{"id":18255,"date":"2018-10-27T01:32:55","date_gmt":"2018-10-26T23:32:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/?p=18255"},"modified":"2018-11-02T18:22:36","modified_gmt":"2018-11-02T16:22:36","slug":"ein-hoehepunkt-des-herbstes-der-solidaritaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/10\/ein-hoehepunkt-des-herbstes-der-solidaritaet\/","title":{"rendered":"H\u00f6hepunkt des Herbstes der Solidarit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Univers Condensed, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Am 13. Oktober 2018 haben in Berlin 242.000 Menschen unter dem Motto \u201e#unteilbar. F\u00fcr eine offene und freie Gesellschaft \u2013 Solidarit\u00e4t statt Ausgrenzung!\u201c demonstriert. Das breite Spektrum der Teilnehmer*innen reichte von Anarchist*innen bis zur Gewerkschaft der Polizei und christlichen Nichtregierungsorganisationen. <\/span><\/span><\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Graswurzelrevolution (GWR): #unteilbar war eine der gr\u00f6\u00dften antirassistischen Demonstrationen seit langem. Gerechnet hattet Ihr mit 40.000 Demonstrant*innen. Wie erkl\u00e4rst Du dir, dass so viele Menschen gekommen sind?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: Ich glaube, wir haben schon vor #unteilbar gesehen, dass viele Menschen in den letzten Monaten aktiv geworden sind und nicht mehr zulassen wollen, dass der politische Status quo zum Normalzustand wird. Das hat man in Hamburg bei We\u2019ll-come-united oder in M\u00fcnchen bei #ausgehetzt gesehen. #Unteilbar war vielleicht so etwas wie der H\u00f6hepunkt des Herbstes der Solidarit\u00e4t.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Wie f\u00e4llt Dein pers\u00f6nliches Res\u00fcmee zur Demo aus? Was war gut? Was hat Dir nicht gefallen?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: Die Demo hat uns total beeindruckt. Als ich schon fast an der Abschlusskundgebung angekommen war, habe ich Freunden von mir geschrieben: \u201eUnd wo seid ihr?\u201c und als Antwort kam zur\u00fcck: \u201eWir stehen immer noch auf dem Alex und warten bis unser Wagen losfahren kann\u201c. Das war ein gutes Gef\u00fchl. Aber nicht nur die Masse, sondern auch die Unterschiedlichkeit der Teilnehmenden hat mich beeindruckt. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Wie bist Du dazu gekommen, Dich so in die Demo-Organisation hineinzuschmei\u00dfen? Was hat dich motiviert? <\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: Am meisten hat uns alle motiviert, dass es bei dieser Demonstration um so Vieles ging: wir wollten letztendlich nicht nur gegen Rassismus und Ausgrenzung protestieren, sondern auch gegen die politischen Zuspitzungen, gegen den Sozialabbau und daf\u00fcr, dass soziale Fragen nicht mehr auf dem R\u00fccken von Migrant*innen ausgetragen werden.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Im Vorfeld distanzierten sich CDU, FDP und andere, weil die Demo von einem \u201eLinsextremisten\u201c, einem Anwalt, der Mitglied der Roten Hilfe ist, angemeldet wurde. Sahra Wagenknecht vom rechten Rand der Linkspartei hat sich von #unteilbar distanziert, was ihr ein Lob von AfD-Chef Gauland einbrachte. Die \u201eAufstehen\u201c-Politikerin kritisierte am #unteilbar-Aufruf eine Tendenz, wo die Forderung \u201eoffene Grenzen f\u00fcr alle\u201c als \u201edie bestimmende Position dargestellt\u201c werde. Es sei ein \u201ebestimmtes Milieu, was dort demonstriert und es ist ein anderes, was man dort nicht finden wird\u201c. Die Forderungen nach offenen Grenzen f\u00fcr alle seien \u201ev\u00f6llig weltfremd\u201c, so Wagenknecht. Was sagst Du dazu?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: Also zuerst: Wir sprechen in unserem Aufruf davon, dass Solidarit\u00e4t keine Grenzen kennt. Von offenen Grenzen steht da nichts, obwohl es bestimmt B\u00fcndnispartner gibt, die diese Forderung unterst\u00fctzen w\u00fcrden. Ansonsten w\u00fcrde ich sagen, dass man schon von mehr als einem \u201ebestimmten Milieu\u201c sprechen kann, wenn fast eine Viertelmillionen Menschen f\u00fcr Solidarit\u00e4t demonstrieren. Das war ja unser Anliegen: zu zeigen, dass ein gro\u00dfer gesellschaftlicher Teil immer noch zu dem Lager geh\u00f6rt, das gegen Ausgrenzung und f\u00fcr Solidarit\u00e4t steht. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Unter dem Titel \u201eToleranzfestival mit den Muslimbr\u00fcdern\u201c kritisierte Marcus Latton in der <\/b><\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><i><b>Jungle World <\/b><\/i><\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>vom 11. Oktober, dass zu den Erstunterzeichnern des #unteilbar-Aufrufs auch der Zentralrat der Muslime z\u00e4hlt. Latton: \u201eZu dessen Mitgliedern geh\u00f6ren unter anderem die Islamische Gemeinde Deutschlands (IGD), der deutsche Ableger der Muslimbruderschaft, und das Islamische Zentrum Hamburg (IZH), das zum Netzwerk der iranischen Mullah-Diktatur gerechnet wird. Auch dem Berliner Verein Inssan wird eine N\u00e4he zu den Muslimbr\u00fcdern nachgesagt. Dass Antisemitismus und Homophobie zur Ideologie der Muslimbr\u00fcder geh\u00f6ren, st\u00f6rt die Organisatoren von #unteilbar offenbar nicht. (\u2026) eine Bewegung, die den Rechtsextremismus mit islamischem Antlitz nicht nur ignoriert, sondern mit ihm kollaboriert, hat den Antifaschismus hinter sich gelassen.\u201c Was sagst du zu dieser Kritik?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"JUSTIFY\"><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Zuerst einmal sind wir ja ein Demo-B\u00fcndnis, dessen Aufruf der ZDM unterzeichnet hat. In unserem Aufruf steht, dass wir gegen Antisemitismus k\u00e4mpfen und daran halten wir fest. Wir sind aber kein Dachverband f\u00fcr jede Organisation, die Mitglied eines B\u00fcndnisses ist, das uns unterst\u00fctzt. Trotzdem nehmen wir die Kritik ernst und setzen uns damit auseinander.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Wir finden es aber auch schwierig, wenn es als allererstes Kritik gegen die gr\u00f6\u00dfte muslimische Initiative im B\u00fcndnis hagelt, die eigentlich in vielen anderen Zusammenh\u00e4ngen ein anerkannter Dialogpartner ist.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: In <\/b><\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><i><b>BILD<\/b><\/i><\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>, <\/b><\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><i><b>Spiegel Online<\/b><\/i><\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b> und <\/b><\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><i><b>Welt<\/b><\/i><\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b> ereifern sich Autoren gerade, dass auf der #unteilbar-Demo Deutschlandfahnen nicht toleriert wurden. \u201ePal\u00e4stinensische und t\u00fcrkische Fahnen seien indes erlaubt gewesen\u201c, mokiert sich <\/b><\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><i><b>Die Welt<\/b><\/i><\/span><\/span><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b> am 17. Oktober unter dem Titel \u201eWut auf der Wohlf\u00fchl-Demo\u201c. Was haben nationalistische Fahnen \u00fcberhaupt auf einer Demo zu suchen, die sich nach eigenen Worten gegen die nationalistische Stimmung der Entsolidarisierung und Ausgrenzung stellen will?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: Wir haben von Anfang an gesagt, dass unser Symbol nicht die Deutschlandflagge und auch keine andere Nationalfahne ist. Eben weil wir nicht f\u00fcr Nationalstolz oder Deutschland als Nation demonstrieren wollten. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Uns ging es um Solidarit\u00e4t, die keine nationalen Grenzen kennt. Wir wollen aber nicht jeden, der auf unsere Demo geht, im Vorhinein kontrollieren. Trotzdem bleiben unsere Fahnen die Regenbogenfahne, die Gewerkschaftsfahnen oder die \u201eRefugees Welcome\u201c-Fahne. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Stichwort Instrumentalisierung: Der SPD-Politiker Heiko Maas hat die Demo im Vorfeld als \u201egro\u00dfartiges Signal\u201c bezeichnet, dabei tr\u00e4gt er als ehemaliger Justiz- und heutiger Au\u00dfenminister eine Mitverantwortung f\u00fcr Waffenexporte in Kriegsgebiete, die Versch\u00e4rfung von Gesetzen und den Rechtsruck. Wie wehrt Ihr euch gegen solche Vereinnahmungsversuche?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: Ob sich nun Spitzenpolitiker*innen von der Demo distanzieren, sie vereinnahmen oder sie als \u201egro\u00dfartiges Signal\u201c bezeichnen: Darum ging es uns schlichtweg nicht. Wir haben an die Zivilgesellschaft appelliert, denn es wird sich nur etwas \u00e4ndern, wenn viele Menschen sagen: jetzt ist Schluss mit Abschottung, Gesetzesversch\u00e4rfungen und Waffenexporten.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Wurde im Vorfeld der Demo von den Organisator*innen genug \u00fcber das Problem der m\u00f6glichen Instrumentalisierung durch islamistische oder nationalistische Gruppen wie die Grauen W\u00f6lfe gesprochen? Am Rande der Demo wurde eine antisemitische Rede gehalten. Warum konnte das nicht verhindert werden?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: Erstmal vorweg: Wir stellen klar, dass diese Redebeitr\u00e4ge nicht auf einem der offiziellen Lautsprecherwagen oder B\u00fchnen des #Unteilbar-B\u00fcndnisses gehalten wurden. Aber f\u00fcr das, was auf unserer Demo passiert, haben wir die Verantwortung.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Dieser Beitrag verl\u00e4sst eindeutig den gemeinsamen Boden unseres Konsenses und wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit davon. Wir wollten keinen Antisemitismus auf unserer Demonstration.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Eigentlich sollte im Oktober in Berlin auch eine Gro\u00dfdemo gegen die neuen \u201ePolizeiaufgabengesetze\u201c (PAG) stattfinden. Die wurde dann mit der #unteilbar-Demo zusammengelegt. Das Thema NoPAG hat es bisher trotzdem kaum in die Medien geschafft. Dabei sind diese Pl\u00e4ne ein drastischer Angriff auf die Grundrechte. K\u00fcnftig soll schon eine vermeintlich \u201edrohende Gefahr\u201c ausreichen, um \u00dcberwachung, DNA-Tests und Online-Durchsuchungen einzuleiten. Wie beurteilst Du die geplanten Polizeiaufgabengesetze?<\/b><\/span><\/span> <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: Die in vielen Bundesl\u00e4ndern geplanten Polizeiaufgabengesetze sind ein Angriff auf die Grundrechte und ein weiterer Schritt hin zu einem immer autorit\u00e4rer werdenden \u00dcberwachungsstaat. Auch weil wir als Aktivist*innen als eine der ersten von diesen Versch\u00e4rfungen betroffen sein werden, war NoPAG ein wichtiges Thema unserer Demonstration.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Wie k\u00f6nnen wir die NoPAG-Kampagne st\u00e4rker in die \u00d6ffentlichkeit bringen? Wie lassen sich die orwellschen PAG-Pl\u00e4ne durchkreuzen?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: Ich denke, dass Kampagnen und B\u00fcndnisse wie das \u201eNoPAG B\u00fcndnis\u201c total wichtig sind, gerade auch um Leute dar\u00fcber aufzukl\u00e4ren, wie und warum die neuen PAGs ein Eingriff in ihre Menschenrechte sind. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Was plant Ihr als n\u00e4chstes?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: Wir planen, nochmal zu einem offenen \u201eWie weiter\u201c-Treffen einzuladen. Zuerst einmal hoffen wir aber, dass viele Menschen nach der Demonstration gest\u00e4rkt und<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_18344\" aria-describedby=\"caption-attachment-18344\" style=\"width: 456px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/unteilbarqueer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18344 \" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/unteilbarqueer-1024x683.jpg\" alt=\"Foto: Stephan Guerra, CC-BY 4.0 unteilbar.org\" width=\"456\" height=\"304\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/unteilbarqueer-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/unteilbarqueer-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/unteilbarqueer-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/unteilbarqueer-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/unteilbarqueer.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-18344\" class=\"wp-caption-text\">Aktivist*innen auf der #unteilbar-Demo<\/figcaption><\/figure>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">hoffnungsvoll nach Hause gefahren sind und sie diese Dynamik mitnehmen, in ihre St\u00e4dte, in ihren Alltag und in Eigeninitiative anfangen, sich zu wehren und zu protestieren.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Wie sieht Deine eigene Utopie aus?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: Naja, so wie die, denke ich, bei uns allen aussieht: eine von Diskriminierung, Rassismus, Sexismus und all den anderen Schweinereien befreite Gesellschaft!<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Was ist zu tun, um die Utopie einer solidarischen Gesellschaft Wirklichkeit werden zu lassen? <\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"JUSTIFY\"><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Ich glaube bis dahin ist es noch ein langer Weg. Aber Aktionen wie #unteilbar zeigen immer wieder, dass wir nicht alleine sind mit unserem Wunsch nach Ver\u00e4nderung. Deswegen m\u00fcssen wir auch noch mehr werden und weiter machen.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\"><b>GWR: Ein Schlusswort? Was m\u00f6chtest Du den Graswurzelrevolution-Leser*innen noch mit auf den Weg geben?<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: large;\">Theresa Hartmann: #unteilbar war am Anfang auch nur eine gute Idee und ein paar gute Leute mit sehr viel Energie und Kraft, die diese Idee umsetzen wollten. Und Themen, f\u00fcr oder gegen die man protestieren sollte, gibt es wirklich genug. Deswegen: selber machen!<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 13. Oktober 2018 haben in Berlin 242.000 Menschen unter dem Motto \u201e#unteilbar. F\u00fcr eine offene und freie Gesellschaft \u2013 Solidarit\u00e4t statt Ausgrenzung!\u201c demonstriert. Das breite Spektrum der Teilnehmer*innen reichte von Anarchist*innen bis zur Gewerkschaft der Polizei und christlichen Nichtregierungsorganisationen. Graswurzelrevolution (GWR): #unteilbar war eine der gr\u00f6\u00dften antirassistischen Demonstrationen seit langem. 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