{"id":18718,"date":"2018-11-30T00:54:18","date_gmt":"2018-11-29T22:54:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/?p=18718"},"modified":"2022-07-26T14:11:48","modified_gmt":"2022-07-26T12:11:48","slug":"im-zehnten-jahrzehnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/11\/im-zehnten-jahrzehnt\/","title":{"rendered":"Im zehnten Jahrzehnt"},"content":{"rendered":"<h6 style=\"padding-left: 30px;\" align=\"left\">\u201eFR: Sie bezeichnen sich als Anarchist. Wie hilft die Anarchie da weiter?<\/h6>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" align=\"left\">Noam Chomsky: Anarchismus ist ein breiter Begriff. Es besitzt einen Kern von Grunds\u00e4tzen mit zeitlosen Werten, die Menschen zum Handeln anleiten sollen. Diese Grunds\u00e4tze wurden in der Aufkl\u00e4rung reformuliert, wo sie ihre Bl\u00fctezeit erlebten. Im Grunde haben sie aber tiefer liegende Wurzeln.<\/p>\n<h6 style=\"padding-left: 30px;\" align=\"left\">Was zeichnet einen Anarchisten aus?<\/h6>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" align=\"left\">Anarchisten entdecken zum Beispiel nicht legitimierte Machtstrukturen, sie verlangen, dass Macht stets gerechtfertigt wird. Ist das nicht der Fall, arbeitet ein Anarchist an der \u00dcberwindung dieses Zustandes. Der Anarchismus ist manifest in dem Fortschritt in der Menschheitsgeschichte, von dem ich gesprochen habe.<\/p>\n<h6 style=\"padding-left: 30px;\" align=\"left\">Dann sollte jeder Anarchist sein?<\/h6>\n<p style=\"padding-left: 30px;\" align=\"left\">Ja, jeder sollte ein Anarchist sein und immer dann, wenn er eine illegitime Macht erkennt, bek\u00e4mpft und zerst\u00f6rt, ist er ein Anarchist. In diesem Sinne sind die meisten Menschen Anarchisten.\u201c<\/p>\n<p align=\"left\"><em>Quelle: Anarchist Noam Chomsky \u201eDie Demokratie wird zerschreddert\u201c \u201eJeder sollte ein Anarchist sein\u201c: Ein Gespr\u00e4ch mit dem Linguisten Noam Chomsky von Michael Hesse, Frankfurter Rundschau, 24.1.2014, <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/kultur\/anarchist-noam-chomsky-die-demokratie-wird-zerschreddert-a-621750?fbclid=IwAR2pbjIPV1kT3vfGqVY5praA8gi1YO5R-pkyicY4loTyousTtKYvIHxNf6g\">http:\/\/www.fr.de\/kultur\/anarchist-noam-chomsky-die-demokratie-wird-zerschreddert-a-621750?fbclid=IwAR2pbjIPV1kT3vfGqVY5praA8gi1YO5R-pkyicY4loTyousTtKYvIHxNf6g<\/a><\/em><\/p>\n<h5 align=\"left\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/J5wuB_p63YM\" width=\"100%\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><span data-mce-type=\"bookmark\" style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" class=\"mce_SELRES_start\">\ufeff<\/span><\/iframe><\/h5>\n<p align=\"left\"><strong>1971: Chomsky und Foucault im Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<h5 align=\"left\"><\/h5>\n<h5 align=\"left\"><span lang=\"de-DE\">Fr\u00fche Pr\u00e4gungen<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Noam Chomsky wurde am 7. Dezember 1928 in Philadelphia geboren und wuchs dort zu einer Zeit im von deutschen Einwanderer*innen gepr\u00e4gten Stadtviertel Germantown auf, als man den Antisemitismus in den USA, wie er es sp\u00e4ter formulierte, \u201enoch mit dem Messer schneiden konnte\u201c. Seine Eltern William Chomsky und Elsie Simonofsky waren beide aus Russland eingewanderte Juden und f\u00fchlten sich der j\u00fcdischen Kultur ihr Leben lang zutiefst verbunden. Dasselbe gilt im \u00dcbrigen auch f\u00fcr ihren Sohn Noam, auch wenn er seit vielen Jahren wegen seiner Kritik an der Regierungspolitik in Israel von vielen entweder als Antisemit oder als \u201eselbsthassender Jude\u201c oder beides denunziert wird. Der Vater entwickelte sich zu einem der f\u00fchrenden Hebraisten seiner Zeit und brachte Noam so schon fr\u00fch in Kontakt mit seinem sp\u00e4teren Fachgebiet, der Linguistik.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Vom Alter von zwei bis zw\u00f6lf besuchte Noam die Oak Lane Country Day School, eine Schule in der Tradition des progressiven P\u00e4dagogen und Philosophen John Dewey, die man heute wohl als antiautorit\u00e4r bezeichnet. In der dortigen Sch\u00fclerzeitung schrieb er auch im Alter von zehn Jahren seinen ersten Artikel, n\u00e4mlich \u00fcber den Fall Barcelonas im Spanischen B\u00fcrgerkrieg Anfang 1939.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">W\u00e4hrend er sich an die Zeit an dieser Institution immer noch gerne und sehr gut erinnert, beschreibt er seine folgende Zeit an der High School bis 1945 buchst\u00e4blich als schwarzes Loch, und auch die darauffolgende Zeit als Student an der University of Pennslvania f\u00fchlte sich f\u00fcr ihn nicht wesentlich besser an. So spielten sich seine Aktivit\u00e4ten in der ersten H\u00e4lfte der 1940er zum Gro\u00dfteil abseits des Curriculums von Schule und Universit\u00e4t ab. Sein tiefes Interesse am Anarchismus und dessen vielf\u00e4ltigen Ver\u00e4stelungen entwickelte sich zu genau dieser Zeit, in der man ihn h\u00e4ufig im nahegelegenen New York fand, wo einer seiner Onkel einen Zeitungsstand besa\u00df, der Treffpunkt aller m\u00f6glicher radikaler Kr\u00e4fte war, und wo es au\u00dferdem Buchhandlungen gab, die mehr zu bieten hatten als das in dieser Hinsicht etwas zur\u00fcckgebliebene Philadelphia.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"left\"><span lang=\"de-DE\">Hinwendung zu Linguistik und Kognitionswissenschaft<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Die Eltern begannen, sich Sorgen zu machen, da Noam zum College-Dropout zu werden drohte, und so brachten sie ihn in engere Verbindung mit einem Freund der Familie, Zellig Harris, der nicht nur die sozialistisch-zionistische Ausrichtung Noams im Hinblick auf den sich bereits abzeichnenden Israel-Pal\u00e4stina-Konflikt teilte, sondern auch Linguistikprofessor an der University of Pennsylvania war. Chomsky, dessen Interesse an Harris zun\u00e4chst in erster Linie politischer Natur war, wendete sich zunehmend der Sprachwissenschaft zu und reichte 1949 seine Bachelorarbeit \u00fcber die Morphophonemik des modernen Hebr\u00e4ischen ein, die in stark erweiterter Form 1951 zu seiner Magisterarbeit wurde.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Obwohl Chomsky auch weiterhin seinen politischen Interessen nachging, aufmerksam die Ereignisse in Israel\/Pal\u00e4stina verfolgte und sich wie viele seiner Zeitgenoss*innen an der B\u00fcrgerrechtsbewegung beteiligte, waren die Jahre 1946 bis 1964 f\u00fcr ihn von seiner sprachwissenschaftlichen Arbeit gepr\u00e4gt, die bald, 1957, nach der Publikation eines schmalen B\u00fcchleins mit dem unscheinbaren Titel Strukturen der Syntax unter dem Namen \u201egenerative Grammatik\u201c bekannt werden sollte. Es sind genau diese generative Grammatik und ihre Implikationen (unter anderem f\u00fcr unser psychologisches und biologisches Weltbild), die Chomsky urspr\u00fcnglich zu seinem Weltruhm verhalfen, obwohl es sich bei der Sprachwissenschaft sonst um eine eher wenig beachtete Disziplin handelt, bei der es den meisten schwer fiele, neben Chomsky \u00fcberhaupt noch weitere Linguist*innen zu nennen.<\/span><\/p>\n<h5 align=\"left\"><span lang=\"de-DE\">Angeborene Ideen<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Was hat es mit der generativen Grammatik auf sich? Laut Chomskys seinerzeit revolution\u00e4ren Ansatz hat jeder Mensch, der eine Sprache erlernt hat, ein Regelsystem internalisiert, das es ihm erm\u00f6glicht, unendlich viele S\u00e4tze hervorzubringen und zu verstehen. Deutsch, Franz\u00f6sisch, Suaheli \u2013 sie alle haben ein ihnen eigenes Regelsystem, das sie von allen anderen Sprachen unterscheidet. Jeder Versuch, ein solches Regelsystem auch nur f\u00fcr eine einzige Sprache zu beschreiben, weist wegen des immer noch in den Kinderschuhen steckenden Verst\u00e4ndnisses der Linguist*innen gravierende L\u00fccken auf und f\u00e4llt selbst da, wo er gelingt, unerh\u00f6rt komplex aus.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Das Paradoxe an dieser Beobachtung ist, dass alle Kinder unter normalen Umst\u00e4nden imstande sind, sich genau das anzueignen, an dessen Beschreibung die Linguist*innen immer noch scheitern, n\u00e4mlich das Regelwerk ihrer Sprache. Die Schlussfolgerung: Kinder m\u00fcssen einen Vorteil habe, \u00fcber den die Sprachwissenschaft nicht verf\u00fcgt, ein angeborenes Wissen, dass es ihnen erlaubt, aus dem sie umgebenden chaotischen L\u00e4rm herauszufiltern, was f\u00fcr die Regeln der eigenen Sprache relevant ist und was nicht, und dadurch im wesentlichen ohne \u00e4u\u00dfere Anweisungen und Hilfen ein System zu konstruieren, das in unendlich vielen verschiedenen Situationen Anwendung finden kann und das f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des achtzig Seiten langen Satzes am Ende der deutschen Version von James Joyces Ulysses genauso geeignet ist wie f\u00fcr die simple \u00c4u\u00dferung \u201eUff!\u201c <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Chomskys Schluss hieraus war, dass genau dieses angeborene Wissen der eigentliche und wichtigste Gegenstand der Sprachwissenschaft sein sollte. <\/span><span lang=\"de-DE\">Das nannte er in Anlehnung an eine fr\u00fchere philosophische Tradition Universalgrammatik. Mit der Wiederaufnahme dieser Tradition einher ging ein Angriff Chomskys gegen den bis in die 1950er in Psychologie und Kognitionswissenschaft vorherrschenden Behaviorismus, der s\u00e4mtliches Verhalten von Tieren wie Menschen abgesehen von einigen elementaren Reflexen auf Konditionierung durch die Umwelt zur\u00fcckf\u00fchren wollte.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Chomsky und die Mitstreiter*innen, die mit ihm an der oder im Umfeld der generativen Grammatik arbeiteten, waren dagegen schon seit den fr\u00fchen 1950ern zu dem Schluss gekommen, dass diese Art von Erkl\u00e4rung weder im Bereich der Sprache noch in anderen relevanten Bereichen der menschlichen Psyche funktionieren kann. Ganz gleich, ob es sich um Vorstellungen von Raum und Zeit, moralische Auffassungen von Gut und B\u00f6se oder den in der Geschichte immer wieder zum Vorschein kommenden Freiheitsdrang der Menschen handelt \u2013 es ist schwer vorstellbar, wie diese spezifisch menschlichen Attribute ausschlie\u00dflich Ergebnis der Konditionierung durch eine zuf\u00e4llige und immer wieder wechselnde Umwelt sein sollen. Zu einem zentralen Punkt an Chomskys Kritik wurde sp\u00e4ter auch, dass die behavioristische Idee von der v\u00f6lligen Determiniertheit menschlichen Verhaltens von au\u00dfen nicht nur widersinnig, sondern auch antilibert\u00e4r ist. F\u00fcr unter sorgf\u00e4ltiger Erw\u00e4gung aller Umst\u00e4nde getroffene, aber dennoch freie Entscheidungen autonomer Individuen ist in ihr kein Platz.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_18888\" aria-describedby=\"caption-attachment-18888\" style=\"width: 320px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/14817200668_833e236223_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-18888\" src=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/14817200668_833e236223_n.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/14817200668_833e236223_n.jpg 320w, https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/14817200668_833e236223_n-300x142.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-18888\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Democracy Chronicles, 2.0 Generic (CC BY 2.0), https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/legalcode<\/figcaption><\/figure>\n<h5 align=\"left\"><span lang=\"de-DE\">Individuum und Welt \u2013 \u00dcber f\u00fcnfzig Jahre Kampf um eine bessere Gesellschaft<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Das eben Gesagte hie\u00df nat\u00fcrlich durchaus nicht, dass die Umwelt keine Rolle spielt, denn sonst w\u00fcrden wir alle gleich denken und dieselbe Sprache sprechen. Es hei\u00dft nur, dass sich menschliche Existenz in einem biologisch gegebenen Rahmen abspielt und dass der Mensch nur innerhalb dieses Rahmens ad\u00e4quat leben kann. Bestimmte Bedingungen, denen Menschen unterworfen werden, stellen eine so offensichtliche Vergewaltigung dessen dar, was f\u00fcr sie zutr\u00e4glich ist, dass Widerstand gegen sie zur Pflicht wird.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Man k\u00f6nnte sagen, dass Chomsky Anfang der 1960er an den Schnittpunkt der beiden intellektuellen Welten kam, in denen er sich bis dahin bewegt hatte. Seine Unterst\u00fctzung des US- und weltweiten Kampfes gegen Unterdr\u00fcckung und seine Bef\u00fcrwortung freiheitlicher Prinzipien der politischen und sozialen Organisation waren bis dahin weitgehend theoretisch geblieben. Der von den USA insgeheim 1960 begonnene Krieg in Vietnam und sp\u00e4ter in ganz Indochina \u00e4nderten das dramatisch, und Chomsky begann, systematisch und bis heute ohne Pause das zu praktizieren, was er die \u201eVerantwortlichkeit der Intellektuellen\u201c nannte, n\u00e4mlich L\u00fcgen zu enth\u00fcllen und die Wahrheit zu sagen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Zun\u00e4chst war dies die Wahrheit \u00fcber die Indochinakriege, die wohl kaum jemand so umfang- und facettenreich ausgesprochen hat wie er, aber es kamen schnell andere Bereiche der Au\u00dfen- und Innenpolitik der USA und anderer Staaten hinzu. Dabei fiel der Beschluss, den Schritt vom Sympathisanten zum Aktivisten zu machen, Noam Chomsky alles andere als leicht: \u201eIch hasste die Entscheidung. Von Natur aus bin ich eigentlich ein Einsiedler und w\u00fcrde viel lieber allein arbeiten statt \u00f6ffentlich aktiv zu sein\u201c, so einer seiner r\u00fcckblickenden Kommentare zu diesen Jahren. Gar nicht dazu in Widerspruch steht, was er 1970 gegen\u00fcber dem Antikriegsaktivisten Fred Branfman sagte, mit dem er damals Lager entwurzelter Indochinafl\u00fcchtlinge in Laos besuchte: \u201eIch bin viel zu sp\u00e4t aktiv geworden.\u201c<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Die anderswo hinreichend beschriebene Flut seiner Artikel, Vortr\u00e4ge, Interviews und B\u00fccher zur Lage in den USA, in einzelnen L\u00e4ndern oder Gebieten anderswo oder auf der gesamten Welt und zu den Aussichten auf Besserung durch Widerstand ist mittlerweile un\u00fcbersehbar geworden, aber es gibt immer noch kein Anzeichen daf\u00fcr, dass dieser Rebel Without a Pause (so der Titel eines sehenswerten Films \u00fcber ihn) in n\u00e4chster Zeit vorhat, sich zur Ruhe zu setzen. Die Motivation daf\u00fcr wird ein weiteres Mal klar, wenn man h\u00f6rt, was er dazu erst Anfang November 2018 angesichts der wachsenden Gefahr eines Atomkrieges und der immer bedrohlicher werdenden Klimakrise in der einem Interview sagte, n\u00e4mlich dass die heutige Zeit sicher die gef\u00e4hrlichste Zeit seines eigenen Lebens, mit noch gr\u00f6\u00dferer Sicherheit aber die gef\u00e4hrlichste Zeit in der Geschichte der Menschheit sei. Man kann nur hoffen, dass er noch lange zu dem Versuch beitragen kann, das Blatt zu wenden und Bedingungen zu schaffen, unter denen die Menschen einen Weg finden, ihre naturgegebenen M\u00f6glichkeiten frei und zugleich ohne Krieg und Unterdr\u00fcckung auszuleben. Letzteres Prinzip war zweifellos mit gemeint, als die indische Schriftstellerin Arundhati Roy bereits vor Chomskys 75. Geburtstag schrieb: \u201eChomsky Zindabad!\u201c<\/span><\/p>\n<p align=\"right\"><strong><span lang=\"de-DE\">Michael Schiffmann<\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eFR: Sie bezeichnen sich als Anarchist. Wie hilft die Anarchie da weiter? Noam Chomsky: Anarchismus ist ein breiter Begriff. Es besitzt einen Kern von Grunds\u00e4tzen mit zeitlosen Werten, die Menschen zum Handeln anleiten sollen. Diese Grunds\u00e4tze wurden in der Aufkl\u00e4rung reformuliert, wo sie ihre Bl\u00fctezeit erlebten. Im Grunde haben sie aber tiefer liegende Wurzeln. Was &hellip; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/11\/im-zehnten-jahrzehnt\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":502,"featured_media":18886,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Im zehnten Jahrzehnt - graswurzelrevolution","description":"\u201eFR: Sie bezeichnen sich als Anarchist. 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