{"id":18169,"date":"2017-06-01T11:50:47","date_gmt":"2017-06-01T09:50:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/?p=18169"},"modified":"2019-03-03T15:50:22","modified_gmt":"2019-03-03T13:50:22","slug":"gewaltfrei-radikal-demokratisch-antiautoritaer-sozialistisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2017\/06\/gewaltfrei-radikal-demokratisch-antiautoritaer-sozialistisch\/","title":{"rendered":"Gewaltfrei, radikal-demokratisch, antiautorit\u00e4r, sozialistisch"},"content":{"rendered":"<p>In 45 Jahren nichts dazugelernt? Vieles, aber nichts, was der grunds\u00e4tzlichen Richtung widerspricht.<\/p>\n<p>Im Gegenteil: Ein Programm, das mit diesen Begriffen skizziert wird, ist immer noch notwendig. Gut m\u00f6glich, dass heute auch &#8222;feministisch&#8220; und &#8222;\u00f6kologisch&#8220; als Orientierungspunkte genannt w\u00fcrden; aber wer die ersten Ausgaben der GWR liest oder sich an unsere Diskussionen erinnert, wei\u00df, dass diese Themen vom Beginn an pr\u00e4sent waren.<\/p>\n<h3>Selbstkritik eingebaut, aber auch Offenheit f\u00fcr andere Ans\u00e4tze und Bewegungen<\/h3>\n<p>Die vier Eckpunkte unseres Programms haben in unserer Geschichte immer wieder neu aufeinander bezogen werden m\u00fcssen, und oft hat das kritische wie selbstkritische Konsequenzen. Ihre eigentliche Brisanz zeigen diese Programmpunkte auch nie isoliert, sondern wenn sie aufeinander bezogen werden. Dabei ist eine Synthese manchmal schwierig, aber es ist auch offensichtlich, dass gewaltfreier Anarchismus noch etwas anderes ist als eine Addition oder Bezugnahme auf einerseits Gewaltfreiheit und andererseits Anarchismus.<\/p>\n<p>Der Zusammenhang ist dabei kein ausgedachter, sondern ein ganz realer, und er wird seit jeher von den Gegnerinnen und Gegnern der historisch getrennten Bewegungen aufgenommen, etwa in Engels&#8216; ber\u00fchmter Schrift &#8222;Von der Autorit\u00e4t&#8220; als Kritik des Anarchismus: &#8222;Haben diese Herren nie eine Revolution gesehen? Eine Revolution ist gewi\u00df das autorit\u00e4rste Ding, das es gibt; sie ist der Akt, durch den ein Teil der Bev\u00f6lkerung dem anderen Teil seinen Willen vermittels Gewehren, Bajonetten und Kanonen, also mit denkbar autorit\u00e4rsten Mitteln, aufzwingt; und die siegreiche Partei muss, wenn sie nicht umsonst gek\u00e4mpft haben will, dieser Herrschaft Dauer verleihen durch den Schrecken, den ihre Waffen den Reaktion\u00e4ren einfl\u00f6\u00dfen.&#8220;\u00a0((1))<\/p>\n<p>Allein in diesem Satz ist im Kern die ganze Problematik enthalten: Eine Revolutionsvorstellung, die auf Maschinengewehre oder die Guillotine (egal, auf welchem Stand der Technik, heute sind nat\u00fcrlich noch ganz andere Waffen bis zu ABC-Waffen zu bedenken) setzt, ist tats\u00e4chlich schwerlich mit Herrschaftslosigkeit vereinbar.<\/p>\n<p>Manche anarchistischen Argumentationen gegen Gewaltfreiheit sind, selbst bei so sympathischen Autoren wie Uri Gordon, aus meiner Sicht selbstwiderlegend: &#8222;Heute ist die vorwegnehmende Verwirklichung eines anarchistischen Modells freiwilliger Gewaltfreiheit eindeutig nicht umzusetzen, weil der Staat dem entgegensteht und systematisch Gewalt einsetzt, die Idee einer universellen \u00dcbereinkunft \u00fcber die Gewaltfreiheit also vereitelt.&#8220;\u00a0((2))\u00a0Der Staat steht aber auch der Verwirklichung von Anarchie, Sozialismus usw. entgegen, oder? Und die Entscheidung f\u00fcr Gewaltfreiheit setzt keine &#8222;universelle \u00dcbereinkunft&#8220; voraus, sondern hat es gerade mit Gegnern zu tun, die Gewalt einsetzen. Auch laufen seine \u00dcberlegungen und Erkl\u00e4rungen, wann Gewalt gerechtfertigt werden kann, auf die Behauptung hinaus, &#8222;dass kaum noch etwas \u00fcbrig bleibt, was man tats\u00e4chlich als &#8218;gewaltfreie Aktion&#8216; bezeichnen kann.&#8220; (S. 151) Oder umgekehrt kann Gewalt sogar &#8222;ein Wert an sich sein, vorausgesetzt allerdings, dass die Beteiligten durch sie Befreiung und Radikalisierung erleben&#8220;. Zu den &#8222;Beteiligten&#8220; der Gewalt geh\u00f6ren aber auch ihre Opfer, die hier ganz verschwunden sind. Und nat\u00fcrlich muss Uri gleich zugeben, dass der Versuch, Gewalt bewu\u00dft einzusetzen, um befreiende Erfahrungen zu organisieren, &#8222;wahrscheinlich kontraproduktiv&#8220; ist und &#8222;zur ritualisierten Reproduktion von Verhaltensmustern f\u00fchren (wird), die alles andere als belebend oder befreiend wirken&#8220; (alles S. 155).<\/p>\n<p>Dass aus l\u00e4nger dauernden Strukturen oder Strukturlosigkeiten bewaffneter K\u00e4mpfe neue unterdr\u00fcckerische Befehlsstrukturen hervorgehen, ist sehr wahrscheinlich. Und welcher Sozialismus soll sich vor Maschinengewehren organisieren?<\/p>\n<p>Und was soll aus einem sinnvollen Begriff von &#8222;Demokratie&#8220; werden, wenn eine neue Schicht von Befehlshabern gelernt hat, m\u00fchsame Diskussionen zu \u00fcberspringen und sich mit Drohungen Gewicht zu verschaffen? Jede gesellschaftliche Praxis hat sofort zahlreiche Konsequenzen, und diese sind wenig vom Willen der Beteiligten abh\u00e4ngig, sondern es handelt sich um soziale Tatsachen. Aus Verhaltensweisen werden Verh\u00e4ltnisse, ausgerechnet eine sich &#8222;materialistisch&#8220; verstehende Geschichtsauffassung m\u00f6chte das immer noch ignorieren.<\/p>\n<p>Seit 1974 hatten die Aktionsgruppen um die Graswurzelrevolution&#8220; sich programmatisch f\u00fcr eine &#8222;gewaltfreie Revolution&#8220; entschieden, die &#8222;politische, \u00f6konomische, kulturelle und sexuelle Revolution gleichzeitig&#8220; beinhalten sollte\u00a0((3)).<\/p>\n<p>So kritisierten wir Gewaltlosigkeit, die nicht die Strukturen der Gewalt angreift, einen Sozialismus, der nicht in gesellschaftlicher Selbstorganisation besteht, einen Anarchismus mit vorgehaltener Waffe oder eine &#8222;Demokratie&#8220;, die nicht alle einbezieht und ungleiche Lebenschancen verdeckt.<\/p>\n<p>Begrifflich ist heute &#8211; durch die Erfahrungen tats\u00e4chlicher gewaltloser Aufst\u00e4nde wie durch unsere Theoriearbeit &#8211; &#8222;Revolution&#8220; \u00f6fters von &#8222;Gewalt&#8220; getrennt als vor 45 Jahren; aber die verbreiteten Bilder und pr\u00e4genden Assoziationen im \u00f6ffentlichen Bewu\u00dftsein sind immer noch solche einer kurzschl\u00fcssigen Identifikation.<\/p>\n<h3>Gewalt &#8211; keine &#8222;L\u00f6sung&#8220;, sondern ein Problem<b><\/b><\/h3>\n<p>&#8220; &#8230;allerdings sind wir der Ansicht, dass die M\u00f6glichkeiten gewaltfreier Aktionen noch lange nicht ausgesch\u00f6pft sind. Ihr Einbeziehen in revolution\u00e4ren Kampf erm\u00f6glicht eine Miteinbeziehung weiterer Teile der Bev\u00f6lkerung und nicht zuletzt eine Bewu\u00dftseins\u00e4nderung der auf die Politik der Herrschenden verpflichteten Massen. Die Linke in der BRD hat sich zu lange auf die einfache Reaktion auf die Gewalt der Herrschenden mit revolution\u00e4rer Gegengewalt beschr\u00e4nkt &#8230;&#8220;\u00a0((4))<\/p>\n<p>Millionen Menschen fliehen weltweit vor der Gewalt. Unser Gewaltbegriff umfasst immer auch die &#8222;strukturelle Gewalt&#8220;.<\/p>\n<p>Aber dieser Begriff suggeriert keineswegs, dass etwa der B\u00fcrgerkrieg oder Terrorismus gerechtfertigt sein k\u00f6nnten, weil er sich ja gegen &#8222;strukturelle Gewalt&#8220; richtet; so war der Begriff &#8211; auch wenn das in der &#8222;Gewaltforschung&#8220; immer wieder behauptet wird &#8211; nie gemeint.<\/p>\n<p>Was als &#8222;Verteidigung&#8220; beginnt und leicht verst\u00e4ndlich ist, eskaliert zu langen B\u00fcrgerkriegen und Kriegen mit hunderttausenden Toten, so zuletzt in Syrien. Wo Gewalt als &#8222;L\u00f6sung&#8220; erschien, unterdr\u00fcckerische Strukturen zu zerschlagen, ist nach jahrzehntelangen B\u00fcrgerkriegen (oft mit bewaffneten Interventionen) im besten Fall ein prek\u00e4rer Friedensprozess m\u00f6glich geworden, der bedroht bleibt, leicht wieder aufgek\u00fcndigt werden kann, nicht zuletzt weil sich an den grundlegenden Strukturen wenig ge\u00e4ndert hat. Dies ist in Nordirland nicht anders als in Kolumbien.<\/p>\n<p>Sozialrevolution\u00e4re Gewalt hat sich nicht selten aus dem Zwang heraus, Geld zu beschaffen f\u00fcr Waffen, Munition und die K\u00e4mpferinnen und K\u00e4mpfer in B\u00fcndnisse begeben, die emanzipatorischen Zielen widersprechen. Kampfformen und Strukturen wurden entwickelt, die oft genug brutal, hierarchisch, elitistisch wurden, nicht selten von traditionell kriminellen Strukturen kaum noch zu unterscheiden oder mit solchen Strukturen verbunden. Die Revolution h\u00f6rt auf, wenn Menschen andere als blo\u00dfes Mittel betrachten. Noch immer ist eine Strategie , die in sozialrevolution\u00e4rer und emanzipatorischer Absicht Gewalt gerade vermeidet, unsere gro\u00dfe Hoffnung.\u00a0((5))<\/p>\n<p>Unser Konzept einer gewaltfreien Revolution ist als &#8222;Strategie&#8220; zu verstehen. Der Wunsch nach einer gemeinsamen Strategie &#8222;der Anarchisten&#8220; wie ihn beispielsweise die 23 Thesen &#8222;Revolution is more than a word&#8220; der &#8222;Alpinen Anarchisten&#8220; zum Ausdruck bringen, erscheint mir sinnlos (vgl.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.alpineanarchist.org\/r_twenty-three_theses.htmlwww.alpineanarchist.org\/r_twenty-three_theses.html\">http:\/\/www.alpineanarchist.org\/r_twenty-three_theses.html<\/a>). Und dies nicht nur wegen der Fragen der Gewaltanwendung. Es gibt zwischen AnarchistInnen, die in der Wildnis ihr Ziel sehen oder die, wie der &#8222;Unabomber&#8220; Theodore J. Kaczynski, &#8222;eine Revolution, die sich gegen die Technologie richtet&#8220; fordern (man lese seine Strategie in seinem Manifest nach, das im Netz leicht zu finden ist) und einer Kritik, die &#8211; wie bei David Graeber &#8211; am Kapitalismus gerade kritisiert, dass er die Science-Fiction-Tr\u00e4ume seiner Jugend &#8222;von der Teleportation bis zum Warpantrieb&#8220;\u00a0((6))<\/p>\n<p>nicht verwirklicht hat, eher ein Verh\u00e4ltnis der Ausschlie\u00dfung. Woher soll da die &#8222;gemeinsame Strategie&#8220; kommen? Es gibt f\u00fcr eine &#8222;anarchistische Synthese&#8220; hier nur eine M\u00f6glichkeit: dass beim Versuch, Graebers Utopie zu verwirklichen &#8211; die von Kaczynski oder der &#8222;Anarcho-Primitivisten&#8220; herauskommt.<\/p>\n<p>Gewaltlosigkeit gr\u00fcndet in unserem Verst\u00e4ndnis auf einer Machttheorie, die Macht als sozialen Prozess begreift, nicht als Besitz oder &#8222;Eigenschaft&#8220;.\u00a0((7)). Seit Etienne da la Boetie ist das libert\u00e4re Tradition. &#8222;Gegenmacht&#8220; oder &#8222;Macht von unten&#8220; waren damals gel\u00e4ufige Begriffe, eine andere Macht, die der herrschenden Schranken weist ohne ihr \u00e4hnlich werden zu m\u00fcssen.\u00a0((8))<\/p>\n<p>Vielleicht haben wir im Lauf der Jahre aber gelernt, Gewaltlosigkeit eher pragmatisch zu begr\u00fcnden und dabei manch utopisch-enthusiatisches Moment aufgegeben? Die rationale Begr\u00fcndung der Gewaltfreiheit aus dem Ziel-Mittel-Zusammenhang, einer Beobachtung der empirischen Folgen von Gewaltanwendung und der Suche nach einer breiten gesellschaftlichen Basis f\u00fcr direkte gewaltfreie Aktionen, so dass auch wenig durchtrainierte Menschen zivilen Ungehorsam \u00fcben k\u00f6nnen, ist sicher berechtigt.<\/p>\n<p>Wir haben uns daf\u00fcr eingesetzt, Gewaltlosigkeit beispielsweise von religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen zu trennen, so dass auch s\u00e4kular und atheistisch denkende Menschen, denen die Bergpredigt fremd ist oder die Religionen f\u00fcr eine wichtige Quelle der Gewalt halten, eine Sprache der Gewaltlosigkeit finden. Vielleicht ist uns dabei aber der utopistisch-enthusiastische Impuls zu sehr verloren gegangen?<\/p>\n<p>Die fr\u00fcheren gewaltlosen Bewegungen folgten oft Motiven, die etwas Unbedingtes und Existenziell-radikales hatten.<\/p>\n<p>Das konnten ganz unterschiedlich Motive sein: Streng christliche, man soll Gott mehr gehorchen als den Menschen, das T\u00f6tungsverbot gilt absolut (denken wir beispielsweise an die Berrigans im Kampf gegen den Vietnamkrieg, das geht in der Geschichte weit zur\u00fcck).<\/p>\n<p>Oder der kurze &#8222;Summer of love&#8220;, die Hippiebewegung, kulturrevolution\u00e4re Umgestaltung sofort bis zur Abschaffung des Geldes bei den &#8222;Diggers&#8220; (auch der Name ist eine Erinnerung an fr\u00fchere Versuche), die den Besitz ablehnten wie die christlichen Gruppen, die G\u00fctergemeinschaft aus der Bibel begr\u00fcndeten.<\/p>\n<p>Subjektive Radikalisierungen sind schwer durchzuhalten, sogar f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Gruppen, wenn das gesellschaftliche Umfeld ganz anderen Imperativen folgt.<\/p>\n<p>Es ist auch richtig zu fragen, was an solchen Ans\u00e4tzen nicht verallgemeinerungsf\u00e4hig ist.<\/p>\n<p>Es waren aber herausfordernde Handlungen, die auf vielf\u00e4ltige Resonanzen stie\u00dfen.<\/p>\n<p>Blo\u00dfe Interessen werden das nicht ersetzen; es handelt sich um Grundentscheidungen, f\u00fcr die vordergr\u00fcndige &#8222;Erfolge&#8220; nicht selten geopfert werden m\u00fcssen, weil es noch um etwas anderes geht: Eine andere Welt ist m\u00f6glich, in der Menschen frei und solidarisch sein k\u00f6nnen, die Erniedrigung und Verletzung anderer institutionell ausgeschlossen wird, nicht als pers\u00f6nliche Entscheidung, die von Fall zu Fall und nach Interessenlage auch anders getroffen werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Gewaltfreiheit hat auch Dimensionen, die gerade nach den Kriegen und B\u00fcrgerkriegen wichtig werden: Vers\u00f6hnung, Verzeihen, Barmherzigkeit, den Kreis der Rache zu durchbrechen, so schwer das ist, ganz besonders wenn die Gewaltstrukturen bleiben. Aber die vielen Versuche, mit &#8222;Wahrheitskommissionen&#8220; oder kollektivem T\u00e4ter-Opfer-Ausgleich den Kreislauf der Gewalt zu unterbrechen und Traumata zu heilen, geh\u00f6ren ebenso ins Spektrum der Gewaltvermeidung wie sogar der von uns oft kritisierte &#8222;organisierte&#8220; oder &#8222;b\u00fcrgerliche&#8220; Pazifismus, der zwar viele falsche Hoffnungen in die Staatenwelt sch\u00fcrt, aber doch auch Grenzen staatlicher Souver\u00e4nit\u00e4t zu ziehen versucht durch Verrechtlichung von Konflikten, Kampf gegen Genozide und andere Menschenrechtsverletzungen, Deeskalation und Pr\u00e4vention von bewaffneten Konflikten.<\/p>\n<h3>Form der Herrschaft oder Form der Befreiung?<\/h3>\n<p>\u00dcber die &#8222;blo\u00df formale&#8220; parlamentarische Demokratie wollten wir hinaus. Auch die Betriebe, Schulen, Unis, Verwaltungen sollten der Kontrolle von Staat und Kapital entzogen und der Selbstorganisation der Betroffenen ge\u00f6ffnet werden. 1972 gab es dabei viele Ber\u00fchrungspunkte mit reformistischen Positionen: &#8222;Mehr Demokratie wagen&#8220;; autorit\u00e4r verh\u00e4rtet war noch der Alltag. Auch Liberale wollten die \u00fcbersch\u00fcssige Repression beseitigen.<\/p>\n<p>Was aber trennt eine Bewegung, die Herrschaft aufheben will, von einer, die sie blo\u00df modernisiert, flexibilisiert, &#8222;Begabungsreserven erschlie\u00dft&#8220; und nicht zuletzt die eigenen Leute in frei werdenden oder neu geschaffenen Positionen installiert?<\/p>\n<p>Gen\u00fcgt &#8222;Marx an die Uni&#8220;? Eine Curriculumrevision? Weniger Frontalunterricht? Oder gab es an Schule, Uni, Betrieben, sogar dem Sinn der Arbeit und diesem Sinn des gesamten Lebens mehr zu kritisieren? Nicht wenigen erschien das alles wie ein riesiger Knast. Auf der anderen Seite hatten wir Modelle vor Augen, die gr\u00f6\u00dfere Beteiligung versprachen: R\u00e4te, Volksversammlungen, imperative Mandate.<\/p>\n<p>Aber nicht als neue Maschine einer despotisch-demagogisch-&#8222;demokratischen&#8220; Herrschaft, sondern durch Konsensverfahren und Schutz von Minderheiten und einen anerkannten Pluralismus von Lebensformen ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Allerdings f\u00fcrchte ich, dass wir das Beharrungsverm\u00f6gen von B\u00fcrokratien und die gut eingestellten autorit\u00e4ren Erwartungen untersch\u00e4tzt haben: Tendenzen zu einer neuen Oligarchie, die immer spontan entstehen und bewu\u00dft kritisiert und bek\u00e4mpft werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auch R\u00e4tesysteme sind nicht selten \u00dcbergangsmodelle nicht zu einer besseren Ordnung der Selbstverwaltung gewesen, sondern Notbehelfe, die sich entweder sozialdemokratisch selbst rekrutierten und selbst zerst\u00f6rten wie 1918\/19 in Deutschland oder einer Diktatur den Weg ebneten wie in der Sowjetunion. Oder wie jetzt in Venezuela letzte Formen des Machterhalts einer diskreditierten Regierung liefern sollen: Last exit R\u00e4tesystem. War die alte Verfassung, gerade 18 Jahre alt und damals von Ch\u00e1vez als &#8222;beste Verfassung der Welt&#8220; beschrieben, nicht mehr gut genug?<\/p>\n<p>Nun sollen &#8222;in direkter Volkswahl&#8220; Mandate fest f\u00fcr VertreterInnen &#8222;der Arbeiterklasse, der Kommunen, der sozialen Einrichtungen und der Indigenen&#8220; reserviert werden, kurz: f\u00fcr die staats- und regierungsnahen Sektoren der Gesellschaft, ein durchsichtiges Man\u00f6ver des Machterhalts. Keine politische Konzeption ist also &#8222;unschuldig&#8220;: Es k\u00f6nnte unter den Bedingungen freiheitlicher Entfaltung und solidarisch-konsensueller gemeinsamer Suche sogar gute Gr\u00fcnde geben, beispielsweise den Indigenen Vertreter- und Vetorechte zuzusprechen, wenn es eben nicht formale Demokratie w\u00e4re, um tats\u00e4chliche zu unterbinden. Dagegen ist auch kein R\u00e4tesystem gefeit.<\/p>\n<p>Gegen die Konzeption der Demokratie von Unten stand schon damals die Autorit\u00e4t der Experten, die moderne Welt sei eben so arbeitsteilig-un\u00fcbersichtlich &#8230; Wir schlossen daraus schnell, dann m\u00fcsse sie eben so vereinfacht werden, dass alle mitreden k\u00f6nnen. Die &#8222;Experten&#8220; zu entmachten wurde ein wichtiges Ziel der sozialen Bewegungen: Die Atomphysiker, die medizinischen &#8222;Halbg\u00f6tter in Wei\u00df&#8220;, alle mit radikalen Monopolen auf Wissen. Und die Arbeitsteilung, synonym mit Unverantwortlichkeit, Ungleichheit und Herrschaft bek\u00e4mpften wir.<\/p>\n<h3>&#8222;Wir&#8220;?<\/h3>\n<p>Aber das ist ein anderes Problem. Jedenfalls stellten wir die Frage, welche Technologien demokratisch kontrolliert werden k\u00f6nnten, wie eine Gesellschaft strukturiert sein sollte, damit sie sich selbst organisiert und nicht von einem Zentrum aus dominiert wird oder Automatismen folgt, die jeder Entscheidung entzogen sind.<\/p>\n<p>Damals war eines meiner Lieblingszitate &#8222;Komplex, das ist das Lieblingswort all derer, die nichts ver\u00e4ndern wollen &#8230;&#8220;. Heute f\u00fcrchte ich, die Welt ist tats\u00e4chlich \u00fcberkomplex und wird t\u00e4glich durch neue Technologien noch undurchschaubarer (f\u00fcr die Herrschenden zwar nicht insgesamt, aber doch in vielen Aspekten gerade &#8222;transparenter&#8220; zu Lasten der Unterworfenen). Und die Folgen aller Handlungen sind un\u00fcbersichtlich und die Nebenfolgen unkontrollierbar, und was aus unseren W\u00fcnschen und K\u00e4mpfen entsteht, kann ganz etwas anderes sein als das Erhoffte.<\/p>\n<p>Was h\u00e4tte aus dem &#8222;arabischen Fr\u00fchling&#8220; werden k\u00f6nnen!<\/p>\n<h3>&#8222;Autorit\u00e4t macht dumm, Autorit\u00e4t t\u00f6tet!&#8220;\u00a0((9))<\/h3>\n<p>1972 darauf zu bestehen, man sei antiautorit\u00e4r, hatte eine mehrfache Frontstellung: Nat\u00fcrlich gegen all die Autorit\u00e4ten, die mit gr\u00f6\u00dfter Selbstverst\u00e4ndlichkeit ihre Machtanspr\u00fcche auslebten. Aber auch gegen diejenigen, die gerade die &#8222;antiautorit\u00e4re Phase&#8220; liquidiert hatten, um leninistische Kaderparteien aufzubauen. Vielleicht war es gerade die Gewaltbef\u00fcrwortung, die die Neue Linke in diese Richtung driften lie\u00df? Jedenfalls stimmt nicht, was etwa Uri Gordon \u00fcber den neuen Anarchismus behauptet: &#8222;Die anarchistische Bewegung wachte also in einer Umgebung auf, in der eine Kultur gewaltfreier Radikalit\u00e4t ganz allgemein und selbstverst\u00e4ndlich anerkannt war.&#8220;\u00a0((10))<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich war &#8222;antiautorit\u00e4r&#8220; eine Chiffre f\u00fcr &#8222;Anarchismus&#8220;. Aber auch diesem &#8222;-ismus&#8220; tut es gut, wenn er sich immer wieder antiautorit\u00e4r erneuert. In der Warengesellschaft ist gar nichts, auch die radikalste \u00dcberzeugung nicht, dagegen gefeit, Markenzeichen zu werden, kommerziell irgendeine Nische zu bewirtschaften. Der &#8222;radical chic&#8220;, das &#8222;ganz weit links &#8211; vor den Fernsehkameras&#8220;, die blo\u00df spektakul\u00e4re und simulierende Geste ist eine Gefahr f\u00fcr den Anarchismus.<\/p>\n<p>Ebenso wie die nostalgische Verteidigung der historischen Massenbewegungen Syndikalismus, Spanische Revolution, Machno-Bewegung.<\/p>\n<p>Im Laufe der Jahre sind durch genauere Lekt\u00fcre und neue Forschungen nicht wenige Probleme sichtbar geworden. Um nur eines zu nennen: Spontane Selbstorganisation gegen B\u00fcrokratie war unser Thema; das machte den spanischen Anarchismus so attraktiv: Nur ein bezahlter Arbeiter bei hunderttausenden von Mitgliedern. Aber schon bei der klassischen Darstellung Berneckers finden sich durchaus andere Tendenzen berichtet.\u00a0((11))<\/p>\n<p>Es droht also sogar anarchistischen Bewegungen immer die Gefahr der B\u00fcrokratisierung.\u00a0((12))\u00a0B\u00fcrokratien sind tats\u00e4chlich schwer zu verhindern und zu beseitigen. Es droht aber auch die Gefahr willk\u00fcrlichen und gewaltt\u00e4tigen Verhaltens.<\/p>\n<p>Zur Machno-Bewegung findet man bereits bei ihrem Verteidiger Volin (versteckter bei Arschinoff) zahlreiche Probleme angesprochen, das macht Volin gerade so sympathisch: kein blo\u00dfer Propagandist, sondern ein Revolution\u00e4r, der die Fehler und Ausschreitungen kritisch benennt. So f\u00fchrt er selbstverst\u00e4ndlich das Problem einer Verkriegung der revolution\u00e4ren Bewegung an: &#8222;die Existenz einer Armee, die in verh\u00e4ngnisvoller Weise mehr und mehr zu einer Berufsarmee wurde.&#8220;\u00a0((13))<\/p>\n<p>Und so f\u00e4hrt Volin fort: &#8222;Jede Armee, welche es auch sei, ist von \u00dcbel. Selbst eine freie und volkst\u00fcmliche Armee (. ..) stellt eine Gefahr dar. (&#8230;) Schritt f\u00fcr Schritt wird sie zu einer Ansammlung von M\u00fc\u00dfigg\u00e4ngern, die asoziale, autorit\u00e4re und diktatorische Neigungen entwickeln; eine solche Armee findet Gefallen an der Gewaltaus\u00fcbung, am Einsatz von brutaler Gewalt&#8220;\u00a0((14))<\/p>\n<p>Um solchen Entwicklungen entgegenzuwirken bedarf es au\u00dfergew\u00f6hnlicher Menschen; Volin muss &#8222;eingestehen&#8220;, &#8222;dass die moralischen Qualit\u00e4ten Machnos, seiner Freunde und vieler seiner Mitarbeiter&#8220; dieser Aufgabe nicht gewachsen waren.<\/p>\n<p>Volin behandelt die &#8222;Herausbildung eines &#8218;Soldatenbewu\u00dftseins&#8216;, das zur Entstehung einer Art &#8218;milit\u00e4rischer Clique&#8216; &#8211; oder auch eines Kameradschaftskreises um Machno herum f\u00fchrte. Diese Clique gestattete sich manchmal, Entscheidungen zu f\u00e4llen oder Handlungen zu begehen, ohne sich vorher um die Auffassung des Sowjets oder einer anderen Institution zu k\u00fcmmern (&#8230;) Sie l\u00f6ste sich immer mehr von der Masse der Mitk\u00e4mpfer und von der arbeitenden Bev\u00f6lkerung.&#8220;\u00a0((15))<\/p>\n<p>Wie Volin berichtet, hat Machno den Sowjet in betrunkenem Zustand beleidigt und mit der Waffe bedroht!<\/p>\n<p>Besonders unter Alkoholeinfluss zeigten Machno und seine F\u00fchrer unkontrollierte und brutale Verhaltensweisen, etwa gegen Frauen: &#8222;Im betrunkenen Zustand gestatteten sich diese M\u00e4nner Verhaltensweisen, die man nur als widerlich bezeichnen kann und die bis zum Feiern von Orgien gingen, an denen teilzunehmen bestimmte Frauen verpflichtet waren.&#8220;\u00a0((16))<\/p>\n<h3>Der Sozialismus ist in seinem Ziel und auf seinem ganzen Weg ein Kampf um die Verwirklichung der Freiheit, sonst ist es kein Sozialismus<\/h3>\n<p>&#8222;Wie oft habe ich gegen\u00fcber dem \u00fcblen Verhalten gewisser F\u00fchrer w\u00e4hrend meines Aufenthalts in der Ukraine die einfache und gesunde Reaktion der Massen beobachten k\u00f6nnen, solange diese frei waren. Und wie oft kam mir der Gedanke, da\u00df es nicht der F\u00fchrer, nicht der Kommandant, nicht der Berufsrevolution\u00e4r, die Elite ist, die in einer wahren Revolution z\u00e4hlen, sondern die revolution\u00e4re Masse.&#8220;\u00a0((17))<\/p>\n<p>Wie oft war &#8222;Sozialismus&#8220; schon ein Synonym f\u00fcr &#8222;Milit\u00e4rdiktatur&#8220;?! Es ist eben ein prinzipieller Unterschied, ob Sozialismus als Staat oder als Anarchie begriffen wird.<\/p>\n<p>Imperialistische Einschn\u00fcrungs- und Interventionspolitik wird von uns keinesfalls geleugnet, sie muss vielmehr strategisch von vorneherein in Rechnung gestellt werden. Sie kann aber auch nicht f\u00fcr alle Fehlentwicklungen, Korruption oder die Entstehung &#8222;sozialistischer&#8220; Familiendynastien wie in Nicaragua (von Nordkorea ganz zu schweigen) als Entschuldigung dienen.<\/p>\n<p>In Venezuela hat ein &#8222;Sozialismus des 21. Jahrhunderts&#8220;, der in Wirklichkeit eine autorit\u00e4re, militaristische und F\u00fchrer-fixierte Konzeption realisierte, weniger mit Freiheit als mit Konsum f\u00fcr sich geworben und dank der Erd\u00f6lpreise zun\u00e4chst Erfolge verzeichnet. Der Staat war der gr\u00f6\u00dfte Arbeitgeber, politische Loyalit\u00e4t entschied \u00fcber sozialen Aufstieg.\u00a0((18))<\/p>\n<p>Gegen tats\u00e4chliche Sozialreformen rebellierten die Mittelschicht und die Oligarchie 2002, danach wurde das Regime noch repressiver: Eine &#8222;Kommunikationshegemonie&#8220; der Staatsmedien schr\u00e4nkte die Meinungsfreiheit ein. Als die Opposition 2005 die Wahlen boykottierte, gerieten weitere Staatsorgane unter Kontrolle der Chavisten, die sich durchaus gro\u00dfer Popularit\u00e4t erfreuen konnten und ihre Hegemonie durch Privilegierung der Milit\u00e4rs und eine Miliz zur &#8222;Verteidigung der Revolution&#8220; (so eine Art &#8222;allgemeine Volksbewaffnung&#8220;, wie sie fr\u00fcher der KBW f\u00fcr die Bundesrepublik propagiert hat) ausbauten, eine halbe Million bewaffneter ZivilistInnen, die die Waffen dann nicht nur zur &#8222;Verteidigung der Revolution&#8220;, sondern auch zu Schutzgelderpressung, Drogenkrieg, Begleichung privater Rechnungen usw. nutzten.<\/p>\n<p>Die Versuche, den Staatsapparat von Korruption, Vetternwirtschaft, politischen Intrigen zu &#8222;s\u00e4ubern&#8220; und effektiver zu machen, blieben halbherzig, wurden durch die regierungsnahen Interessen konterkariert oder liefen ins Leere. Korruption und Schmuggel waren viel produktivere Einnahmequellen als irgend eine Produktion.<\/p>\n<p>Der Preisverfall und die sinkende F\u00f6rdermenge des Erd\u00f6ls, auf das die ganze \u00d6konomie Venezuelas abgestellt blieb, machten Importe unbezahlbar, die Staatsverschuldung wie die Inflation &#8222;explodierten&#8220;, Schwarzm\u00e4rkte entstanden, die Bev\u00f6lkerung verarmte in ungeheurem Tempo, Auswanderung war die Folge, Massenarbeitslosigkeit und De-Industrialisierung. Rationierte Waren auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen, ist die Besch\u00e4ftigung und Einnahmequelle vieler.<\/p>\n<p>Ein brisanter Anstieg der Kriminalit\u00e4t hat Caracas zur gef\u00e4hrlichsten Stadt weltweit au\u00dferhalb der Kriegsgebiete gemacht; seit 1995 ist die Mordrate st\u00e4ndig angestiegen, Indiz eines gesellschaftlichen Zersetzungsprozesses. &#8222;Festzuhalten ist auch, dass die Antwort auf die Krise nicht von Solidarit\u00e4t und kollektiven Strategien, sondern von Individualismus und Konkurrenz bestimmt ist &#8211; und das, obwohl der politische Prozess \u00fcber Jahre den Wert der Solidarit\u00e4t hochgehalten und vielf\u00e4ltige Formen kollektiver Organisierung unterst\u00fctzt hat.&#8220;\u00a0((19))<\/p>\n<p>Seit die b\u00fcrgerliche Opposition bei den Wahlen gesiegt hat, regiert die Regierung Maduro per Dekret, (noch) gest\u00fctzt auf das Milit\u00e4r und die &#8222;hegemonialen&#8220; Institutionen. Neuwahlen und das in der Verfassung vorgesehene Referendum zur Abwahl jedes gew\u00e4hlten Amtstr\u00e4gers nach zwei Jahren (was Maduro jedenfalls seines Amtes entheben w\u00fcrde) werden verz\u00f6gert, aus Angst vor Bestrafung der Verantwortlichen. Das Land wird von Gewaltaktionen und Pl\u00fcnderungen ersch\u00fcttert, Vermittlungsversuche sind bislang gescheitert.<\/p>\n<p>Daraus ist nicht nur zu lernen, welche Probleme einmal mehr der Imperialismus wie der Staatssozialismus verursacht haben, es sind auch viele Probleme, die sich jeder revolution\u00e4ren Volksbewegung in einer \u00dcbergangssituation stellen k\u00f6nnen und die deshalb f\u00fcr unsere Zeit auch neu durchdacht werden sollten. Kropotkin hatte aus den Erfahrungen fr\u00fcherer Revolutionen ganz bestimmte Schl\u00fcsse gezogen, beispielsweise, dass die tats\u00e4chliche Lebenssituation der Unterdr\u00fcckten schnell und durchgreifend gebessert werden musste, um die neue Ordnung zu stabilisieren.<\/p>\n<h3>Was w\u00e4ren denn heute und unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten &#8222;die n\u00e4chsten Aufgaben&#8220;?<\/h3>\n<p>Wir brauchen mehr Phantasie. Was passiert, wenn die Produktivit\u00e4t sinkt, einmal weil der Arbeitszwang gelockert wird, dann weil St\u00f6rungen (bis zum Cyberwar), Boykott durch die Feinde einer sozialistischen Umgestaltung zu erwarten sind?<\/p>\n<p>Nach dem revolution\u00e4ren Aufbruch und den ersten Monaten des Enthusiasmus kommt der schwierige \u00dcbergang zu neuer Produktion und Verteilung, und das von \u00e4u\u00dferen Feinden umgeben, reaktion\u00e4ren Gegenbewegungen attackiert und mit der Gefahr konfrontiert, dass sich aus alledem eine neue Herrschaft entwickelt.<\/p>\n<p>Wir sollten die Diskussionen dar\u00fcber neu beginnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In 45 Jahren nichts dazugelernt? Vieles, aber nichts, was der grunds\u00e4tzlichen Richtung widerspricht. Im Gegenteil: Ein Programm, das mit diesen Begriffen skizziert wird, ist immer noch notwendig. Gut m\u00f6glich, dass heute auch &#8222;feministisch&#8220; und &#8222;\u00f6kologisch&#8220; als Orientierungspunkte genannt w\u00fcrden; aber wer die ersten Ausgaben der GWR liest oder sich an unsere Diskussionen erinnert, wei\u00df, dass &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2017\/06\/gewaltfrei-radikal-demokratisch-antiautoritaer-sozialistisch\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":498,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Gewaltfrei, radikal-demokratisch, antiautorit\u00e4r, sozialistisch - graswurzelrevolution","description":"In 45 Jahren nichts dazugelernt? Vieles, aber nichts, was der grunds\u00e4tzlichen Richtung widerspricht. Im Gegenteil: Ein Programm, das mit diesen Begriffen skizzi"},"footnotes":""},"categories":[996,59],"tags":[],"class_list":["post-18169","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-420-sommer-2017","category-graswurzelrevolution"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18169","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/498"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18169"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18169\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}