev\u00f6lkerung, vorschlug, wurde er auf \u00fcbelste Weise von antideutscher Seite, von Leuten, die damals mit US- oder Israel-Fahnen gegen die Antikriegs-Massendemos provozierten, oder von Kriegstreibern in der &#8222;taz&#8220; (Hannes Stein) oder im &#8222;Spiegel&#8220; (Henryk Broder) als &#8222;Anti-Amerikaner&#8220; und nat\u00fcrlich &#8222;Antisemit&#8220; beschimpft. In Israel hatte Krippendorff &#8222;Refuzeniks&#8220; wie Zvi Schuldiner und Roni Hammermann unterst\u00fctzt, die sich dem Kriegsdienst in den besetzten Gebieten verweigerten, u.a. dadurch, dass Krippendorff Zvi Schuldiner an der FU Berlin promovieren lie\u00df, nachdem ihm die Hebrew University seine Promotion aus politischen Gr\u00fcnden verwehrte. Er unterst\u00fctzte Daniel Barenboim 1999 bei der Gr\u00fcndung des &#8222;Divan-Orchesters&#8220;, bestehend aus arabischen und israelischen MusikerInnen. F\u00fcr Krippendorff gab es ein &#8222;anderes Israel&#8220;, so wie es f\u00fcr ihn ein &#8222;anderes Amerika&#8220; gab.<\/p>\n<p>Kurz vor Fertigstellung des Manuskripts f\u00fcr seine Autobiographie 2011 brachen in den arabischen Staaten die Aufst\u00e4nde gegen Diktaturen aus, meist gewaltlos, bevor sie vielerorts in Milit\u00e4rputsch, B\u00fcrgerkriegen und Milit\u00e4rinterventionen untergingen. Doch die Kriegstreiber von damals wollen sich nicht mit den hunderttausendfachen Opfern der milit\u00e4rischen Irak-Invasion konfrontieren, die sie 2003 propagiert hatten , weil ja eine arabische Bev\u00f6lkerung unf\u00e4hig zum Sturz eines &#8222;Wiederg\u00e4nger Hitlers&#8220; sei, genau wie in den Drei\u00dfigerjahren die deutsche.<\/p>\n<p>Ebenso wenig waren sie bereit, zuzugeben, dass arabische Bev\u00f6lkerungsgruppen tats\u00e4chlich mit gandhianischen Methoden brutale Diktaturen st\u00fcrzen konnten &#8211; allein der Gedanke einer n\u00e4heren, auch historischen Untersuchung dieser M\u00f6glichkeit galt ihnen ja bereits 2003 als anti-amerikanisch und antisemitisch!<\/p>\n<p>Diese Leute haben Krippendorffs Maxime nie begriffen: &#8222;Historisch ist, was m\u00f6glich war.&#8220; (LF, 282)<\/p>\n<p>Krippendorff hat denn auch immer wieder betont, dass sich &#8222;meine Amerika-Kritik gegen die amtierende Regierung und deren Politik richtete und nichts mit &#8218;Anti-Amerikanismus&#8216; zu tun hatte&#8220;. (LF, 250)<\/p>\n<p>Wenn jemand von &#8222;Amerika&#8220; gelernt hatte, dann doch wohl Ekkehart Krippendorff.<\/p>\n<p><b>Lou Marin<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>50 Jahre 1968 und der &#8222;Fall Krippendorff&#8220; 1965: Das &#8222;Kuby-Krippendorff&#8220;-Semester und der Beginn direkter gewaltfreier Aktionen der StudentInnen Krippendorff war Assistent des neu berufenen Professors Ziebura am Otto-Suhr-Institut der Freien Universit\u00e4t geworden. Nebenher, das war f\u00fcr ein Mitglied des Lehrk\u00f6rpers ungew\u00f6hnlich, schrieb er politische Kolumnen f\u00fcr die Tageszeitung Spandauer Volksblatt. 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