{"id":17702,"date":"2018-09-28T12:00:00","date_gmt":"2018-09-28T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/09\/die-gwr-im-museum\/"},"modified":"2018-09-30T17:58:56","modified_gmt":"2018-09-30T15:58:56","slug":"die-gwr-im-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/09\/die-gwr-im-museum\/","title":{"rendered":"Die GWR im Museum"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p>ist die <em>Graswurzelrevolution<\/em> reif f\u00fcrs Museum? Allerdings. Am 21. September wurde in der RETRO STATION Recklinghausen die vom rock\u2018n\u2018popmuseum und LWL-Museumsamt f\u00fcr Westfalen zusammengestellte Wanderausstellung \u201eDemos, Discos, Denkanst\u00f6\u00dfe \u2013 die 70er Jahre in Westfalen\u201c er\u00f6ffnet. In zwei Vitrinen sind dort auch Ausgaben der <em>Graswurzelrevolution<\/em> (GWR) aus den Jahren 1972 bis 1974 zu sehen. Zu h\u00f6ren und zu sehen sind unter anderem die GWR-Autoren und Liedermacher Konstantin Wecker und Pit Budde (Ex-Cochise). Und viele(s) mehr. Die sehenswerte Ausstellung kann bis zum 23. November 2018 in Recklinghausen besucht werden, bevor sie auf Wanderschaft geht und bis April 2020 in Museen in Gronau, G\u00fctersloh, Hemer, Brakel, Bielefeld, Minden und Warstein gezeigt wird. ((1))<\/p>\n<p>Gro\u00dfer Andrang herrschte am 4. September 2018 im Demokratisch-Kurdischen Gesellschaftszentrum in M\u00fcnster beim Streitgespr\u00e4ch \u201eAnarchismus vs. Marxismus\u201c mit dem Vorstandssprecher des Linken-Kreisverbandes M\u00fcnster, Karsten Schmitz, und mir. Es hat mich gefreut, dass mich die Linke dazu eingeladen hat. \u00dcber 100 Menschen kamen zur Veranstaltung, die zuvor lediglich in sozialen Medien beworben wurde. Etwa 2000 Leute verfolgten die Diskussion im Livestream. ((2)) Das Interesse an einer Auseinandersetzung mit anarchistischen Ideen ist erfreulich gro\u00df. Den ersten Teil der Diskussion hat M\u00fcnsterTube gefilmt und auch auf youtube dokumentiert. ((3))<\/p>\n<p>Leider wird Anarchie in den Medien von taz bis BILD auch heute noch oft mit Chaos und Terror gleichgesetzt. So wird ein Zerrbild gezeichnet, dem nicht zuletzt auch die GWR etwas entgegensetzen will. Es ist sch\u00f6n, dass viele Menschen der permanenten Anarchie-Diffamierung zum Trotz ihre Ber\u00fchrungs\u00e4ngste in Bezug auf den Anarchismus verloren haben. In diesem Zusammenhang finde ich es auch gut, dass mich im September der taz-Redakteur Christian Jacob im Auftrag der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung zu einem moderierten Streitgespr\u00e4ch mit Peter Rudolf, einem Vertreter des milit\u00e4rstrategischen, regierungsnahen Thinktanks \u201eStiftung f\u00fcr Wissenschaft und Politik\u201c, ins taz-Caf\u00e9 Berlin eingeladen hat. Eine Kurzversion der Debatte soll im BPB-Magazin <em>Krieg oder Frieden<\/em> erscheinen.<\/p>\n<p>Angenehmer war das Interview, das die Journalistin Leonie Krzistetzko mit mir zum Thema Volksz\u00e4hlung und Informationelle Selbstbestimmung gef\u00fchrt hat. Teile daraus sind in ihren am 19. September 2018 auf <em>Spiegel Online<\/em> ver\u00f6ffentlichten Artikel \u201eVolksz\u00e4hlungen. \u201aEs gibt keine harmlosen Daten\u2018\u201c eingeflossen. ((4)) Lesenswert.<\/p>\n<p>Gefreut haben wir uns auch \u00fcber die Resonanz, die es auf die GWR 431 gab. Die <em>junge Welt<\/em> ((5)) rezensierte die Septemberausgabe wohlwollend und viele GWR-Artikel wurden wieder von anderen Internetseiten gespiegelt. Auch die linke Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke zitierte in einer Presseerkl\u00e4rung aus der GWR 431. ((6))<\/p>\n<h3>Rechte hetzen gegen GWR-Autor Andreas Kemper<\/h3>\n<p>\u00dcbel ist die Kampagne, die gerade von extrem rechten Kreisen gegen GWR-Autor Andreas Kemper l\u00e4uft. ((7)) Ausl\u00f6ser der AfD-Hetze ist der auf Seite 1 der <em>Graswurzelrevolution<\/em> Nr. 431 erschienene Artikel \u201eBj\u00f6rn H\u00f6ckes faschistischer Fluss. Der v\u00f6lkische Machiavellismus des AfD-Politikers\u201c. ((8)) Aus dieser hervorragenden Analyse des Soziologen hat der Leiter des Th\u00fcringer Landesamtes f\u00fcr Verfassungsschutz, Stephan J. Kramer, in einer u.a. von den <em>tagesthemen<\/em> gezeigten Presseerkl\u00e4rung zitiert ((9)), um damit die Beobachtung der AfD in Th\u00fcringen durch den VS zu begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Auf Twitter verbreitete die AfD-Fraktion Th\u00fcringen am 18. September einen Tweet, in dem sie eine offensichtlich selbst gemachte Collage eines Graswurzelrevolution lesenden VS-Chef Kramer unter dem Titel \u201eVerfassungsschutz macht sich linksextremes Gedankengut zu eigen\u201c zeigt, sowie den Text: \u201eDer Pr\u00e4sident des Th\u00fcringer Verfassungschutzes, @Stjkramer, erhob einen Text der anarchistischen &amp; linksextremistischen \u201a#Graswurzelrevolution\u2018 zur offiziellen Stellungnahme seines Landesamtes.\u201c (siehe Abb. auf Seite 10).<\/p>\n<p>J\u00f6rg Henke, der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Th\u00fcringer Landtag, diffamierte am 21. September die Monatszeitung f\u00fcr eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft als \u201elinksextremes Schmierblatt\u201c: \u201eUm es noch einmal deutlich zu sagen: Der Pr\u00e4sident des Th\u00fcringer Amtes f\u00fcr Verfassungsschutz macht sich die verf\u00e4lschten Argumente eines linksextremen Schmierblatts zu eigen, um Deutschlands gr\u00f6\u00dfte Oppositionspartei ins Visier zu nehmen.\u201c ((10)) Am 23. September wetterte daraufhin <em>BILD am Sonntag<\/em> in \u00e4hnlichem Ton gegen die \u201elinksextreme\u201c <em>Graswurzelrevolution<\/em>. <em>BILD<\/em>: \u201eDie Anarcho-Postille k\u00e4mpft seit 1972 f\u00fcr die Abschaffung UNSERES Staates.\u201c ((11)) <em>BILD<\/em>-Leser, aufgepasst! Jetzt die \u201eAnarcho-Postille\u201c bestellen: <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/service\/abo\">www.graswurzel.net\/service\/abo<\/a><\/p>\n<p>Zum Thema siehe auch die Stellungnahme von Andreas Kemper \u201eVirtualit\u00e4t und W\u00fcrde\u201c auf den Seiten 1 und 10 dieser GWR. Dort analysiert der Publizist unter anderem auch die absurde Gleichsetzung von Neonazis und Gewaltfreien Anarchist*innen durch die Extremismusideologie.<\/p>\n<h3>Libert\u00e4re Buchseiten<\/h3>\n<p>Als Supplement dieser GWR 432 findet Ihr eine neue Ausgabe der Libert\u00e4ren Buchseiten (LiBu). In die Collage auf der LiBu-Titelseite hat GWR-Zeichner Roy Brick viel Arbeit und Liebe gesteckt. Wir finden sie so stark, dass wir sie in ver\u00e4nderter Form als Plakat der GWR 433 beilegen wollen. Ihr k\u00f6nnt Euch also auf ein cooles Poster in der Novembernummer freuen.<\/p>\n<p>Damit nicht genug: Wer uns bis zum 15. Oktober 2018 die Namen von mindestens 30 der auf der LiBu-Titelseite abgebildeten Menschen und Figuren an <a href=\"mailto:redaktion@graswurzel.net\"><u>redaktion@graswurzel.net<\/u><\/a> mailt oder mit der Post an die Redaktion Graswurzelrevolution, Breul 43, 48143 M\u00fcnster schickt, nimmt an einer Verlosung teil. Zu gewinnen gibt es das druckfrische Buch aus dem Verlag Graswurzelrevolution: Clara Wichmann. Vom revolution\u00e4ren Elan. Beitr\u00e4ge zu Emanzipationsbewegungen 1917-1922. Mit einer biografischen Einleitung herausgegeben von Renate Brucker. ((12))<\/p>\n<p>Im November k\u00f6nnt Ihr dann in der GWR 433 nachlesen, wer alles auf dem Plakat und der LiBu-Titelseite zu sehen ist.<\/p>\n<p>Mit antifaschistischen Gr\u00fc\u00dfen,<br \/>\n<strong>Bernd Dr\u00fccke (GWR-Koordinationsredakteur)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser, ist die Graswurzelrevolution reif f\u00fcrs Museum? Allerdings. Am 21. 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